Alexander Linder

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March 2017 Kommentar zu
Die Bedeutung des Tourismus für die Schweiz
Dass der starke Schweizer Franken massgeblich zu der Entwicklung der Lage des Schweizer Tourismus beigetragen hat, ist nur die Hälfte der Wahrheit und wird gerne allzu oft als der alleinige Sündenbock herangezogen. Die andere Hälfte ist das meiner Meinung nach nur unzureichend ausgebaute Kooperations-denken und -handeln (man schau sich mal kanadische Destinationen als Vergleich an), was sich in fehlenden Synergieeffekten niederschlägt sowie der nur unzureichend vorhandene Servicegedanke im Umgang mit dem Gast. Dadurch fehlen dann die freien Mittel für die Modernisierung der Infrastruktur sowie für die Qualitäts- und Produktentwicklung. Warum gehen denn so viele Schweizer ins benachbarte Tirol und machen dort Ferien? Vordergründig klar, wird der deutlich günstigere Preis genannt. Dahinterliegend steckt aber viel mehr die Wahrnehmung, dass hier in der Schweiz fast keiner willens ist, Dienst am Feriengast zu erbringen. Oder Gastfreundschaft. Wie es das Wort schon sagt - der Gast ist der Freund und nicht derjenige der Arbeit bringt und dessen Geld man gerne nimmt. Die Gastfreundschaft in Tirol ist deutlich höher als bei uns und Skifahren ist auch dort teuer. Aber in Summe stimmt das Gesamtpaket dort, das viel der immateriellen Gastfreundschaft beinhaltet. Glaubt man den Klimaforschern, so werden wir schon bald unterhalb von 1500m keinen Schnee mehr haben, auch nicht Kunstschnee. Also ist dringend ein Umdenken gefragt - es muss gelingen dem Gast ein umfassendes Servicepaket zu bieten, für das er gerne bereit ist zu bezahlen - aus tangiblen und intangiblen Elementen - und Schneesport wird immer einen kleineren Anteil daran haben. Die Grundzutaten - eine intakte Natur, saubere Luft und Sicherheit, die haben wir. Jetzt geht es darum, zu verstehen, was der Gast will und was ihm einen Mehrwert bietet. Und das wiederum muss sich dann in einer ganzheitlichen Consumer Experience Journey niederschlagen die von einem neuen Qualitätsbegriff geprägt ist. Und da gibt es nur eines: alle müssen am gleichen Strang in die gleiche Richtung ziehen. Ob es dazu olympische Spiele braucht, sei einmal dahingestellt.
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