Start-Thema: Steuern, Steuerwettbewerb -Resultate 2008

Ehepaare, bei denen beide berufstätig sind, bezahlen heute mehr Steuern als Konkubinatspaare (sogenannte „Ehestrafe“). Der Bund diskutiert verschiedene Varianten um diese Ehestrafe abzuschaffen oder zu mildern. Welche Variante bevorzugen Sie?

Umfrage Ergebnisse 2008


50% der gesamten Bevölkerung wünschen eine Individualbesteuerung, 41% sind für eine gemeinsame Besteuerung der Ehepartner (Milderung der sogenannte Ehestrafe). Letzteres wird vor allem von Wählern der EVP und EDU befürwortet (59%, bzw. 56%). Auffallend hoch ist die Zustimmung der Individualbesteuerung im Kanton Basel Stadt mit 69%.

schweizweites Ergebnis

Antwort2008
Ehepaare versteuern ihr Einkommen nicht mehr zusammen, sondern füllen wie Konkubinatspaare getrennte Steuererklärungen aus (=Individualbesteuerung)50%
Ehepaare versteuern ihr Einkommen weiterhin gemeinsam, aber die Ehestrafe wird gemildert.42%
Es gibt keine Änderungen zum heutigen System4%
Weiss nicht / Neutral4%




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Kommentare von Lesern zu den Ergebnissen

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Markus Moos sagte January 2019

Eigentlich sind wir uns ja alle einig. Ein Steuerrecht sollte niemanden bevorteilen. Jeder sollte aufgrund seiner wirtschaftlichen Möglichkeiten zur Kasse gebeten werden. Persönliche Entscheide wie Zivilstand oder Arbeitsverteilung sollten keine Rolle spielen. Oft wird mit diesen Argumenten die Individualesteuerng angepriesen. Doch ist sie wirklich die beste Lösung?

Wenn in der Indiviualbesteuerung in einer Partnerschaft kein Sockelbetrag vom einen Partner zum anderen Partner übertragen werden kann, wird eine Lebensgemeinschaft mit einem Einkommen aufgrund der Progression deutlich schlechter gestellt als eine Gemeinschaft mit zwei gleich grossen Einkommen. So umgesetzt schafft die Individualbesteuerung​ schafft einfach neue Ungerechtigkeiten/Anr​eize.

Ein (Teil-)Splittingmodel​l hat dieses Problem nicht und ist administrativ einfacher. Natürlich kann man argumentieren, dass ein Splitting Lebensgemeinschaften gegenüber Alleinstehenden bevorteilt. Aus meiner Sicht lässt sich dies rechtfertigen, da Lebensgemeinschaften in der Sozialhilfe solidarisch haften. Wenn der eine Partner in finanzielle Nöte gerät, wird zuerst auf die finanziellen Mittel des anderen Partners zurück gegriffen, bevor öffentliche Sozialhilfegelder zu fliessen beginnen. Aus diesem Grund sind alleinstehende Personen in der Sozialhilfe im Vergleich zu Ehen/Partnerschaften deutlich übervertreten. So gesehen fände ich das Splitting eigentlich vernünftiger als die Individualbesteuerung​.

Wer dennoch eine "harte" Individualbesteuerung​ fordert, muss konsequenterweise aber auch in der Sozialhilfe die Partner individuell beurteilen.


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Um soziodemographische Verzerrungen zur vermeiden, wurden sämtliche Daten nach Geschlecht, Alter, Bildung und Region gemäss der wahren Verteilung innerhalb der Bevölkerung älter als 15 Jahre gewichtet. Es bleibt eine psychographische Verzerrung wegen der Durchführung der Umfrage über das Internet, welche nicht korrigiert werden kann. Diese Verzerrung wird anhand einzelner Faktoren für jede Erhebung qualitativ abgeschätzt. Demnach sind alle hier auf dieser Seite angegebenen Zahlen mit einer Präzision von ±4% repräsentativ.
Angaben zu den Daten:
- Erhebungsjahr: 2008
- Stichprobengrösse: 20903
- Erhebungszeitraum: 27.10.2008 bis: 31.12.2008