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Analysieren, umdenken, Verfassung achten

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Analysieren, um­den­ken, Ver­fas­sung achten!         

           

In der Basler Zeitung vom 11.03.2019 hat unter dem Titel „Umdenken, analysieren“ ein Herr Schärer die offizielle Sicht vertreten, wonach de facto nur noch Cyberattacken und kleine Spezialtruppen die Schweiz bedrohten. So wurde unsere einst weltweit anerkannte Armee praktisch aufgelöst. Da unsere Wehrlosigkeit weltweit bekannt ist, werden wir sofort in einen nächsten Krieg einbezogen. Vor 3 Jahren, beim Kaffee mit einem befreundeten Direktor eines der grössten chinesischen Konzerne, fragte er ganz unvermittelt: „Warum hat das reichste Land der Welt seine Armee abgeschafft?“ Der indische Business Standard fing am 21.02.14 einen längeren Artikel über den Abstieg unserer Armee so an: „Es ist so leicht, sich über die Schweiz lustig zu machen, dass es fast unsportlich ist.“

 

Die Sicht der Grossmächte ist völlig anders als unsere. Der Staatspräsident Chinas forderte am 25.10.18 bei einem Truppenbesuch am Südchinesischen Meer, die „Kriegsvorbereitungen​“ voran zu treiben und alles auf „Kampfbereitschaft“ zu setzen. Der Stv. Leiter der russischen Abrüstungsbehörde meinte: „Ja, Russland bereitet sich auf Krieg vor. Ich kann das bestätigen“. Der Grund? Die USA „bereiteten den Krieg vor.“ Diese haben ihr Militärbudget von 2015 bis 2019 von 496 auf 716 Milliarden $ erhöht. Der Generalstabschef der US Armee sagte am 4.10.2016: „Krieg ist praktisch garantiert“. Dann schilderte er, wie dieser aussehen könnte: Tödlicher, als alle Kriege der letzten 70 Jahre. Unterbrüche der Kommunikation, selbst zum Weissen Haus. Die Truppen müssten sich wieder mit Karte und Kompass zurechtfinden. Die Verbände müssten klein sein, selber über alle Waffentypen verfügen und in völliger Isolation kämpfen, umgeben von feindlichen Kräften. Sie dürften sich nur für den Kampf kurz zusammenziehen, sonst würden sie vernichtet. Die US Luftwaffe könne oft erst eingreifen, nachdem die Erdtruppen die feindliche Luftabwehr im Zielgebiet ausgeschaltet hätten. Bisher war es das Markenzeichen der US Streitkräfte, den Feind zuerst aus der Luft zusammen zu schlagen, bevor die Bodentruppen angriffen. Nachschub über die Meere sei nicht mehr möglich, aufs Gefechtsfeld nur noch mit Robotern und ferngesteuerten Fahrzeugen, wolle man nicht die gesamte Mannschaft opfern.

 

Eine neue Weltordnung ist im Entstehen. Die Spannungen unter den Grossmächten steigen und können zum Krieg führen. (z.B. Südchinesisches Meer; China & Pakistan-Indien; seit Jahren sagt die russischer Führung, Russland werde die untragbare westliche Bedrohung direkt an seiner Grenze ggf. militärisch beseitigen; Es war bisher dafür noch nicht bereit. Das dürfte sich bald ändern; usw.)

 

Die USA/NATO würden sofort unseren Luftraum benützen, wie ja jetzt schon jährlich tausendfach, und ev. die Alpen- und Ost-West-Transversale​n übernehmen. Darauf kann deren Feind ganz legal bei uns reagieren. Die Mittel aller Mächte reichen von Weltraum-, Hyperschall-, ABC-, Cyber-, Prompt Global Strike-, Strahlen-Waffen, Drohnen, bis zu grossen konventionellen Armeen, wie z.B die russischen Panzerarmeen. Nur wenn unser Volk sofort aus seinem Konsumrausch erwachte –eine Illusion - und mit sehr grossen finanziellen und menschlichen Anstrengen massive Sofortmassnahmen ergriffe – wie 1935 – könnte die Armee vielleicht noch rechtszeitig beschränkt kriegsverhindernd laut Art. 58 BV werden.


Kommentare von Lesern zum Artikel

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25%
(12 Stimmen)
Gilbert Hottinger sagte March 2019

Herr Frick ich danke Ihnen für diesen interessanten, wichtigen Bloq. Ich kann Ihnen 100 % zustimmen. Die vaterlandslosen "Gesellen der GSoA" versuchen schon wieder der Schweizer Milizarmee den Todesstoss in den Rücken zu versetzen.

Mit welchen Argumenten kämpft die GSoA gegen die Wehrpflicht? Warum ist man gegen eine legitime Selbstverteidigung, denn die Schweizer Armee war seit 1848 nie eine Angriffsarmee?.Jedes Volk das keine Wehrbereitschafft mehr zeigt, wird seine Freiheit verlieren., das ist ein FAKT.

Für die GSoA ist das heutige Dienstpflichtmodell auf klassische militärische Auseinandersetzungen ausgerichtet und nur ein kleiner Teil aller Stellungspflichtigen absolviere die gesamte Dienstzeit, moniert die Gruppierung in ihrem Argumentarium. Das ist ja gerade das traurige, 55 % drücken sich von der Militärpflicht als typische "Weicheier", sind später dann im Leben ebenso schwach und verletzlich drauf, und werden dann halt von den Genderistinnen umso leichter versklavt. Ich respektiere aber Dienstverweigerer aus wahrhaftigen Gewissensgründen, nicht aber aus Bequemlichkeit, sogar Faul- resp. Feigheit.

Der Volksmund sagt ja nicht umsonst: "Erst wer Militärdienst geleistet hat, wird ein richtiger Mann". Als Diensttauglicher war ich auch nicht begeistert, habe aber die ganz RS durchgestanden, habe es auch nie bereut, im Gegenteil, eine bessere Lebensschule gibt es nämlich nicht, in vielerlei Hinsicht.

Wie viele Schweizer Bürger leisten heute Militärdienst?

Lau​t dem Bundesrat betrug der Anteil der Diensttauglichen bei Rekrutierungen in den vergangenen zehn Jahren im Durchschnitt 65 Prozent. 45 Prozent eines Jahrganges absolvieren ihre Militärdienstpflicht bis zum Ende.

Abschaffung der Armee?
https://www.a​argauerzeitung.ch/dos​siers/abstimmung-absc​haffung-der-wehrpflic​ht/die-militaerdienst​pflicht-in-der-schwei​z-soll-abgeschafft-we​rden-127022024




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45%
(11 Stimmen)
Georg Bender sagte March 2019

Herr Frick

Sie meinen das Land mit dem grössten Geldvolumen (Schulden und Guthaben) pro Kopf der Bevölkerung!
Geld ist doch kein Motiv, um Spielzeuge zu verhindern, welche wir doch vom Sandkasten her kennen!



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