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AV2020: Mehr geht nicht. Weniger dürfen wir nicht.

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Man kann über die «Al­ters­vor­sorge 2020» end­los kom­pli­zierte Dinge schrei­ben, und sie um­fasst tatsäch­lich ein paar sehr kom­plexe In­hal­te. Den­noch ist es ei­gent­lich ganz ein­fach: Wer nichts ver­än­dern will, wird auch ver­lie­ren, was er be­wah­ren möch­te. Und wer nicht be­reit ist, halt auch mal den berühm­ten klei­nen Fin­ger zu rei­chen, der be­wegt sich ü­ber­haupt nicht mehr. Auch ist die Frage wenig hilf­rei­ch, wer jetzt genau wie stark be­trof­fen ist. Un­sere Vor­sor­ge­werke hät­ten oh­ne­hin nie ge­schaf­fen wer­den kön­nen, wenn jeder immer nur für sich ge­schaut hät­te...

Und ja: Wenn ich ganz alleine auf dem Reissbrett meine eigene Reform - entlang von klaren ökonomischen Fakten - hätte entwerfen dürfen, dann sähe diese anders aus. Aber das ist Theorie und bringt uns nicht weiter. Vielmehr entspricht es einer Tatsache, dass dieses Land seit über 20 Jahren keine Reform der Altersvorsorge mehr gesehen hat. Keine! - Und es entspricht ebenfalls einer Tatsache, dass wir hier auf einen Kollaps hinsteuern, wenn nicht bald etwas geschieht.

Und ja: Diese Reform mag nicht perfekt sein; aber sie ist eine Reform. Sie ist ein pragmatischer Kompromiss, für den im Parlament hart gerungen worden ist. Mehr geht im Moment nicht; weniger dürfen wir nicht. - Und nein: Diese Reform löst nicht sämtliche Probleme. Aber sie bringt uns einen Schritt weiter. Zudem gewinnen wir Zeit und ebnen den Weg für weitere Reformschritte. - Und ja: Solche werden nötig sein.

Ein Verzicht auf diesen ersten Reformschritt verunmöglicht weitere Reformen. Dann wird der Reformstau derart erdrückend, dass er die Zukunft unserer Altersvorsorge fundamental gefährdet. Deshalb sollten diejenigen, welche diese Reform mit Vehemenz bekämpfen, unbedingt an die nächsten Generationen denken - und nicht einfach nur an die nächsten Wahlen...


Kommentare von Lesern zum Artikel

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67%
(15 Stimmen)
Kurt Meister sagte August 2017

Nichts geht mehr.
Da blockieren sich die politischen Parteien seit Jahren in verschiedenster Hinsicht und da wo praktisch die ganze Bevölkerung davon betroffen ist, bei den Sozialversicherungen können die Parlamente nichts Anderes, als weiterhin mit ewigem Blabla die längst fälligen Reformen zerreden, mit dem Resultat einer Reform, die niemanden befriedigt, aber in der Situation besser ist als gar nichts. Denn wer garantiert, dass in absehbarer Zeit mit dieser politischen Klage eine brauchbare Reform zu Stande kommt?
Jeder hat dazu seine eigene, egoistische Variante und möchte davon profitieren.
Der Kampf um die Pfründen geht hin und her zwischen der staatlichen Lösung der AHV und der privaten Lösung des BVG, angeführt von Finanzjongleuren, die die Finanzkrisen verursacht, das Pensionskassenvermöge​n an der Börse verzockt, oder in Bankenbussen umgewandelt haben.
Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass die Sicherheit der AHV besser ist als die BVG, welche durch die Finanzkrisen an Vertrauen und Substanz wesentlich verloren hat.
Die Lösung des Dilemmas sehe ich darin, die AHV zu stärken bis zur einer festzulegenden Grenze des Existenzminimums und den Abschluss für die 2. Säule. der Pensionskassen, wie bei der
3. Säule wieder in die Verantwortung des Individuums zurückzufahren.
Dami​t würden Hunderttausende jetzt Benachteiligte wieder besser gestellt und das Risiko und die Verantwortung für die Überversicherung wäre beim Einzelnen angesiedelt.



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47%
(15 Stimmen)
Georg Bender sagte August 2017

Das eingehämmerte Denken aus betreuter Bildung, basiert auf dem Irrlauben der neoklassigen Geldtheorie der orthodox Ökonomen, wonach Schulden aus Kapital und Ausgaben aus Einnahmen, entstehen. Wie entsteht eigentlich das Kapital, keinen blassen Schimmer. Das Umgekehrte ist richtig. Das Meer fliesst auch nicht in die Flüsse?

Mit dem frei verfügbaren Geldgegenwert der Arbeit oder Ersatzleistung wird der Lebensunterhalt bestritten. In den Produktpreisen sind aber die gesamten Personalkosten einkalkuliert.

Wie​ können wir trotzdem unser Lebensunterhalt "bezahlen"? Ganz einfach, das zugeordnete Geldvolumen aus nicht getilgten Schulden (nicht Kapital) bedeutet Planwirtschaft (die ordentlichen Bedürfnisse sind abzudecken, andernfalls das System erodiert).

Wir sind keine Zahler sondern Gelddrehscheibe. Das Renteneintrittsalter,​ Demografie, Generationsvertrag als monetäre Leistung und Sozialpartnerschaft stehen nicht im Einklang mit dem Geld- und Wirtschaftssystem, sie sind daher reine Erfindungen (Hirngespinste)!

D​er Betrug der Ökonomen wird in der betreuten Bildung nicht korrigiert (System?), darum bleibt der Irrglaube in den Köpfen eingehämmert und kann von der Politik, Medien und Bildungsverantwortlic​hen, leicht für Manipulationen (wie das Rentensystem) verwendet werden.
Eigentlich ein Fall für die Justiz, würde sie sich gedanklich weiterentwickeln?











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38%
(21 Stimmen)
Elsi D. Stutz sagte August 2017

Tja, dafür hat man uns 20 Jahre lang vorgelogen, die Zuwanderer würden es schon richten! (Und 2/3 haben den Brunz sogar geglaubt...)

Herr Landolt, hocken Sie ans Reißbrett und suchen Sie Lösungen! Für's Jammern und abnicken von faulen "Kompromissen" bekommen Sie Ihr Gehalt, nicht?


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64%
(11 Stimmen)
Georg Bender sagte August 2017

Aufwachen und denken!


Es sind keine interessante Überlegungen, sondern meine Denkart, beschreibt die Umsetzung des realen Geld- und Wirtschaftssystems. Die neoklassische Geldtheorie der orthodoxen Ökonomen wonach Schulden aus Einlagen (Kapital) entstehen, haben heterodox Ökonomen, wie ich es aus Eigenstudium erkannt habe, längst widerlegt und als Lüge entlarvt. Diese Lüge ist natürlich auch in den Köpfen der Politiker eingehämmert. Woher das Kapital, Steuern, Sozialbeiträge oder der frei zur Verfügung stehende Geldgegenwert der Leistung, entstehen (Geldfluss) keine blassen Schimmer? Jedoch von Junge finanzieren die Renten der Alten schwafeln, oder Steuerzahler-Mythen bedienen, dies alles ohne Widerrede der Medien, grenzt schon an bewusst konzentrierter Irreführung der Bevölkerung. Für mich ganz klar ein Tatbestand für die Justiz. Warum schaut diese Macht einfach tatenlos zu? System?

Auch die jetzige Flickschusterei Rentenreform basiert auf der vorgenannten Lüge! Die Veränderungen wären also nicht radikal, sondern die Umkehr zur Wahrheit! Oder ist die Wahrheit radikal, die Lüge einfacher zu bedienen, weil sie den Status sichert?

Wie wäre es, wenn die Politik sich selbst und der Bildung den Auftrag erteilt (ab der Sekundarschule), das real existierende Geldsystem, in seiner Entstehung, Funktion (keine Einlagen nur Zahlenverschiebung) und Auswirkung in der arbeitsgeteilten Wirtschaft mit bestehender und erhöhten Geldmenge (Schulden und Besitz = Verbriefung) zu erklären? Die Gesellschaft würde verstehen, dass die Existenzkämpfe und Armut, von Menschen gemachte Knappheitsspiele sind. Viele Politiker würden ihrer Wichtigkeit befreit, oder gar überflüssig, wie die Fakultät Ökonomie der dämlichsten Denkanstalt?

In diesem Sinne, wäre ich erfreut wenn es eine Obrigkeit wagt, die Wahrheit auf den Tisch zu legen. Wer zuerst sät, erntet zuerst?






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65%
(20 Stimmen)
Franz Krähenbühl parteifrei sagte August 2017

Von Ihnen hätte ich nicht erwartet, dass Sie sich mit den 70 Fränkli kaufen lassen, Herr Landolt.
Und noch etwas.
Seien Sie ein bisschen mutiger mit Ihrer Partei und propagieren Sie ein neues, modernes AKW.
Zugunsten sauberer Energie, zulasten der Kohlen- und Gaskraftwerke.


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78%
(18 Stimmen)
Werner Nabulon sagte August 2017

Herr Martin Landolt,
Ich weiss nicht warum man ?das? eine Reform nennen soll?

Ich persönlich finde es peinlich, so etwas überhaupt als Vorschlag zur Abstimmung zu bringen. Ich erwarte, denn diesem Vorschlag werde ich sicher nicht zustimmen, dass die PolitikerInnen quer durch die Parteien plus Verbände usw, sich einmal durchringen und echte Reformen und akzeptable Vorschläge bringen.

Geschieht​ dies nicht, können wir mit diesen Sozialkassen aufhören.


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57%
(14 Stimmen)
Ernst Jacob sagte August 2017

> Die 2. Säule wurde bekanntlich so konzipiert, dass jedefrau und jedermann für sich ein "Kässeli" anspart.

Meiner unmassgeblichen Meinung nach war die obligatorische 2.Säule sowieso der Auftakt zum grössten Raubzug, der je auf den Geldbeutel der Arbeitnehmerschaft ausgeübt wurde. Man machte sie Leute zu gesetzlich zwingend Aktionären, mit dem Resultat, dass Milliarden in den Säcken von Spekulanten landeten, und durch die ungeheuren Mittel, die plötzlich und in immer grösseren Summen zur Verfügung standen, der rasant zunehmende Raubtier-Kapitalismus​ dafür sorgte, dass ungezählte Arbeitnehmer|innen letztlich aufgrund von Firmen-Verkäufen, Rationalisierungen und Restrukturierungen ihren Job verloren.

Oder man erinnere sich an das damalige Chaos bei der PTT, wo einige Beamte über viele Jahre hinweg die doppelte Pension erhielten, sogar BR Otto Stich sah sich ausserstande, dem Parlament oder der Oeffentlichkeit zu erklären, wieso wahrscheinlich hunderte von Millionen einfach verschwunden waren. Aber woher denn hätte man auch kompetente Leute rekrutieren wollen, um die vielen Kassen und Kässelchen in einigermassen transparenter und ordentlicher Art und Weise zu führen !

Gemerkt aber hat es offensichtlich niemand, bis Heute noch nicht, was die Pensionskassenregelun​g alles zur Folge hatte, und immer noch hat.

Dabei wäre es doch so einfach gewesen, hätte auch nur Einer diesem Staat vertraut. Die AHV existierte ja bereits, zwar auch mit ungezählten Kassen, aber immerhin. Und wir hätten längst schon eine Infrastruktur, wie aus dem Ei geprellt, den den modesrnsten Bedüfrnissen entsprechend, hätte man all das ersparte Geld, mit jahrzehntelang garantiertem Zinsertrag, für die sehr langsfristigen Projekte im eigenen Land eingesetzt.

Aber so hätten halt nicht so viele Leute dann so viel Geld verdient, und risikofrei dazu, die bekommen ja ihre exorbitanten Löhne und Bonusse, ob es rentierte oder nicht.

Aber was soll's, 80 Stutz oder nicht, es wären ja nicht einmal mehr alle 3 Tage ein Päckli Zigi's, pro Monat. Zumindest im Vergleich zu ~1.'350.-- Franken, die offenbar ein nichtmal 2-stündiger Notfall-Einsatz mit Transport, wenn auch ohne Arzt, von Wildegg nach Aarau kostet. Aber da Solches ja auch meistens irgend eine gesetzlich vorgeschriebene Kasse bezahlt, spielt auch das keine Rolle, wichtig ist ja nur, dass es funktioniert.

Ich bin eigentlich nur noch froh, schon so alt zu sein. Und dazu, doch in der relativen Nähe zur DE-Grenze zu leben. Es espart mir gelegentlich nicht nur hohe Schweizer Preise, sondern hindert mich zudem noch daran, ungewollt mit einem Teil meiner AHV diesen Luxus-Staat auch noch steuerlich mitfinanzieren zu müssen, wenn mich, als Rentner, dieses System ja sowieso nur noch als Last empfindet.

Wäre ja nur blöd, rein rechnerisch gesehen ...


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50%
(16 Stimmen)
Peter Keller sagte August 2017

Diese Rentenreform ist gar keine Reform, sondern ein Murks, ein Pflästerchen, welches erst noch am völlig falschen Ort aufgeklebt werden soll. Die Reform mag zwar ein Anfang sein, sie ist jedoch ein Schritt in die völlig falsche Richtung. Es ist unsinnig, einen Schritt in die falsche Richtung zu nehmen, nur um später genau diesen Schritt umgekehrt wieder zurück laufen müssen. Deshalb ist die Reform, die gar keine ist, abzulehnen.

Stattdessen sollen die Parlamentarier endlich das Problem lösen, und zwar sauber.

Erstens: die Pensionskasse / berufliche Vorsorge / 2. Säule:

Die 2. Säule wurde bekanntlich so konzipiert, dass jedefrau und jedermann für sich ein "Kässeli" anspart, welches nach der Pension entweder als Kapital bezogen oder als lebenslange Rente ausbezahlt wird - logischerweise zu einem Umwandlungssatz, so dass das Geld für die durchschnittliche zu erwartende Lebensdauer ausreicht, denn sonst muss jemand anderes für die Lücke zahlen (so wie heute die Erwerbstätigen).

Dieses ursprünglich definierte Prinzip soll auch nach der Reform so bleiben, tut es aber nicht, denn die Reform setzt den Umwandlungssatz, der heute viel zu hoch ist, immer noch zu hoch an. Frauen leben heute nach der Pension durchschnittlich noch 24 Jahre, Männer 21. Mit dem heutigen Umwandlungssatz von 6.8% reicht das angesparte Geld nur für 13 Jahre. Nach der Rentenreform (Umwandlungssatz 6%) aber immer noch nur für 15 Jahre. Es fehlt also immer noch Geld für 9 Jahre für Frauen und 6 Jahre für Männer. Geld, welches nach wie vor aus den "Kässelis" der Erwerbstätigen herausgenommen werden soll. Ein Murks, völlig ungerecht, nach wie vor.

Eine echte Reform soll das Problem lösen, d.h. entweder den Umwandlungssatz (genügend tief, d.h. auf 5%) senken oder die Pensionskassenbeiträg​e genügend erhöhen oder das Pensionsalter genügend erhöhen - oder eine Kombination davon. Nur das ist akzeptabel.


Zweitens: die AHV / 1. Säule:

Die AHV wurde so konzipiert, dass die Erwerbstätigen für die AHV-Rente der Pensionäre aufkommen sollen - finanziert durch einem Abzug auf deren Einkommen. Und so soll es auch nach der Reform bleiben, tut es aber auch hier nicht, d.h. die "Reform" ist, auch was die AHV betrifft, in Wirklichkeit gar keine.

Der AHV Ausgleichsfonds (Reservebecken für die Zahlungen von Erwerbstätigen zu Pensionären im Umfang ca. eines Jahrestransfers) ist am Schrumpfen, Tendenz steigend, und wird wird, wenn es so weiter geht, schon ca. 2030 leer sein. (Grund auch hier: Wir werden immer älter, die Geburtsrate ist nur 1.5 Kinder pro Frau, und es kommen somit auf einen Pensionär immer weniger Erwerbstätige.)

Eine echte Reform muss, um nach wie vor das Grundprinzip einzuhalten, also entweder die Beträge erhöhen oder die Renten senken oder das Pensionsalter erhöhen - oder eine Kombination davon. Ganz bestimmt soll eine "Reform" nicht das tun, was jetzt zur Abstimmung steht, nämlich die Renten erhöhen (!), und zu allem übel das fehlende Geld aus der Mehrwertsteuer nehmen! Zunächst schon mal, weil das langfristig keine tragbare Lösung ist, weil die MWST sukzessive während Jahrzehnten immer wieder erhöht werden müsste. Zweitens - was noch wichtiger ist - steht eine Finanzierung der AHV durch die MWST völlig quer in der Landschaft. Denn heute werden die AHV-Renten v.a. von den Gutverdienenden finanziert - durch den prozentualen Abzug ihres Einkommens. Durch eine Finanzierung durch die MWST, d.h. den Konsum, werden jedoch tendenziell die Schlecht- und Normalverdienenden stärker belastet als die Gutverdienenden. (Denn auch Gutverdienende essen nur 3 Mal am Tag wie alle anderen auch, zahlen also im Vergleich zu ihrem höheren Einkommen weniger MWST - auch wenn sie evtl. mehr Filet Mignons essen als andere).


Also liebes Parlament: mach einen akzeptablen Vorschlag - oder mehrere - in diese Richtung, und schlage eine echte Lösung und eine echte Reform vor. Dann stimme ich, und mit mir hoffentlich auch die Mehrheit - mit "ja".



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59%
(17 Stimmen)
wil vonier sagte August 2017

Leider liegen Sie flasch, Herr Landolt. Es ist nicht eine Frage wie lange das Parlament eine Reformpaket diskutiert, sondern-was als Loesung/Entscheidung herauskommt. Und da kommt-die zur Abstimmung gelangende Rentenreform sackschwach heraus. Weder bringt diese Loesungen bis zu 2035, noch
wird dadurch die AHV bei der sich rasch veraendernden Alterspyramide sichergestellt. Besser ist,
das AHV Alter Branchenmaessig situativ auf 67 Jahre zu erhoehen, die Mwst von derzeit
8.0 auf mind. 8.5 % zu erhoehen und-den Umrechnungssatz zu reduzieren. Das Trotzpflaesterchen-
​+ Fr. 70.-- mehr Rente -ist zu vergessen. Schweden und andere zeigen auf, wie man's macht. Die
Vorlage ist - ABZULEHNEN:


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42%
(12 Stimmen)
Ernst Jacob sagte August 2017

Herr Hottinger, das EINZIG Gute am Ganzen wird sein, dass es mit absoluter Sicherheit in wenigen Jahrzehnten schon Viele Derer treffen wird, die Heute noch über jeden neu hinzugekommenen Einwander jubelt.

Alles Andere entbehrt eigentlich jeden Kommentars. Es ist kein Geld mehr da, um neue Strassen zu bauen, nur noch, um, wie zurzeit im Umfeld des Bareggs bis Lenzburg, in wochenlangem Aufwand kilometerlange neue weisse Ein- Aus-Fahrt Verkehrslinien zu ziehen, und mit immer mehr und millionenschweren elektronischen Anzeigesystemen, die sich teilweise auch noch widersprechen, die Autofahrer krank zu machen.

Dort aber, wo es wirklich Anzeigen, seit Jahren schon, dringend brauchen würde, tut sich NIX.

Und nächtens macht man beim Rastplatz Birrhard in Richtung Bern, 1 Kilometer vor der nächsten Baustelle, erfahrungsmässig ( 98kmh=120.-) auch mal etwas Radarblitzerei, um denen, die dort logisch mehr als nur 80 fahren, auch noch Geld zum Sack raus zu ziehen. Dass man dabei, zumindest eventual-vorsätzlich,​ auch noch riskiert, dass Einer wegen dem Blitzen des Vordermannes brüsk bremst, und der Nachfolgende seinen Hintern küsst, ist für mich nur noch die Krönung eines Zustandes und Systems, in welchem schon seit Längerem keine Vernunft mehr waltet, und schon gar keine Kompetenz.

Das Geld wird rausgeschmissen, weil man es hat. Und weil man Freunde, Gönner, und Kollegen hat.
Und spätestens, seit der Herr Giezi aus Transportlingen seinen Segen zum elektronischen Erzeugen von plötzlichen Staus auf Schweizer Autobahnen gab, äussert sich politisch niemand mehr dazu. Und er erhält dafür jetzt auch Geschenke und Zuwendungen aus diesen Kreisen, wie Alle Anderen auch.

Und so schliesst sich der Kreis dann auch wieder, Alle sind zufrieden, oder haben mindestens etwas daran verdient.


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43%
(14 Stimmen)
jan eberhart sagte August 2017

Es ist ganz einfach: Ab 2027 wird die AHV mit der "Reform" in den tiefroten Zahlen sein.

Die nächste Reform wartet schon also.

Das Motto von Mitte-Links: mehr Steuern, mehr Leistungen.


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50%
(16 Stimmen)
Gilbert Hottinger sagte August 2017

Herr Martin Landolt

Die Verantwortliche Frau BR-Sommaruga des Asyl- & Migrationsamtes (SEM) macht seit Jahren eine völlig unnütze, finazeill milliarden schwere desaströse Migrationspolitik. Die Schengen- & Dublin-Verträge missachtet sie völlig ungestört, und die Parlamentarier erlauben sich mickrige Fr. 70.00 monatlich "mehr" Rente (frisst doch alleine der jährliche KK-Prämien Aufschlag wieder weg) für gut zu finden, d.h. eine links grüne Mehrheit. Immer mehr Menschen radikalisieren sich wegen diesen offensichtlichen Asylschlamassel, weil dort spielt Geld ganz offensichtlich überhaupt keine Rolle. Milliarden werden so jährlich verpulvert für mehrheitliche Hasardöre & Taugenichtse, denn 82 % bleiben jahrelang i.d. Sozialkassen hängen, das ist Fakt. Es sind mehrheitlich nicht integrierbare aus wildfremden Kulturen. Die werden auch von Ihnen voll im Giesskannensystem bediehnt, unseren Rentnern lässt man die Brosamen. Ausserdem sieht man an der eigenmächtigen Regentschaft von Sommaruga auch sehr schön, dass das Ganze Asylschlamassel hier in der Schweiz nur noch einigen wenigen Hilfsdiensten dient und längst nicht mehr den echten Flüchtlingen. Menschen die hier seit Generationen die Schweiz als ihre Heimat bezeichnen dürfen, die werden weggeschoben, auf's Abstellgleich, die können schauen wo sie bleiben. Das betrifft auch schon über 45-jährige, denn dort beginnen die Sozialabzüge zu steigen. Konzerne und Superreiche werden immer fetter durch die Politik des jetzigen Gesamtbundesrates, Politiker & Parlamentarier wie Staatsbeamte bedienen sich respektlos und selbstherrlich aus den vollen Töpfen. Im Gegenzug werden arme alte Menschen, die ein Leben lang "geschuftet & gekrampft" haben, mit einer Jammer-Rente abgespeist, die zum Leben zu wenig und zum Sterben zu viel ist. Über allem thront diese selbstgerechte und sture Frau Sommaruga im Bundesrat, die uns weismachen will, dass ihr elendes "unlimited welcome" ein Segen ist. Nein im Gegenteil, sie wird so manche Gemeinden schon in naher Zukunft in den finaziellen Kunkurs treiben. Und ihr Parlamentarier bleibt diesbezüglich blind und tatenlos. Was macht ein guter Vater Herr Landolt, richtig er ernährt zuerst seine eigenen Kinder, nur wenn es noch genug hat, lässt er auch die Nächsten noch an seinen Tisch. Er sucht sie aber selber aus, frech fordernde wird sofort die Türe gewiesen. Und Sie mit der Parlamentsmehrheit lassen bisherige AHV-Bezüger am Hungertuch nagen, denn diese bekommen keine 70.00 Franken. Genau dies verstösst sogar gegen unsere Bundesverfassung der Rechtsgleichen Behandlung eines JEDEN Bürgers, aber das interessiert in Bern ganz offensichtlich ja auch in anderen Bereichen (z.B.MEI) nicht die Bohne.

Mich würde noch interessieren Herr Landolt wie Sie zu diesem Verfassungsbruch stehen.


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36%
(14 Stimmen)
Alex Schneider sagte August 2017

Mit einer Übergangslösung gewinnen wir Zeit, um eine neue Finanzquelle für die AHV zu erschliessen, z. B. eine Finanztransaktionsabg​abe.


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33%
(15 Stimmen)
Alex Müller sagte August 2017

Ja, Herr Landolt,
es geht bei dieser Vorlage auch um die Solidarität im Land.
Wenn in der NZZ seit einigen Wochen Artikelreihen erscheinen, welche erhellen sollen, warum die Reform abzulehnen sei, so werde ich eben mit der Zeit hellhörig. Der Tenor , den jungen einzubläuen, s i e müssten einst uns "alte" bezahlen, spaltet die Nation. Aber da ist wohl Absicht dahinter. Denn Gegenteiliges wird nicht gedruckt. Das überlässt man den "Arbeitern".
Darum bin ich für die Reform.


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62%
(13 Stimmen)
Georg Bender sagte August 2017

Die orthodoxen Ökonomen und Politiker sind die Mehrheit und es ist diejenige Gruppe, die glaubt, dass:
• Banken nach dem loneable funds Modell funktionieren: Banken leihten Geld aus den Einlagen von Sparern aus, was komplett falsch ist. Die (ergo falsche) Schlussfolgerung daraus ist, dass Geld und Banken für die Wirtschaft keine Rolle spielten und nicht beachtet zu werden bräuchten.
• Die Wirtschaft sei intrinsisch stabil und könne durch Gleichgewichtsmodelle​ beschrieben werden, was der Grund ist, dass orthodoxe Ökonomen sogenannte Finanzkrisen nur durch ominöse "Schocks" von aussen erklären können oder mit anderen Worten: Keine Erklärung haben und keine Voraussagen für plötzliche Rezessionen oder Depressionen machen können.
• Orthodoxe Makroökonomie wird aus der Mikroökonomie hergeleitet (Neoklassik), was mathematisch widerlegt ist.
• ein Vertreter ist Paul Krugman
Die heterodoxen Ökonomen sind bis dato eine sehr kleine Minderheit und machen die obigen Fehler nicht und beziehen das Finanzsystem (inkl. Accounting, doppelte Buchführung etc) in die Erklärungen mit ein. Diese Leute haben die Finanzkrisen schon lange kommen sehen und es gibt jede Menge Literatur darüber.




Ein​e Geschichte über Hunde und Knochen
Zusatzinform​ation betreute Bildung:
Hunde = Arbeiter
Knochen = Jobs
Ökonomen = orthodoxe Ökonomen
Sie legen 95 Knochen in einen Raum und danach lassen Sie 100 hungrige Hunde in den Raum, die sich auf die Knochen stürzen.
Fünf der hundert Hunde werden keinen Knochen abbekommen.
Was nun passiert, ist, dass die Ökonomen und Soziologen diese fünf Hunde zur Seite nehmen und sie in spezielle Trainingskurse schicken: Sie trainieren die Hunde, wie sie sich Knochen ergattern können und üben mit ihnen, bis sie sehr gut darin werden, sich Knochen zu ergattern.
Dann wiederholen sie das obige Spiel: Sie senden wiederum 100 Hunde in den Raum, die sich auf 95 Knochen stürzen.
Die fünf von ihnen trainierten Hunde kommen dieses Mal mit Knochen zurück und die Ökonomen sagen: Seht ihr: Jeder kann sich einen Knochen ergattern, wenn er nur genügend hart arbeitet, hart trainiert und damit wettbewerbsfähig wird.
Jedoch: Bei jedem Versuch wird es fünf Hunde geben, die keinen Knochen bekommen. Die Arbeitslosigkeit ist fünf Prozent dieser Hunde.
Man nennt das ein Makro-Problem (=ein Problem der Makroöonomie)
Die (orthodoxen) Ökonomen behandeln das Problem als Mikro-Problem (= Problem der Mikroökonomie)
Jedoc​h: Probleme der Makro-Ökonomie lassen sich nicht mit Methoden der Mikro-Ökonomie lösen.
Die einzige Lösung des Problems ist: Es braucht zu den 95 Knochen zusätzlich 5 weitere Knochen.
Erst dann würden die Probleme nicht mehr auftreten, dafür allerdings notabene viele Leute aus den staatlichen "Demütigungsanstalten​" aka Arbeitslosen-Vermittl​ungsämtern und angeschlossenen (privaten) Trainingsfirmen arbeitslos werden.
Quelle: (1 Minute 17 Sekunden)
Warren Mosler MMT: Unemployment, dogs and bones






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