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Blanker Schwulenhass

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"Blanker Schwu­len­hass" ti­telt der Sonn­tags­blick und wid­met über sie­ben Sei­ten dem The­ma. "Ho­mo­has­ser kommt da­von", steht in gros­sen Buch­sta­ben. Ge­meint ist der Ver­fas­ser eines ho­mo­pho­ben Ar­ti­kels der PNOS. Pink Cross er­stat­tete neben 245 Pri­vat­klä­gern An­zeige da­ge­gen. Einer davon war ich. Ob­wohl die Aus­sa­gen in dem Ar­ti­kel ehr­ver­let­zend sind, sind sie nicht straf­bar. Der zu­stän­dige Staats­an­walt­schaft​ ver­weist dar­auf, dass das in Zu­kunft an­ders sein könn­te. Das Par­la­ment hat be­schlos­sen den An­ti-Ras­sis­mus-Ar­​ti­kel auf die se­xu­elle Ori­en­tie­rung zu er­wei­tern. Die junge SVP und die EDU haben da­ge­gen das Re­fe­ren­dum er­grif­fen und sehen mit der Er­wei­te­rung die Mei­nungs­frei­heit ge­fähr­det. Es soll wei­ter­hin er­laubt sein dis­kri­mi­nie­rende Aus­sa­gen zu äus­sern, ganz im Sinne ihrer Aus­le­gung der freien Mei­nungs­äus­se­rung​. Das Schwei­zer Volk wird vor­aus­sicht­lich im No­vem­ber über das Re­fe­ren­dum zu der Ge­set­ze­san­pas­sun​g ab­stim­men. 

Ein weiterer Punkt ist die "Ehe für alle" welche seit 2013 als parlamentarische Initiative vor sich her "tümpelt". Die Vernehmlassung der Rechtskommission ist am laufen und die Anpassungen werden wohl auf Parlamentsebene entschieden. Ob die SVP oder die EDU dagegen das Referendum ergreifen ist noch nicht einschätzbar. 

Die Gleichberechtigung von jüdischen Staatsangehörigen mit dem Stimm- und Wahlrecht dauerte einige Zeit, das Stimmrecht für Frauen kam und auch die Gleichstellung in der Verfassung, obwohl letzteres noch nicht ganz umgesetzt. Ich gehe davon aus, dass schlussendlich auch die Erweiterung der Ehe für alle kommen wird. Es wird niemandem etwas weggenommen, eine Minderheit erhält Zugang dazu. 

Persönlich muss ich attestieren, dass ich die Ehe für alle nur für einen ersten Schritt in unserer Gesellschaft halte. Wieso kann ich nur eine Person heiraten? Diese von Religionen und der Gesellschaft vorgegebene Lebensform ist meiner Meinung nach nicht zeitgemäss. Wieso nicht mehrere? Ich bezeichne mich persönlich als homosexuell, mit einer Bi-Neigung. Ich habe Sex mit Männern, Frauen und Paaren. Ich bin kein Anhänger von monogamen Beziehungen und denke nicht, dass ich eine solche eingehen möchte. Die Ehe für alle ist ein erster Schritt und muss angenommen werden. Danach braucht es aber weitere Erweiterungen. 

Ich bin für eine vielfältige Gesellschft und daher für die Ehe für alle und die Erweiterung des Diskriminierungsschut​zes. Dass es heute noch Schwulenhasser gibt, welche ihre Meinung legal veröffentlichen dürfen, ist der beste Beweis, dass es diese Erweiterung braucht.  Liebe kennt kein Geschlecht, keine Ethnie und keine sexuelle Orientierung. Liebe ist Liebe. 

 


Kommentare von Lesern zum Artikel

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38%
(16 Stimmen)
Daniel Peter sagte April 2019

Ich gehe davon aus, dass auch Herr Knall und Herr Frischknecht die homophoben Kommentare welche im Sonntagsblick erwähnt wurden verurteilen.


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64%
(11 Stimmen)
Inge Votava sagte April 2019

Ich kann die Antwort auf meinen Kommentar wieder einmal nicht öffnen. Es ist also weder Desinteresse noch Unhöflichkeit, wenn ich nicht antworte. Falls es wichtig ist und eine Antwort erwartet wird, bitte ich den Schreiber/die Schreiberin die Antwort in der Kommentarfunktion zu wiederholen. Vielen Dank.


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33%
(15 Stimmen)
Daniel Peter sagte April 2019

In den ersten Jahren unseres neuen Bundesstaates wurde das Wahl- und Stmmrecht jüdischen Mitbürgern verwehrt, Frauen durften erst nach über 100 Jahren wählen und stimmen, in vielen Staaten gab es Einschränkungen betreffend dem Wahlrecht für diverse "Rassen", es gilt nun auch in der Schweiz als eines der letzten Länder in Europa die Ehe für alle einzuführen.


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92%
(13 Stimmen)
Inge Votava sagte April 2019

Herr Peter, wenn Sie Sex mit Männer, Frauen und Paaren haben, war das Liebe oder waren das die Hormone? Ich denke, man sollte Liebe nicht mit Sex verwechseln. Wobei ich durchaus nicht gegen homosexuelle und/oder lebsbische Paare bin. Aber wenn wirklich Liebe im Spiel ist werden sie den Partner, die Partnerin nicht wechseln. Das ist dann wie in einer guten Ehe.


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63%
(16 Stimmen)
Werner Nabulon sagte April 2019

Ich persönlich finde, wenn jemand übel über jemand anderen redet, „üble Nachrede“ oder „Beleidigungen aller Art“ kann man dagegen klagen. Egal, ob man wie auch immer Sexuell orientiert ist.
Für mich gilt das auch, wenn jemand dunkel häutig ist, oder einen Glauben hat, der anders ist, dafür braucht man nach meiner Sichtweise auch keinen Rassismus Artikel.
Dann gibt es sogenannte „Normale“ normal heisst, der grösste Teil der Gesellschaft macht dies und jenes, und das nicht, daraus wurden Gesetze und Worte für die Gesetze wie Familie entwickelt. Ein Anderes Wort, Partnerschaft, das ist unverbindlich…
So bald man an Traditionen / auch gegen den Gender Mainstream ist, ist man????
Das ist Abartig, Zensur, das Wort verbieten…



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58%
(12 Stimmen)
Willi Frischknecht sagte April 2019

Daniel Peter sie müssen ein wahnsinniges Geltungsbedürfnis haben, reichen die anderen Anzeigen nicht.. Die zu­stän­dige Staats­an­walt­schaft​​ arbeitet sicher effektiver wenn Sie über 200 Anzeigen bearbeiten und beantworten muss.


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63%
(16 Stimmen)
Hans Knall sagte April 2019

Die „Gefahr“ von anderen gekränkt oder gar beleidigt zu werden, besteht nun mal für jeden Menschen auf dieser Welt. Bis zu einem gewissen Grad muss man das aushalten können. Im Fall von ehrverletzenden oder verleumderischen Äusserungen gibt es bereits heute entsprechende Gesetze die das verbieten und eingeklagt werden können.

Bei der Ausweitung des „Rassismus-Artikels“ geht es nun aber darum, spezielle, willkürlich ausgewählte Verhaltensweisen als „beleidigungsgeschütz​t“ zu erklären. Das wird zu ungeahnten Auswirkungen führen.
Es wird sich ein Hickhack darum ergeben, welche Verhaltensweisen schon nur der Gerechtigkeit wegen, ebenfalls in die Liste der „Anti-Rassismus-Artik​el“ aufgenommen werden müssen.

Mit denselben „Argumenten“ würden also auch andere Lobbygruppen ihre Beleidigungsschutz-An​sprüche stellen. Blondinen, Dicken, Alten, Veganern, Abtreibungsbefürworte​rn, Geschwätzwissenschaft​ern oder Warmduschern müsste dasselbe „Recht auf Kränkungsschutz“ zugestanden werden.

Und was den ganzen Gender-Perverslingen wohl gar nicht in den Kram passen würde: Auch die „toxisch-männlichen, weissen Heteros“ müssten aus rechtlichen Gleichstellungsgründe​n vor verbalen Angriffen durch Schwule, Feministinnen oder transfluide Zivilstandsbeamte geschützt werden…


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64%
(14 Stimmen)
Willi Frischknecht sagte April 2019

Nein einfach genervt von diesem Getue,
Mich interessiert es einfach nicht wer mit wem ins Bett steigt. Wer seine Sexualelle Ausrichtung allen öffentlich mitteilen muss hat wirklich etwas an der "Waffel" Ob Hetro oder Homo..



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57%
(14 Stimmen)
jürg wolfensperger sagte April 2019

Seid fruchtbar und vermehret euch!Das ist doch eigentlich der Sinn einer Ehe zwischen Mann und Frau.Gründen einer Familie und Kinder haben und diese gross ziehen.Der Rest ist doch einfach ein Zusammenleben,Freude haben aneinander und ein bisschen Liebe ist vielleicht auch noch dabei.Ich bin eine ziemliche Weile zu einem Coiffeuer gegangen der schwul war.Der war sehr nett und lustig auch,!.. und alle haben ihn gemocht,obwohl es alle gewusst haben.Auch Frauen stehen oft auf schwule Männer,weil sie mehr Einfühlungs-Vermögen haben,auf das,was Frauen mögen.Dazu sind sie beruflich oft sehr erfolgreich.Auch der Sven Epiney ist doch ein Typ,den grundsätzlich jeder mögen muss und er ist darum auch sehr erfolgreich.Was mich jedoch nervt,und vermutlich noch einige dazu,ist eine gewisse "Ueberhöhung" dessen,was gesellschaftlich nun halt in Gottes Namen nicht ganz dem gesellschaftlich "Normalen" entspricht.So nach dem Motto "Wow ..!!..seht her!!... ich bin schwul...!!..ist das nicht toll...!!Im Alltagsleben denke ich,hat das "Schwulsein" heute eine gewisse Akzeptanz.Was jedoch medial ab und an über die "Bühne" "rauscht"!!!...,ist eben oft mehr als "grenzwertig"!Dazu gehören solche ,..schon etwas deplazierten Einlagen,wie dieser "Heirats-Antrag"!War das einfach so geplant?..war es wirklich so spontan??...oder will man einfach Publicitiy um jeden Preis..!!??. ich denke nicht,dass es über alles gesehen, nuur "Hass" war..!..einfach diese Ueberhöhung,so,als ob alles "Normale" heutzutage "out" ist..!..das ist es zum Glück nicht..!!..kommt jedoch heute in den Medien oft beinahe schon als "hinterwäldnerisch" und bieder herüber...!!..das ärgert mich schon auch..!..aber Hass ist es nicht..!


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(16 Stimmen)
Franz Krähenbühl parteifrei sagte April 2019

Korrigiert:

Ich verstehe nicht, dass man Schwule hassen kann.



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67%
(15 Stimmen)
Karlos Gutier sagte April 2019

Ganz ehrlich, der Auftritt mit dem Heiratsantrag interessiert mich nicht im geringsten, ich hab davon gehört und das war's. Darum gibt es dazu auch keine Kommentare, aber, dass sich Leute darüber mit solchen primitiven Äusserungen kundtun zeigt nur wie primitiv solche Kommentatoren sind, für solche Kommentare sollte es eigentlich keine Plattformen geben.


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56%
(18 Stimmen)
Gilbert Hottinger sagte April 2019

© Herr Daniel Peter

Der Auftritt des TV-Liebling von Schwulen Sven Epiney (47) bei der Tanzshow «Darf ich bitten?», wo er öffentlich auf den Knien um die Hand seines Freundes angehalten hatte, war dumm, frech und arrogant zugleich. Sehr respektlos gegenüber seinem Lebenspartner. Kommt einer öffentlichen Nötigung gleich, denn wie konnte dieser denn noch freiwillig wählen, ohne bei einem NEIN Epiney bis auf die Knochen öffentlich zu blamieren. Zu frech und vorwitzig hat er diese Sendung missbraucht, was sich einfach nicht gehört. Sexuell normal Orientierte können sich so etwas sicher nicht erlauben, ohne einen Sturm der Entrüstung auszulösen. Einfach immer öffentlich geil auffallen um jeden Preis, und dann verwundert feststellen, dass es nicht ALLEN gefällt.

https://w​ww.blick.ch/news/poli​tik/nach-epiney-antra​g-im-tv-blanker-schwu​lenhass-id15259218.ht​ml




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47%
(17 Stimmen)
jan eberhart sagte April 2019

Darum wählen viele "Arbeiter" SVP statt Rot-Grün, weil sie mit der Minderheitenpolitik von Links wenig anfangen können.

Trump lässt grüssen.


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44%
(18 Stimmen)
Valentina Welser sagte April 2019

Ich muss schon sagen... Sind wir im 2019 oder was... Wen geht denn die persönliche sexuelle Neigung im Sinne einer gegenseitigen kundgetaner Neigung was an! Wer setzt hier die Normen! Ich schäme mich, dass wir hier in der Gesellschaft noch nicht weiterkamen. Sie feiern die zweier Kiste? Schön! Sie sind lesbisch, homosexuell oder polyamurös, gut! C'mon, Verhalten wir uns so, als schrieben wir das 2019!


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47%
(17 Stimmen)
Daniel Peter sagte April 2019

Ich weise in diesem Zusammenhang gerne auf meinen letztjährigen Beitrag hin: https://www.danielcpe​ter.ch/2018/09/24/war​me-warnung-kritik-an-​der-homosexualit%C3%A​4t-beitrag-der-pnos-v​om-28-08-2018/


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