Abstimmungen, Initiativen > National > Für krisensicheres Geld: Geldschöpfung allein durch die Nationalbank! (Vollgeld-Initiative),

Die Schweiz ist kein Versuchskaninchen!

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Wer sich mit der so ge­nann­ten Voll­gel­di­ni­tia­ti​ve be­fasst, stösst auf Be­griffe wie Geld­schöp­fung, Zen­tral­ban­ken­geld​, Ge­schäfts­ban­ken-­B​uch­geld, Sicht­gut­ha­ben, Geld­men­gen­steue­ru​ng usw. - Wer dabei miss­trau­isch wird, liegt völ­lig rich­tig. Es ist tatsäch­lich schwie­rig, das Durch­ein­an­der die­ser In­itia­tive ein­fach zu er­klären. Hier ein Ver­such: Die In­iti­an­ten wol­len, dass jeg­li­ches Geld, das Ban­ken ent­ge­gen­neh­men oder als Kre­dit ver­ge­ben, voll­um­fäng­lich auch bei der Schwei­ze­ri­schen Na­tio­nal­bank vor­han­den sein muss.

Sie vermitteln damit den falschen Eindruck, dass Banken - quasi aus dem Nichts - beliebig Geld schöpfen können. Das ist nachweislich nicht der Fall, sonst wäre ja noch nie eine Bank in einen Engpass geraten. Eine Bank kann einem Kunden nur Geld ausleihen, das ihr von einem anderen Kunden anvertraut worden ist. Wenn dies nun komplizierter und schwerfälliger werden soll, dann führt das zu restriktiveren und vor allem teureren Kreditvergaben. Weniger Kredite bedeuten weniger Investitionen. Teurere Kredite führen zu höheren Kosten. Höhere Kosten führen zu höheren Preisen. Und so würde das Dilemma seinen Lauf nehmen.

Dies alles solle die Nationalbank stärken, wobei ausgerechnet sie genau dies nicht will. Bei näherer Betrachtung würde die Initiative vor allem eine unnötige Bevormundung der Nationalbank bedeuten. Und sie selber betont, dass sie sämtliche Mittel und Instrumente habe, die sie für die Bewältigung ihrer wichtigen Aufgaben brauche. Wir als Stimmbürgerinnen und Stimmbürger sind vor allem angehalten, der Autonomie unserer Nationalbank Sorge zu tragen. Und wir sollten nicht versuchen, etwas zu reparieren, das gar nicht kaputt ist.

Auch das Versprechen, künftige Krisen zu verhindern, würde die Initiative nicht halten können. Krisen entstehen aufgrund von Fehleinschätzungen, übertriebener Gier, spekulativen Risiken. Und man macht die Dinge nicht sicherer, indem man alles auf den Kopf stellt. Die Vollgeldinitiative will Probleme lösen, die gar nicht existieren. Sie ist ein unerprobtes Experiment, das bisher kein Land auf der Welt durchgeführt hat. - Wir sollten deshalb darauf verzichten. Denn unser Land ist kein Versuchskaninchen.


Kommentare von Lesern zum Artikel

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38%
(16 Stimmen)
Thomas Binder sagte Vor 20 Tagen

Bei allem Respekt mit Verlaub, werter Herr Landolt, ich sehe es ganz anders, nämlich so:

https://www.vi​mentis.ch/dialog/read​article/vollgeldiniti​ative-ja-natuerlich-i​ch-bin-doch-nicht-blo​ed/


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33%
(21 Stimmen)
Franz Krähenbühl parteifrei sagte Vor 20 Tagen

Ein Land, das in Wirtschaftsfragen und anderen destabilisierenden Umständen wie Arbeitsfrieden, Korruption usw. sozusagen mit dem Rücken zur Wand steht, würde ich eine Massnahme wie es die Vollgeldinitiative erstrebt, halbwegs verstehen.

Als Deutscher Staatsbürger bin ich erstaunt und irritiert, dass die Weltmeister in Stabilität der Wirtschaft und der Politik, sowie in Diplomatie und in Sicherheitsfragen für ihre Bürger, kann ich die Initianten dieser Initiative in keiner Weise verstehen.

Für die Schweizer hoffe ich nur, dass sie wuchtig bachab geht.



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50%
(18 Stimmen)
Benedikt Jorns sagte Vor 20 Tagen

Mein Studium umfasste Vorlesungen in Mathematik und Physik sowie Volkswirtschaft (Nebenfach). Dabei sah ich grosse Unterschiede in diesen drei Fachbereichen. In der Mathematik und in weiten Bereichen der Physik lassen sich viele Aussagen beweisen. In der Volkswirtschaft (= Nationalökonomie) sind es die Erfahrungen, die neue Erkenntnisse bringen. Die Annahme der Vollgeldinitiative würde die wirtschaftliche Entwicklung unseres Landes stark verändern. Dieses Risiko möchte ich nicht eingehen.


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60%
(15 Stimmen)
Emil Huber sagte Vor 20 Tagen

Private Banknoten führten zu Problemen

«Vor 1891 stellten in der Schweiz fast 40 Geschäftsbanken eigene Banknoten her. Von diesen privaten Banknoten gab es bald einen problematischen Wildwuchs. Das Stimmvolk reagierte konsequent. Gegen den Widerstand der Banken wurde mit einer Volksabstimmung die Gründung der Schweizerischen Nationalbank entschieden. 1907 nahm sie ihren Betrieb als Bank des Souveräns auf. In der Botschaft schrieb der Bundesrat in etwas umständlichen aber deutlichen Worten, weshalb er die Geldherstellung nicht mehr den Banken überlassen wollte: 'Es wurde stets anerkannt, dass es im Hinblick auf die Souveränität leichtsinnig wäre, ein Kreditinstrument wie das einer Emissionsbank in die Hände einer Finanzoligarchie zu legen, ihre Mittel an sie abzugeben und damit zu ermöglichen, dass das öffentliche Interesse versklavt und privaten Interessen geopfert wird.' Auch die Liberalen empfahlen damals, das alleinige Recht zur Geldschöpfung dem Souverän zu übergeben.» (Zitat aus der anschliessenden Medienmitteilung)
Alles einfach vergessen?
«Inzwischen stellen die Geschäftsbanken die Mehrheit unseres Geldes wiederum selbst her: das elektronische Geld auf unseren Konten (das sogenannte Buch- oder Giralgeld, Red.). Es wird von den Banken virtuell aus dem 'Nichts' hergestellt und macht heute 90 Prozent der Schweizer Geldmenge aus. Nur noch 10 Prozent sind Bargeld von der Nationalbank. Die Geschäftsbanken stellen eigenes Geld her, um damit selber Finanzprodukte und Immobilien zu kaufen oder Kredite zu vergeben.»

https://www.infos​perber.ch/Artikel/Wir​tschaft/Vollgeld-Vers​tandnis-Erklarung


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56%
(18 Stimmen)
Urs Gassmann sagte Vor 20 Tagen

Anhand des Titels dieser Aufrufs scheint das Hauptargument der Initiativgegner darin zu bestehen, dass wir uns weiterhin nach der weltweit üblichen Praxis richten sollen. Das ist grundsätzlich falsch, denn es geht wider den Pioniergeist. Wie manchmal kommt es vor, dass es alle falsch machen, und dann komme ein einzelner, der den richtigen Dreh herausgefunden hat und eine Revolution auszulösen vermag.

Im weiteren spricht Herr Landolt die bei Annahme der Vollgeldinitiative entstehende Teuerung der Kredite
an. Nun, ich bin mitnichten ein Kreditnehmer; weniger Kredite bedeuten auch weniger Investitionen. Und
gerade diese Konsequenz halte ich für erstrebenswert. Weil zur Zeit die Kredite äusserst billig sind, wird
investiert, was das Zeug hält – deutlich sichtbar etwa an der überbordenden Bautätigkeit und somit Zubetonierung der Schweiz. Sowohl ein ausuferndes Kredit-Regime als auch überstürzte Investitionen, wie
sie gegenwärtig vorherrschen, sind grundsätzlich ungesund.

Herrn Landolts Ausführungen überzeugen nicht, und ich bin somit geneigt, die Initiative zu befürworten. Als
Laie bin ich, wie übrigens viele Bundesparlamentarier auch, überfordert darin, die wortreichen Begrün-dungen der Initiativgegnerschaft​ gänzlich zu verstehen; jedenfalls werden deren Argumente stets im Konjunktiv formuliert. Die trägen Funktionäre fürchten eine Abkehrung vom alten Tramp wie der Teufel das Weihwasser. Fest steht, dass allfällige negativen Folgen eines Vollgeldsystems nicht absehbar sind. Ich plädiere deshalb für die Annahme dieser Initiative. Wir hätten so die Gelegenheit, zu erfahren, wie es wirklich herauskommt. Geriete das neue Finanzregime wirklich zu einem Tort, so liesse sich der neue Verfassungsartikel später immer noch korrigieren oder gänzlich beseitigen; auch unsere Verfassung ist nicht in Stein gemeisselt.




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54%
(13 Stimmen)
Georg Bender sagte Vor 21 Tagen

Wenn die Regierenden die Auswirkungen einer Annahme der Initiative nicht einschätzen können, so ist das ehrlich, weil sie können das Geldsystem, wie Herr Martin Landolt, deutlich zeigt, nicht verstehen. Es ist einfach ein beauftragter Versuch, das gesetzliche Zahlungsmittel nicht zu sichern, damit die Spielformen, kreiert von den Ökonomen, beibehalten werden können.

Mit natürlicher Intelligenz könnten ein Anzahl, unnötige auch hochdotierte Arbeitsplätze verschwinden.

In der von der Fakultät Ökonomie erfundenen Geldflussrechnung, wird die Beschaffung über die Passiven ermittelt. Für Nichtbanken richtig. Jedoch für das Bankensystem, als die wahren Geldschöpfer ist es natürlich umgekehrt. Die Beschaffung erfolgt über die Aktiven (Kreditvergaben und Investitionen und die Verwendung ist in den Passiven ersichtlich. Die genannte Lehrmeinung wird in den Geschäftsberichten, weltweit falsch dargestellt. Es wird auch von Ausleihungen geschrieben, welche es nicht geben kann!

Es ist mir völlig bewusst, dass die Wasserträger der Regierenden und Wirtschaftsprofessore​n, aus Loyalität den Daumen nach unten drücken, jedoch nicht in der Lage sind, ihre Meinung darzustellen.


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45%
(11 Stimmen)
Georg Bender sagte Vor 21 Tagen

Mit dieser Initiative sollten die Menschen längst erkannt haben, dass ein Delkredererisiko beim gesetzlich vorgeschriebenen Zahlungsmittel nicht korrekt sein kann. Die Judikative in tiefster verordneten Agonie!
Die Bevölkerung hat es in der Hand, eine Zäsur der Spielformen, kreiert von den Ökonomen, durchzusetzen! Eine natürliche Intelligenz.

Gelds​chöpfung im Vergleich einer sinngemässen Umsetzung zu den geltenden unsinnigen Spielformen, kreiert von der Fakultät Ökonomie mit Zustimmung des Gesetzgebers. Die Erkenntnisse der Teilnehmer, interessieren mich sehr, weil aucch der in der Verfassung verankerte Artikel, betreffend der Beteiligung an den Gemeinwohlaufgaben nach individueller Leistungsfähigkeit, steht nicht im Einklang mit der Auswirkung des Geldsystems in der arbeitsgeteilten Wirtschaft.

Das Bankensystem hat von Gesetzes wegen die Geldschöpfungs-Pflich​t. Im Geiste dieser Schöpfungspflicht hat das System zusätzlich den internen und bankübergreifenden Zahlungsverkehr sicherzustellen. Es ist ihm unter Strafe untersagt, einerseits die Rechtsnatur Aktiengesellschaft zu wählen und andererseits mittels Eigengeschäften, in jeglicher Form, am Kapitalmarkt teilzunehmen. Diese gesetzliche Geldschöpfung enthält kein Delkredererisiko. Die faul gewordene Geldschöpfung ist in erster Linie mit den Bankgewinnen zu verrechnen. Darüber hinaus kann eine mögliche „Negative Geldmenge“ mittels Negativzinsen mit hohen Kundenguthaben verrechnet werden. Das Bankensystem kann demzufolge nicht in Konkurs gehen!

Die Geldschöpfung hat im eigentlichen Sinne, der Wirtschaft Produktivkraft zu folgen. Aus den Kreditvergaben entstehen die Kundenguthaben welche nicht zwingend zu verzinsen sind. Das Bankensystem erfüllt im eigentlichen Sinne ein Treuhandderivat, weil es keinen direkten Einfluss auf den Rückfluss zum Kreditnehmer (Geldvernichtung), nehmen kann.

Aus dem Buchungsvorgang der Geldschöpfung heraus, ist klar erkennbar, dass die Tilgung des Kredites, systemimmanent nur bei Guthaben - Umlage möglich ist. Der bankübergreifende Zahlungsverkehr wird über Bankgiro - Ausgleichskonten bei der Zentralbank abgewickelt. Die Salden sind sinngemäss zu gleich hohen Sätzen zu verzinsen. Die Devisengeschäfte werden systembedingt automatisch über die Zentralbank abgewickelt.

Dem Staat, als Währungshüter, sollen die Gemeinwohlbudgets jeweils schulden- und zinsfrei zur Verfügung gestellt werden. Der Rückfluss, nicht Bezahlung, ist zur Preisstabilität und Ausgewogenheit, zuzuordnen



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50%
(12 Stimmen)
Emil Huber sagte Vor 21 Tagen

Lesenswerter Textauszug:

7. Die Doppelmoral

Warum schwatzen die Politiker, den 90 Prozent Lohnabhängigen ständig den Kopf voll: «Weil ihr immer älter und zahlreicher werden, müsst ihr länger arbeiten und produktiver werden, wenn ihr im gleichen Niveau wie bis anhin in Pension gehen wollt. Der AHV und den Pensionskassen gehe das Geld nämlich in Bälde aus. Damit dies nicht eintrete, müsse der Güteroutput zusätzlich durch höhere Arbeitnehmerzahlen vergrössert werden. Güteroutput der als Basiswert der notwendigen Geldmittel zur Deckung der zukünftigen Altersvorsoge dienen werden» Dies eben; weil gemäss der Mainstream-Theorie der Wert der Geldmittel im direkten Verhältnis zu den produzierten Gütern steht. Bei jeder Diskussion um das «wie Weiter» mit unseren Altersvorsogen, wird dieses Argument von den Konservativen und Liberalen Kräften, Mantra massig «aus Nichts kommt nichts» wiederholt.
********​*********************​*********************​*********************​*********************​*********************​*********
Dass aber die Geldschöpfung ohne Wertschöpfung in der Finanzwirtschaft in dreihundertfach grösserem Ausmass von Statten geht, erwähnen diese nicht. – Wo bleibt da der Gegenwert? – Wo bleibt da das Vertrauen in unser Wirtschaftssystem?
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​Warum glaubt die Bevölkerung weiterhin an den Wert des Geldes, wenn die Einen, nennen wir sie die Outsider, – weil sie den Durchblick nicht haben und absichtlich von der Mainsteampresse desinformiert werden, – vorgängig des Konsumierens mühselig Werte erarbeiten müssen und die Anderen, nennen wir sie die Insider, zum Konsumieren der gleichen Ware welche durch die Outsider geschaffen wurden, keine Werte schöpfen mussten. – Diese Geschichte ist doch schlecht erzählt. – Wo sind da die Bemessungsgrundlagen,​ dazu gibt es nur eine Geisteshaltung; nämlich die Empörung.

http://m​atthias.ch


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18%
(11 Stimmen)
Werner Nabulon sagte Vor 21 Tagen

Die Idee zur Vollgeld initiative kommt woher? Man will uns vor Finanzkrisen schützen, was der Gesellschaft und der Wirtschaft dient.
Ein psychologisch rechts Simples Prinzip, man will uns vor einer Gefahr, Kriese beschützen. Anders gesagt Angstmacherei. Du hast Angst vor etwas, Ich habe die Lösung dafür.
Das Problem ist aber ganz allgemein der Umgang mit Geld. Was mit dem Geld gemacht wird. Da kommt Machtgeilheit Grössenwahn dazu.
Da glaub ich nicht, dass man mit der Initiative etwas ändert. Ausser, dass Kredite sollte man welche Brauchen, massiv teurer werden. Ich bezweifle, dass es dem Volk nutzt.
Deshalb ein klares Nein.




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57%
(14 Stimmen)
Michael Schwyzer sagte Vor 22 Tagen

Herr Landolt hat keine Ahnung, weshalb seine Einschätzung hinfällig ist. Er hat hiermit seine Glaubwürdigkeit öffentlich für immer zerstört: Entweder weiss er es wirklich nicht besser, vertritt aber trotzdem gerne Parolen, obwohl er keine Ahnung von der Materie hat, oder er belügt die Schweizer absichtlich zum Wohle der Banken. Beides wäre ein Grund zum Rücktritt!

Banken stellen 90 % der Geldmenge, nämlich alles elektronische Geld, aus dem Nichts her. Das ist Fakt. Sie haben dazu hauptsächlich zwei Möglichkeiten:

1. Kreditvergabe mit selbst aus dem Nichts hergestelltem Geld:
DEUTSCHE BUNDESBANK: "Tatsächlich wird bei der Kreditvergabe durch eine Bank stets zusätzliches Buchgeld geschaffen. Die weitverbreitete Vorstellung, dass eine Bank "auch altes, schon früher geschöpftes Buchgeld, z.B. Spareinlagen, weiterreichen" (könne), wodurch die volkswirtschaftliche Geldmenge nicht erhöht wird, trifft nicht zu."
AARGAUER KB: "Der Prozess der Gelschöpfung in der heutigen Wirtschaft wird im Wesentlichen durch den Satz „Kredite schaffen Einlagen beschrieben (...). In einer modernen Wirtschaft entsteht Geld hauptsächlich durch die Kreditvergabe der Geschäftsbanken (...) Aus diesem Grund kann man auch von „Geldschöpfung aus dem Nichts“ sprechen." (Wie Banken Geld schaffen. Aargauische Kantonalbank. Prof. Dr. Mathias Binswanger, S.14)

2. Kauf von Vermögenswerten mit selbst aus dem Nichts hergestelltem Geld.
DEUTSCHE BUNDESBANK: "Auch kann die Bank den Ankauf eines Vermögenswerts durch Gutschrift des Kaufbetrags auf dem Konto des Verkäufers bezahlen. Sie ist dann Eigentümerin des Vermögenswerts. Das kann beispielsweise eine Immobilie sein, die sie selbst nutzt oder die laufend Mietertrag abwirft. Bezahlt („finanziert“) hat sie diese Immobilie mit selbstgeschaffenem Buchgeld, das sie dem Verkäufer als Sichteinlage gutschreibt."
Geld und Geldpolitik, S. 79.
AARGAUER KB: "Geld entsteht allerdings nicht nur durch die Vergabe von Krediten. Geschäftsbanken schaffen auch Geld durch den Kauf von Aktiven wie Wertpapieren, Devisen, Gold oder Grundstücken bei Nichtbanken. Verkauft zum Beispiel ein Unternehmen Obligationen an eine Bank, dann bezahlt die Bank diese Wertpapiere wiederum mit Geld, das sie im Moment der Bezahlung selbst schafft." (Wie Banken Geld schaffen. Aargauische Kantonalbank. Prof. Dr. Mathias Binswanger, S. 18)


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38%
(13 Stimmen)
Georg Bender sagte Vor 23 Tagen

Aus der Praxis nicht Theorie:

Fachmeinu​ngen behaupten, dass die Banken früher im Gegensatz zu heute Finanzintermediäre waren.

Ist natürlich völliger Unsinn. Das heutige System wird seit ca. 200 Jahre (Bank of England) praktiziert. Geld entsteht einzig und alleine aus dem Nichts. Nichts kann man nicht verleihen, es besteht aus einem Buchungssatz, also Zahlen in der Bankbuchhaltung. Die Ersparnisse sind die Schöpfung aus Krediten. Der Prozess kann physikalisch nicht umgekehrt werden. Der Irrtum entsteht früher wie heute aus dem Umstand, dass die Zentralbanken, Liquidität oder Manövriermasse für den bankübergreifenden Zahlungsverkehr mit den Geschäftsbanken, mittels Darlehen und Eigengeschäfte schöpfen. Diese Manövriermasse funktioniert als Schneeballsystem.

​Beispiel aus der Praxis = keine Theorie aus Lehrbüchern: (Jordan wäre verpflichtet die Wahrheit zu sagen!)
Die Zentralbank schöpft nicht mit jeder Geschäftsbank die Liquidität welche das Gesetz vorschreibt. Sie schöpft einzig das notwendige Volumen, damit die Bevölkerung glaubt, die Banken hätten Liquidität, dabei ist es Inzucht! Denken könnte eben helfen die Betrügereien abzustellen! Die Judikative müsste vom Amtes wegen tätig werden.....!

Die einzelnen Geschäftsbanken sind gezwungen, ihre gesetzlich vorgeschriebene Liquidität, mittels Kundeakquisition aus dem Volumen heraus zu erhalten. Schneeballsystem!
Ku​nde A wird von der UBS, welche mit der ZB die Liquidität geschöpft hat, mit einem Guthaben von CHF 10 Mio. von der Bank B akquiriert. Das Bankgirokontoguthaben​ bei der UBS wird verkleinert, bei Bank B vergrössert.
Nun meinen die Ökonomen, Regierende, Medien und Bevölkerung, es handle sich um Kundengelder! Der Trick hat funktioniert. Das Vollgeld lügt diese Form mit der Umlage von Geldkonto in Anlagekonto vor!

Nun der Clou: Die Bank B gibt einen Kredit an einen Leistungsnachfrager, der Leistungserbringer hat aber ein Konto bei der UBS. Die Kreditsumme von CHF 8 Mio. wandert wieder zurück zur UBS! So gehen die Spiele immer weiter! Das Schneeballsystem der Zentralbank hat die gleiche Auswirkung, wie wenn nur eine Bank die Geldschöpfung vorgenommen hätte. Das Delkredererisiko wird jedoch verteilt, eine einfältige Spielform der Ökonomen. Der Staat resp. Zentralbank müsste das Risiko übernehmen, jedoch die Eigengeschäfte und Aktiengesellschaft müsste im Geist des Geldes, dem ganzen Bankensystem untersagt werden.

Schlussbem​erkung:
"unmittelbar​ keine Ersparnisse brauchen. Sie haben stets die Möglichkeit, weitere Kredite zu vergeben"
"Ein Finanzintermediär, der nur Ersparnisse sammelt und diese dann wieder ausleiht, wäre dazu nicht in der Lage."

Weder mittelbar noch unmittelbar: Man kann Ersparnisse nicht für Kredite verwenden! Das war schon immer so!

Als Finanzintermediär würde die Banken in das ordentliche Treuhandverhältnis wechseln. Kunde A möchte einer Firma einen Kredit gewähren, diese sollte jedoch den wahren Geldgeber nicht kennen! Kunde A empfiehlt dem Unternehmen es soll doch zur Bank XY gehen, die würden sicher einen Kredit gewähren. Kunde A hat die Bankbeziehung mit XY. Die Bank gewährt den Kredit (Verträge und Sicherungsübereignung​). Kunde A wird das Guthaben entsprechend reduziert (Passivumlage). Treuhandvertrag mit Kunde A = Risiko Kunde A = Privat - Verleihung.

Alle Unklarheiten beseitigt?



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50%
(14 Stimmen)
Georg Bender sagte Vor 24 Tagen

Es ist erschreckend, welchen Wissensstand über das Geldsystem herrscht?
Warum braucht eine Lebewesen Nahrung und Flüssigkeit? Weiss nicht, aber es funktioniert.

Waru​m können wir nicht leben, wenn wir vorher nicht geboren wurden? Weiss nicht, beim Geld ist es jedenfalls möglich. Guthaben woher? Aha vom Himmel vom Regen umgewandelt und davon ein Kredit gewährt!

JA ZUR INITIATIVE auch wenn die Initianten das bestehende System auch nicht verstehen. Warum muss die gesetzlich vorgeschriebene Geldschöpfung ein Delkredererisiko beinhalten. Macht kein Sinn und ist Verfassungswidrig!



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54%
(13 Stimmen)
ueli hofer sagte Vor 24 Tagen

Ein bisschen vorwitzig sind Sie schon Herr Huber, wenn Sie Herrn Landolt diese Begriffe aus der Finanzwelt erläutern wollen.

Ich erlaube mir Ihnen, wie auch Herrn Bender ebenfalls einen Link zu präsentieren. Zumal Sie ja die Nationalbank im Zusammenhang mit der Initiative erwähnen, ist das Referat des Direktors der SNB anl. der Aktionärs-GV gerade richtig. Besonders weil Herr Jordan vor einer Annahme dieser Initiative warnt.
https://www.s​nb.ch/de/mmr/speeches​/id/ref_20180427_tjn/​source/ref_20180427_t​jn.de.pdf

Zu Herr Bender
Genau auf Sie habe ich doch gewartet, Herr Bender.

Mein Kommentar: "Sog. "too big to fail" wird durch die Erhöhung des Eigenkapitals ausgeglichen.
Somit wird dieses Argument gegenstandslos."

I​hr Einwand: "Der Begriff Eigenkapital ist im Verstehen des Geldsystems falsch!"

Meine Replik: "Wollen Sie sagen, die Banken hätten kein Eigenkapital?
Wollen​ Sie sagen, dass ich dieses Wort im Zusammenhang der Solvenz einer Bank nicht nennen darf?
Glauben Sie, ich müsse Sie nach der Wortwahl fragen?
Im obigen Referat des Präsidenten der SNB können Sie im mit der Suchfunktion 18mal das Wort Eigenkapital im Zusammenhang der Liquidität einer Bank finden."

Das mit den Synapsen, muss ich Ihnen recht geben. Ich fürchte genau wie Sie, dass es Geldköpfe gibt, deren Synapsen nur zu jenen Zellen führen, die für Geldkreisläufe zuständig sind. -oder habe ich Sie etwa falsch verstanden?



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57%
(14 Stimmen)
Emil Huber sagte Vor 24 Tagen

Sogar bei Vimentis selbst kann man nachlesen, dass die Geschäftsbanken Buchgeld schöpfen:

https://​az.www.vimentis.ch/d/pub​likation/632/Vollgeld​.html


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38%
(13 Stimmen)
Georg Bender sagte Vor 24 Tagen

Herr Martin Landolt gibt nur das Statement des Bundesrates wider. Unser Finanzminister, weiss auch nicht wie er zum Geld kommt, er verbucht es einfach!

Die Judikative müsste längst Klage wegen bewusster Irreführung (Betrug) erheben. Ich habe die Staatsanwaltschaft des Bezirks Baden angefragt. Sie machen gar nichts, weil sie keinen Verstoss erkennen können. Es stehe mir natürlich frei, bei der Polizei meines Wohnortes, Anklage zu erheben.

Bananrepu​blik oder Rechtsstaat?

Neben​bei: Die Initianten und Mithelfer, meinen auch, dass man aus Kundenguthaben (Einlagen kann es nicht geben) Kredite gewähren kann. Dummheit bleibt eben länger im Kopf!



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