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Ausländer-, Migrationspolitik > Integration & Einwanderung,

Einwanderung dämpft Lohnentwicklung

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„Es ist of­fen­sicht­lich, dass die Ein­wan­de­rung eine dämp­fende Wir­kung auf das Lohn­ni­veau in der Schweiz aus­übt re­spek­tive aus­ü­ben wird. Die­ser Druck kann in der Un­ter­bie­tung von bis­he­ri­gen bran­chenüb­li­chen Lohn­stan­dards be­ste­hen oder in der Ver­hin­de­rung von Lohn­stei­ge­run­gen in der Hoch­kon­junk­tur. So hat die starke Zu­wan­de­rung von mehr­heit­lich höher qua­li­fi­zier­ten Ar­beits­kräf­ten aus Deutsch­land in der Hoch­kon­junk­tur­pha​se der Jahre 2006/2007 den Lohn­auf­trieb bei Mit­tel­schich­ten­st​el­len und Ka­der­stel­len si­cher ge­dämpft oder sogar ver­hin­dert (was ja un­aus­ge­spro­chen immer auch die Ab­sicht der Per­so­nen­frei­zü­gi​g­keit war). Der Lohn­druck wird, wenn er in einer Re­zes­sion be­son­ders spür­bar wird, auch zu po­li­ti­schen Rück­wir­kun­gen, zum Wi­der­stand gegen wei­tere Mark­töff­nun­gen führen.“ (Ru­dolf H. Strahm: „Warum wir so reich sin­d“, Sei­ten 201-202, 2008)

 


Kommentare von Lesern zum Artikel

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31%
(13 Stimmen)
Brian Bader sagte July 2019

«Es ist offensichtlich, dass die Einwanderung eine dämpfende Wirkung auf das Lohnniveau in der Schweiz ausübt respektive ausüben wird.»

De Artikel von Strahm ist über 10 Jahre alt, Herr Schneider. Er wäre ein Hellseher, wenn er im Jahre 2008 voraussagen hätte können, wie die Wirkung der Einwanderung auf das Lohnniveau im Jahre 2019 aussehen wird.

"Wieso die Zuwanderung zu einer höheren Beschäftigung für alle führt – und zu mehr Einkommen:"

https://www.derbund​.ch/wirtschaft/konjun​ktur/darum-sind-die-l​oehne-in-der-schweiz-​hoeher/story/18071308​

und

https://www.​handelszeitung.ch/kon​junktur/zuwanderung-a​us-der-eu-positiv-fur​-schweizer-arbeitsmar​kt



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19%
(16 Stimmen)
RUDOLF OBERLI sagte July 2019

2. Juli 2019

In der Schweiz fehlen im dritten Quartal 42'778 Handwerkerinnen*. Die KMU benötigen dringend Schreinerinnen*, Sanitär-Installateuri​nnen* und Elektrikerinnen*. Aber die Arbeitslosigkeit ist tief wie noch nie. Die Lücken werden also weiterhin Ausländerinnen* füllen ...

Z. T. nach:
blick.ch/news/​wirtschaft/in-der-sch​weiz-fehlen-42778-han​dwerker-schreiner-san​itaere-und-elektroins​tallateure-verzweifel​t-gesucht-id15399544.​html

(* Männer sind mit gemeint; die maskulinen Begriffe sind ja in den femininen enthalten.)



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65%
(17 Stimmen)
Walter Wobmann sagte July 2019

Hr. Schneider,
Ihre Beitrag und Ihre Schlussfolgerungen sind völlig richtig.
Deshalb bin ich auch gegen den sog. "Freihandel" gemäss neoliberaler Ideologie.



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18%
(17 Stimmen)
RUDOLF OBERLI sagte July 2019

Die Einwanderung ist nicht die URSACHE des Lohndrucks, Herr Schneider. Einwanderung ist die logische FOLGE der Hochkonjunktur in der Schweiz, wäre also per se nichts Schlechtes.

Herr aNR Strahm hat bereits vor 2008 geahnt, dass die gleich hohe Bezahlung für eingewanderte Angestellte unterwandert werden würde – trotz Kontrollen. Die heutige Wirtschaftsblüte in der Schweiz konnte er sich noch gar nicht vorstellen.

Heute – elf Jahre später – können die krass unterdotierten tripartiten und paritätischen Kommissionen kaum noch etwas ausrichten gegen Lohndumping und Scheinselbständigkeit​​ bei ausländischen Angestellten, und die Bussen sind zu tief. Aus dieser Kontrollschwäche entsteht dann auch die Unterbietung einheimischer Firmen mit Schweizer Löhnen durch ausländische, die in der Schweiz bei den Handwerksbetrieben bereits grossen Schaden angerichtet hat – mitten in dieser Hochkonjunktur.

Es ist ganz egal, was man betr. Lohnkontrolle in den Rahmenvertrag schreibt; man kann ihm so oder so zustimmen. Das relativ hohe Schweizer Lohnniveau ist auf Dauer auch mit dem Rahmenvertrag nicht mehr zu halten.


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