Sprache: F
Sozialpolitik, Sozialsysteme > Altersvorsorge,

Finanzquelle für die AHV: Drei Milliarden Franken jährlich

Artikel weiterempfehlen

Stimmen Sie dem Artikel zu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Artikel!

Finanzquelle für die AHV: Drei Mil­li­ar­den Fran­ken jährlich sind möglich!

Unter der Leitung der EVP wird eine Initiative zur Erbschaftssteuer lanciert. Das Geld wird für einmal nicht von der Mittelklasse abgeschöpft. Erbschaften über 2 Millionen Franken sollen versteuert werden und 2/3 davon soll inskünftig der AHV zugutekommen.

Wenn ich Werbeslogans in diesen Wahltagen begegne, staune ich immer wieder über Widersprüchliches. Steuern sollen gesenkt werden….dies löst bei mir sehr viele Fragezeichen aus.

Als Folge der demografischen Entwicklung wird es in ein paar Jahren nicht mehr möglich sein die AHV zu finanzieren.

In der politischen Arbeit sind wir gefordert nach Lösungen für die Zukunft zu suchen. 4 Prozent der Schweizerbevölkerung besitzt mehr als die Hälfte des gesamten Vermögens. Ein reicher Bürger der Schweiz vererbt beispielsweise 50 Millionen seinen Nachkommen und davon erhält der Staat keinen Franken.

Wir brauchen die Finanzen und das Geld muss verdient werden. Können wir aber bitte die Ethik und den gesunden Menschenverstand einsetzen, damit wir auch einen Finanzhaushalt führen, welcher nicht die Reichen reicher und die weniger Bemittelten ärmer werden lässt?

Der Vorstoss grosse Erbschaften zu versteuern, stimmt mich zuversichtlich, dass es in der Politik kluge, ethisch durchdachte Wege gibt, um den gesellschaftlichen Herausforderungen zu begegnen.


Kommentare von Lesern zum Artikel

[ Neuen Kommentar verfassen ]

100%
(1 Stimme)
J. Nyffeler sagte August 2011

Sehr geehrte Frau Alder
Ich zitiere Herrn Falgers Worte:
Wenn 4% der Bevölkerung über die Hälfte und 20% der Menschen mehr als 80% der Vermögen besitzen, dann liegt das Problem wo anders. Vermögen bilden sollte das Credo der Politik sein und nicht Vermögen abschöpfen. Dazu noch Vermögen, welches bereits versteuert wurde.

Meine Frage an Sie:
Ein Schweizer Bundesrat erhält einen jährlichen Lohn von 404'791 Schweizer Franken sowie jährliche (nicht steuerpflichtige) Repräsentationszulage​n von 30'000 Franken.
Überdies haben die Mitglieder der Landesregierung Anspruch auf zwei Dienstfahrzeuge sowie einen Chauffeur. Bei Zeitdruck kann für grössere oder kleinere Dienstreisen ein Hubschrauber oder Jet der Schweizer Luftwaffe beansprucht werden. Nach der Tätigkeit als Bundesrat erhält der ehemalige Magistrat eine jährliche Pension von 220'000 Franken, falls der Lohn aus einer allfälligen beruflichen Tätigkeit nicht mehr als 220'000 Franken beträgt.
Können Sie mir darauf antworten?
Freundlic​he Grüsse




Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!



50%
(2 Stimmen)
Alex Schneider sagte June 2011

AHV neu finanzieren

Die AHV sollte in Zukunft nicht wie bisher nur über Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträge finanziert werden. Ergiebige neue Finanzquellen wären zum Beispiel eine Kapitalgewinnsteuer, Erbschaftssteuer oder eine Luxussteuer. Aber auch eine Umlagerung des bisherigen Bundesbudgets (z. B. vom Militär zur AHV) ist diskutierbar.


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!



100%
(3 Stimmen)
Edward (Edy) Falger sagte June 2011

Wenn 4% der Bevölkerung über die Hälfte und 20% der Menschen mehr als 80% der Vermögen besitzen, dann liegt das Problem wo anders. Vermögen bilden sollte das Credo der Politik sein und nicht Vermögen abschöpfen. Dazu noch Vermögen, welches bereits versteuert wurde.

Wenn der Steuerdeckel bei 200'000 Einkommen zu gemacht wird, dann ist klar, dass sich Grossverdiener ihr Vermögen mit Hebelwirkung bilden können. Zudem wird viel Vermögen in Risikokapital investiert, wo es besser aufgehoben ist, als im "Perpetuum immobile" der politischen Ineffizienz zu verdunsten. Wenn Milliarden grosszügig ins Ausland verschleudert werden und bei Millionen für Bildung geknausert wird.....wen wundert's da noch, dass Politikverdrossenheit​ um sich greift?

Ein letzter Gedanke: Was ist mit den 3-4 Milliarden, welche aus dem Altersvorsorgesystem in der Versicherungs- und Verwaltungsschattenwi​rtschaft verschwinden sollen? CHF4 Mia./80'000 Geburten = CHF50'000 Startgeld für jedes lebend geborene Kind in der Schweiz. Gut bewirtschaftet und nicht abgzockt hätte es sich bis zum Eintritt ins Erwerbsleben mehr als Verdoppelt. Dieser Betrag wäre auch sonst ein Klacks, bedenkt man, was so mit der grossen Kelle in den finanziellen Treibsand des Auslandes geschüttet wird.


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

Seite 1 von 1

Neuen Kommentar verfassen

Sie müssen als User, Newsletter-Abonnent oder Gönner von Vimentis oder bei Facebook registriert sein, um auf diese Seite zugreifen zu können. Bitte loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich kostenlos:

Auf Vimentis direkt einloggen..
 
 ... oder mit Ihrem Facebook-Account
 
E-Mailadresse:
Passwort:

Haben Sie Ihr Passwort vergessen?