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Nationalbank-Präsiden​​t Thomas Jordan im neusten Interview ..

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Thomas Jor­dan warnt uns drin­gend vor einer An­nahme der Vollgeldinitiative.
Ta​​gesanzeiger/Bund/Be​​​​​rner Zei­tung/...

Hier einige Ausschnitte aus dem Interview:

"Die Schweiz hat im internationalen Vergleich ein sehr gutes Bankensystem. Wir haben eine gute Überwachung und haben die Regeln für die Banken im internationalen Vergleich überdurchschnittlich verstärkt."

"Die eingebrachten Vorschläge sind äusserst problematisch. Sie sind nicht durchdacht und basieren teilweise auf Denkfehlern."

"Ein​​​​​e​ Annahme der Initiative würde dazu führen, dass die Umsetzung der Geldpolitik erschwert würde – wie auch das Funktionieren der gesamten Wirtschaft."

"Unse​​​​​re politischen Mitwirkungsrechte führen manchmal dazu, dass Vertreter von bestimmten Ideen - seien diese aus der Schweiz oder aus dem Ausland - gerne die Schweiz zu einem Versuchsfeld machen möchten."

"Die Nationalbank müsste das Geld verschenken. Das würde zu Begehrlichkeiten führen und so hätte die Nationalbank eine unerwünschte politische Macht".

"Die Bevölkerung erwartet, dass wir sie darüber informieren, wie eine Veränderung der Verfassung oder des Gesetzes sich auf die Arbeit der Nationalbank und auf die Wirtschaft auswirken würde. Wir sind schliesslich auch eine Expertenorganisation in diesen Fragen und haben schon allein deshalb eine Verpflichtung, uns klar zu äussern."


Nationalban​k-Präsident Thomas Jordan war vor seiner jetzigen Tätigkeit ein hoch geschätzter Professor in Volkswirtschaft an der Uni Bern. Mein Nationalökonomie-Stud​ium (Nebenfach) habe ich noch bei seinem Vorgänger dem leider schon jung verstorbenen Professor Stocker gemacht. Seine Sicht war genau gleich wie die von Thomas Jordan.

Der gesamte Bundesrat und die grosse Mehrheit des Parlaments empfehlen der Schweizer Bevölkerung ein klares 'Nein'. Lasst uns nicht wegen den gemachten Umfragen annehmen, die Mehrheit des Schweizervolkes sage sowieso "Nein" zur Vollgeld-Initiative. Die Befürworter gehen geschlossen zu 100% abstimmen. Es braucht auch dringend die Stimme von uns Gegnern. Nur so wird die Abstimmung im Sinne der Volksmeinung laufen !!! 


Kommentare von Lesern zum Artikel

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30%
(10 Stimmen)
Emil Huber sagte May 2018

"Die Schweiz hat im internationalen Vergleich ein sehr gutes Bankensystem"

"Und​ wie war das mit der UBS, Krise auf Knopfdruck, wie bei der Credit Suisse, welche einem Konsortium aus Katar einen Kredit über zehn Mrd. Franken gab, die sie den Kreditnehmern aus dem Nichts ins Konto schreiben konnte. Mit diesen «Credit Suisse-Franken» beteiligten sich die Katarer an der Kapitalerhöhung der Credit Suisse und die veränderten Eigenmittelforderunge​n waren erfüllt. Hätten die Katarer den grossen Kredit nicht aufgenommen und Aktien gekauft, wäre die Bank zum Sanierungsfall geworden und die Credit Suisse-Papiere in ihrem Portfolio hätten einen massiven Wertverlust erlitten. So aber konnte die Credit Suisse den Schein der Lebensfähigkeit erhalten."

Die obere Generation kann sich noch gut daran erinnern: Es war Anfang der 1990er Jahre, als die Konjunktur in der Schweiz stotterte und zum Beispiel die Spar- und Leihkasse Thun bankrott ging und Tausende von Kunden grosse Teile ihres privaten und/oder Geschäftsvermögens oder sogar alles verloren haben, zusammen rund 220 Millionen Franken! Das Geld war einfach weg. In der gleichen Zeit hatte sich auch die Solothurner Kantonalbank übernommen und musste mit Steuergeldern saniert und schliesslich privatisiert und verkauft werden. Und auch die Berner Kantonalbank musste in dieser Zeit mit über einer Milliarde Franken aus der Staatskasse saniert werden. Die Banken ihrerseits aber waren steinhart: In der gleichen Zeit mussten Hunderte oder auch Tausende Handwerker ihre Bankdarlehen kurzfristig zurückzahlen – wenn sie denn konnten. Auch der Autor dieser Zeilen musste einen Betriebskredit in Höhe von noch 65'000 Franken innerhalb von drei Monaten (!) zurückzahlen, obwohl er die Zinsen dafür immer korrekt und rechtzeitig bezahlt hatte, nur der Umsatz der kurz zuvor gegründeten Firma war noch nicht so hoch, wie ursprünglich erwartet.
Woran sich sicher alle erinnern: Im Oktober 2008 musste sogar die grösste Bank der Schweiz, die UBS, mit über 60 Milliarden Franken vom Bund und von der Nationalbank vor dem Zusammenbruch gerettet werden, nachdem sie sich in den USA total verspekuliert hatte. So sicher sind die Banken und so darf man ihnen vertrauen! Wer das alles aus der Nähe miterlebt hat, weiss es: Die Sicherheit der Banken ist weitgehend eine Schönwetter-Sicherhei​t.

https://www.inf​osperber.ch/Artikel/P​olitik/Schweiz-Vollge​ld-Banken-Politik-Wer​bung

Aber heute, mit 1.5% Mindestreserven und der Einlagensicherung ist ja alles vollkommen sicher, oder am Ende doch nicht?

https://www​.beobachter.ch/geld/b​anken/anlegerschutz-w​o-ist-mein-geld-siche​r


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23%
(13 Stimmen)
Georg Bender sagte May 2018

Desinformation oder Betrügereien aus den Erläuterungen des Bundesrates.
Abweich​ende Ansichten bitte erklären, damit ich das Denkschema geistig erfassen kann. DANKE!
2. Erläuterungen des Bundesrates = Irrglauben (Betrug?) und Wahrheit eine Gegenüberstellung:


2.1. Seite 5; das wichtigste in Kürze
a) Staatliche Verschuldung in vielen Länder = Gemeint war wohl die Überverschuldung nach den Richtlinien, kreiert von den Elitebeauftragten.
Warum ein Staat als Währungshoheit, Schuldner seiner Währung sein muss, kann nur dem Hirngespinst zugeordnet werden. Eine schuldenfreie Abdeckung des Budgets hat die gleiche Auswirkung wie eine auf Schulden basierende Abdeckung, welche niemals zurückverlangt werden kann (ohne Geld keine Wirtschaft). Das Geld wird auch künftig aus dem Nichts geschaffen, wie denn sonst, (das Edelmetall als Eigengeschäft, wird auch vom Bankensystem mit Geld aus dem Nichts erworben)! Die spätere Generation erbt die beide Seiten der Geldmedaille, nämlich Schuld und Besitz. Was wir der späteren Generation hinterlassen, ist der Müll und die Vernichtung der Natur (Lebensraum), nur wegen den Kosten (Geld), dabei ist Geld unendlich schöpfbar. Energie und Lebensraum darf niemals privatisiert werden. Haben wir wegen den Kosten umgesetzt. Wer sind die Betrüger?

b) Ohne Gegenleistung an den Staat = Bedeutet Schuld eine Gegenleistung?
Ein Staat braucht bekanntlich keine Einnahmen zur Abdeckung seiner Gemeinwohlaufgaben (Moderne Geldtheorie MMT = Internetauftritt). Er ordnet den Rückfluss zur Preisstabilität zu! Auch der Staat gibt das Geld aus dem Nichts, immer nur gegen Leistung weiter, ob mit oder ohne Schuld!


c) Noch in keinem Land umgesetzt?
Eine Veränderung von Betrügereien braucht einen radikalen Eingriff! Die Sicherung des Geldes ist und bleibt der Sinn einer Geldschöpfung. Die Spielformen zur Machterhaltung, der Ökonomen und Regierenden, können nur mit einer geistigen „Rebellion“ begegnet werden. Nur totalitäre Staaten, benutzen die Unterdrückung als Führungsinstrument. Die Schweiz kann Vorreiter einer sinnvollen Veränderung sein?

2.2. Seite 6; die Vorlage im Detail
a) Arten von Geld: Es gib zwei Arten von Geld, Buchgeld und Bargeld (WZG 1999) = stimmt nicht! Es gibt zwei Arten von Geld Zentralbankgeld und Buchgeld der Geschäftsbanken.

a​a) Zentralbankgeld = gesetzliches Zahlungsmittel
aaa) Bargeld = Notengeldmenge wird den Banken für die Wirtschaft mittels Belastung des Girokontos zur Verfügung gestellt. Nur diese Geldform ist mit der Zentralbank durchlässig.
aab) Buchgeld oder Giralgeld wird für die Banken als Liquidität mittels Eigengeschäfte (siehe Vorwort) geschöpft. Die Höhe dieser sog. Manövriermasse (Schneeballeffekt) für den bankübergreifenden Zahlungsverkehr bestimmt einzig und alleine die Zentralbank (Geldmengenbremse = nicht durchlässig). Aus diesem hin und her Geschiebe der Kundenguthaben, die eine Bank hat Plus die andere Bank hat minus im Konto, wird Kundenguthaben für Kreditvergaben verstanden. Einfältiger geht es nicht Herr Jordan, Oberhirte der Währungshüter (Qualifizierung dieser Aussage?). Die Regierenden kopieren, die Betrugslehrmeinung, welche nicht umsetzbar ist! Aus Schulden entstehen Guthaben und nicht umgekehrt, man wird auch zuerst geboren bevor man leben darf. Oder etwa nicht?

ab) Buchgeld der Geschäftsbanken = kein gesetzliches Zahlungsmittel (Option auf Zentralbankgeld)
Gel​dschöpfung für die Wirtschaft mittels Kreditvergaben oder Eigengeschäfte (sollte verboten sein). Die entstehenden Guthaben, oder Zahlen in den Bankbuchhaltungen werden sowohl bankintern als bankübergreifend umgebucht. Bankübergreifend mittels Verschiebung der Liquidität auf den Bankgirokonten (Geldschöpfung - Schneeballeffekt für die Geschäftsbanken). Es ist alles nur ein schlaues Verwirrspiel!

b) Geldschöpfung heute (nicht korrekt erklärt)
ba) Die ZB schöpft die vorerwähnte Liquidität (Manövriermasse), mittels Eigengeschäften durch Übernahme der Investitionen der Geschäftsbanken. Siehe ab). Die Zentralbank bestimmt ob sie diese Eigengeschäfte und zu welchem Preis, übernimmt.
baa) Vorgängig hat jedoch die Geschäftsbank, mit oder ohne Geheiss der ZB, mittels Eigengeschäften die Guthaben der Kunden erhöht. Anteilig sind nun die Guthaben mit Vollgeld abgedeckt.

bb) Seite 9;
bba) Die Bank kann für Kredite das Geld benutzen, welches Kundinnen und Kunden einbezahlt haben. Diese Betrugslehrmeinung ist m.E. eigentlich strafbar? Woher haben die Kunden das Geld für die Einzahlungen? Vom Birnen-, oder Pflaumen-, oder gar Apfelbaum? Dieser Irrglaube, ich meine eher befohlene Dummheit, ist die Folge des Schneeballeffekts (oben beschrieben = Naturgesetz, eine Schöpfung ist und bleibt einmalig). Aus der Schöpfung heraus entsteht erst Guthaben (Geld). Die bestehenden Kundenguthaben werden nicht reduziert. Dieser Vorgang ist nur im Privatverkehr (Verleihung) möglich!
bbb) Banken müssen über ein vorgeschriebenes Minimum an Liquidität und Notenbankgeld (gemeint ist wohl Giralgeld für den bankübergreifenden Zahlungsverkehr) verfügen.
Diese Liquidität wird von der Zentralbank geschöpft, weil es systembedingt nicht anders möglich ist. Also eine reine Spielform. Das System hilft sich selbst = Inzucht!
bbc) Risikoprüfung damit das Geld wieder vernichtet werden kann?
Irrglaube der Ökonomen, weil das Geld Mittel zum Zweck ist und der Produktivkraft folgen sollte. Eine Schuld kann nur über Gewinne reduziert werden. Das Guthaben muss also wieder zum Schuldner zurückgebucht werden können. Nur aus Neuverschuldung möglich, andernfalls das Geld für den Wirtschaftskreislauf fehlen würde.

bbd) Die Geldschöpfung müssen die Bedürfnisse der Menschen abdecken, welche mit Arbeit und Leistung erschaffen werden. Die Wirtschaft stellt dazu die Rahmenbedingungen, nicht mehr und nicht weniger. Das Vollgeld verbessert diese Vorgaben!

bbe) Erste Forderung der Initiative; Die Guthaben müssten vollumfänglich bei der Zentralbank gedeckt sein.
Richtig ist. Die Kunden haben die Wahl, ihre Ersparnisse als zinsfreies Zentralbankgeld (Vollgeld) zu halten, wobei der Zahlungsverkehr nur über solche Konten (ausserhalb der ordentlichen Bankbilanz = Treuhandbilanz) abgewickelt werden können.
Bei diesen Guthaben übernimmt demnach die Zentralbank das bilanzwirksame Ausfallrisiko, was im Sinne der Geldschöpfung ist. Die Eigengeschäfte der bilanzwirksamen Eigengeschäfte würden praktisch wegfallen. Um diese verfassungswidrige Tätigkeit kämpfen die Gegner aus der Finanzwirtschaft.

​bbf) Seite 7; Auswirkungen auf den Finanzsektor; Die Banken könnten die Kredite nicht mehr so „finanzieren“ wie heute. Falsche Darstellung:
Das Bankensystem als Ganzes schöpft heute die Guthaben aus Kreditvergaben und Eigengeschäfte (sollte verboten sein) aus dem Nichts. Die Liquidität als Manövriermasse schöpft die Zentralbank (Eigengeschäfte als Aktivum in ihrer Bilanz. Nun gleichen die Banken unter sich die erforderlichen Geldmittel aus. Daraus entsteht ein Dominoeffekt, wie 2007, daraus entstand der Begriff - Metapher „too big to fail“.
Zur Geldmengenkontrolle und besseren Verteilung der Geldschöpfung für die Realwirtschaft, übernimmt die Zentralbank endlich ihre eigentliche Aufgabe!
Warum soll das Zentralbank, geschöpft aus dem Nichts teurer sein, als die Geldschöpfung der Geschäftsbanken aus dem Nichts? Kann kein fachlich gebildeter Mensch erklären, die Regierenden und der Oberhirte der Zentralbank schon. Beweise = Fehlanzeige!

bbe) Seite 7 + 8; Auswirkung auf die Zentralbank und ihre Geldpolitik. Die Unabhängigkeit sei gefährdet und die Geldmengenreduktion würde erschwert. Behauptungen ohne sachliche Grundlage!
Die Unabhängigkeit wird nicht verändert. Sie bestimmt die Neuverschuldung im Privatsektor im Kontext mit der Geldschöpfung des Staates. Was der Privatsektor nicht leisten will, muss der Staat abdecken, reine ökonomische Weisheit! Jegliche staatliche Schuldenbremse für notwendige Gemeinwohlaufgaben, kann nur mit Nichtverstand des Geldsystems im Einklang stehen. Hier wird wieder der Zahler-Mythos als Phantom des Menschen bemüht, damit schliesst sich der Kreis der Betrügereien! Bewusst?

Eine Geldmengenregulierung​ nicht Abbau erfolgt wie heute über die Geldzinshöhe (kein Kreditbedarf), oder Verkauf der Eigengeschäfte (sollte verboten sein). Dazu kommt der vom Staat zugeordnete Rückfluss der Gemeinwohlausgaben zur Preisstabilität. Diese Möglichkeit wollen die Ökonomen und Regierende scheinbar nicht richtig einordnen, damit die Verwirrspiele und Unterdrückung, ihre Wichtigkeit nicht verliert. Beides wäre nicht möglich, würden die Menschen das Geldsystem verstehen wollen! Hier wird wieder der Zahler-Mythos als Phantom bemüht, damit schliesst sich der Kreis der Betrügereien!







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23%
(13 Stimmen)
Georg Bender sagte May 2018

Herr Jorns

Erklären Sie mir en Unterschied zwischen verschenken und nicht rückzahlbaren Schulden?

Herr Jordan erklärt in Loyalität zu seinen Pharisäern aus der Fakultät Ökonomie, dass die Banken aus Guthaben, Kredite gewähren!

Als Physiker werden Sie mir diese Schöpfung pervers erklären können?
Die Geldschöpfung (Guthaben) entsteht mittels Kreditvergaben, umgekehrt ist aus naturgesetzlichen Gründen nicht möglich.

Es ist eindeutig, dass die Eindämmung von Begehrlichkeiten, im Gegensatz zum Führungsinstrument Unterdrückung (Dummheit reicht), Intelligenz erfordert.

Ein souveräner Staat, welcher dem gesetzlich verordneten Zahlungsmittel, ein Delkredererisiko verpasst, hat entweder das System nicht verstanden, oder will die einfältigen Spiele der Ökonomen (Jordan ist Ökonom) orchestrieren!

Die​ Gegner wollen nicht begreifen?


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