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PFZ - ein linkes Anliegen?

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Von ge­wis­sen Krei­sen wird immer wie­der die Angst ge­schu­ert und die PFZ als Teu­fel and die Wand ge­malt. Es wird mir als Kan­di­da­tin der SP In­ter­na­tio­nal z.B. vor­ge­wor­fen, dass wir “Linken” mit der PFZ die Schweiz “zerstoeren” wol­len. Es ist je­doch nicht so, dass die PFZ le­dig­lich von der SP, also den Lin­ken, son­dern auch von wirt­schaft­li­cher Seite be­fu­er­wor­tet wird.

 

Dank dem Wirtschaftswachstum, das Arbeitskräfte aus der EU ermöglicht haben, ist die Schweiz von der Krise weniger hart getroffen worden als viele andere Länder. Zu diesem Schluss kommt ein weiterer Bericht des Observatoriums zur Personenfreizügigkeit​, den das Seco zusammen mit den Sozialpartnern – unter anderem dem Schweizerischen Arbeitgeberverband – vorstellte.

"Das Personenfreizügigkeit​sabkommen (FZA) hat die Zuwanderung von Arbeitskräften in die Schweiz in den letzten acht Jahren begünstigt und der Schweizer Volkswirtschaft einen aussergewöhnlich starken Aufschwung ermöglicht. Der Anteil an gut qualifizierten Arbeitskräften war bei den neu Zugewanderten überdurchschnittlich hoch, was dem Bedarf der Wirtschaft entsprach." Dies ist ein Fazit des 6. Berichts des Observatoriums zur Personenfreizügigkeit​, den das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) zusammen mit den Sozialpartnern vorgestellt hat.

 

Sie duerfen sich gerne auch auf folgenden Links schlau machen, bewusst habe ich hier keine SP oder “linke” Meinungen aufgefuehrt. Ich bin jedoch der Ueberzeugung, dass eine starke Wirtschaft fuer uns alle wichtig ist. Wenn es um PFZ geht, sind sich Wirtschaft und Linke uebrigens einig.

 

Damit die PFZ nicht zu Lohndumping fuehren kann, setzt sich die SP als Begleitmassnahme fuer Mindestloehne ein. Eine Schweiz fuer alle statt wenige, inklusive der dringend noetigen auslaendischen Arbeitnehmer.

Schwei​zerischer Arbeitgeberverband:

http://www.arbeitgebe​r.ch/index.php?option​=com_content&view=art​icle&id=141&Itemid=13​

 

http://www.arbei​tgeber.ch/index.php?o​ption=com_content&vie​w=category&layout=blo​g&id=95&Itemid=117&la​ng=de

 

 

Vereinig​ung Schweizerischer Unternehmer Deutschland:

http://​www.vsud.ch/informati​onen-ch/personenfreiz​uegigkeit/

 

 

NZZ​ online

http://www.nz​z.ch/finanzen/nachric​hten/notwendige_perso​nenfreizuegigkeit_mit​_der_eu_1.761240.html​

 

Arbeitgeberverba​nd Basel Newsletter

http://ww​w.enewsletter.ch/admi​n/gen-agv-preview.asp​?ID=962&typ=H&sp=D

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Kommentare von Lesern zum Artikel

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33%
(3 Stimmen)
Gabor Balazs sagte October 2011

Interessant. Habe rasch alle SP-Symphatisanten den Artikel geschwächt. Aber eigentlich egal. Wir werden ja sehen, wer Recht behält. :=)


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67%
(9 Stimmen)
Gabor Balazs sagte October 2011

Guten Morgen Frau Corula

Genau deshalb wähle ich dieses Jahr nicht die SP. Vier Jahre sind vergangen seit den letzten Wahlen und ich haderte schon letztes mal damit, die SP nicht zu wählen dachte aber, lieber eine starke Partei die dem Mittelstand und den sozial Benachteiligten in unserem Land den Rücken stärken. Nun habe ich aber festgestellt, dass die SP gar nicht den sozialen Schwachen helfen und schon gar nicht dem Mittelstand (KMU). Wie können sie es sich beispielsweise erklären, dass in Grenzkantonen die kleinen und mittleren Betriebe gar nicht mehr offerieren können weil sie: Mehr Steuern bezahlen als die ausländische Konkurrenz, noch dazu Lehrlinge ausbilden wollen (Verantwortung gegenüber unserer Bildung wahrnehmen) und doppelte Sozialkosten tragen müssen. Irgend etwas kann da nicht aufgehen. Dann kommt die Sache mit der Quellensteuer. Wie können Sie mir erklären, warum ein Schweizer mehr Steuern bezahlen muss (dazu noch Feuerwehrersatzabgabe​, Militärpflichtersatza​bgabe, etc) als ein Ausländer mit gleichem Einkommen und gleicher beruflichen Stellung? Dazu kommt noch, dass Grenzgänger, bei geschickter Taktik, gleich doppelt bevorteilt werden. Zudem bezahlen längst nicht alle ausländische Arbeiter die hohen Krankenkassenprämien weil die Krankenkassen natürlich in ganz Europa gültig sind. Weiter bezahlen auch nicht alle ihre Autoversicherungen inkl. Autosteuern weil sie ebenso im Ausland versichert sein können. Aber natürlich können sie dann alle von unserem teuren und ausgeklügelten Sozialsystem profitieren wenn es darum geht, die hohle Hand zu machen.
Erklären Sie mir zudem, warum die Einwanderung aus nordischen Ländern in die Schweiz praktisch Null ist? Ich kann es Ihnen erklären. Die nordischen Länder haben ein straffes Ausbildungskonzept und messen ihren Schülern und Studenten viel mehr Aufmerksamkeit in der Bildung zu als bei uns. Gut dafür kann die SP nichts aber die neue Bildungsreform, die Ihre Partei auch mitträgt ist für die Katz (sagen sogar viele Lehrer). Wir haben Bildungsbeamte die Leerläufe produzieren und unsere Lehrpläne zielen völlig neben der veränderten wirtschaftlichen Anforderungen vorbei. In Bildungsdirektionen arbeiten heute bis zu 600 Beamte die beschäftigt werden müssen. Warum? Bildung muss gelebt werden und nicht verwaltet. Schlechte Schüler mit guten Schülern vermischen ist nachweislich überhaupt nicht nachhaltig. Deshalb wähle ich die SP nicht mehr. Ich finde es toll, unterstützt die SP unsere Milliardenschwere Sozialindustrie und setzt sich für Migranten ein. Doch zu welchem Preis?


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69%
(16 Stimmen)
Christoph Reuss sagte October 2011

Zitat CRR: "Von ge­wis­sen Krei­sen wird immer wie­der die Angst ge­schu­ert und die PFZ als Teu­fel and die Wand ge­malt."

Diese Darstellung ist unzutreffend. Die PFZ ist schon jetzt hier, die Nachteile sind also konkret sichtbar, da muss nicht "Angst geschürt und der Teufel an die Wand gemalt" werden.

Zitat: "Es ist je­doch nicht so, dass die PFZ le­dig­lich von der SP, also den Lin­ken, son­dern auch von wirt­schaft­li­cher Seite be­fu­er­wor­tet wird."

Gerade das müsste doch stutzig machen. Die SP will doch den Kapitalismus abschaffen, ist angeblich GEGEN Wachstum (denn das ist schlecht für die Umwelt etc.) und gegen Neoliberalismus -- trotzdem ist sie für die PFZ, und nun WERBEN Sie sogar mit dem "Wachstum dank PFZ"! Einmal mehr muss man da an
http://www.med.de​/news/allgemein/canna​bis-foerdert-schizoph​renie.html
denken...​

Zitat: "Der Anteil an gut qualifizierten Arbeitskräften war bei den neu Zugewanderten überdurchschnittlich hoch"

Das ist ein grundsätzlicher Schwindel. Für die hoch qualifizierten Arbeitskräfte brauchen wir KEINE PFZ! Diese können wir so oder so nach Bedarf hereinlassen. Mit der PFZ kommen aber auch gering qualifizierte und unerwünschte "Arbeitskräfte", ohne dass die Schweiz etwas dagegen tun kann (besonders nach Wegfall der flankierenden Massnahmen). Das ist unverantwortlich und schadet unserer Wirtschaft.

Ich habe das schon in früheren Antworten auf Ihre Beiträge erwähnt (jeweils ohne Antwort), trotzdem wiederholen Sie dieselbe falsche Behauptung nun wieder im neuen Blog-Artikel. Unverbesserlich?

Z​itat: "Wir sind nicht trotz doch dank PFZ und bilateralen Abkommen erfolgreich. Unsere Exporte, auf welche unsere Wirtschaft und damit jeder von uns, unbedingt angwiesen sind, gehen naemlich hauptsaechlich in die EU."

Als ob die Exporte von der PFZ abhängen würden... Oder haben Sie gedacht, ohne PFZ würden in der EU Schilder aufgestellt: "Kauft nicht bei Schweizern!"?



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76%
(21 Stimmen)
Anton Keller sagte October 2011

Cordula Roosa-Riedener

Unglaublich, dass Sie als SP-Kandiatin mit Statistiken von Arbeitgeberverbänden argumentieren! Die Arbeitgeber haben ein grosse Interesse, die PFZ als überlebenswichtig und als Erfolgsmodell darzustellen. Diese sind Partei. Nur so können die Arebitegeber ohne Kostenfolge ältere, kranke Arbeiter (Schweizer und Ausländer!) gegen frisch importierte junge gesunde Arbeitnehmer austauschen. Der Mittelstand fällt bei Arbeitslosigkeit nicht direkt in die Sozialhilfe, sondern muss zuerst alle Ersparnisse aufbrauchen. In die Bildung muss dank PFZ auch nicht mehr investiert werden (Numerus Clausus etc.), da man das fehlende Personal fertig ausgebildet aus dem Ausland importieren kann (Ärzte).

Nur weshalb hat Griechenland keine hochentwickelte Industrie, wo sie doch schon seit so langem dank PFZ einen fast unbeschränkten Zugang zu qualifizerten Spezialisten hat? Oder anders gefragt, weshalb kommen die Spezialisten in die Schweiz statt nach Griechenland zu gehen? Beide haben die Personenferizügikeit!​

Es ist nicht die PFZ, sondern der schnöde Mamon, der Grund, dass alle in die Schweiz wollen. Die Migrationsbewegung wird solange andauern, bis wir gleichwenig verdienen werden wie im umliegenden Ausland.

Die wichtigsten bilateralen Abkommen mit Europa haben wir schon vor der Bildung der EU als Länderabkommen geschlossen. Wir konnten schon vor Schengen ins Ausland reisen und die lieben italienischen Gastarbeiter durften schon vor der PFZ in der Schweiz arbeiten.

Schauen Sie einmal an bei der SNB nach, wer von der PFZ profitiert hat: Es sind die Liegenschafts- und Baulandbesitzer, nicht die Arbeiter oder der Mittelstand!

http:​//www.snb.ch/ext/stat​s/wph/pdf/de/Verm_pri​v_Haush_G.pdf



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28%
(25 Stimmen)
Cordula Roosa-Riedener sagte October 2011

Haben Sie sich die links angesehen? Diese wurden nicht von mir geschrieben, sondern von Wirtschaftsfachleuten​.

Griechenland ist ein Land, welches erstens keine hochentwicklete Industrie hat, zweitens durch jahrzehntelange totalitaere Regimes (rechtsextrem) kaum eine Mittelschicht, d.h. das Rueckgrat einer Gesellschaft hat.

Wir sind nicht trotz doch dank PFZ und bilateralen Abkommen erfolgreich. Unsere Exporte, auf welche unsere Wirtschaft und damit jeder von uns, unbedingt angwiesen sind, gehen naemlich hauptsaechlich in die EU.


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70%
(23 Stimmen)
Anton Keller sagte October 2011

Cordula Roosa-Riedener

Erklären Sie mir einmal, weshalb die Länder wie Griechenland nicht von der PFZ profitieren. Sie dichten der PFZ Erfolge zu, die nicht zu ihr gehören.
Wir sind trotz der PFZ erfolgreich.


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