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Politisch neutrale Volksschulbildung

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Kantonsverfassung (Art. 116, Abs. 2) und Bil­dungs­ge­setz (§ 4) ver­lan­gen – ganz dem auf­klä­re­ri­schen Ge­dan­ken­gut ver­pflich­tet – von staat­li­chen Schu­len strikte po­li­ti­sche und kon­fes­sio­nelle Neu­tra­lität. Eine Durch­sicht von im Kan­ton Zürich ein­ge­setz­ten Lehr­mit­teln sowie von er­gän­zen­den An­ge­bo­ten schu­lex­ter­ner Ak­teure hat al­ler­dings er­ge­ben, dass po­li­ti­sche Aus­sa­gen in den ver­schie­dens­ten Fach­be­rei­chen sehr oft nach links, aber ei­gent­lich nie nach rechts ten­die­ren. ­Die NZZ-Berichterstattung​ vom 31.08.2018 stützt die­sen Be­fund.

Die Einflussnahme erfolgt teils ganz offen, in vielen Fällen teils sehr unterschwellig, etwa durch das Festigen von Vorurteilen. Am meisten in Gewicht fallen nicht einfach tendenziöse Inhalte, sondern eine sehr selektive Themenwahl.

Warum ist dies problematisch? 

  • Der Schulbesuch ist nicht freiwillig. Entsprechend ist auf politische undweltanschauliche Ausgewogenheit des Volksschulunterrichts​ besonderes Gewicht zu legen.
  • Die heutigen, diesbezüglichen Vorgaben sind minimal. Zudem werden diese weder überwacht noch durchgesetzt und bleiben damit toter Buchstabe.
  • Es herrscht in grossen Teilen der Bildungsbranche kein Problembewusstsein (und auch kein Interesse daran).
  • Geht es um politisch aufgeladene Themen (wie etwa soziale Nachhaltigkeit), so kommt es häufiger vor, dass den Schülern und Studenten einfache «linke» Lösungsansätze präsentiert werden («Grosskonzerne beuten Näherinnen und Wanderarbeiter in Südostasien aus», Quelle?), als dass die Hintergründe erörtert werden («Wie würden Wirtschaft und Gesellschaft in Südostasien heute ohne die Arbeitsplätze dieser Grosskonzerne aussehen?»). Das Ganze findet dann Niederschlag in entsprechenden Volksbegehren («Fair-Food-Initiativ​e» etc.).

Wie kommt es dazu?

Teilproblem 1: Politische Grundhaltung vieler LehrpersonenDiese kann nicht «gelöst» werden, immerhin sollte aber einseitige Einflussnahme verhindert werden. Gewerkschaften befeuern diese Grundhaltung mit ihrem Support für die Arbeitsbedingungen von Lehrpersonen.

Teilpro​blem 2: Lehrmittel und zugrundeliegender Lehrplan: Themensetzung und Weglassung. Kompetenzen können anhand verschiedener «Turngeräte»/Themen gelernt werden. Entsprechend muss genauer hingeschaut werden.

Teilproblem 3: Unterrichtsergänzende​ Angebote von schulexternen Akteuren und von staatlichen Stellen (Lektionen, Aktivitäten und Lehrmittel, oftmals von NGOs, aber etwa auch Stadt Zürich). Lehrpersonen  und Schulen sind dankbar für diese kostenlose Entlastung. Inserate in Bildungszeitschriften​ und Erfahrungen von Lehrpersonen legen nahe, dass hier vor allem «linke» NGOs aktiv sind bzw. zum Zug kommen. Der Angebotskatalog der Stadt Zürich hat wenig überraschend auch eine klare politische Schlagseite.

Was ist zu tun?

  • Durchsetzung liberaler Grundsätze und aufklärerischer Ideale.
  • Politische Inhalte nur dort, wo notwendig – und dort ausgewogen.
  • Loslösung​ der Diskussion vom Lehrplan 21: Das Problem ist nicht neu und nicht durch den LP21 verursacht, der LP21 hat einfach zu einer Reihe neuer Lehrmittel geführt und wird dies auch in naher Zukunft noch tun. Kompetenzenorientiert​er Unterricht erleichtert zudem die Verwendung politisch einseitiger Materialien.
  • Schlanke​ Lösung: Politische und konfessionelle Unabhängigkeit innerhalb der heutigen Strukturen sicherstellen, d.h. keine neuen Behörden/Instanzen, kein Befeuern der Bürokratie, keine unverhältnismässigen Kostenfolgen.

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