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Suchtkranke - sind wir mitschuldig?

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Kennen Sie Su­ech­tige in Ihren Fa­mi­li­en- und Be­kann­ten­kreis? Oder den­ken Sie nur an die Schlag­zei­len der Re­gen­bo­gen­pres­se​?

Am auffaelligsten sind natuerlich diejenigen, welche von illegalen Drogen abhaengig sind. Diese fallen vor allem dadurch auf, dass diese zur Finanzierung ihrer Sucht oder schlichtweg wegen ihrer Sucht strafffaellig werden. Ein Teil der Alkoholiker faellt auch negativ auf, vor allem wenn der Alkohol zu Gewalt oder Verkehrsunfaellen fuehrt, auch die Nikotinsuechtigen  werden heute an den Pranger gestellt. Wie ist es jedoch mit der Medikamentensucht oder den funktionierenden, ruhigen Alkoholikern? Kein Problem, sagen sie.

Wieso werden wir suechtig? Ist Ihnen bewusst, dass eine Mehrheit derjenigen, welche in jungen Jahren suechtig werden, grundlegende Probleme haben? So wird z.B. Ritalin “erfolgreich” an hyperactive Kinder (AHAD) verschrieben, diese sind dann ruhiger und einfacher in der Klasse zu handhaben. Dieselbe Droge auch wird an Kokainsuechtige verschrieben, als Kokainersatz. Koennte es sein, dass viele Kokainsuechtige im Prinzip in Eigenmedikation ihre Probleme mit Hyperaktivitaet behandeln? Ritalin und Kokain haben aehnliche Wirkungen, sie beruhigen hyperaktive Personen, ermoeglichen diesen einen “normalen” Alltag und pushen “normale” Personen auf.

Viele Suechtige wurden in ihrer Kindheit missbraucht, oft sexuell, aber auch psychisch, physisch oder schlichtweg durch Vernachlaessigung, in vielen Faellen treffen mehrere Faktoren zusammen oder  sie wuchsen mit suechtigen Eltern, meist Alkohol, aber auch illegale Drogen oder Medikamente auf. Haetten wir diese Suechtigen in ihrer Kindheit beschuetzt, haetten wir den Missbrauch unterbunden und diesen Kindern eine echte Chance geboten, waeren viele von ihnen heute nicht auf Suchtmittel angewiesen. Weil wir nicht eingegriffen und den Missbrauch verhindert haben, sind wir mitschuldig.

Ich errinnere mich an die Kinder unseres Abwartes in der Ferienwohnung, ich kann mich erinnern an die Schreie, als die Kinder (2-3 Jahre juenger als ich) geschlagen wurden, danach  wurden sie stundenlang im Keller eingesperrt . Ich war damals vielleicht 10 und geschockt. Ich bat meine Eltern, welche mich nie schlugen, einzugreifen, da mir schon damals bewusst war, dass dies falsch war.  Gutschweizerisch, wir sind hier Ende 60iger, anfangs 70iger, wurde mir beschieden, dass dies Familiensache sei. Gerade diese Haltung, welche wegschaut, ermoeglicht jahrelangen Missbrauch. Sind die Kinder schuldig, die am Ende in Suechte fluechten, um zu vergessen oder sollten wir nicht vielmehr, uns zugestehen, dass wir mitschuldig sind?

Ein weiterer Punkt, welcher selten beachtet wird, ist das geschlechtsspezifisch​e Einstiegsalter. Bei weiblichen Suechtigen liegt z.B. das Haupteinstiegsalter in den Wechseljahren. Natuerlich waehlen diese kaum illegale Drogen, das Schwergewicht liegt beim Medikamentenmissbrauc​h gefolgt von Alkohol. Wenn Sie dies jedoch genauer betrachten, koennen Sie die Ursachen feststellen. In den Wechseljahren sind Frauen nicht nur immensen hormonellen Umstellungen, vergleichbar der Pubertaet, ausgesetzt, sondern viele muessen einen neuen Lebenssinn finden. Die Kinder werden fluegge und ziehen aus. Was tun? Es ist schwierig nach Jahren, jahrzehnten, wieder den Anschluss ins Berufsleben zu finden.  Hierbei ist zu bemerken, dass das Problem des Suchteinstieges waehrend den Wechseljahren besonders bei Haus/Familienfrauen anzutreffen ist und berufstaetige Muetter den Wechseljahren offenbar besser gewachsen sind.

Bestrafung von Sucht macht keinen Sinn. Krieg gegen Drogen hat nicht die gewuenschten Resultate gebracht. Was ist zu tun? Wir muessen in unserem Umfeld Verantwortung uebernehmen, Missbrauch verhindern, Kindern mit Problemen Hilfe bieten. Suechtige nicht als Aussaetzige sondern als Mitmenschen behandeln.  Viel Leid koennten wir verhindern, wenn wir Verantwortung uebernehmen wuerden.  Viele der Drogengesetze sind willkuerlich, so ist z.B. Alkohol eindeutig die gefaehrlichere Droge als Cannabis, denken wir hier an Gewalt ob in der Famile oder bei Fussball-Hooligans. Bis in die 50iger wurde in den Schweizer Bergen Hanf angebaut, dieser wurde fuer Seile, Isolationsmaterial fuer Spengler und manchmal auch als Beruhigungstee eingesetzt - ohne negative soziale Probleme.

In den 20iger Jahren des 20. Jahrhunderts  wurde eine Methode erfunden, um Hanf fuer die Herstellung von Papier zu benutzen. Dies war nicht im Sinne der amerikanischen Forstwirtschaft, welche durch die Papierherstellung immense Gewinne erwirtschaftete. So wurde eine Kampagne gegen Hanf in die Wege geleitet. Zum Schutz der Bevoelkerung oder zum Schutz der industriellen Forstwirtschaft?  Die Alkoholindustrie, vorab die Brauereien, vereinigten sich mit der Forstwirtschaft. Wieso? Machen Sie sich Ihre eigenen Gedanken.

Unsere Gesetze zwingen Suechtige von illegalen Drogen zur Kriminalitaet waehrend wir den Medikamentenmissbrauc​h akzeptieren. Hallo? Geht Ihnen hier kein Licht auf?


Kommentare von Lesern zum Artikel

Information zur Abschaltung der Kommentarfunktion

Der Verein Vimentis hat sich entschieden, die Kommentarspalte zu den Blogs zu schliessen. In der folgenden Erläuterung erfahren Sie den Grund für diesen Entscheid.

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Folglich hat der Verein Vimentis entschlossen, die Kommentarfunktion abzuschalten und nur den Blog stehen zu lassen. Der Blog erlaubt es Personen weiterhin, sich Gehör zu verschaffen, ohne sich hinter einem Pseudonym zu verstecken. Die Änderung sollte die Blog-Plattform qualitative verbessern und all jenen Personen ins Zentrum rücken, welche Interessen an einer sachlichen Diskussion haben, sowie die oben erwähnten Werte respektieren.




73%
(11 Stimmen)
Cordula Roosa-Riedener sagte October 2011

Liebe Kommentatoren und Kommentatorinnen, es sollte uns allen bewusst sein, dass Drogen an sich, nicht zu verurteilen sind, der Missbrauch jedoch schon. Das Problem ist nicht die Droge, sondern deren massloser Gebrauch.

So ist z.B. ein Glas Rotwein taeglich oder ein Aspirin, gut fuer die Gesundheit. Sich zu betrinken, oder taeglich mehrere Aspirin, sind jedoch schaedlich fuer die Gesundheit. Leider muessen wir in unserer Konsumgesellschaft mit Missbrauch rechnen, wir scheinen kein Mass mehr zu kennen.

Ich befuerworte die Praevention als bestes Mittel. Aber diese Praevention sollte bei Kleinkindern beginnen. Nicht das wir Kindern die Gefahren von Drogen aufzuzeigen haben, sondern dass wir nicht jeden Schmerz durch Konsum aufheben wollen. Es beginnt harmlos, man beruhigt ein Kleinkind mit Nuggi, Dauerschoppen oder einem Schoeggeli. Dies stellt die Weichen dazu, dass man jeden Schmerz jedes Wehweh durch Konsum beseitigen kann. Was lehren wir damit unseren Kindern? Es geht Dir schlecht, konsumiere etwas. Da ist der spaetere Schritt zum Missbrauch, sei es nun von Alkohl, Medikamenten, Essstoerungen oder illegalen Drogen sehr klein.

Ich will hier nicht Cannabis verharmlosen und es ist mir bewusst, dass Hybriden aehnlich dem Absinth sehr stark sind. Aber auch hier kommt es auf das Mass an. Auch Schnaps kann verantwortungsvoll getrunken werden, wenn es dem Trinker bewusst ist, dass er weniger Schnaps als Bier trinken kann. Dies gilt auch fuer Cannabis mit tiefem oder hoeherem THC Gehalt.

Schauen wir uns jedoch mal kurz diejenigen an, welche diese Substanzen missbrauchen. Wie bei allen Drogen, ist der Konsum in der Jugend gefaehrlicher und hat staerkere Nebenwirkungen. Es gibt durchaus die Gefahr, dass Cannabismissbrauch den Ausbruch von Psychosen beschleunigen und in seltenen Faellen verursachen kann. Dies ist jedoch aeusserst selten. Die Hauptgefahr sehe ich ehrlich gesagt in der verminderten Konzentration und Leistungsfaehigkeit, welche zu schulischem Versagen oder Lehrabbruechen fuehren kann. Schauen wir uns nun diejenigen an, welche in der Jugend Alkohl missbrauchen, gerade bei Maedchen ist die Schaedigung der Leber schnell da, zudem toetet der Vollsuff Hirnzellen und zwar irreparabel. Ein weiteres Problem ist die Aggressivitaet, welche oft mit Betrunkenheit einhergeht. Sie hoeren nicht von Kiffern, welche im Kiff andere taetlich angreifen, sehr wohl jedoch beim Alkohol.

Das Hauptproblem mit illegalem Cannabis ist schlichtweg, dass dieser durch skrupellose Dealer vertrieben wird, die auch andere, viel gefaehrlichere Drogen im Angebot haben und diese auch an den Mann, die Frau bringen wollen. Ein Kunde welcher von Cannabis auf haertere Drogen umsteigt, ist fuer diese ein gefundenes Fressen, denn im Gegensatz zum Kiffer, muss dieser seine regelmaessige Dose beziehen. Deshalb waere es mir wirklich lieber, wenn der Vertrieb - auch fuer diejenigen die Cannabis nicht zu medizinischen Zwecken benutzen - diese in der Apotheke oder Drogerie beziehen koennen. Unsere Apotheker und Drogisten wuerden den Kunden nicht andere Drogen wie Kokain, Heroin, Speed oder Extasy anbieten. Es geht hier schlichtweg um Schadensverminderung und auch darum, dass wir dem organisierten Verbrechen keinen Naehrboden bieten.

Schauen wir uns doch den "Erfolg" der amerikanischen Prohibition an. Was hat diese gebracht? Weniger Alkoholiker? Nein. Aber wieviele wurden von "Moonshine" blind und das organisierte Verbrechen hat sich ins Faeustchen gelacht, dies konnte sich in dieser Zeit richtig gut etablieren. Wir muessen jedoch auch der Realitaet ins Auge sehen und es ist besser, wenn zumindest leichte Drogen legal vertrieben werden, die darauf zu erhebenden Steuern sind gezielt zur Praevention und Rehabilitation einzusetzen. Bei den harten Drogen, wie auch bei starken Medikamenten braucht dies natuerlich aerztliche Kontrolle.

Wir sollten uns vor allem nicht auf die Verfolgung der Suechtigen, sondern auf die Verfolgung derjenigen, die daraus rein finanziellen Nutzen ziehen, konzentrieren. Drogen- und Waffenhandel sind sehr eng verbunden, daraus ziehen aber nicht nur das organisierte Verbrechen, sondern auch die internationalen Waffenkonzerne, die wuerden sonst Kunden verlieren, und die Finanzwelt ihre Nutzen.

Beginnen wir doch bei der Bekaempfung des Missbrauches zu Hause, indem wir unsere Kinder nicht dazu erziehen, dass jede Missstand durch Konsum zu beheben ist und wir geben unseren Kindern die Chance nein zu sagen oder zumindest verantwortlich mit Konsum, sei dies nun Drogen wie Alkohol oder Cannabis oder mit Konsum schlichtweg umzugehen. Zeigen wir Ihnen, dass nicht jeder Wunsch erfuellt werden kann oder gar muss, dass wir nicht Kredite fuer Konsumgueter aufnehmen sollen. Kein Neuwagen sondern ein Occasion, weil die Ersparnisse nicht fuer einen Neuwagen reichen. Praevention muss beim Konsum anfangen.



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38%
(13 Stimmen)
Werner Nabulon sagte October 2011

Frau Franziska Keller,

Sie wollen es nicht verstehen, oder können es nicht verstehen, warum auch immer?

Wer heute Hanf als Medikament braucht, für eine Krankheit, kann diesen via Arzt, bekommen, so wie ich informiert bin.

Wer, heute noch immer lieber etwas Cannabis rauchen will, anstelle eines Feierabend Bierchens oder was Wein, kann das illegal auch tun, Anbieter gibt’s ja genug.
Es hält Sie also niemand davon ab, einen Joint reinzuziehen, so oft Sie das Bedürfnis dazu haben.
Also, schlechte Zeiten für die Wirte, aber ich würde Schweiz weit 0.00Promille fürs Fahrzeug führen und logischerweise Drogenfrei plädieren und zwar alle, auch FahrradfahrerInnen.

Anstelle Drogenkonsum als Entschuldigung bei Unfällen und Gewalt, dies als Strafe verstärkend verwenden, es kann ja nicht sein, dass jedes Delikt das unter Drogeneinfluss entstanden ist, den Persilschein bekommt.

Maximal würde ich zulassen, dass starker Hanf kontrolliert angebaut wird, dass jemand eine Lizenz braucht, (wie beim Alk auch) und dieser Hanf in Drogerien zusammen mit Alkohol und Nicotin verkauft wird.
Also fertig mit dem billigen Fussel vom Denner oder Supermarkt. Nordische Staaten, Frau Cordula Roosa-Riedener SP, wird’s ? Freuen, händeln das so. Also Hanf Kokain, usw bekommt man da nicht, aber Nicotin und Alkohol.

Tja, Frau Franziska Keller, was übrigens Herr Christoph Reuss, oder eine Frau Marianne Sulliger sachlich geschrieben haben, das ist die Realität.

Und, zur Drogenpolitik ist noch anzumerken, Name, Extasy, wie unter den Augen der Fachleute und Drogenspezialisten die einst harmlose Extasy Pillen zu Mörderpillen mutierten, ohne dass diese „Selbsternannten Fachleute“ etwas dagegen tun konnten.

Leider wurden diese Fachleute noch immer nicht suspendiert, und deren AEMTER aufgehoben.

Die Zeiten sind nicht mehr wie vor 150Jahren. Das sollte in den Kopf rein gehen, wenn neben dem THC noch Platz vorhanden ist.

Freundliche Grüsse.




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60%
(10 Stimmen)
Marianne Sulliger sagte October 2011

Frau Keller, auch wenn es Ihnen nicht gefällt:

Die eidgenössische Volksinitiative «für eine vernünftige Hanf-Politik mit wirksamem Jugendschutz» wurde am 30. November 2008 zur Abstimmung gebracht. Sie wurde vom Initiativkomitee Pro Jugendschutz – gegen Drogenkriminalität lanciert und verlangte die Liberalisierung der Hanfpolitik, unter anderem die Legalisierung des Besitzes und des Erwerbs von psychoaktiven Substanzen der Hanfpflanze sowie des Anbaus der Hanfpflanze. Die Initiative wurde sowohl vom Volk als auch von den Ständen mit klaren 63 % der abgegebenen Stimmen abgelehnt.

Damit fällt der Konsum von Cannabis-Produkten nach wie vor unter das Betäubungsmittelgeset​zt (siehe http://www.admin.ch/c​h/d/sr/8/812.121.de.p​d). Für Betäubungsmittel, die als Heilmittel verwendet werden, gelten die Bestimmungen gemäss Art. Art. 1b8 Verhältnis zum Heilmittelgesetz.

​Das sind nun mal die Fakten – auch wenn der reine Konsum in der Schweiz durch die Behörden kaum bis gar nicht mehr geahndet werden.



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25%
(12 Stimmen)
Werner Nabulon sagte October 2011

Sehr geehrte Frau Franziska Keller,
Schlaumeier oder soll man schreiben THC Süchtige haben nun einmal herausgefunden, wie man den Indoorhanf zu einem wie sie schreiben "Hirntöter" machen kann. Mit THC Gehalt das es Klöpft und Täscht.

So, nun gehen wir hin, legalisieren den ganz normalen Hanf, in der Hoffnung, es werde wieder so wie zu Gotthelfszeiten.

A​BER, es wird den LEGALEN HANF GEBEN, und die Kriminellen und THC Süchtigen werden weiterhin Indoor, oder auch draussen Hanf anbauen, welcher dann Parallel zum Legalen verkauft wird. Und der ist dann eben nicht mehr vergleichbar mit dem Feierabend Bierchen.
Und da wir schon beim Alkohol sind, NEIN, es hat nicht ausgereicht dass anfangs die Jugendlichen zu Kampfsäufern Mutierten, Nein, heute ist Tampon Saufen angesagt, also mittels Tampon in starkem Alk getränkt wie ein Zäpfli einführen.
Wenn wir also einen legalen Markt wollten, brauchen wir Überwachungen und, das ganze wird unüberschaubar. Kommen dann Jugendliche an falsche starke Ware, wir jemand, der Staat, die Gesellschaft die Verantwortung tragen müssen, meine Damen und Herren.



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39%
(18 Stimmen)
Marianne Sulliger sagte October 2011

Hier einmal ein paar Fakten zur Gefährlichkeit von Cannabis und warum es keinen Grund gibt, diese Droge zu verharmlosen:
Durch gezielte Züchtung enthält Marihuana heute bis zu 10 Mal mehr rauscherzeugendes Tetrahydrocannabinol (THC) als vor 20 Jahren. Desto grösser ist dadurch das Ausmass der Gesundheitsschädigung​. Das THC wird im Fettgewebe eingelagert und bleibt daher viel länger im menschlichen Körper als zum Beispiel Alkohol. So dauert es eine ganze Woche, bis die Hälfte des THC von nur einer einzigen Haschischzigarette abgebaut ist. Der vollständige Abbau dieses Schadstoffes braucht etwa einen Monat. Das bedeutet, dass auch Wochenendkonsumenten nie drogenfrei sind. Der Rausch beim Cannabiskonsum ist Ausdruck einer Störung der Hirnfunktionen. THC legt sich an die Anandamidrezeptoren. Dies führt zu folgenden Funktionsstörungen:
​- Die Wahrnehmung ist eingeengt und verzerrt. Wesentliches kann nicht mehr von Unwesentlichem unterschieden werden. Dies verwechseln Haschischraucher mit „Bewusstseinserweiter​ung“, sie realisieren diese Störung nicht.
- Auch das Kurzzeitgedächtnis ist gestört. Das Lernen ist dadurch stark erschwert.
- Aufmerksamkeit und Konzentration sind noch Stunden nach Abklingen des Rausches beeinträchtigt.
- Nicht selten werden durch regelmässigen Cannabis-Konsum schwere psychische Erkrankungen wie Psychosen, einer Schizophrenie ähnlich, ausgelöst. Diese machen oft einen Klinikaufenthalt erforderlich und beeinträchtigen den Betroffenen nicht selten für sein ganzes weiteres Leben.




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38%
(13 Stimmen)
Werner Nabulon sagte October 2011

Viele Menschen möchten dem Alltag entfliehen, und so begleitet seit jeher her der Konsum von Drogen aller Art die Menschheit. Da gibt es keine Ausnahmen, seien es Naturvölker, oder sogenannte Zivilisierte Völker wie wir uns bezeichnen.

Auffallend dass es vorwiegend Schamanen Priester Heiler bis hin zu Zauberer und Hexer(n) sind waren, nicht vergessen unsere christlichen Mönche die so allerlei Experimente mit verschiedensten Drogen gemacht haben.

Ist es Frage; Zufall, dass die Prostitution, Glückspiel, Alkohol, Drogenhandel und Konsum Menschenhandel, und was es noch so gibt, im Kriminellen Maffia ähnlichen Umfeld angesiedelt sind?
Bald schon wird die Maffia in den Zigaretten und Raucherwaren Schmuggel einsteigen, so wie das schon in anderen Ländern der Fall ist, und ebenso wie in den „harten Drogen“ Schund an die Süchtigen abgeben.

Bei den Rauchern hat man einfach den Dreh gefunden, dass ausser Ihnen selber auch Dritte in der Gesundheit gefährdet werden, bei Unfällen durch Drogenmissbrauch ist das aber auch so.



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44%
(18 Stimmen)
Anton Keller sagte October 2011

Hanfanbau mit tiefen THC ist in der Schweiz erlaubt. Ärzte können Patienten THC-haltige Mittel verschreiben. So können ältere Leute mit Schlafprobleme ganz offiziell auf einem Hanfkissen schlafen.

Hauptsäc​hlich SP/Juso-Anhänger konsumieren und zelebrieren illegale und legale Drogen. Man müsste diese Suchtkranken wahrscheinlich mit massiver Propaganda anderer Parteien heilen, selbstverständlich staatlich finanziert.

Entgeg​en ihrer Behauptungen werden die meisten Süchte in der Pubertät angefangen. Verständlich, da nicht bei allen der hormonelle Umbau problemlos über die Bühne geht. Daher benötigen die Jugendlcihen besonders dann Eltern, die um sie kümmern. Genau dies widerspricht den Anliegen der SP, welche lieber alle Kinder bis zur Volljährigkeit in Kinderaufbewahrungsan​stalten sehen will.


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29%
(17 Stimmen)
Christoph Reuss sagte October 2011

> Suchtkranke - sind wir mitschuldig?

Wenn mit "wir" die SP gemeint ist, dann haben Sie sicher recht. Was für eine Vorbildfunktion für die Jugend hat denn z.B. ein öffentlich am Rednerpult der SP-Delegiertenversamm​lung kiffender Juso-Präsident Cedric Wermuth? Und die Drogenverharmlosereie​n und -Legalisierungsbestre​bungen der SP fördern auch den Konsum.

Sie haben recht, dass soziale Probleme die Anfälligkeit für Drogensucht erhöhen. Dabei spielt die Anti-Familien- und Überfremdungs-Politik​ der SP eine wichtige Rolle!

Und Gelegenheit macht Drogenkonsumenten. Das fördert die SP, indem sie Drogendealer massenhaft ins Land holt, und Kriminelle möglichst für immer im Land behalten will. Und indem sie mit ihrer Kuschel"justiz" Dealer möglichst sanft anfasst und gleich wieder freilässt, zum weiterdealen.

Sie haben auch recht, dass hyperaktive Kinder eher zu Drogen greifen. Hyperaktivität wird gefördert durch rauchende Mütter. Und wer fördert das Rauchen als "Merkmal der Emanzipation"? Die SP! In der guten alten Zeit war es ein Tabu für Frauen, zu rauchen -- weil man wusste, dass das für die Kinder ganz schlecht ist. Heute rauchen junge Frauen fast mehr als Männer, im Zeichen der "Emanzipation" und "Freiheit des Cowboys"...

Zum Thema Alkoholmissbrauch erinnere ich Sie daran, dass die SP auch dort sehr permissiv ist. Die SP setzte sich z.B. vehement gegen das Churer Polizeigesetz ein, welches nächtliche Saufgelage auf öffentlichem Grund verbietet. Eine SP-Gemeinderätin argumentierte dazu, Alkohol sei fundamentaler Bestandteil der europäischen Kultur! 2 SP-Kandidaten (davon 1 für den Nationalrat, zugleich kantonaler Juso-Präsident) rissen im Suff SVP-Plakate ab, und das im Wahlkampf! Vorbildfunktion?

D​er "Krieg gegen Drogen hat nicht die gewuenschten Resultate gebracht", weil er fast nur auf Repression setzt, und echte (d.h. ursachenorientierte) Prävention vernachlässigt. Letzteres muss natürlich behoben werden, aber das ist gar kein Grund für die Drogenlegalisierung -- im Gegenteil, mit Legalisierung wird Prävention sabotiert, wie man ja bei Alkohol und Tabak sieht.

Ihre treuherzigen Geschichten von Industriehanf am Ende des Artikels zeigen bloss, dass Sie keine Ahnung vom Thema haben: Industriehanf hat nämlich einen vernachlässigbaren THC-Gehalt, und dessen industrielle Nutzung für Werkstoffe ist überhaupt kein Argument für die THC-/Cannabis-Legalis​ierung!



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