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Was Grundsätzliches zur AHV

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Ich möchte den Abstimmungskampf nutzen, um mal etwas Grundsätzliches zur AHV zu sagen, vor allem zur nervigen Giesskannen-Diskussio​​n.
 
Ein grosser Vorteil der AHV ist ihre Stabilität. Im Gegensatz zur Pensionskasse und Privatvorsorge ist die AHV NICHT vom Glücksspiel an der Börse abhängig. Es verdienen keine Banken und Versicherungen mit, es fliesst kein Geld in Form von Boni in private Taschen, sondern das einbezahlte Geld landet ohne Umwege bei den Rentnern.
 
Der andere grosse Vorteil ist die Solidarität. Bei der Einzahlung gibt es keine Obergrenze, wohl aber bei der Auszahlung. Und AHV kriegt jeder, im Gegensatz zu Pensionskasse, die Teilzeitarbeitende ausschliesst, und zur dritten Säule, für die man auch erst das Geld haben muss.
 
Zur "Giesskanne": Ja, alle zahlen in die AHV ein, und ja, alle bekommen AHV. Und genau das ist ja das Gute daran. Weil jeder AHV bekommt, muss sich niemand dafür schämen. Vergleichen wir das System mal mit der Sozialhilfe. Sozialhilfe bekommt nur, wer wirklich darauf angewiesen ist. Wollen Sie, dass die Rentendiskussion künftig so aussieht wie die Sozialhilfediskussion​​? Dass auf den Rentnern herumgehackt wird wie auf den Sozialhilfebezügern? Dass Steuersenkungen mi Rentenkürzungen bezahlt werden wie heute mit Kürzungen bei der Sozialhilfe (und bei der Prämiensenkung)? Ich höre die Diskussionen schon: "Viele 70-Jährige können durchaus noch arbeiten. Sie brauchen nur Anreiz in Form von halb so hohen Renten." Eine Horrorvorstellung.
 

Wer mit Giesskannen-Argumente​​n hausieren geht, der ist nicht nur gegen die aktuelle Reform. Der ist gegen das System AHV an sich. 
 
 

Kommentare von Lesern zum Artikel

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60%
(10 Stimmen)
Georg Bender sagte September 2017

Herr Pfister

Wenn der Grundsatz nicht verstanden wird, kann das Gesagte nicht stimmen!

Die Renten entstehen eben nicht aus Erwerbsarbeitbeiträge​n (als Rückfluss zum Nettogegenwert der
Arbeit addiert und anderen Substraten) sondern das Geld aus nicht getilgten Bank- Krediten und nicht abgeschriebenen Investitionen, fliesst von den Rentnern in den Wirtschaftskreislauf (zuerst einnehmen dann einnehmen). Einzig korrekter Parameter ist der End- Verbrauch oder Nutzung, sowohl in der Real- als auch in der Finanzwirtschaft, weil damit die Automatisierung einbezogen ist. Einig Zukunft taugliches System im Umlageverfahren! Sein eigenes Denkvermögen testen und nicht einfach auf den Grundlagenfehler umherspinnen?

Warum das Nichtverstehen des Geldsystems und damit auch der Betrug (Offizialdelikt) der Ökonomen, Politiker, betreffend Geldzirkulation von Schuld entsteht aus Kapital, Ausgaben aus Einnahmen, Staatsausgaben aus Steuern, Rentenausgaben aus Beiträgen, grassiert, wundert mich nicht? Das Umgekehrte ist richtig und würde die Meinungen und Systeme auf den Kopf stellen. Von mir mehrmals erwähnt, aber kein Interesse?
Ich zitiere Waren Mosler, aus einem Buch ""Die sieben unschuldigen, aber tödlichen Betrügereien der Wirtschaftspolitik":

"Die Verbreiter dieser Mythen sind nicht nur im Unrecht, sondern ihr Denkvermögen reicht dazu nicht aus, um zu verstehen, welche Ungerechtigkeiten sie anrichten. Jede Behauptung, es doch vorher schon verstanden zu haben, wird zu einem Schuldgeständnis"
Wi​rtschaftsprof. William Mitchell, University of Newcastle, Australien ergänzt:
"Zu den Tölpeln, die "unschuldig" diese billigen Unwahrheiten weiterverbreiten, gehören Ökonomen, Think Tanks, Medien und vor allem die Politiker."

Wie soll dieses Lügenspiel Erwerbseinkommen funktionieren, wenn die Erwerbsarbeit drastisch abnimmt?

Das Volk ist blöd, nur so kann der Betrug gelingen!

Gehören Sie zu den Betrügern oder Aufklärern?

Freund​liche Grüsse

Georg Bender




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