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Wolf umgeht Herdenschutzmassnahme​n

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Im Zu­­sam­­men­hang mit der Wolfs­­de­­batte gibt es viele un­­­be­ant­wor­tete Fra­­gen: Warum sol­len die Wolfs­­bestände nicht wie beim Stein­­bock re­­gu­­liert wer­­den, wo doch beide keine natür­­li­chen Feinde ha­­ben? Wann will man die Aus­­­brei­tung des Wolfes stop­­pen? Warum sol­len die Jä­­ger auf die Wolfs­jagd er­picht sein, wo das Fleisch im Ge­­gen­­satz zum ü­b­ri­­gen Wild nicht ver­­wer­tet wer­­den kann?  

Teure Herdenschutzmassnahme​​​n zunehmend nutzlos

Warum hält man an den teuren Herdenschutzmassnahme​​​n fest, wenn sie doch zunehmend nutzlos sind, weil sie wie in Frankreich vom Wolf ausgetrickst werden? Im Jahr 2020 sind bis August im Kanton Graubünden insgesamt rund 120 Nutztiere gerissen worden, davon rund 60 Tiere aus geschützten Herden. Laut dem Amt für Jagd und Fischerei sind die Risse gegenüber dem Vorjahr deutlich angestiegen.

Kulturla​​​ndschaft und Biodiversität aufgeben?

Warum geht man mit dem Wolf das Risiko ein, dass die Weidehaltung und Sömmerung in den Alpen und damit die Kulturlandschaft aufgegeben werden? Warum will man damit die Vergandung und Verwaldung zulassen, die die Biodiversität zum Verschwinden und mehr Naturkatastrophen bringen? Die vielen widersprüchlichen Argumente der Wolfsversteher deuten darauf hin, dass es nicht genannte Gründe für die Wolfsverbreitung gibt:

Wird der Wolf für politische Zwecke missbraucht?

Die Verbreitung des Wolfs in Europa ist ein neoliberales EU-Projekt, dass die Verwilderung fördert, wodurch Kulturlandschaften, Biodiversität und Kleinviehhalter verschwinden und Landwirtschaft, Weidehaltung und Tourismus gefährdet werden. Proteste der betroffenen Bergbevölkerung in Europa wie die „Erklärung von Poschiavo“ werden von unseren Medien totgeschwiegen.      ​​​       

Ist die rasante Verbreitung des Wolfs eine Strategie des „geordneten Rückzugs“?

Der neoliberale Think Tank der „Schweizer“ Multis, Avenir Suisse will die „nicht rentablen“ Alpentäler der „Natur überlassen“, Zitat: „Aber es gibt auch Regionen, in denen Strukturwandel im Schweizer Berggebiet „Schrumpfungsprozesse​​​“ soweit fortgeschritten sind, dass es Strategien für einen «geordneten Rückzug» bedarf“. Was Avenir Suisse dabei unterschlägt: Über zwei Millionen Personen leben im Berggebiet, was rund einem Viertel der ständigen Wohnbevölkerung der Schweiz entspricht. 22% der Beschäftigten sind im Berggebiet tätig. In den Berggebieten hat die direktdemokratische Schweiz ihre Wurzeln. Wir dürfen die eidgenössische Solidarität mit der Bergbevölkerung nicht aufkünden und unsere Bergbauern nicht im Stich lassen. Bundesrat und Parlament empfehlen ein JA zum modernisierten Jagdgesetz.


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