Abstimmungen, Initiativen > National > Volksabstimmung vom 10. Februar 2019: Zersiedelung stoppen – für eine nachhaltige Siedlungsentwicklu,

Zersiedelungs-Initiat​ive JA: Nötig, aber unzureichend!

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Wenn die Kom­pen­sa­tion einer Ein­zo­nung in die Bau­zone durch eine Aus­zo­nung in der glei­chen Ge­meinde oder Re­gion er­fol­gen müss­te, könnte man der In­itia­tive ohne Be­den­ken zu­stim­men. Kom­pen­sa­tio­nen von Ein­zo­nun­gen in der Ag­glo­me­ra­tion durch Aus­zo­nun­gen im länd­li­chen Raum ver­nich­ten hin­ge­gen wert­vol­len Grün­raum in der auf Er­hal­tung von Grün­raum an­ge­wie­se­nen Ag­glo­me­ra­tio­nen.​ Im pe­ri­phe­ren länd­li­chen Raum be­steht eh kein Nach­fra­ge­druck. Aus­zo­nun­gen sind dort schon auf­ge­gleist und re­la­tiv pro­blem­los durch­setz­bar.

Noch schlimmer sind allerdings die geltenden Rechtsvorschriften. Bei diesen sind gar keine Kompensationen vorgesehen. Die Gemeinden im nachfragestarken Mittelland werden heute sogar via kantonale Richtpläne gezwungen, Ausnützung und Bauzonen den überrissenen Bevölkerungs- und Arbeitsplatzzielprogn​osen von Bund und Kantonen anzupassen.

Trotzdem: Wenn wir unser Kulturland –insbesondere im Mittelland - erhalten wollen, sind wir darauf angewiesen, bei wachsenden Bevölkerungs- und Arbeitsplatzzahlen und zunehmendem Wohnflächenanspruch, die Besiedlung zu verdichten. Es ist der Preis für jahrzehntelanges Laissez-faire bei der Zuwanderungspolitik.


Kommentare von Lesern zum Artikel

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33%
(9 Stimmen)
Werner Nabulon sagte January 2019

In den letzten Jahrzehnten wurde am Bundesgesetz über die Raumplanung (Raumplanungsgesetz, RPG) plus Raumplanungsverordnun​g (RPV) herum gearbeitet, ebenso wurden in den Kantonen Revidiert, Einsprachen angesehen, ""sprich es wurde sehr viel Arbeit in das Gebiet investiert"".

Da das Thema Bauen, Bauland, ein all umfassendes Thema ist, gibt es von überall Einsprachen und Bedenken. Grad wenn es um Bauland Auszonen geht, wehren sich Eigentümer logischerweise.

Und genau zu diesem Zeitpunkt kommt diese Zersiedelungs-Initiat​​ive, die sich seit Jahrzehnten hätten einbringen können in diese Diskussionen.
Wird sie angenommen, herrscht so quasi Rechtsunsicherheit, geschehen wird nichts. Sondern, Projekte werden dann realisiert. Kontra Produktiv. Darum NEIN.


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44%
(9 Stimmen)
beb rofa sagte January 2019

Wer Eigentümer von Bauland ist, sollte zur Initiative JA sagen. Die Baulandpreise werden bei einer Annahme der Initiative stark steigen. Das werden sie so oder so, bei einem JA aber etwas mehr.
Es wird uns in Zukunft vermehrt beschäftigen, wie wir mit den Eigentumsverhältnisse​n von nichtproduzierbaren Gütern (Boden, Wasser, Luft, Bodenschätze..) umgehen.


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