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Die Mehr­heit des Par­la­men­tes denkt, dass das Volk immer ein Zückerli braucht, um eine solch ein­schnei­dende Vor­lage an­zu­neh­men. Also hat sie 70 Fran­ken Ren­te­ner­höhung ein­ge­baut. Das kos­tet al­leine 1,4 Mil­li­ar­den Fran­ken! Be­kom­men die heu­ti­gen Rent­ner etwas da­von? Nein, denn dies gilt nur für Neu­rent­ner. Glau­ben Sie ja nicht, dass das Volk die­sen fei­nen Un­ter­schied nicht be­merkt.

Ich erwarte von einer Reform, dass sie Probleme löst und nicht neue schafft. Bundesrat und Parlament sollen eine neue Vorlage ausarbeiten. Dass das auch innert kürzester Zeit möglich ist, zeigt die Ablehnung der Unternehmenssteuerref​orm III. Innerhalb von vier Monaten wurde vom Bundesrat kürzlich eine neue Vorlage präsentiert. Ein Nein macht den Weg frei für eine echte Reform.


Kommentare von Lesern zum Artikel

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Georg Stamm sagte Vor 16 Stunden

Im Zusammenhang mit dieser Berset-Reform muss auf einen kaum angesprochenen, aber wichtigen, Aspekt hingewiesen werden. Allfällige Freizügigkeitskapital​ien müssen nämlich neu obligatorisch mit 65 bezogen werden, ohne Staffelungsmöglichkei​t ! Bis heute, nach alter Regelung, war es möglich, solches Geld (z.B. aus der Säule 3a) gestaffelt über 5 Jahre zu beziehen (Frauen also von 64 bis 69, Männer von 65 bis 70). Damit konnte man die Steuerlast aus dem Kapitalbezug reduzieren. Das fällt mit der Reform dahin und wird dem Staat jährlich Dutzende von Millionen mehr Steuern einbringen. Man kann von einer eingebauten Steuererhöhung sprechen. Das wäre eigentlich ein Punkt für ein NEIN an der Urne.


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Peter Hafner sagte Vor einem Tag

Altersvorsorge 2020.
Die Reform der Altersvorsorge AHV ist gemäss Abstimmungsbüchlein und Erläuterungen des Bundesrates ein juristisches Monstrum. Es ist eine Tatsache, dass, wenn trotz medialer und parteipolitischen Erklärungen vieles nicht verstanden wird, da der Text von Juristen für Juristen geschrieben ist. Da wird als erstes die Bundesverfassung geändert, wobei im Art.8 der BV steht: Alle Menschen sind vor dem Gesetze gleich und niemand darf wegen seines Alters diskriminiert werden. Dies jedoch wird ausser acht gelassen und somit entsteht eine 2-Klassen-Gsellschaft​. Die Erhöhung der AHV-Leistung um 70 Franken erhalten nur Neurentner, somit besteht ab einem noch zu bestimmenden Jahrgang eine neue AHV-Generation. Anzufügen ist noch, dass im Abstimmungsbüchlein beginnend mit der Seite 24 und endend mit der Seite 61 die BV Art.8 ,12 Bundesgesetze und 2 Übergangs-Bestimmunge​n angepasst werden müssen. Für dieses Machwerk hat man in Bern fast 20 Jahre benötigt. Da die Sozialdemokraten federführend sind wissen sie genau wie der Bürger zu funktionieren hat und es ist nicht schwer ihn mit dieser Vorlage dorthin zu bringen wo die Vertreter ihrer Politik mit ihren Versprechungen ihn haben wollen. AHV und Pensionskasse miteinander vermischen ist ein versicherungs-technis​ches NO_GO. Die Vorlage ist abzulehnen.


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Georg Stamm sagte Vor 10 Tagen

Es scheint tatsächlich paradox, von der Sicherung der Altersrenten inklusive AHV zu sprechen und dann genau diese wichtige Rentensäule für 1.4 Milliarden/Jahr weiter auszubauen. Begründung: Kompensation für die Rentensenkung der 2. Säule (PK). Was diese 2. Säule betrifft, so sei daran erinnert, dass zehntausende von heutigen Rentnern (um 70 oder älter) keine PK-Freizügigkeit kannten. D.h., bei einem Stellenwechsel verloren sie den grössten Teil (oder alles) des vom Arbeitgeber einbezahlten PK-Kapitals. Das wurde übrigens nie kompensiert, die Älteren wissen von was ich rede. Die zukünftigen Rentner, die nun 70.-/Mt. mehr AHV erhalten sollen, haben diesen Kapitalverlust nicht mehr zu befürchten. Sie haben wohl einen verminderten Umwandlungssatz, aber ein höheres PK-Kapital dank PK-Freizügigkeit. Gegenüber den älteren Pensionierten fahren sie vermutlich nicht schlechter in der 2. Säule. Folglich gibt es auch nichts zu kompensieren in der 1. Säule. So eine "Altersreform" muss abgelehnt werden.


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(10 Stimmen)
Peter Müller sagte Vor 15 Tagen

Die "privilegierten Alt-Rentner" schreiben Sie, Herr Schneider. Ich kenne viele Altrentner, die nur von der AHV leben müssen, und die man total vergisst. Die Armen unten den Armen müssen die Suppe durch die Erhöhung der MWSt. mit bezahlen. Sie bekommen keinen Rappen mehr - dies trotz sehr starker Erhöhung der Mieten (Häuser haben diese Rentner keine) und der unverschämten Erhöhungen der Krankenkassenbeiträge​n! Die Ärmsten der Armen werden in die Ecke gestellt und man hofft, dass diese nicht aufmüpfen und dies alles in der reichen Schweiz!

Warum hört man von den Linken und Grünen KEIN WORT über die vergessenen Armen im AHV-Alter?? Es sind nicht etwa nur 100 oder 1000 Betroffene - nein, es sind Zahntausende die in stiller Armut dahin leben müssen und die nun erneut mit der MwSt-Erhöhung zur Kasse gebeten werden!! Das sollte die SP und die Grünen endlich einmal zum Thema machen!! Hört endlich auf, die Armut in der Schweiz Tot zu schweigen! Es ist Zeit dafür!


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(11 Stimmen)
Sägesser Barbara sagte Vor 24 Tagen

Einige spannende Ansichten kann man im KTipp lesen:

https://www​.ktipp.ch/artikel/d/r​entenreform-viele-geh​oeren-zu-den-verliere​rn/ Details:

Das rund 60 Seiten lange Gesetzespaket enthält eine Fülle von Änderungen, die in den Medien kaum thematisiert werden – für die Versicherten aber spürbare Konsequenzen haben. Einige Beispiele: Wenn der AHV-Fonds nur noch zu 80 Prozent gefüllt ist, muss der Bundesrat neu dem Parlament «Stabilisierungsmassn​ahmen» unterbreiten. Damit sind weitere Beitrags-, Rentenalter- und/oder Mehrwertsteuererhöhun​gen bereits aufgegleist. Der 70-Franken-Zuschuss an die AHV- Rente ist laut Gesetz fix, er wird also nicht an die Teuerung angepasst. Sprich: Die Jungen, die Jahrzehnte lang mehr AHV- Beiträge zahlen müssen, werden kaum mehr viel davon haben. Denn real ist der Zuschuss nicht mehr viel wert, wenn sie in Rente gehen. IV-Rentner erhalten den 70-Franken-Zuschuss nicht. Damit wird erstmals eine Ungleichheit zwischen den AHV- und den IV-Renten eingeführt. Neu darf eine Pensionskassenrente frühestens ab Alter 60 bezogen werden – nicht mehr wie bisher ab 58. Anderseits können Pensionskassen neu das normale Pensionierungsalter bis auf 70 erhöhen. Behauptung: «Wenn Ihr Nein stimmt, könnt Ihr nicht sicher sein, dass Ihr noch eine AHV-Rente bekommt.» Bundesrat Alain Berset an die Adresse der heute unter 45-Jährigen, «Tages-Anzeiger» 7.8.2017

Fakt ist: Die nicht pensionierte Bevölkerung zahlt jedes Jahr AHV-Beiträge. Die AHV-Einnahmen betragen laut Bundesamt für Statistik zurzeit pro Jahr gut 42 Milliarden. Davon werden die Renten bezahlt. Es kann also nicht passieren, dass kein Geld für die AHV-Renten der heute Jungen da ist. In den letzten Jahrzehnten überstiegen die AHV-Einnahmen die Ausgaben bei weitem. Deshalb verfügt die AHV heute über riesige Reserven von rund 45 Milliarden Franken. Letztes Jahr erwirtschaftete sie damit einen Ertrag von 1,2 Milliarden. In den nächsten Jahren steigt zwar die Zahl der Rentner. Das sind die Jahrgänge, die den Überschuss einzahlten. Doch ab 2030 wird eine neue Generation von Babyboomern erwerbstätig sein und die AHV-Einnahmen er­höhen.

Die Statistik der Geburten und Todesfälle kann auch dazu einbezogen werden. Ev. kommen ja sogar weitere Babyboomer, welche ab Erwerbsalter die AHV-Kasse füllen? https://www.bfs.admin​.ch-/bfs/de/home/stat​istiken/bevoelkerung/​geburten-todesfaelle/​geburten.html.


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Alex Schneider sagte Vor 25 Tagen

Ist es nicht einsichtig, die unvermeidbaren Kürzungen der künftigen BVG-Renten durch eine Erhöhung der AHV-Renten für die Neurentner zu kompensieren? Mit der Erhöhung der Mehrwertsteuer tragen die bereits privilegierten Alt-Rentner erst noch einen Teil der Finanzierungskosten bei. Gesicherte Renten sind halt ein Grundbedürfnis unserer Gesellschaft im Gegensatz zu vielen öffentlichen Ausgaben für Wunschbedarf.



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Emil Huber sagte Vor 28 Tagen

"Also hat sie 70 Fran­ken Ren­te­ner­höhung ein­ge­baut. Das kos­tet al­leine 1,4 Mil­li­ar­den Fran­ken!"

Und die Unternehmenssteuerref​orm ll von FDP Merz, was hat die gekostet?
"Die Steuerausfälle für Bund und Kantone dürften sich auf gegen zehn Milliarden Franken belaufen"

So wird mit unterschiedlichen Ellen gemessen.
Ich finde auch einige Minuspunkte bei der "Altersvorsorge 2020". Aber nicht die lumpigen 70 Fränkli mehr, wo gleichzeitig der Umwandlungssatz bei der 2 Säule gekürzt werden soll. So bekommt man künftig weniger BVG im Jahr. Es ist also mehrheitlich ein Nullsummen Spiel, man nimmt aus einem Kässeli 70 Stutz weg und legt es in ein anderes. Und das soll eine Verbesserung für die Rentner sein?
"Lustigerweise​" schreiben grosses Versicherungen welche auch berufliche Vorsorge anbieten stets jedes Jahr hohe Gewinne:

2016
Zür​ich: 3 Milliarden Gewinn
Der Versicherungskonzern legt im vergangenen Jahr einen Gewinnsprung von 74 Prozent hin

Basler: Baloise mit höherem Gewinn im Geschäftsjahr 2016
Basel, 23. März 2017. "Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis des Geschäftsjahrs 2016. Wir sind in unseren Zielsegmenten gewachsen, haben die Profitabilität weiter gesteigert und den Aktionärsgewinn um 4.4% auf rund 535 Mio. CHF verbessert. Ich freue mich, die Aktionäre der Baloise mit einer beantragten Dividendenerhöhung auf 5.20 CHF pro Aktie an diesem Erfolg teilhaben zu lassen"

Axa Winterthur steigert Reingewinn um 10 Prozent
Der Versicherungskonzern Axa Winterthur hat im ersten Halbjahr 2017 mehr verdient. Der Reingewinn stieg um 10,5 Prozent auf 410 Millionen Franken

Der Versicherungskonzern Helvetia hat im Geschäftsjahr 2016 den Gewinn und das um Integrationskosten bereinigte Ergebnis gesteigert
Er belief sich auf 376,6 Millionen Franken nach 309,5 Millionen Franken im Vorjahr.

Der Lebensversicherer Swiss Life hat den Reingewinn im vergangenen Jahr um 5% verbessert. Der Gewinn des grössten Schweizer Lebensversicherers Swiss Life ist im vergangenen Jahr um 5% auf 926 Mio. Fr. gestiegen. Die Aktionäre sollen von einer deutlich höheren Dividende profitieren.

Unvol​lständige Aufzählung. Das sollte man sich fragen, in was die um die 1800 Pensionskassen investiert haben, damit eine Senkung des Umwandlungssatzes erforderlich sein soll?

Ist es nicht auch erstaunlich, dass in einem reichen Land wie der Schweiz mit so einer harten Währung so ein Theater gemacht wird wegen 70 Stutz? Ist die Schweiz ein Entwicklungsland punkto Renten?

Die Renten sollten eine Höhe haben, welche ein menschenwürdiges Leben in der Schweiz ermöglicht und wo man ohne Ergänzungsleistungen auskommt. Stattdessen macht man Schwarz - Peter Spiele wo eine Kasse den schwarzen Peter an die nächste weiterreicht. Die Kosten werden dadurch nicht geringer, es generiert höchstens ein paar Arbeitsplätze auf Sozialämtern, Pro Senectute, Caritas usw.

Und wenn man wegen der Demografie schon der Meinung ist, dass die Erwerbstätigkeit abnimmt warum berechnet man die AHV Beiträge denn noch immer auf die Löhne, abhängig von der Anzahl Arbeitnehmer, wenn diese dann in naher Zukunft weniger werden?
Auch die zunehmende Digitalisierung generiert kaum AHV Leistungen.

Von Economiesuisse hört man, die Digitalisierung und die Roboter würden keine Arbeitsplätze kosten.
Warum schaffen Betriebe denn Roboter an und digitalisieren die Arbeit, wenn nicht um Kosten und Mitarbeiter einzusparen?
Kundeng​espräch bei einer Automatisierungsfirma​:
" Mit Automatisierung kann man viel Geld sparen, wir machen jetzt mit einem Mann welcher uns 12'000 kostet eine halbe Million"

http://ww​w.tagblatt.ch/nachric​hten/schweiz/kritik-a​n-internetsperren-und​-strafsteuern;art2536​50,5064283




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87%
(15 Stimmen)
Inge Votava sagte Vor 29 Tagen

Herr Vitali, können Sie bitte detailliert erläutern, wie Sie sich eine "echte Reform" vorstellen?


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77%
(13 Stimmen)
jan eberhart sagte Vor 29 Tagen

Ich finde diese Rentenreform auch nicht überzeugend. Man verschiebt die Problematik bis 2030, bis dann muss noch eine Reform her.

Tatsache ist auch, das seit 1997 keine Reform mehr angenommen wurde und diverse Einzelvorschläge an der Urne abgelehnt wurden.

Mal sehen, ob sich Mitte-link besser schlägt mit Zuckerbrot und Peitsche.


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67%
(12 Stimmen)
Kurt Meister sagte Vor 29 Tagen

Auch Sie, Herr Vitali gehören mit Ihrer Einstellung zu den Dauerschwätzern einer angeblich kommenden Reform und bieten nichts Brauchbares an, als weitere Verzögerungen und das egoistische Gequatsche der BVG-Lobby, deren Vertreter, als Finanzjongleure in den Banken und Versicherungsgremien,​ als Casinobetreiber an der Börse und Boniabzocker fungieren. Deren Gebaren müssen nun die jetzige Altersgeneration und die Künftigen bezahlen. Es sind tausende von Milliarden an Börsenverlusten und Bussengeldern. Das Vertrauen haben Sie verspielt.
Die jetzige Vorlage ist auch nicht das Gelbe vom Ei, aber sie ist wenigstens ein Fortschritt in der seit 20 Jahren verkorksten und verschleppten Reform der Sozialversicherungen.​ Auch wenn ich als Rentner nicht davon profitiere, bin ich aus Solidaritätsgründen klar für ein Ja, damit die dem ursprunglichen Gedanken der Altersvorsorge Genüge getan wird. Das gegenseitige Ausspielen von Jung und Alt ist völlig unstatthaft, haben die Initianten der AHV doch Hunderttausende unterstützt, die vorher nie eingezahlt hatten.
Die letztjährige Vorlage, welche die durch die Verfassung festgelegten Beiträge erhöhen wollte, zwecks Sanierung der AHV, hat Ihre Partei auch abgelehnt. Es wären lumpige 0.4 Prozent gewesen und für Alle, gerade das was Sie in Ihrem jetzigen Bericht kritisieren.
Gegen die 70 Frankenzulage sind sie ja nur, weil der Zustupf, gedacht als Ausgleich für die unrentable BVG mit ihrem abgestürzten Referenzzinssatz, nicht in Ihrem Topf landet, sondern bei den Pensions-berechtigten​.
Wenn Sie in den letzten 20 Jahren keine Einkommensverbesserun​g erhalten haben, dann dürfen Sie sich hier wieder melden. Diejenige in der AHV betrug Fr. 5.-/Mt.. Die Krankenkasse hat sich in der genannten Zeitspanne fast verdoppelt von 203.- auf 385.- Franken. Von der weiteren Teuerung gar nicht zu reden.



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