Kantonale Volksinitiative «Mehr Qualität – eine Fremdsprache an der Primarschule»

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Ziel der Vorlage

In der Primarschule soll nur noch eine Fremdsprache unterrichtet werden, wozu das Volksschulgesetz angepasst und das HarmoS-Konkordat geändert oder gekündet werden soll.

Was wird geändert?

Bisher fanden in der Primarschule jede Woche je zwei Lektionen Englisch und Französisch statt. Bei Annahme der Initiative wird die zweite Fremdsprachen erst ab der Sekundarschule unterrichtet. Welche Fremdsprache in der Primarschule zu wieviel Stunden unterrichtet werden soll, wird bei Annahme der Initiative vom Regierungsrat entschieden. Dafür legt ihm der Bildungsrat einen Antrag vor.

Argumente dafür

  • Der frühe Fremdsprachenunterricht hat die gewünschten Effekte nicht erreicht – viele Kinder sind mit den drei Sprachen überfordert. Es ist sinnvoller, auf eine Fremdsprache zu fokussieren.
  • Mit den frei werdenden Lektionen kann Deutsch verstärkt gefördert werden, was auch ausländischen Kindern hilft.
  • Die Primarschule ist zu sprachenlastig – Fächer wie Mathematik, Naturwissenschaften, Medienkunde, Informatik und gestalterisch-musikalische Fächer kommen zu kurz.

Argumente dagegen

  • Die Initiative widerspricht dem HarmoS-Konkordat, da dieses auf Primarstufe zwei Fremdsprachen vorsieht. Das Konkordat will den Unterricht schweizweit harmonisieren, um z.B. Schulwechsel zu vereinfachen.
  • Seit dem Ja zur Harmonisierung wurde im zweistelligen Millionenbereich in Lehrmittel und -personal investiert. Diese Investitionen würden nicht genutzt.
  • Französisch trägt als Landessprache zum nationalen Zusammenhalt bei. Deshalb würde gemäss dem Regierungsrat Englisch auf die Sekundarstufe verlegt.


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