Volksinitiative «Für demokratische Mitsprache – Lehrpläne vors Volk!»

Unterthemen:

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Ziel dieser Vorlage

Mit mehr Mitspracherecht bei Bildungsreformen sollen faire Voraussetzungen für alle Kinder geschaffen werden.

Was wird geändert?

Die Volksinitiative verlangt, dass wichtige Lehrpläne und Lehrplanänderungen neu vom Grossen Rat anstatt durch den Erziehungsdirektor erlassen werden. Diese Beschlüsse sowie interkantonale Vereinbarungen zu Lehrplänen würden dann dem fakultativen Referendum unterstehen. Damit soll das Volk bei wichtigen Bildungsreformen mitreden können. Diese Regelung soll rückwirkend auch bereits für den Lehrplan 21 gelten.

Argumente dafür

Ein Ja bietet dem Stimmvolk primär die Möglichkeit, sich zum Lehrplan 21 zu äussern.

  • Dieser sieht einen selbstgesteuerten und individualisierten Unterricht vor. Darunter leidet der Klassenzusammenhalt und benachteiligt schulisch schwächere Kinder.
  • Dem Kanton entstünden jährliche Mehrkosten von 30 Millionen Franken ohne pädagogischen Mehrwert.

Einschneidende Systemwechsel im Bildungssystem sollen generell nicht länger ohne demokratische Kontrolle verfügt werden.

Argumente dagegen

Die Schule braucht Stabilität und Verlässlichkeit. Die pädagogische Diskussion soll daher weiterhin aus fachlicher und nicht aus interessenspolitischer Sicht erfolgen.

Der Grosse Rat hat diese Ansicht selbst bereits mehrfach bestätigt. 2014 lehnte er einen Vorstoss ab, welcher ihm mehr Mitsprache bei der Einführung des Lehrplans 21 zugesprochen hätte.

Die Umsetzung zum Lehrplan 21 ist breit abgestützt und weit fortgeschritten. Ein Ja zur Initiative würde zu grossen Unklarheiten führen.


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