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Portrait: EDU - Eidgenössisch-Demokratische Union

Allgemeine Ausrichtung

Die EDU versteht sich als unabhängige, christliche Partei mit evangelikaler, bürgerlicher Ausrichtung. Sie setzt sich vor allem für ethische Anliegen ein und engagiert sich für ausgeglichene Staatsfinanzen.

Positionen zu wichtigen politischen Fragen

Um die Finanzierung der AHV (Altersvorsorge) zu gewährleisten, will die EDU das Rentenalter gegen oben flexibilisieren: Personen, die freiwillig länger als 65 arbeiten, sollen eine höhere Rente erhalten. Falls nötig, sollen nicht die Mehrwertsteuer, sondern die Lohnabzüge und Beiträge des Bundes erhöht werden.

Um die Verluste der Invalidenversicherung (IV) zu senken, sollen die Lohnbeiträge erhöht und die in den letzten 5-10 Jahren neu hinzugekommenen IV-Renten erneut auf ihre Berechtigung überprüft werden. Für Arbeitgeber sollen finanzielle Anreize geschaffen werden, vermehrt Personen mit einer beschränkten Leistungsfähigkeit einzustellen.

Um die Kosten im Gesundheitswesen zu senken, soll die Jahresfranchise (Betrag der Kosten, den alle selbst bezahlen müssen) für alle Versicherten 1'000.- Fr. betragen. Die Krankenkassen sollen selbst wählen können, mit welchen Ärzten und Spitäler sie zusammenarbeiten. Zudem soll die Grundversicherung weniger Behandlungen bezahlen und Personen mit einem gesunden Lebensstil (z.B. Nichtraucher) von günstigeren Prämien profitieren.

Die EDU will die heutigen Ausländer- und Asylgesetze konsequent um-zusetzen und die Zuwanderung durch die Anpassung der Bilateralen Abkommen mit der EU zu reduzieren.

Für die EDU ist nicht der CO2-Ausstoss oder das Klima, sondern generell der hohe Verbrauch von Ressourcen und Energie das eigentliche Problem. Die EDU fordert einen Ersatz von Klimarappen und CO2-Steuer durch eine zweck-gebundene, zeitlich beschränkte Lenkungsabgabe auf der Mineral-öl-steuer für fossile Brenn- und Treibstoffe (Benzin etc.). Mit den Erträgen dieser Lenkungsabgabe sollen erneuerbare Energieträger (z.B. Wasser, Wind, Sonnenergie etc.) gefördert und die Energieeffizienz verbessert werden.

Um die Stromversorgung in der Schweiz auch in Zukunft sicherzustellen will die EDU die einheimischen Wasserkraftwerke optimieren, resp. ausbauen. Unter der Voraussetzung, dass rasch eine Lösung für die Endlagerung der radioaktiven Abfälle gefunden wird, befürwortet die EDU auch die die Erneuerung der bestehenden oder allfällige neue Atomkraftwerke.

Die EDU lehnt einen EU-Beitritt ab. Sie ist für die Fortsetzung des bilateralen Weges. Um die Sicherheit zu erhöhen und die Zuwanderung zu reduzieren möchte sie aber die Abkommen zur Personenfreizügigkeit und den Assoziierungsvertrag zum Abkommen von Schengen-Dublin anpassen.

Alle sollen selbst entscheiden können, wie sie Familie & Beruf vereinbaren. Krippenplätze sollen nicht staatlich finanziert, sondern von den Familien und Arbeitgebern selbst bezahlt werden. Die Kosten der Kinderbetreuung sollen auch nicht vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden können.

Bei den Einkommenssteuern will die EDU Einkommen aus Erwerbstätigkeit, Kapital- und Liegenschaftserträgen oder Renten nach den gleichen Grundprinzipen besteuern. Die steuerliche Benachteiligung von Ehepaaren soll abgeschafft (Veranlagung durch kumuliertes Haushalteinkommen) und das Steuersystem generell vereinfacht werden.

Die EDU will den öffentlichen Verkehr den Bedürfnissen anpassen und neue Grossprojekte nur realisieren, wenn die Finanzierung gesichert ist. Durch Raumplanungsmassnahmen soll der Pendler-Verkehr vermindert werden.


Hier finden Sie die Portraits anderer Parteien


Bibliographie [ afficher/masquer ]


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Zahlen & Fakten

Wähleranteil Nationalratswahlen (03):1,3%
Bundesräte (2007):0 (7)*
Nationalräte(2007):2 (200)
Ständeräte(2007):0 (46)

Kandidaten in die­sen Kantonen:
AG, BE, BL, BS, FR, GR, SG, TG, TI, VD, ZH

Gründungsjahr:1975
Mitglieder:ca. 2500
Homepage:www.edu-schweiz.ch
Jungpartei:Junge EDU
www.edu-schweiz.ch


Positionierung:



Quelle: so­to­mo, Uni­ver­si­tät Zürich

Erklärung zur Positionierungs­grafik:

Auf der ho­ri­zon­ta­len Achse be­deu­tet eine Po­si­tion links eine auf So­zia­les aus­ge­rich­tete Po­li­tik (mehr Umverteilung) und eine Po­si­tion rechts eine wirt­schafts­ori­en­tierte Hal­tung (we­ni­ger Umverteilung).

Auf der ver­ti­ka­len Achse be­deu­tet eine Po­si­tion in der obe­ren Hälfte eine Wert­hal­tung der Mo­der­ni­sie­rung und Öff­nung, eine Po­si­tion in der un­te­ren Hälfte eine Wert­hal­tung der Be­wah­rung und Ab­schot­tung (Ab­gren­zung ge­gen­über Fremden).


* in der Klam­mer steht je­weils die ge­samte Anzahl

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