Frank Fischer

Frank  Fischer
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Meine politischen Ämter und Engagements






Meine neusten Kommentare

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September 2015 Kommentar zu
Stopp der Spekulation mit Nahrungsmitteln
ich finde es schrecklich, wenn Menschen so skrupellos sind, dass sie mit dem Hunger der Anderen Geschäfte machen. Das sollte strafbar sein. Jeder Versuch, dem Einhalt zu bieten, ist begrüssenswert.
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September 2015 Kommentar zu
Warum legen wir den Schleppern nicht das Handwerk?
Warum legen wir den Schleppern nicht das Handwerk?
Weil die Schlepper ein Symptom sind, keine Ursache. Auch wenn wir Schlepper wirksam bekämpfen würden, müssten die Menschen in Syrien trotzdem fliehen. Der Kampf gegen Schlepper löst das Problem nicht, er lenkt davon ab.
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September 2015 Kommentar zu
Grundloses Grundeinkommen
Sehr geehrter Herr Wagner,
da haben Sie recht - meine Rechnung hat auch Denkfehler. Wahrscheinlich noch mehr, als Sie hier anzeichnen. Ich habe mal angenommen, dass wir plus minus auch 2030 Millionen Einwohner sind, aber das kann real ganz anders werden. Unklar ist auch, ob das Grundeinkommen nur für Schweizer Bürger gilt und was mit den Ausländern wäre. Bei den Kosten für medizinische Behandlungen hätte ich angenommen, dass das über die Krankenkasse gedeckt wird und wiederum, dass nicht alle Bürger aufhören zu arbeiten, sondern das Grundeinkommen einfach eine soziale Absicherung ist, die unser kompliziertes soziales Netz aus Sozialhilfe, Arbeitslosenkasse, IV, SUVA, AHV, Familienzulagen etc. ablösen und, weil hier keine grossen Verwaltungen mehr nötig wären, enorm Kosten sparen könnte. Aber das Konzept hat noch viele Lücken, die man gemeinsam mit guten Ideen schliessen kann.
Denkfehler mache ich sich, aber die Grundidee des Grundeinkommens finde ich nach wie vor bestechend ...
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September 2015 Kommentar zu
Grundloses Grundeinkommen
Sehr geehrter Herr Stolz,
vielen Dank für das dezidierte Votum. Ich brauch aber noch Hilfe bei Ihrer Rechnung: 55 Milliarden sind 55 000 000 000 Fr. Durch 8 Millionen Bürger kommen da bei mir 6875 Fr. pro Jahr raus. Das ist wirklich wenig. Ihre 69 550 Franken pro Kopf widerum fände ich für Grundeinkommen, also auch für jedes Kind, zu viel. Man soll davon ja nicht anstelle eines eigenen Einkommens leben können - es wäre nur die existenzielle Absicherung.
Aber ich glaube, dass die 55 Mrd. als Ausgangszahl nicht geeignet sind. Das Grundeinkommen würde auch auf AHV, SUVA-Renten, IV-Renten, Arbeitslosengeld, Familienzulagen, etc. angerechnet werden. Also müsste man hier die 150 Mrd einsetzen, die die Sozialversicherungssy​steme insgesamt kosten. Das gäbe dann 18750 pro Jahr und Person. Wobei Kinder mitgerechnet sind, die aber weniger Grundbedarf bräuchten. Die Höhe des Grundeinkommens sollte leicht über dem Bereich der Sozialhilfe liegen.
Und das Schweizer BIP liegt bei 640 Milliarden. Die von Ihnen genannten nötigen Mehreinnahme von 1,5 Milliarden wären deshalb nicht 26% vom BIP, sondern nur 0,23%. Oder habe ich das falsch verstanden?
Der grosse Vorteil des Grundeinkommens liegt in der Einsparung der Kosten, die für die Verteilung nötig sind (die ganzen Verwaltungen, Berater,Zusammenarbei​ten mit Aerzten, Anwälten, etc.). Wir würden auch viele hier nicht gerechnete Gerichtskosten einsparen, vor allem aber die Gesundheitskosten, die durch unserer Sozialversicherungssy​stem erst entstehen: Menschen, die eine IV beanspruchen, müssen regelmässig unnötig zum Arzt, um zu belegen, dass sie krank sind. Wenn IV-Rentner nicht mehr zum Arzt gehen, kann ihnen mit dieser Begründung die Rente entzogen werden. Es gibt auch krankmachende Effekte ungerechter Rentenentscheide oder durch Druck auf Menschen seitens der Aemter. Viele Menschen würde es ohne diese Anreizsysteme gesundheitlich besser gehen. Sozialämter geben zum Beispiel teure Gutachten in Auftrag, um doch noch eine IV-Rente für einen Sozialhilfeabhängigen​ zu erwirken und so Kosten zu sparen. Hier gibt es tausend Beispiele von Ineffizienz und zusätzlichen Kosten durch das von Ihnen angesprochene Wirrwarr der sozialen Absicherung und das Bemühen dieser Institutionen, Kosten zu sparen und hin und her zu schieben. Als Liberaler müsste Ihnen diese Geldverschwendung eigentlich Bauchweh ohne Ende machen.
Das Grundeinkommen würde all das überflüssig machen. Jeder bekommt es, auch Millionäre, dadurch ist es gerecht. Bei Personen von Mittel- und Oberschicht würde das meiste davon aber wieder in Form von Steuern zurück fliessen. Ist aber auch gerecht. Das Grundeinkommen finanziert sich im wesentlichen über die damit verbundenen Kosteneinsparungen. Es ist so niedrig, dass man trotzdem ausreichend Anreiz hat, zu arbeiten, um die persönlich wichtigen Dinge finanzieren zu können. Aber es ist hoch genug, damit man in Krisen oder während einer Weiterbildungsphase sparsam aber in Würde leben kann. Und es würde auch dafür sorgen, dass Menschen keine Arbeit mehr annehmen müssten, die ihnen gesundheitlich schadet. Auch da spart man Kosten. Der soziale Frieden insgesamt würde zunehmen, die Volksgesundheit auch.
Das BSA geht für 2030 schon von 200 Mrd. Kosten für unser soziales Netz aus, also 25 000 Fr./Jahr/Bürger. Spätestens dann dreht sich die Frage um - können wir uns den Wust von Sozialversicherungen überhaupt noch leisten oder müssen wir nicht schon aus Kostengründen ein Grundeinkommen als basale Absicherung einführen?
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