Herbert von Vaucanson

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Die merkwürdige Ausschlussklausel der SVP
Ein in­ter­essan­ter Gast­kom­men­tar von Phil­ippe Ma­stro­nardi in der NZZ im Hin­blick auf die an­ste­hen­den Bun­des­rats­wah­l

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Meine politischen Ämter und Engagements






Meine neusten Kommentare

Vor 3 Stunden Kommentar zu
Wann gehört Europa den Afrikanern?
Ein paar Fragen, einfach damit ich Ihre Sichtweise richtig verstehe:

Zu 1: Und deshalb dürfen Afrikaner nicht auswandern? Und wo genau endet eigentlich der «Kulturkreis Europa» und wo beginnt der «Kulturkreis Afrika»? Was für andere «Kulturkreise» gibt es sonst noch so? Was für eine Rangierung bezüglich «kultureller Entwicklung» würden Sie über alle Kulturkreise hinweg vornehmen? Personen aus «weiter entwickelten Kulturkreisen» dürfen in weniger entwickelte auswandern, aber umgekehrt nicht, richtig? Einfach damit wir alle wissen, wer sich wo bewegen darf auf der Welt - Ihrer Meinung nach.

Und: Müssen jetzt die Afrikaner anfangen Ritterrüstungen zu tragen und Kreuzzüge gegen Europa zu führen damit sie möglichst schnell durchs Mittelalter kommen? Zum Glück wird in einigen westafrikanischen Staaten bereits Französisch gesprochen, das macht die Französische Revolution und die damit einhergehende Entmachtung der Kirche einfacher. Zum Glück gilt der Wahlspruch «Liberté, Egalité und Fraternité» ja dann nur bis zum Rand des jeweiligen Kulturkreises, dann müssen die Afrikaner auch nicht so ein schlechtes Gewissen haben, wenn sie anschliessend – im Zuge der Durchschreitung des Zeitalters des Imperialismus – Europa unterwerfen und kolonialisieren.

Z​u 2: Wenn einem der Staat eine Fahrkarte in die Hand drückt, darf man also auswandern? Wenn die afrikanischen Staaten ihren Bürgen Fahrkarten in die Hände drücken würden, dürften sie also auch zu uns kommen? Das Ganze ist also mehr ein Problem fehlender Fahrkarten? Vielleicht müssten wir im Zuge der Entwicklungszusammena​rbeit einfach mehr SBB-Billetautomaten bauen in Afrika, dann würde das Problem womöglich lösen – oder was meinen Sie?

Zu 3: Wenn Afrikaner zu uns kommen, um zu arbeiten, ist das also ok? Ist es dann auch nicht so schlimm, wenn sie ein paar Eingeborene vertreiben, so wie das die Einwanderer in Übersee gemacht haben?

Zu 4: Also sind sie dafür, dass Flüchtlinge bei uns in der Schweiz arbeiten dürfen? Ich glaube die meisten würden nur zu gerne arbeiten, wenn sie denn dürften.
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Vor 7 Stunden Kommentar zu
Wann gehört Europa den Afrikanern?
Die Schweiz war bis ins 20. Jahrhundert ein Auswanderungsland. Etliche Schweizer sind nach Übersee oder ins nahe Ausland abgewandert, weil sie sich da eine wirtschaftlich bessere Zukunft erhofften. Die Schweiz hatte damals schwere Zeiten zu überstehen.

https:​//www.nzz.ch/schweiz/​auswanderung-im-19-ja​hrhundert-griff-nach-​arbeit-maerkten-und-l​and-ld.1306444

Hät​ten also die Amerikaner die Schiffe mit den Schweizern vor ihrer Küste besser absaufen lassen sollen, Herr Hottinger? Hätten sie damit nach Ihrem Gusto ihr "Revier verteidigt"?
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Vor 7 Stunden Kommentar zu
Die Schattenregierung der Schweiz
Ich persönlich teile Ihre Einschätzung überhaupt nicht. Von mir aus dürfen Sie sich die SVP aber weiterhin schön- und die anderen Parteien schlechtreden wie Sie wollen, Herr Knall.
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Vor 9 Stunden Kommentar zu
Wann gehört Europa den Afrikanern?
Europa ist reich geworden, indem es Afrika kolonialisiert hat. China wird reich, indem es Afrika kolonialisiert. Und Sie verlangen nun, dass Afrika sich selber hilft? Na, genau das tut Afrika jetzt - indem es Europa kolonialisiert. Wir haben ihnen ja gezeigt, wie das geht, haben Afrika jahrhundertelang "europäisiert". Was stört Sie denn daran, Herr Hottinger? Ist doch ihr gutes Recht, nicht?

Wenn wir diesen Zynismus und die rassistischen Kommentare, die Sie hier munter von sich geben, aber mal beiseite lassen, muss man auch einfach folgendes festhalten:

Die Zahl der Menschen, die vor Krieg, Konflikten und Verfolgung fliehen, war noch nie so hoch wie heute. Ende 2017 waren 68,5 Millionen Menschen weltweit auf der Flucht. Im Vergleich dazu waren es vor zehn Jahren "nur" 37,5 Millionen Menschen. 85 Prozent der Flüchtlinge lebt in Entwicklungsländern, darunter ein Grossteil in Afrika, während nur ein kleiner Bruchteil überhaupt nach Europa gelangt.

Und Sie schwadronieren hier bereits den Untergang des Abendlandes herbei? Das ist doch lächerlich. Ich sage nicht, dass es in Europa keine Probleme gibt und auch nicht, dass man die Probleme nicht anpacken darf. Aber mit einer solchen Polemik, wie Sie sie hier immer wieder vom Stapel lassen, ist gar niemandem geholfen. Weder den Flüchtlingen noch sich selber.
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Vor 9 Stunden Kommentar zu
Die Schattenregierung der Schweiz
Wieso Anti-SVP? Ich sage nur, dass die SVP genauso lobbygesteuert ist wie die anderen Parteien auch. Mandate haben sie alle. Genau das zeigen auch die Artikel, die ich verlinkt habe. Nichts anderes.

Wenn etwas "religionsgetrieben" ist, dann Ihr ständiges Gefasel von der heilen, unantastbar über all den anderen stehende SVP, die als einzige Partei allein dem "Volk" verpflichtet ist (was auch immer Sie unter dem Begriff verstehen).
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Vor 11 Stunden Kommentar zu
Die Schattenregierung der Schweiz
Stimmt schon, wenn man alles weglässt, bleibt nichts mehr übrig.

Fakt ist aber, dass viele SVP-Parlamentarier diverse Mandate innehaben, wie Parlamentarier anderer Parteien auch. Zudem stimmen die SVP-Parlamentarier gerne mal gegen transparentere Lobbying-Regeln.

Die SVP soll also nicht anfällig für Lobbying sein? - Da lachen ja die Hühner!
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Vor einem Tag Kommentar zu
Die Schattenregierung der Schweiz
"Wenn die SVP im Parlament die notwendigen Mehrheiten nicht findet, so liegt das daran, dass diese Partei eben anders als fast alle anderen nicht die Interessen von Lobbygruppen vertritt, sondern die Interessen des Volkes [...]"

Selten so gelacht :-D

Falls es Sie interessiert, wofür die SVP lobbyiert oder warum sie ständig transparentere Lobbyinggesetze verhindert:

https:​//www.nzz.ch/schweiz/​aktuelle-themen/lobby​ing-im-bundeshaus-int​eressenvertreter-von-​links-bis-rechts-ld.7​112

https://lobbyw​atch.ch/de/daten/parl​amentarier

https:/​/www.tagesanzeiger.ch​/schweiz/standard/str​engeres-lobbygesetz-h​at-keine-chance/story​/16896192
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Vor 6 Tagen Kommentar zu
Politik & Fussball, was haben sie gemeinsames?
Eigenartig, Herr Hottinger, dass Sie den gebürtigen Kosovaren Berahmi, der sich den Doppeladler in stattlicher Grösse auf die rechte Wade und die kosovarische Flagge über (!) der Schweizerflagge auf den linken Arm tätowiert hat, so ganz anders beurteilen als die übrigen kosovarisch-stämmigen​ Spieler im Kader.

Ausserdem hat Petkovic niemand aus dem Team geworfen, auch wenn seine Kommunikation, wie auch jene des SFV, manchmal ein wenig zu wünschen übrig lässt.
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July 2018 Kommentar zu
Politik & Fussball, was haben sie gemeinsames?
Ich hatte mir nur nicht mehr «echte Schweizer» wie Sie in der Nati gewünscht, Herr Knall. Also Leute, denen ein Schweizer Pass in den Schoss gefallen ist und die das nun zum Anlass nehmen, andere Schweizer Bürger in verschiedene «Echtheitsklassen» einzuteilen und wahlweise als Hosenscheisser, Landesverräter oder Blindgänger zu beschimpfen. Sich selbst halten diese Leute natürlich immer für Musterschweizer.

M​ir geht es, wie vielen anderen Schweizer Fussballfans, in erster Linie halt eben doch ums fussballerische Können unserer Natispieler. Ich sehe auch keinen Grund daran zu zweifeln, dass diese keine Schweizer sein wollen. Schliesslich haben sie sich allesamt entschieden für die Schweiz zu spielen. Dass sie sich trotzdem auch dem Heimatland ihrer Familie verbunden fühlen ist nichts als menschlich und hat meiner Meinung nach keinen Einfluss auf den Fussball. Schliesslich darf sich beispielsweise der Torhüter Jonas Omlin, der vor Kurzem vom FC Luzern zum FC Basel gewechselt hat, auch immer noch seinem Heimatkanton in der Innerschweiz verbunden fühlen, ohne dass befürchtet werden muss, dass das seine Leistung beim neuen Verein merklich mindert.

Ist doch auch interessant, dass Anschuldigungen wie die Ihre, Herr Knall, immer nur nach Niederlagen vorgetragen werden. Wenn die Schweiz die beste Qualifikation seit Ewigkeiten spielt und sich doch recht souverän für den Achtelfinal qualifiziert (ich wüsste nicht wieso ein 1:1 gegen Brasilien keine gute Leistung sein sollte), dann wird die Schweiz bejubelt. Dann haben «wir» gewonnen. Verliert die Nati dann ein Spiel, ist es sofort wieder vorbei mit dem «wir» und die Doppelbürger sind schuld, weil sie die Nationalhymne nicht (laut) mitgesungen haben.

Wenn die Friedenstaube beim Siegesjubel Sie also in Ihrer Ehre trifft, Herr Knall, dann sei es drum. Aber hören Sie doch auf, diese übertriebene nationalistische Wehleidigkeit auch allen anderen Schweizern anzudichten. Und bewahren Sie etwas Anstand. DAS wäre doch mal schweizerisch.
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July 2018 Kommentar zu
Politik & Fussball, was haben sie gemeinsames?
Liest man die Beiträge von Herrn Hottinger und Herrn Knall, kann man nur froh sein, sind nicht mehr «echte Schweizer» wie die beiden in der Nati. Sonst hätten wir Schweizer am Ende wirklich gute Gründe, uns in Grund und Boden schämen.

Die Schweiz hat ein Fussballspiel gegen Schweden verloren. So what? Die Leistung der Schweizer Mannschaft war sicher nicht die beste, die man von einem Team mit diesem Potential (wahrscheinlich das grösste seit jeher) erwarten darf. Dass sie «nicht einen Schweisstropfen vergossen» hätten, stimmt dagegen nicht. Sie verbuchten mehr Ballbesitz, mehr Pässe, mehr Torschüsse, mehr Eckbälle, mehr Fouls, mehr Karten und weniger Abseits als die doch eher schwach und keineswegs heroisch agierenden Schweden. Nur gewinnt man damit noch kein Spiel. Es fehlten vielleicht die wirklich entscheidenden Ideen, die letzte Konsequenz und vielleicht dürfen wir daher auch ein bisschen enttäuscht sein.

Aber ist das tatsächlich ein guter Grund anzunehmen, dass die Niederlage irgendetwas mit den familiären Wurzeln der Schweizer Spieler zu tun hat? Ich sehe keinen. Und auch Herr Hottinger und Herr Knall wissen eigentlich nicht so recht, wie sie ihre Anschuldigungen begründen sollen. Zurück bleibt damit einzig ein (weiterer) alberner und beleidigender Vorwurf der beiden.

Ein Fussballspieler will gewinnen. Das ist sein Beruf, das ist seine Leidenschaft. Da denkt sich keiner: «Oh, heute gebe ich mal nur 50 %, die Schweiz bedeutet mir ja schliesslich etwas weniger als der Kosovo.». Trotzdem gibt es bei jedem Spieler Tage und Spiele, wo er seine Leistung nicht zu 100 % abrufen kann. Das gilt für einen Granit Xhaka genauso wie für einen Cristiano Ronaldo.
Schauen Sie sich doch mal die von Herrn Hottinger so gelobte Mannschaft der Berner Young Boys an. Wie viele «echte» Berner spielen da noch mit? Eben. Und trotzdem wurde die Mannschaft mit viel Leidenschaft Schweizer Meister. Da kommt hinterher keiner und wirft dem Guillaume Hoarau vor, er sei im Geiste ja doch noch mehr Franzose als Berner und habe deshalb im letzten Spiel, das gegen den FC Zürich verloren ging, nur 50 % gegeben.

Torschütz​enkönig der Super League Saison 2017/18 war übrigens keiner von YB. Es war Albian Ajeti vom FC Basel, bezeichnenderweise ein kosovostämmiger Schweizer. Auf Platz 2 und 3 folgen Guillaume Hoarau (YB, Franzose) und Jean-Pierre Nsame (YB, Kamerun-Franzose) sowie Marvin Spielmann (FC Thun, Schweiz-Kongolese). Die grössten Knipser in der Super League sind also alles auch keine «echten Schweizer» wie sie sich Herr Hottinger und Herr Knall erträumen. Aber vielleicht sähen die beiden es auch lieber, wenn Guillaume Hoarau nicht mehr bei den Young Boys spielen würde, weil dort nur Spieler spielen sollten, die vor jedem Match alle Strophen des Guggsiberglieds auswendig in den Abendhimmel brüllen können.

Im Fussball sollte es vor allem um eines gehen: Um Fussball. Eine Fussball-WM ist kein Gesangswettbewerb für Nationalistenchöre. Und deshalb spielen in der Schweizer Nati die besten Fussballer und nicht die besten Sänger. Daher ist es auch nicht wichtig, ob man den Schweizer Pass, wie Herr Hottinger und Herr Knall, bereits bei Geburt in den Arsch geschoben oder erst nachträglich gekriegt hat. Oder gar noch einen zweiten Pass hat. Was zählt ist die Leistung auf dem Platz und entscheiden über das Kader tun die Verantwortlichen. Wir dürfen dann wieder alle vor dem Bildschirm Fussballexperten sein. Aber bitte mit etwas Anstand (und vielleicht sogar ein bisschen Ahnung von Fussball).
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