Lexikon: Pigou-Steuer

Die Pigou-Steuer ist eine Lenkungssteuer und dient dazu die Kosten eines externen Effekts zu ermitteln und diese dem Produkt anzurechnen. (Internalisierung). Wenn sich keine private Lösung (siehe Coase-Theorem) zur Internalisierung des externen Effekts ergibt, kann der Staat mittels finanzieller Anreize das Verhalten der Marktakteure so verändern, dass die Wohlfahrt maximiert wird.
Mit der Pigou-Steuer wird ein Preis für den externen Effekt (z.B. CO2-Ausstoss) definiert, welcher exakt dem Schaden des externen Effekts entspricht. Damit ist quasi der externe Effekt nun im Preis für das Produkt berücksichtigt.

Beispiel
Ein Beispiel dafür ist die Mineralölsteuer. Unter der Annahme, dass diese exakt so hoch ist, wie die Umweltschäden, welche durch die Verbrennung von Mineralöl entstehen, passiert nun folgendes:
Ohne Steuer, wird z.B. viel zu viel Benzin verbrannt, da das Benzin günstig ist und man nicht für die externen Effekte aufkommen muss. Wird nun eine Pigou-Steuer auf Benzin erhoben, so muss man nun für die Umweltschäden über die Steuer aufkommen. Der Verbrauch an Benzin sinkt auf die Menge, welche die Wohlfahrt maximiert. Der externe Effekt wird aber dadurch nicht abgeschafft.

 

Weblinks / Quellen
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Artikel wurde am 30.12.2011 aktualisiert


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