Elefantenrunde vom 5. Oktober 2015

Volles Haus an der Vimentis-Elefantenrunde vom 8. Oktober 2015 in der Aula der Universität St. Gallen. Die 700 Plätze des Saales waren innert Kürze besetzt, sodass aus feuerpolizeilichen Gründen weitere Zuschauer die politische Diskussion an den Fenstern des Veranstaltungsortes mitverfolgen mussten. Urs Wiedmer (SRF-Bundeshauskorrespondent) moderierte gewohnt souverän durch das informelle Treffen der fünf Bundesratsparteispitzen, vertreten durch Toni Brunner, Christophe Darbellay, Martin Landolt, Christian Wasserfallen und Barbara Gysi.

Thematisch wurde die Diskussion nach einem eher persönlichen Start und Anekdoten über Jagdausflüge von Landolt und Darbellay sehr aktuell gehalten. So spielte hauptsächlich die Flüchtlingskrise und deren Bewältigung das eine Hauptthema des Abends. Toni Brunner stand mit seinen Ansichten vor den anderen Bundesratsparteien teils sehr exponiert da. Zur Thematik des Werkplatzes Schweiz und des starken Frankens hingegen sympathisierte die Mitte mehrheitlich mit den Ansichten der SVP, wobei demgegenüber die SP mit Barbara Gysi auf alleinigem Posten stand. Wesentlich näher, wenn auch nicht übereinstimmend, standen sich die Parteien schliesslich bei Berufsbildungsthemen, dem dritten Thema des Abends.

Im zweiten Teil des Anlasses hatten – wie bereits seit jeher bei den Vimentis-PolitPodien – die Zuschauer die Möglichkeit, direkt Fragen aus dem Saal an die Referenten zu richten. Eine an Christian Wasserfallen gerichtete Frage sorgte am anschliessenden Apéro noch für viel Diskussionsstoff, zumal sie die optimale Zusammensetzung des Bundesrates in den Fokus rückte. Die Antwort Wasserfallens war kurz und bündig: «Der Bundesrat wird die Zusammensetzung haben, zwei, zwei, zwei und eins. Die drei wählerstärksten Parteien werden je zwei Sitze bekommen und die viertstärkste Partei einen.» Der Abend wurde danach mit einem Apéro in Anwesenheit der Mehrheit der Parteispitzen abgeschlossen.

Nachbericht des Tagblattes zum Podium hier.

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