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Parteiportrait 2015: Grüne – Grüne Partei der Schweiz

Allgemeine Ausrichtung

Die Grünen engagieren sich für den Umweltschutz, eine nachhaltige Wirtschaft und soziale Gerechtigkeit. Sie setzen sich für einen geordneten Atomausstieg, einen glaubwürdigen Klimaschutz sowie für Lebensmittel aus umweltfreundlicher und fairer Produktion ein. Zudem streben die Grünen die gute Integration der Schweiz in Europa an. Sie sind gegen Überwachung durch den Staat und militärische Aufrüstung.

Positionen zu wichtigen politischen Fragen

In der Energiepolitik verlangen die Grünen den vollständigen und geordneten Atomausstieg. Damit wollen sie den steigenden Sicherheitsrisiken entgegnen und Investitionen in erneuerbare Energien und Energieeffizienz fördern. Sie planen eine Lenkungsabgabe (Steuer) auf Kohle, Öl und Gas, um erneuerbare Energien zu fördern. Die Grünen wollen Energie einsparen und das Klima schützen. Der Bedarf bis 2050 soll ausschliesslich durch erneuerbare Energien gedeckt werden.

Um die Altersvorsorge zu sichern, wollen die Grünen die Umverteilung zwischen Jung, Alt, Arm und Reich gewährleisten. Für die Existenzsicherung im Alter streben sie höhere Renten, eine Stärkung der 1. Säule und ein flexibles Rentenalter an. Solange die Lohnungleichheit zwischen Frau und Mann besteht, sind sie gegen eine Erhöhung des AHV-Alters von Frauen auf 65 Jahre.

Die Grünen wollen die Personenfreizügigkeit und die Bilateralen Verträge mit der EU erhalten. Sie setzen sich für eine EU-kompatible und unbürokratische Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative ein. Sollte der bilaterale Weg scheitern, sind die Grünen für den Beitritt der Schweiz zur EU, um dort aktiv Einfluss nehmen zu können.

Die Grünen wollen die Armee verkleinern. Sie fordern eine realistische Bedrohungsanalyse, insbesondere den Klimawandel sehen sie als Gefahr. Für zivile Aufgaben verlangen die Grünen nicht eine stärkere Armee, sondern den Ausbau ziviler Strukturen (z.B. Dienste im Sozial- Umwelt- und Friedensbereich und Katastrophenhilfe).

Bei der Wirtschafts-und Finanzpolitik setzen die Grünen auf Innovation, hohe Lebensqualität, eine ressourcenschonende Wirtschaft und fairen Handel. So sollen nachhaltig Arbeitsplätze geschaffen und die lokale Produktion gestärkt werden. An der Unternehmenssteuerreform III kritisieren sie, dass diese zu hohen Steuerausfällen und damit zu Budgetkürzungen in Bildung, Gesundheit und Verkehr führe.

In der Familienpolitik streben die Grünen die verbesserte Vereinbarkeit von Familie und Beruf an. Diese soll durch Lohngleichheit für Frauen, Tagesschulen, Vaterschaftsurlaub und Teilzeitarbeit für Männer erreicht werden. Arme Familien wollen sie gezielt unterstützen. Unterschiedliche Lebensgemeinschaften (Konkubinate, Alleinerziehende, Patchwork-Familien, gleichgeschlechtliche Paare) sollen steuerlich gleich behandelt werden.

Die Grünen wollen mit Bildungsreformen das inländische Arbeitskräftepotenzial besser nutzen. Dazu soll die Unterstützung von finanziell schlechter gestellten Personen in höherer Ausbildung (Stipendien) ausgebaut und in jedem Kanton gleich gehandhabt werden. Berufliche Weiterbildungen, Nachholbildung für Menschen ohne Berufsabschluss sowie die Berufslehre sollen gefördert werden.


Literaturverzeichnis [ ein-/ausblenden ]


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Zahlen & Fakten

Wähleranteil Nationalratswahlen

(2011): 8.4%

Bundesräte (2011): 0 (7)*

Nationalräte (2011): 15 (200)

Ständeräte (2011): 2 (46)

Kandidaten in fol­gen­den Kantonen:

AG, BE, BL, BS, FR, GE, JU, LU, NE, SG, SH, SO, SZ, TG, TI, VD, VS, ZG, ZH

Gründungsjahr: 1983

Mitglieder: ca. 18‘500

Homepage: www.gruene.ch

Wahlportal: www.gruenwaehlen.ch

Jungpartei: Junge Grüne

www.jungegruene.ch

Positionierung:



Abb. 1: Positionierung

Quelle: Vimentis

Erklärung zur Po­si­tio­nie­rungs­gra­fik: Auf der ho­ri­zon­ta­len Achse be­deu­tet eine Po­si­tion links eine auf So­zia­les aus­ge­rich­tete Po­li­tik (mehr Um­ver­tei- lung) und eine Po­si­tion rechts eine wirt­schafts­ori­en­tierte Hal­tung (we­ni­ger Umverteilung).

Auf der ver­ti­ka­len Achse be­deu­tet eine Po­si­tion in der obe­ren Hälfte eine Wert­hal­tung der Mo­der­ni­sie­rung und Öff­nung, eine Po­si­tion in der un­te­ren Hälfte eine Wert­hal­tung der Be­wah­rung und Ab­schot­tung (Ab­gren­zung ge­ge­nü­ber Frem­den).

*in der Klam­mer je­weils die ge­samte Anzahl

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