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Abstimmungen, Initiativen > National > Abstimmung 30.11.2014: Initiative „Stopp der Überbevölkerung – zur Sicherung der natürlichen Lebensg,

Warum ich JA zu ECOPOP sage

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Es ist wahr­schein­lich für lange Zeit die letzte Ab­stim­mung über eine Mi­gra­ti­ons­vor­lag​e bevor 2016 über den Qua­si­bei­tritt in die EU ent­schie­den wird (in­sti­tu­tio­nel­le​s Rah­men­ab­kom­men). Der Bun­des­rat hält sich über seine Pläne be­deckt was durch­aus auch sei­nen Grund hat. Ich be­haup­te: Es wird nie zur Um­set­zung der Mas­sen­ein­wan­de­ru​ngs­i­ni­tia­tive kommen!

Lange habe ich gezögert, zeugt vor allem mit welcher Ernsthaftigkeit und Überlegungen ich an diese Initiative herangehe. Mich interessiert der zweite Teil der Vorlage nicht. Entwicklungshilfe leistet die Schweiz schon lange. Viele Milliarden Franken, die während den letzten Jahren überall in der Welt verteilt wurden. Ich weiss nicht ob für gezielte Projekte, ich weiss nicht wie viel davon für die Administrationskosten​ ausgegeben wurden, nicht wie viele Diktatoren sich daran bereicherten, etc. Jede Entwicklungshilfe ist quasi ein Bevormundungsinstrume​nt. Das wissen durchaus auch die ECOPOP-Gegner. Mitreden können wir ja sowieso nicht – genauso wie bei asylpolitischen Fragen, - ein anderes Thema zwar aber durchaus nicht unerheblich. Den Schweizerinnen und Schweizern wird unter dem Strich sehr viel zugemutet – zum Nachteil vieler. Für mich ist dagegen der erste Teil dieser ECOPOP-Vorlage sehr viel epochaler und zeigt sich als tauglichen Fortsatz der Masseneinwanderungsin​itiative.

Dem jetzigen Parlament ist nicht zu trauen

Betrachten wir die Voten unserer Bundesrätin Frau Sommaruga an Podien gegen ECOPOP: „Meinen Sie eigentlich, bei Annahme gebe es morgen keinen einzigen Stau mehr? Meinen Sie eigentlich, bei einem JA, werde morgen kein einziger Quadratmeter Land bebaut?“ Ich könnte ihren verzweifelten Zuruf an das Schweizer Stimmvolk noch beliebig verlängern. Es sind dieselben Gelübde wie vor der Masseneinwanderungsin​itiative. Noch im Abstimmungskampf vor dem 9. Februar 2014 nuschelte Frau Sommaruga in die Mikrofone unserer Leitmedien: „Der Bundesrat hat nach Annahme der SVP-Vorlage keinen Plan B!“ Interpretiere ich ihre Magistralen Voten richtig, wollte der Bundesrat nie etwas ändern (schert sich also bewusst um Sorgen und Nöte seiner Bevölkerung). Noch schlimmer: Die Regierung und auch die überwältigende Mehrheit im Parlament werden während den kommenenden Jahren nichts ändern WOLLEN (inkl. SVP). Verlassen kann sich Frau Sommaruga auf die Mehrheit ihres Parlamentes, welches im Verwässern vieler Initiativen bestens abschneidet (Mindervorlage, Alpenschutz, Zweitwohnung). Einige CVP-Vertreter und SP-Doyen beklagen ausserdem lauthals über die immer engeren und radikaleren Volksbegehren – aber betonen kaum, was die Ursachen dafür sein könnten. Wäre es dem Bundesrat nach dem 9. Februar ernst gewesen mit dem sogenannt „demokratischen Entscheid“ und dem daraus entstandenen Verfassungstext, wären bereits Ansätze erarbeitet und heute vorgelegt worden. Nichts ist geschehen – Null! Sind wir ehrlich: Unserer Schweizer Politik sind die Herausforderungen an unser Land weit über ihren Kopf gewachsen. Nicht gerne lassen sie sich an die Versprechen vor all den PFZ-Abstimmungen erinnern: Maximal 8000 werden jährlich einwandern (warum hat eigentlich schon damals die Wirtschaft nicht aufgeheult bei diesen „nur“ 8000?), der Bundesrat habe alles im Griff, jeder habe etwas davon, etc. Gar rein nichts ist eingetroffen. Ähnlich übrigens wie bei Schengen und Dublin. All diese Vorlagen entpuppten sich als Rohrkrepierer und kostenintensiv (bezahlen muss es der Büezer). Die Frage bleibt uns der Bundesrat auch immer noch schuldig, warum eigentlich die Gemeinden und Kantone sparen müssen? Wir haben doch jetzt eine Million mehr Einwanderer und die bezahlen Milliarden mehr Steuern?

Schliesslic​h schauen alle Parteien für sich

Die ECOPOP ist aber für mich genau das Instrument, einen Wandel anzustossen und unterstreicht die Absicht der Masseneinwanderungsin​itiative. ECOPOP ist die eigentliche SVP-Durchsetzungsinit​iative. ECOPOP legt Kontingente fest, zwingt Parlament und Bundesrat zur Nachhaltigkeit, bringt Wirtschaftsführer und ihre Steigbügelhalter im lobbygeschwängerten Parlament um ihre Ausreden, warum sie den Einwanderungsstrom nicht abschwächen wollen. ECOPOP zwingt Behörden und Funktionäre, wollen sie die ECOPOP nach einem allfälligen Volks-Ja umsetzen, Reglemente und Einwanderungsgesetze einwandfrei anzuwenden, wie dem Souverän vor allen PFZ-Vorlagen vollmundig versprochen wurde. Die LINKE und die Mitteparteien können endlich ihre Bildungsoffensive anschieben, wie 2009 visionär beschworen damit nicht noch mehr sogenannte „Fachkräfte“ aus unseren Nachbarländer rekrutiert werden müssen. Wie man sieht, war die Bildungsoffensive nur eine Beruhigungspille. Das Gegenteil ist der Fall: Bei der Bildung wird seit Einführung der Personenfreizügigkeit​ immer mehr gespart. Fällt da nicht etwas auf? Die SVP macht bei Bildungsoffensiven nie mit, obwohl Bildung für unser Land evident wäre und beklagt sich im gleichen Atemzug über die Einwanderung immer mehr Spezialisten (Beispiel Medizin)? Zynisch und bedenklich finde ich eine solche Haltung – die anderen Parteien übrigens sind nicht besser.

Ist ECOPOP wirklich fremdenfeindlich? Dann müsste doch der Bundesrat bei der Weltgemeinschaft lauthals protestieren und bei der UNO vorstellig werden, wie fremdenfeindlich Kanada, Neuseeland und Australien sind? Dann müsste man den Verein ECOPOP anklagen und vor den Kadi zerren? Alles andere ist Quatsch, Verzweiflung und Argumentationsarmut. Man könnte auch zynisch entgegnen: Fremdenfeindlich ist die EU, die hohe Mauern um ihr Territorium baut und allen anderen auf der Welt den Zugang zum Arbeitsmarkt versperrt. Die Voten, die ECOPOP sei fremdenfeindlich, sind billigste Mahnrufe um dem Schweizer ein schlechtes Gewissen einzureden. Kann der Einzelne in der Schweiz etwas dafür, holen Unternehmen Ausländer in unser Land? Die immer wieder vorgekäute Mär von weniger Krankenschwestern und Heimpflegerinnen müsste doch langsam ein Ende haben. Klar braucht es immer mehr! Einwanderer wollen auch gepflegt und verarztet werden.

In EU-Fragen sind Politiker visionslos

Mir fällt aber noch einen anderen Aspekt auf. Wie visionslos sind doch unsere Politiker und Politikerinnen geworden? Die Vertreter des Volkes verstecken sich hinter ihren Interessensverbänden,​ einige lassen sich Dank ihren Mandaten sogar noch edel entlohnen und plappern auf Podien, in Fernsehsendungen und Zeitungen vorbereitete PR-Texte herunter. Bei einigen habe ich sogar das Gefühl, sie wissen gar nicht wovon sie reden. Schwer enttäuscht haben mich vor allem die Grünen und die Sozialdemokraten, die mit jenen Wirtschaftsverbänden ins gleiche Bett hüpften um die Masseneinwanderungsin​itiative zu bekämpfen. Zuerst den Kapitalismus abschaffen wollen geht es aber um Eigeninteressen, streckt man beide Hände nach derselben Wirtschaft aus, die man im Grunde verachtet. Die Linken und die Gewerkschaften haben wegen ihrem Schmusekurs bereits vor dem 9. Februar ihre Glaubwürdigkeit geopfert und einige JA-Stimmen ausgelöst. Die Wirtschaft hat im Gegenzug nichts zu befürchten, weil der Bundesrat „empfiehlt“. Angesichts der überdurchschnittliche​n Einwanderung sind „Empfehlungen“ nur ein Placebo und kein ernsthaftes Zeichen, wie man nach dem 9. Februar dem Volksmehr gerecht werden will.

Am 9. Februar 2014 haben alle, ausser der SVP und die Mehrheit des Souveräns, verloren. Mit dieser Niederlage haben viele politische Kontrahenten noch heute Mühe. Jetzt gilt es, eine erneute Schmach mit billigster Propaganda zu vermeiden und das erst noch mit den genau gleichen Voten wie vor dem 9. Februar. Ich befürchte, sollte die ECOPOP-Initiative deutlich abgelehnt werden, die MEI gar nie umgesetzt wird oder nur in einer Art „Lightversion“ – heisst, sie wird durch unser Parlament wie meistens komplett entstellt.

ECOPOP mit Kontingenten was vor dem 9. Februar gefordert wurde

ECOPOP wird in drei Jahren umgesetzt sein. Die Masseneinwanderungsin​itiative wenn überhaupt, frühestens in fünf Jahren (ca. 500‘000 neue Einwanderer), parallel dazu noch eine Abstimmung über institutionelle Anbindung EU (Quasibeitritt EU ohne Mitbestimmung) und eine Grundsatzabstimmung über die Bilateralen (die ehrlicherweise zum Ziel hat, die MEI zu pulverisieren). Diese Fragen stellen sich aber nach einem JA zu ECOPOP gar nicht mehr. Die SVP muss sich neue Themen suchen sowie die übrigen Politikerinnen und Politiker dazu zu zwingen, endlich realistische Visionen zu erarbeiten. Der wahre Grund, warum die SVP gegen ECOPOP ankämpft, ist gar nicht die Drosselung der Einwanderer, sondern dient alleine dazu, ihre Wahlkampfthemen für 2015 am Köcheln zu halten. Die anderen Parteien wollen und wollten die Einwanderung in Wahrheit nie drosseln, heuchelten dem Volk dafür gebetsmühleartig vor, wie ernst man die Probleme nehme (siehe Tessin – geändert hat sich noch kein Jota). Es wird nie zur Umsetzung der Masseneinwanderungsin​itiative kommen – nicht bei unseren visionslosen Politikern im Parlament, nie bei diesem zögerlichen Bundesrat. Muss jedem unzweideutig klar sein! Übrigens: Falls ECOPOP mit 49,7 % abgelehnt wird, nehmen der Bundesrat und das Parlament folglich die Probleme der Unterlegenen auch so ernst, wie die der Minderheit vom 9. Februar 2014? Werden dann die SP und Grünen auch fordern, man solle die Abstimmung wiederholen? Mit Bestimmtheit nicht!

Es werden neue Regulierungen zum Nachteil unserer Bevölkerung aufgegleist und keine Bildungsoffensive, keine Einwanderungsbeschrän​kung, keine Abschaffung des Numerus Clausus für unsere Studenten. Finanziell müssen wir für die Infrastruktur alle noch mehr zahlen und uns inskünftig noch wärmer anziehen. Bald werden Zwangsenteignungen zur Tagesordnung gehören. - oder wo wollen wir Autobahnen, Schienen und noch mehr Wohnraum bauen? Woher nehmen wir den Strom? Den teuren Ausländischen? Bis verdichtet gebaut wird, was das auch immer heisst, vergehen wieder 20 Jahre (sind wir schon bei 2 Millionen mehr Einwanderern). Unter uns: Wer will eingepfercht in einem Hasenstallquartier wohnen? Aufhören mit diesem Unsinn! Die Schweiz soll nicht Monaco werden sondern DIE Schweiz!

Deshalb empfehle ich ein deutliches Zeichen und ein JA zu ECOPOP.

 

 


Kommentare von Lesern zum Artikel

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Der Verein Vimentis hat sich entschieden, die Kommentarspalte zu den Blogs zu schliessen. In der folgenden Erläuterung erfahren Sie den Grund für diesen Entscheid.

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Folglich hat der Verein Vimentis entschlossen, die Kommentarfunktion abzuschalten und nur den Blog stehen zu lassen. Der Blog erlaubt es Personen weiterhin, sich Gehör zu verschaffen, ohne sich hinter einem Pseudonym zu verstecken. Die Änderung sollte die Blog-Plattform qualitative verbessern und all jenen Personen ins Zentrum rücken, welche Interessen an einer sachlichen Diskussion haben, sowie die oben erwähnten Werte respektieren.


33%
(12 Stimmen)
Hans Knall sagte November 2014


Die meisten Kommentare die die hier ECOPOP-Initiative befürworten, „argumentieren“ mangels stichhaltigerer Begründungen inzwischen mit vermuteten Budgets der Parteien.

Der Stimmentscheid soll davon abhängen, welche Seite mehr Geld in die Abstimmungswerbung investieren kann. Dabei befürworten reflexartig „die Reichen“ eine falsche Parole und diejenigen deren Slogan finanziell weniger spendabel unterstützt wird (vielleicht einfach weil der Slogan ein Seich ist) sollen die Guten sein.

Absurd ist, dass diese Einstellung noch als „Meinung“ zur Sachfrage gewertet werden soll.


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57%
(14 Stimmen)
Erika Dreyfuss sagte November 2014

Wir nehmen zu Kenntnis, dass sich alle Parteien für ein NEIN zu Ecopop stark machen und wir sehen und hören wie sie das tun und wir staunen über die immensen Beträge die für eine Ablehnung der Initiative investiert werden

Wie wird die gesamte Regierung (dito Parteien) auf ein Abstimmungs-JA reagieren?
Geschloss​en zurücktreten vielleicht? Nach einem totalen Gesichtsverlust den eine Annahme für die "Volksvertreter" darstellen würde, müsste das eigentlich sein.


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67%
(12 Stimmen)
Marianne Sulliger sagte November 2014

Hier die ausgegebenen Wahlparolen für den 30.11.2014:

SP Schweiz
Nein zur Ecopop-Initiative

​FDP Schweiz
Nein zur Ecopop-Initiative

​CVP Schweiz
Nein zur Ecopop-Initiative

​EVP Schweiz
Nein zur Ecopop-Initiative

​SVP Schweiz
Nein zur Ecopop-Initiative

​BDP Schweiz
Nein zur Ecopop-Initiative

​GLP Schweiz
Nein zur Ecopop-Initiative

​GPS Schweiz
Nein zur Ecopop-Initiative

​Nachdem also geschlossen alle Parteien die Ecopop Initiative ablehnen, ist es nicht verwunderlich, dass überall Plakate Ecopop Nein zu sehen sind die Nein-Kampagne aggressiv wirkt.



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56%
(16 Stimmen)
Herald von Münster sagte November 2014

Raphael Racle hat geschrieben:
"Haben Sie gewusst, dass die ECOPOP-Gegner ein Werbe- und PR-Budget von SFR 10'000'000.- (zehn Millionen Franken) und die ECOPOP-Initianten gerade mal Fr. 300'000.- haben."

Als ich gestern wieder mal im Zentrum der Finanzhauptstadt unterwegs war, wurde mir dieses massive Werbebudget der Gegner deutlich vor Augen geführt. An wirklich jedem erdenklichen und unerdenklichen Ecken hängt ein Nein-Plakat. So eine aggressive Nein-Propagandaoffens​​ive habe ich schon lange nicht mehr gesehen. Richtiggehend penetrant. Den Gegnern ist offenbar KEIN Budget zu gross, um die Abstimmung nach ihrem Gusto hinzubiegen. Ein Grund mehr um JA einzulegen.



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47%
(17 Stimmen)
Gabor Balazs sagte November 2014

Was ich mich immer frage: Alle Politiker von LINKS bis RECHTS argumentierten mit 8000 Einwanderern und nun sind es 80'000 geworden. Könnte es nicht sein, dass nicht nur der Strassenverkehr, die ÖV's oder der Landverbrauch kollaboriert sondern auch die Politiker selber, die mit 80'000 Einwanderern völlig überfordert sind, aber sie wollen es nicht zugeben? Ich glaube das Letztere ist der Fall.



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50%
(18 Stimmen)
Raphael Racle sagte November 2014

Haben Sie gewusst, dass die ECOPOP-Gegner ein Werbe- und PR-Budget von SFR 10'000'000.00 (zehn Millionen Franken) und die ECOPO-Initianten gerade mal Fr. 300'000.00.

Offenb​ar haben die ECOPOP-Gegner dieses Geld auch bitter nötig, denn es spricht eben wenig für ein NEIN, aber alles für ein JA.


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54%
(24 Stimmen)
Raphael Racle sagte November 2014

Ich bin ein Überzeugungs-Grüner, nicht ein Urban-Grüner mit theoretischen grünen Regulierungs- und Gesetzesfluten. Was mich wirklich sehr traurig macht ist die charakterlose, widersinnige Haltung des sogenannten "Grünen" Bastian Girod, sehr sich ganz klar - bewusst oder unbewusst - von den Wachstumswahnsinnigen​ ECOPOP-Widersachern instrumentalisieren lässt.


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46%
(28 Stimmen)
Stefan Pfister sagte November 2014

"Dichtestress" mal anders betrachtet


"Ca. 12 Stunden eines Tages verbringen wir zu Hause. In den letzten 50 Jahren hat sich die Wohnfläche pro Kopf verdoppelt. Eine vierköpfige Familie wohnte damals in einer kleinen 3-Zimmer-Wohnung, heute in einer geräumigen 4 1/2-Zimmerwohnung. «Dichtestress» halbiert. Ca. 8 Stunden Zeit verbringen wir am Arbeitsplatz. Auch hier: die Arbeitsflächen pro Arbeitsplatz haben massiv zugenommen und der “Dichtestress” abgenommen."

"Im Alltag hat der «Dichtestress» massiv abgenommen! Aufgrund dieser “Entdichtung” sind viele SchweizerInnen Sensibelchen geworden und halten 10 Minuten in der überfüllten S-Bahn nicht mehr aus. Und geben der Einwanderung die Schuld. Es ist also umgekehrt: nicht wegen der paar Prozent Einwanderung sind die «Probleme» gewachsen, sondern wegen der gewachsenen Empfindlichkeit von Millionen SchweizerInnen."

h​ttp://www.balthasar-g​laettli.ch/2014/11/16​/wo-bitte-gehts-zum-d​ichtestress/



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44%
(34 Stimmen)
Felix Kneubühl sagte November 2014

Mit Unzufriedenheit erreicht man gar nichts. Ecopop ist eine Illusion.


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63%
(24 Stimmen)
Franz Krähenbühl parteifrei sagte November 2014

KORRIGIERT

NZZaS 16.11.2014
Beat Kappeler
Zitat
"Es gibt ist wie vor 50 Jahren, als die Nationalbank zwar aufwerten konnte, es aber nicht wollte. Den Boom wollte man dann bremsen mit Bauverboten, Kreditbeschränkungen,​​ Einwanderungsinitiati​​ven. Heute bremst man zwar genau gleich die Hypothekarvergabe, den Zweitwohnungsbau - und die zweite Einwanderungsinitiati​​ve des Jahres steht zur Abstimmung. Damals produzierten Glarner Textilfabriken mit

100% importiertem Material
100% Fremdarbeitern
100% für den Export

Auch heute werden solche Strukturen importiert und aufgebaut... Milliardenbereich...

eine grässliche Krise wie 1973 oder ruppige Volksinitiative wäre nötig..."

Ein Grund mehr für ein JA


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92%
(24 Stimmen)
Inge Votava sagte November 2014

Beispiel 2 (aus meinem Freundeskreis):
Eine​ diplomierte Altenpflegerin, die mit grosser Freude ihren Beruf ausübte, da sie alte Menschen liebt, hatte einen Unfall. Dieser wurde nicht adäquat behandelt (Fallpauschale), was zu einer bleibenden Behinderung führte. Sie kann und wird wohl auch in Zukunft keine schweren Lasten heben können. Auf die nachfolgende Odyssee (RAV, IV) möchte ich nicht näher eingehen. Schliesslich landete die Frau bei der SH und wird in eine Sozialfirma beschäftigt. Mir stellt sich die Frage: Es gibt doch in der Altenpflege viele Tätigkeiten, die körperlich nicht anstregend sind, wie Füsse/Beine einreiben, Strümpfe/Schuhe anziehen, Essen eingeben usw. Wäre es mit etwas Organisation nicht möglich diese diplomierte und hochmotivierte Frau in ihrem Beruf zu behalten, anstatt sie bei einer sogenannten Sozialfirma mit vollkommen unnötigen Arbeiten zu beschäftigen? Und das auf Kosten der Steuerzahler, wohlbemerkt.
Wir sparen uns Mühe und Kosten der Ausbildung, der Organisation, weil wir ja unbegrenzt medizinisches Personal importieren können. Dieses fehlt dann in den Ländern der Herkunft. Soziale Verantwortung sieht m.E. anders aus.


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83%
(24 Stimmen)
Inge Votava sagte November 2014

Dass wir - unabhängig wie die Abstimmung ausgehen mag - haushälterischer mit unserer Natur umgehen müssen, steht ausser Frage.
Ich möchte deshalb heute den haushälterischen Umgang mit menschlichem Arbeitspotential an zwei Beispielen thematisieren:
1. Beispiel (aus Beobachter Nr. 23 v. 14.11.14): Eine 16-Jährige weiss was sie will. Sie will unbedingt einen medizinischen Beruf erlernen. Aber sie fand keinen Ausbildungsplatz, trotz 35 Bewerbungen. Warum? An den schulischen Leistungen kann es nicht liegen, denn in das Sozialjahr/Pflegebere​ich wurde sie sofort aufgenommen. Allerdings ist dies nicht gratis und für die Eltern (Vater teilbehindert und nur halbtags arbeitsfähig, Mutter Putzfrau) schlicht nicht bezahlbar. Zum Glück sprang die Stiftung "SOS Beobachter" ein und übernahm einen Teil der Schulkosten.


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61%
(28 Stimmen)
Gilbert Hottinger sagte November 2014

Ein Trauerspiel,

was die Gegner der Ecopop immer wieder - total den Tatsachen gegenüber blind - behaupten, wie z.B.;

"Die ECOPOP-Initiative im Kontext mit vielen anderen isolationistischen Bestrebungen, die Leichtfertigkeit mit der unter anderem Folgen für die bilateralen Verträge in Kauf genommen werden usw. ist erschreckend."

Das​ ist insofer ein totaler Stuss, weil die Schweiz weltweit das liberalste, freiheitlichste Land ist, mit nachweislich am meinsten Ausländer/Innen pro Kopf der Bevölkerung. Also das Gegenteil von "isolationistisch", woran auch die Ecopop nichts ändert. Sie verhindert lediglich in der nahen Zukunft, dass die Zuwanderung nicht noch mehr wie bislang völlig aus dem Ruder läuft. Schon Heute sind Ausländer - inkl. jenen Schweizern mit Migrationshintergrund​ - mit ca. 54 % nämlich in der Mehrheit. Für eine 100 % Integration braucht es mindestens drei Generationen, bei manchen sogar 5-7.

Dann die bilateralen Verträge, welche immer wieder als "Erpressungsinstument​" ins Feld geführt werden, ist genau so ein totaler Unsinn.

Begründung​; Zum Beispiel muss das Verkehrsabkommen sowieso jetzt sofort gekündigt werden, weil dies ein für die Schweiz milliardenschwerer Kniefall - wie vor dem Gesslerhut - darstellt, eine Schmach also, & zudem gegen unsere Bundesverfassung (NEAT-Artikel) eindeutig verstösst.

Ein nach den Wahlen 2015 neuer Bundesrat muss hier nun endlich kostendeckende LKW- & Tunnel-Gebühren einfordern. Heute subventioniert die Schweiz verfassungswidrig diesen LKW-Verkehr auf der Strasse noch, ein Skandal.

Schlussen​dlich als rassistisch & diskriminierend gegenüber den Schweizern & Ausländern, welche bereits hier im Lande sind, bezeichne ich ferner, dass diese nun seit der Freizügigkeit ab 45-48 Jahren schon einfach als "zu teuer" entlassen werden, und durch um gut die Hälfte günstigere Arbeitskräfte aus den neuen EU-Staaten ersetz werden. Das Schicksal
dieser Menschen - ich kenne einige davon - geht unseren Wirtschaftsführern & Politikern doch an ihrem allerwertesten vorbei.
Streng aber treffen formuliert, dies ist ein neuer Menschenhandel, meine Meinung ? War denn nicht auch beim veritablen Sklavenhandel der Antrieb nicht auch die Geldgier einzelner ?

Darum ECOPOP unbedingt JA stimmen.


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48%
(29 Stimmen)
Frank Wagner sagte November 2014

Egal wie lang eine Begründung für ein JA ist: eine Zuwanderungsbegrenzun​g nach einer willkürlichen, festen Quote, ohne Berücksichtigung des Bedarfs nicht nur der Wirtschaft, sondern auch des Gesundheitswesens, der Altenpflege etc. ist brandgefährlich, ein JA als Trotzreaktion auf Aussagen von Simonetta Sammaruga und ähnliche abstruse Gründe leichtfertig.

Als erstes würde ein JA zu ECOPOP einen Einfluss auf die Arbeitslosenquote haben: wer durch einen leichtfertig herbeigeführten massiven Standortnachteil glaubt jetzt bereits schwer vermittelbare Arbeitslose wieder in Lohn und Brot zu bringen glaubt auch noch an Weihnachtsmann und Storch. Stattdessen wird die Arbeitslosenquote steigen, wenn sich weniger ausländische Firmen ansiedeln und Arbeitsplätze abwandern.

Die ECOPOP-Initiative im Kontext mit vielen anderen isolationistischen Bestrebungen, die Leichtfertigkeit mit der unter anderem Folgen für die bilateralen Verträge in Kauf genommen werden usw. ist erschreckend. Es gibt weltweit sichtbare Folgen für Länder die sich in internationale Isolation getrieben haben, normalerweise übernehmen das jedoch absolutistische Diktatoren: Kuba, Myanmar, Irak, Nordkorea, ... .

Und zuletzt: Auch wenn ECOPOP angenommen wird dürfen sich die Initiatoren nicht über eine Akzeptanz ihrer Argumente freuen. Das - grosse - Zünglein an der Waage werden die vielen grundsätzlichen Ausländerhasser sein, die ihrer Fremdenfeindlichkeit nur zu gern über die ECOPOP-Argumentation einen grünen Anstrich gegeben haben. Die wenigsten davon werden sich so offensichtlich entlarven wie ein bekannter Fremdenfeind hier auf Vimentis: wenn hier auf Vimentis jemand behauptet nach der Annahme von ECOPOP gäbe es ab nächstes Jahr keine Staus mehr auf den Autobahnen und für jeden in der Bahn einen Sitzplatz, da merkt man wie wenig über alles nachgedacht wurde.

Die Schweiz wird nicht gleich untergehen, weder durch eine Annahme von ECOPOP noch durch eine Ablehnung. Doch das Potential der ECOPOP-Initiatve die Arbeitslosenquote hochzutreiben und den Wohlstand zu beeinträchtigen sollte jeden Stimmbürger sorgfältig überlegen lassen was er tut wenn er für ECOPOP ein Ja an die Urne legt.


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64%
(25 Stimmen)
Herald von Münster sagte November 2014

Herr Balazs, ich teile Ihre Analyse uneingeschränkt. Die jüngsten Aussagen von Frau BR Sommaruga zu ECOPOP waren wenig überzeugend und wirkten abgehoben bis zynisch.

Bis jetzt wurden die Interessen der Wirtschaft vom Bundesrat rücksichtslos über alle anderen Interessen gestellt. Das ganze nimmt immer irrealere Dimensionen an und trägt bereits alle Merkmale eines Schneeballsystems, welches uns zwangsläufig an die Wand fährt. Der von Wirtschaftskreisen unablässig gepredigte Wachstumswahn bringt nur immer neue Probleme, anstatt das wir uns endlich auf eine längst überfällige Konsolidierung konzentrieren. Der Bundesrat scheint diesbezüglich völlig faktenresistent zu sein. Es ist nicht mal eine glaubwürdige Umsetzung der MEI erkennbar.

Und was die Pro-Kopf Nettozuwanderung betrifft: In der jüngsten SRF-Rundschau vom 12. November 2014 wurde beim Thema ECOPOP der Schweizer Spitzenplatz bei der durchschnittlichen Nettozuwanderung im Vergleich mit unseren europäischen Nachbarn nochmals klar aufgezeigt:
Zitat aus der Rundschau: "Fakt ist, es wandern mehr Menschen in die Schweiz ein als aus. Diese sogenannte durchschnittliche Nettozuwanderung betrug in der Schweiz laut Bundesamt für Statistik in den Jahren 2008-2012 rund 1% der Bevölkerung. Um so viel wächst also die Bevölkerung pro Jahr im Durchschnitt wegen der Zuwanderung. Und so sieht es im benachbarten Ausland aus: In Italien sind es 0,4%, in Österreich 0,3%, in Deutschland 0,2% und in Frankreich 0,1%."
http://www.srf.ch/p​layer/tv/rundschau/vi​deo/rundschau-vom-12-​11-2014?id=e110650b-d​31d-4639-a98f-22549b6​2fc2c&bookmark=753.20​6

Die kleine Schweiz nimmt also, obwohl bereits dicht gedrängt, seit Jahren mehr als das Doppelte an jährlichen Einwanderern auf pro Kopf der Bevölkerung gerechnet, als Deutschland, das sich gegenwärtig wegen einer Zunahme auf erst die Hälfte der Schweizer Quote bereits sehr besorgt zeigt!
Auch gemäss OECD-Bericht hat die Schweiz im Verhältnis zu den Einwohnern und der Grundfläche die grösste jährliche Zuwanderung weltweit. Tatsache ist somit: Die Schweiz belegt bei der durchschnittlichen Pro-Kopf Nettozuwanderung einen Weltmeisterplatz. Wer also den ECOPOP-Initianten "Abschottung" oder "Rassismus" vorwirft, hat ein schweres Wahrnehmungsproblem.

Der Bundesrat möchte auch weiterhin völlig einseitig die Interessen der Wirtschaft über alle anderen Interessen stellen und die Zuwanderungsschleusen​ voll offen halten.
Deshalb ist das Stimmvolk gefordert, hier endlich eine längst überfällige Kurskorrektur einzuleiten. Denn es ist höchste Zeit diesen Wachstumswahn auf ein etwas verträglicheres Mass zu korrigieren und nicht alles ungezügelt weiter schleifen zu lassen. Zeit, sich von einem völlig kurzsichtigen Wachstumsdenken abzuwenden, welches dieses Land, seine Lebensqualität, die Infrastruktur und das Sozialversicherungssy​stem zwangsläufig an die Wand fährt.

Wer letzteres nicht will, stimmt JA zu ECOPOP. Ich werde ein überzeugtes JA einlegen.






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