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2016 auf dem Weg zum Asyl-Rekordjahr?

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Die neuen Asyl­zah­len ver­heis­sen nichts Gu­tes. 3‘618 Asyl­ge­su­che wur­den al­leine im Ja­nuar in der Schweiz ge­stellt. Das sind fast so viele wie im ge­sam­ten ers­ten Quar­tal des ver­gan­ge­nen Jah­res­. 

Wenn das zuständige Staatssekretariat für Migration in der Medienmitteilung ​von einem Rückgang der Gesuche gegenüber dem Dezember spricht, ist das Augenwischerei. Denn der Januar gehört als Wintermonat traditionell zur Jahreszeit mit den tiefsten Zahlen an neuen Asylgesuchen. Wenn dem auch 2016 so ist, erwartet uns ein Jahr mit absoluten Rekordzahlen. Wer nämlich die 3‘618 neuen Asylgesuche des Januars 2016 mit der Gesuchs-Zahl des Januars 2015 vergleicht – damals waren es noch 1‘565 Gesuche – der erkennt den Ernst der Lage. Die 3‘618 neuen Asylgesuche im Januar 2016 entsprechen den Gesuchszahlen des ersten Quartal 2015 (4‘489 Gesuche). Von Rückgang also keine Spur. 

Und bereits das Jahr 2015 war ein Rekordjahr mit 39‘523 Asylgesuchen. Zum Vergleich: 2010 waren es 15‘567 Gesuche und im Jahr 2005 10‘795 Gesuche. 

Wer hält sich eigentlich noch an das „Dublin-Abkommen“?
Asy​lbewerber, die zuvor in einem anderen EU-Land registriert wurden, können gemäss „Dublin-Abkommen“ dorthin überstellt werden. Dies versprachen die Befürworter des „Schengen/Dublin-Abko​mmens“ bei der Abstimmung im Jahre 2005 dem Schweizer Volk. Nur die SVP bekämpfte das Abkommen damals – leider ohne Erfolg. Heute müssen wir feststellen, dass die schlimmsten Befürchtungen übertroffen wurden. Das „Dublin-Abkommen“ funktioniert praktisch nicht mehr. Während im Januar 2015 von 1‘010 Dublin-Fällen nur 206 (20.40%) effektiv an das „Erst-Land“ überstellt werden konnten, waren es im Januar 2016 von 2‘127 Dublin-Fällen gerade noch 268 effektive Überstellungen, also 12,6%. 

Enteignung von Liegenschaften – Zeichen von Panik
Wenn nichts passiert, nehmen die Unterbringungsproblem​e in den Kantonen und Gemeinden massiv zu. Deshalb wollen der Bundesrat und die Mehrheit des Parlaments mit der Revision des Asylgesetzes Enteignungen von Liegenschaften ermöglichen, wenn deren Besitzer sie nicht freiwillig als Asylunterkünfte zur Verfügung stellen wollen. Das ist völlig unschweizerisch.

Anst​att die Schweiz endlich unattraktiver für Wirtschaftsflüchtling​e zu machen, die Grenzen wieder zu kontrollieren und Gesuchsteller mit einem ablehnenden Entscheid sofort auszuschaffen, greifen die Behörden nach dem privaten Eigentum. Zudem sollen alle Asylbewerber Gratis-Anwälte erhalten. Das macht die Schweiz natürlich noch attraktiver für Asylbewerber und führt unweigerlich zu noch höheren Gesuchszahlen und zu einer zusätzlichen Kostenexplosion. 

Die​ SVP hat gegen diese unsägliche Revision des Asylgesetzes das Referendum ergriffen, über welches das Schweizer Volk am 5. Juni 2016 abstimmen kann. Ebenfalls wird die SVP sich weiter stark machen, dass die Autonomie der Gemeinden hoch gehalten wird. Es kann so nicht weitergehen, dass Asylzentren inmitten von Dörfern und ohne Information der Bevölkerung innert kürzester Zeit eröffnet werden, wie dies soeben in Gretzenbach auf anfangs März angekündigt wurde.


Kommentare von Lesern zum Artikel

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60%
(5 Stimmen)
RUDOLF OBERLI sagte January 2017

"Asy​lbewerber, die zuvor in einem anderen EU-Land registriert wurden, können gemäss „Dublin-Abkommen“ dorthin überstellt werden. (...)"

... nur, wenn das andere Land Gewähr für die Unterbringung bietet, Herr NR Wobmann, sagt das Abkommen. Das ist bei Italien in der Regel NICHT der Fall. Viele Abweisungen in Chiasso sind deshalb illegal.

So hat das schweizerische Grenzpersonal in den letzten eiskalten Nächten (unter 0 Grad) zwei schwangere Frauen und einen 16-Jährigen nach Italien zurückgewiesen – im Wissen, dass sie für diese Nacht auf der italienischen Seite kein Obdach finden konnten. Sie wurden nicht in die für solche Fälle in Chiasso bereitstehende Unterkunft geführt, wo man eine allfällige Rückweisung am nächsten Tag nach den gesetzlichen Vorschriften hätte abklären können.


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60%
(5 Stimmen)
Stefan Kirchgraber sagte July 2016

Wie wäre es, endlich mal die Finanzströme der Schweizer Banken an die IS-finanzierenden Unternehmen und deren Banken zu kappen, statt gebetsmühlenartig wie US-Falken die Boshaftigkeit von Putin und Assad zu beschwören? Oder zählt sich unsere politische und wirtschaftliche Elite bereits zum IS? Sind diese bereits derart vom Terrorismusgeschäft abhängig? Was zwar kein Grund dagegen sein müsste... Oder sind sie bereits derart depressivdevotverherr​​​lichend wie damals das untergehende Römische Reich? Die Arena-Statements von Schneider-Ammann zur Spekulationsstopp-Ini​​​tiative zum Beispiel sind ein trauriges Beispiel dieses Auswuchses.
Ich frage mich, ob die päpstliche Predigung des Erbarmens unsere erbärmlichen Eliten meint. Die dürften gleich selber damit beginnen.
http://deu​tsche-wirtschafts-nac​hrichten.de/2016/07/1​0/assad-wir-wollen-da​ss-die-fluechtlinge-n​ach-syrien-zurueckkom​men/

Der Grund für das Problem: Der ungezügelte Finanzkapitalismus. Statt 2008 wie Island die Banken zu verstaatlichen und zu entschulden, wurden ihnen noch mehr Freiheiten zugestanden. In der Erziehung ist das Laissez-faire, 'Verziehung', Narzismuszucht. Besser wird es so bestimmt nicht. Im Gegenteil.
Mit dem Vollgeld hätte man eine erste richtungsweisende Leitplanke, um aus der Finanzversklavung herauszukommen. Gerade für die Vermögensverwalterin Nr. 1, Helvetia, wäre es ein Survivalinstrument, um wieder souverän zu sein.
http://deutsch​e-wirtschafts-nachric​hten.de/2016/07/10/re​nzi-fuerchtet-volksau​fstand-wenn-die-spare​r-ihr-geld-verlieren/​

Aus: Hausgemachte illegale Migration https://www.vimentis.​ch/dialog/readarticle​/hausgemachte-illegal​e-migration/?


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52%
(21 Stimmen)
Georg Bender sagte March 2016

Liebe SVP-Anhänger, liebe Nationalisten
Mit dem Verlust von Scham, beginnt der Schwachsinn (S. Freud)!
Wir haben die Bedingungen geschaffen, also müssen wir die Folgen tragen! Selbstmitleid ist das einzige Leid welches die Konservativen erkennen können und es ist auch der letzte Motor einer Gesellschaft, welche den Überfluss als Selbstverständlichkei​t begreift!
Auch der längste Weg beginnt mit dem ersten Schritt!
Die Schweiz ist nicht Pleite! Die nicht getilgten Bankschulden (Geld) reichen völlig aus, um das Geldvolumen für die Flüchtlinge bereitzustellen! Keinem Bürger wird der Wohlstand, welcher nur mit Schulden gepaart mit "Fleiss" kreiert wurde, gekürzt!
Ganzheitlic​hes Denken wäre angesagt und nicht die ewige Hetze!


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46%
(28 Stimmen)
Stefan Pfister sagte March 2016

Auch im Rekordjahr 2015 machten die Asylbewerber nur 5% der Zuwanderung aus (in normalen Jahren sind es 2%). Und wenn es für die 95-98% normalen Zuwanderer Platz hat, werden wir den 2-5% Notleidenden wohl nicht die Herzen und die Grenzen verschlissen wollen, oder doch?
Hier auf Panik zu machen, wir würden überrannt, ist daneben. Es ist auch daneben, so zu tun, als ob wir jeden reinliessen und alles nur Wirtschaftsflüchtling​e seien.


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62%
(26 Stimmen)
Patrick Vögelin sagte March 2016

Herr Wobmann haben Sie was gegen die ursache der Flucht getan z.B Steuerflucht bekämpft Nein haben sie die Waffenexporte indie Spannungsländer verhndert wie z.b Saudi Arabien Nein haben Sie die Spekulatuion gestoppt Nein haben Sie dafür gesorgt das Landgrabbing in der von der Schweiz verboten wird Nein. Also hören sie zu so einen unnötigen Schrei zu veranlassen und sorgen Sie das die Fluchtursache.



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48%
(23 Stimmen)
Helmut Barner sagte March 2016

http://www.derbund.ch​/bern/stadt/SVP-darf-​nicht-zur-BordellList​e-verkommen/story/145​77174
http://www.der​bund.ch/bern/kanton/s​vpkandidat-vermietete​-zimmer-zu-wucherprei​sen/story/15985886


Offensichtlich ist es bei SVP-Exponenten kein Problem, einerseits über Sozialhilfebezüger zu lästern, sie als Parasiten zu bezeichnen, andererseits aber an ihnen zu verdienen, je mehr- um so besser! Das nenne ich SVP-Parasiten. Fast noch Stadtrat geworden, der Herr von der SVP!


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41%
(27 Stimmen)
Hans-jörg Kalt sagte March 2016

Ich gehöre ja keiner politischen Couleur an, aber Tatsache ist das wir von unserer Regierung dauernd vertröstet und angelogen werden. Tatsache ist auch das die wie im Einführungstext von Herrn Wobmann beschrieben wurde das die Asylanträge immer noch steigen, und nicht stagnieren ja sogar abnehmen.

Tatsache​ ist auch das das sogenannte Dublinabkommen in der Praxis versagt hat und es praktisch nicht mehr angewandt wird, übrigens wie so vieles im EU Gesetzes Dschungel.

Ja und es ist wahr Frau Castell wir haben viele Scheinasylanten. Wir haben aber auch renitente und kriminelle Asylbewerber, auch solche die bereits in der CH bleiben dürfen.

Für mich sind auch sogenannte Kriegsflüchtlinge nicht per se berechtigt Asyl zu erhalten. Zuerst zerstören sie ihr eigenes Land, ihr eigenes Hab und Gut. Dann reist man als Mann in geilen Klamotten und Smartphon Richtung Europa und lässt Frau und Kinder zwischen den Bombenteppichen und MG Salven zurück. Geht in unseren zivilisierten helfenden Ländern auf die Strasse zum Steine und- Unratschmeissen. Zerstört Infrastruktur und verängstigt, und traumatisiert unsere Einheimische Bevölkerung.

Das ist wohl ihre Gesinnung von Asylrecht und Hilfe??? Wer wirklich Hilfe nötig hat darf kommen aber unter der Berücksichtigung das er unsere Gesetzte und unsere Kultur und Gepflogenheiten zu akzeptieren hat.

Ja es währe schön wenn der Bürger und vor allem die Politiker aufwachen würden.





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66%
(32 Stimmen)
Stefan Pfister sagte February 2016

Der Asylpolitik-Missbra​u​ch nimmt überhand. Gilles Tschudi führt hier zehn Arten von Missbrauch vor:

https://www.y​​outube.com/watch?v=z​5​ZZ0Q6zjlI

Herr Wobmann bedient in seinem Text Missbrauch vom Typ 2: die Mär von der Masse.


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56%
(34 Stimmen)
Beat Murer sagte February 2016

Dies ist eine weitere Umsetzungsverzögerung​, welche u.a. schnellere Asylverfahren hinauszögert. Dies beweist, dass die SVP die anstehenden Probleme nicht lösen will, sondern weiterhin auf der "Problem-Bewirtschaft​ungsschiene" fährt. Dieses unverantwortliche Gebaren ist auch höchst unschweizerisch. Hören Sie bitte auf, sich auf schweizerische Werte zu berufen, welche durch die SVP-Exponenten laufend in Frage gestellt werden.



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