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Amis führen die Schweiz vor!

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Amis führen die Schweiz vor!

ZÜRICH - Die Schweiz übernimmt für Ame­rika eine Po­li­zei­ak­ti­on. Die USA geben ge­heime De­tails an Jour­na­lis­ten wei­ter – und de­gra­die­ren Kan­tons­po­li­zis­te​n zu Sta­tis­ten

 

in Foto prangert an. Es zeigt, wie Zürcher Polizisten letzten Mittwoch einen Fifa-Funktionär vom Nobelhotel Baur au Lac abführen. Mittels Leintuch verbirgt der Concierge die Identität aller Beteiligten.

Die Verhüllung steht für schweizerische Diskretion. Der Rest ist amerikanische Cowboy-Taktik, willfährig unterstützt von der Schweizer Regierung. «Die Amerikaner verhaften effektvoll», sagt der Zürcher SVP-Nationalrat Christoph Mörgeli (54). «Gezielt luden sie die Medien ein.»

Drei Reporter der «New York Times» warteten in der Lobby, darunter ein Fotograf. Die US-Behörden hatten sie vorab informiert, und zwar mit allen relevanten Details. «Das ist dégoûtant», sagt der Zürcher SP-Nationalrat Martin Naef (44).

Als widerlich empfindet der linke Jurist, wie sich die Schweiz von Amerika vorführen lässt. Die USA bitten darum, sieben Personen zu verhaften. Die Schweiz willigt ein. Zumal ein Abkommen sie dazu verpflichtet.

Die Schweiz plant und organisiert die Verhaftung. Sie findet auf Schweizer Boden statt. Diskret teilt sie die Pläne den USA mit. Amerika ist alles andere als diskret – und informiert die «New York Times». Die Zeitung nimmt dankend an. Ihre Journalisten buchen Flüge nach Zürich. Sie engagieren einen ortskundigen Fotografen, der Deutsch spricht.

Rechtzeitig​ am richtigen Ort seien sie gewesen, sagen sie später. Dabei ist alles inszeniert – von langer Hand.

Am vergangenen 20. Mai geht beim United States District Court in Brooklyn die Strafanzeige gegen 14 Personen ein, darunter die sieben Fifa-Funktionäre, die wenige Tage später in Zürich verhaftet werden.

Das amerikanische Departement of Justice (DoJ) schickt am 21. Mai ein Verhaftsersuchen nach Bern. Es trifft am 22. Mai beim Bundesamt für Justiz (BJ) ein. Berner Juristen prüfen es sofort. Bereits am 23.Mai, vielleicht schon früher, weiss auch die «New York Times»: Nächste Woche, vor dem Fifa-Kongress, schlägt die Polizei zu.

Das Departement von Bundesrätin Simonetta Sommaruga (55) gibt dem US-Begehren statt, informiert den gesamten Bundesrat – und erteilt der Zürcher Kantonspolizei den Auftrag. Bern informiert Washington. «Wir haben den Einsatz mit dem Department of Justice abgestimmt», bestätigt BJ-Sprecher Folco Galli. Niemand soll davon erfahren. Dem Department of Justice ist das egal – und es gibt die vertraulichen Polizei-Pläne einfach so preis. Am Abend vor der Razzia besprechen sich die Reporter. Im Dunkeln aber tappen Polizei und Fifa. Sie haben keine Ahnung, dass die Presse wartet.

Mittwoch um 5 Uhr, die amerikanischen Journalisten frühstücken gelassen im Baur au Lac. Um 6 Uhr erscheint ein Dutzend Beamte in Zivil. Sie holen beim Concierge Zimmerschlüssel, verhaften sieben Gäste. Der für die «New York Times» arbeitende Schweizer Fotograf Pascal Mora (32) macht das Bild. Nun stehen die verdächtigen Funktionäre am Pranger. Es gilt: Wer sich hinter Leintüchern versteckt, ist schuldig.

Öffentlich​e Demütigung

Die Zürcher Kantonspolizei ist verdutzt. «Wir wussten nicht, dass Journalisten vor Ort sein werden», sagt Sprecher Marc Besson. Er habe keine Ahnung, wer die Presse informierte. Der Auftrag  sei vom BJ gekommen. «Die Kantonspolizei Zürich war nur die ausführende Behörde.»

Zum Kasper haben die Amerikaner die Beamten gemacht, kritisiert Nationalrat Naef. «Die Schweizer Polizisten sind zu Schauspielern und Statisten einer öffentlichen Inszenierung degradiert worden», so Naef. «Die Polizei hat einen guten Job gemacht.» Letztlich untergrabe die Aktion die Demokratie. «Die öffentliche Demütigung von Beschuldigten widerspricht meiner Vorstellung von Rechtsstaatlichkeit vollständig», sagt Naef. Die USA begegne der Schweiz nicht auf Augenhöhe. «Wenn wir im Rahmen der Abkommen mit den USA unsere Pflichten erfüllen, darf die Schweiz nicht als Marionette Amerikas vorgeführt werden.»

Säuerlich reagiert das Bundesamt für Justiz. «Es ist nicht erfreulich, falls die Presse im Voraus über eine Polizei-aktion informiert wird», sagt BJ-Sprecher Galli. «Das kann den Erfolg einer solchen Aktion gefährden.»

Zudem stahlen die Amerikaner den Schweizer Ermittlern die Show. Am selben Mittwoch nämlich stellte die Bundesanwaltschaft bei der Fifa Dokumente sicher. Die Schweizer untersuchen, ob es bei der Vergabe der WM 2018 und 2022 zu Bestechung kam. Niemand nahm das richtig wahr.

«Kriecherismch​er Akt»

Nationalrat Mörgeli tadelt das Verhalten der offiziellen Schweiz. «Das Bundesamt für Justiz ist obernaiv, zu glauben, die Amerikaner geben keine Informationen an die Presse weiter.» Die Verhaftung sei «ein kriecherischer Akt der Schweiz gegenüber den USA» gewesen. «Einmal mehr hat sich das Bundesamt für Justiz nicht mit Ruhm bedeckt.» Die Schweiz habe Hand geboten – «ohne von den USA eine Gegenleistung zu erhalten».

Schwere Bedenken äussert der Aargauer SVP-Nationalrat Luzi Stamm (62). «Durch die Veröffentlichung und die Art der Verhaftung entfällt die Unschuldsvermutung.» Es sei gefährlich, aussenstehende Personen einzuweihen. «Sie könnten die Verdächtigen gegen Bezahlung warnen.»

Nun will der Grünen-Nationalrat Geri Müller (AG/54) «die Verhaftung in die Aussenpolitische Kommission bringen»

 

http://w​ww.blick.ch/news/poli​tik/beim-fifa-knall-i​n-zuerich-amis-fuehre​n-die-schweiz-vor-id3​813254.html


Kommentare von Lesern zum Artikel

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(6 Stimmen)
Thomas Niedermann sagte June 2015

Sehr geehrter Herr Pfister

Ihr letzter Beitrag stimmt insofern, dass es Druck von Aussen gibt. Die Argumentation ist dass es das braucht.
Irgendwie leben Sie da in einer Scheinwelt und sehen die eigentlichen Realitäten nicht.
Sind wir Schweizer perfekt ? - Sicher nicht .
Machen wir im Bereich Moral, Integrität etc vieles vorbildlich - Ja sicher.
Jetzt kommen die USA und machen Druck. Dabei geht es keinesfalls um Moral, Gerechtigkeit oder Anderes. Nein es geht um knallharte Politik und das Durchsetzen seiner Interessen. Die WM Vergabe an Russland ist das Hauptproblem, Katar evtl. Eine Vergabe an Saudiarabien wäre beispielsweise kein Problem für die USA - weil geopolitisch wichtig (ist dann egal ob al Kaida, IS und anderes daraus finanziert wird).
Sie führen die Holocaust Geschichte an -auch so ein Fall - es ging nur um Geld. Was die Amerikaner betrifft haben da dann keine Regeln gegolten (z. B. ohne das Know How der ehemaligen Nazis - wäre die USA vermutlich heute noch nicht auf dem Mond).
Und was die Moral angeht da gilt dann der Menschenrechtshof in Den Haag für die USA nicht. Es gilt eher FBI, Cowboymethoden etc. Auf Details wie Guantanamo, erschossene Schwarze etc. verzichte ich an dieser Stelle einfach mal.

Für mich ist einfach so, dass wir eines der besten Länder in vielerlei Hinsicht sind (ich habe viel Länder bereist und mir dort die Realität angesehen). Wir sollen uns weiter verbessern, keine Frage. Aber irgendwie ist in den USA der Sport entstanden die Schweiz zu erpressen und zu einem Schurkenstaat zu machen. Das haben wir nicht verdient. Ich lehne diese Einmischung und unsägliche Anmassung von Aussen vehement ab.

Und Sie Herr Pfister sollte dann einfach auch mal Position beziehen - sind sie eher für die Schweiz - oder eher für alle andern die uns pisaken um irgendwelches Internationales Sozialistisches Ideal langfristig versuchen durchzusetzen.

Abe​r da fangen Sie doch einfach mal in den USA an, legen dort ihre hier dargelegten Massstäbe an und sehen dann in der Realität ob meine Aussagen stimmen. Sie würden zurück kommen wie Herr Meili - jede Wette. Falls der NSA Sie nicht vorher stoppt.


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38%
(8 Stimmen)
Lars von Lima sagte June 2015

Der Skandal ist, dass die USA gegen ihre eigenen Steuerparadise nicht vorgeht und sich erdreistet, in der Schwiez aktiv zu werden. Dass Sie es wegen bestimmter Abkommen können, ist eine andere Frage.

Der Totalblödsinn ist die linksgrüne Argumentation, die Schweiz sei per se korrupt. Das ist der Gipfel der Frechheit, auch von Herrn Pfister.


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(10 Stimmen)
Stefan Pfister sagte June 2015

Der eigentliche Skandal ist, dass die Schweiz Druck aus dem Ausland braucht, um gegen Korruption und Finanz/Wirtschaftskri​minalität vorzugehen. Geldwäschereigesetze in den 80ern, Aufarbeitung der nachrichtenlosen Vermögen aus dem zweiten Weltkrieg in den 90ern (erst ca. 50 Jahre nach Kriegsende!) und aktuell die Aufhebung des Steuerhinterziehungsg​eheimnisses. Alles nur auf Druck aus dem Ausland.

Der Ständerats-Entscheid bei der Lex FIFA (es bleibt de facto alles beim Alten) und die Beibehaltung der korruptionsfördernden​ Intransparenz bei der Politikfinanzierung zeigt, dass es wohl auch künftig Druck aus dem Ausland braucht.


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18%
(11 Stimmen)
Thomas Niedermann sagte June 2015

Ist einfach eine weitere Geschichte bei welcher die Behörden nicht die Interessen der Schweiz vertreten.
Man hat es aber geschworen - ist das wirklich nur noch naiv oder ist man da bereits eine Stufe weiter?
Nochmals zum mitdenken:
- auf der Grundlage Amerikanischer Gesetze wird ein windiger Steuersünder so lange gepresst bis er irgendwas gegen die FIFA "gesteht"
- dann teilt der Obersheriff der Schweiz mit, dass man folgende Personen zu verhaften hat
- anschliessend berichtet die die amerikanische Presse:
. Schweiz ist korrupt
. Schweizer Banken sind auch Schuld
. dann wird die ganze FIFA noch angeklagt und die USA nimmt dann das Geld ein.
Immer die gleiche Erpressungsmasche - das Holocaust Geld ist immer noch nicht restlos verteilt - und wir haben immer noch nichts daraus gelernt.
Ergo ist es wohl erlaubt - solche Gesuche mal solange zu prüfen bis diese wieder abgereist sind und weitere Schlitzohrigkeiten - aber nein immer schön den Amis hinterher tappen

Und was sind das für Demokraten und Schweizer die aplaudieren weil ein fremder Staat hier seine Interessen oberhemmungslos durchsetzt. Absolut Null Verständnis für solch selbstzerstörischwrs Verhalten in einem Staat in welchem man mit allen Volksrechen ausgestattet ist und auf dem demokratischen Weg versuchen kann seine Ideen für Gesetze umzusetzen.
Man hat keinen Erfolg und freut sich wenn die EU und die USA mit uns Schlitten fahren. Sorry Solche sind für demokratisches Vorgehen disqualifiziert.


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27%
(11 Stimmen)
Martin Bracher sagte June 2015

Es ist schon erstaunlich, welchen Aufstand hier die Linken machen.
Erstaunliche​rweise sind es dieselben, welche plötzlich vehement dagegen sind, dass man dieselben Massstäben bei den Beamten ansetzten will!
z.B:
In der Privatwirtschaft sind Abzockerlöhne ein Skandal laut links/grün! Bei den Beamten sind Abzockerlöhne plötzlich in Ordnung.
Abgangsents​chädigungen sind laut denselben in der Privatwirtschaft ein ebenfalls ein Skandal! Abgangsentschädigunge​n für Beamte stehlen plötzlich für dieselben linken kein Problem mehr dar.
…..

Da sehen die Linken plötzlich bei sich selber keinen Bedarf für Massnahmen, leider nicht verwunderlich. Schliesslich steht die SP, wie keine andere Partei für „Wasser predigen, Wein saufen“. Kiener-Nellen, Leutenegger-Oberholze​r, Cedric Wehrmuth, Bastien Girod, etc. lassen grüssen!





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22%
(9 Stimmen)
Lars von Lima sagte June 2015

Diese Korruptionswünsche der Linken drohen, eine Blockwartmentalität in der Schweiz zu verursachen: jeder wittert bei jedem irgendeinen 'Deal' beim Nachbarn. Im Falle Monica Stocker, ex grüne StRin in Zürich haben die beiden Damen Zopf und Wyler mit aller Deutlichkeit erkennen müssen, WAS z. B. die sozialistischne Stadt unter Korruptionsaufklärung​ wirklich versteht: nur dann, wenn es nicht die eigene Klientel betrifft.

Das ist geeignet, das natürliche gegenseitige Vertrauen in dre Schwiez vollends zu bodigen und führt zu nichts als Neid und Missgunst.

Frau Sommaruga sollte sich mal genau überlegen, was Sie da befürwortet.

Aber es ist eigenartig, dass sie ausgerechnet eine 'FBI Affäre FIFA' benützt, um sich in Szene zu setzen.

Sie 'spielt' damit in derselben Unterstellungsliga wie Frau Merkel.

DAS ist für mich korrupt wie dämlich und durchschaubar!


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42%
(12 Stimmen)
Lars von Lima sagte June 2015

O je, O weh, jetzt kommen dann auch alle Machenschaften des deutschen Fussballbundes auf den Tisch, angefangen von Ueli Hönes bis hin zu 'Wettenmachenschaften​' in ungeahntem Ausmass.

Dass JB den Hut nimmt, halte ich für richtig. Er hätte es früher tun sollen.

Aber damit ist das Problem der FIFA nicht gelöst. Es liegt viel tiefer. Den Finger nun auf Afrika, Asien und Südamerika zu richten, ist so arrogant wie verlogen.

Die Machenschaften von Goldman Sachs haben zum Eintritt von GR in die EU geführt, mit nachweislich gefälschten Zahlen. Wurde dafür jemand von FBI in Recht gefasst? Nie, auch nicht für Guantanamo!!

Siehe u. a. die Verschwendung von Gelder für das Gewehr von Heckler + Koch, die deutsche Drohne, die Transallmaschine. Frau Merkel setzt sich plötzlich vollmundig in Szene 'für den Fussball'. Das ist eine Pressenummer aus der Lachanstalt und total verlogen, um wieder einmal zu 'punkten'. Dass wir aber in Mitteleuropa wohlmöglich vor einen Krieg stehen, 'gesponsort' von den USA, wird damit überdeckt.

Das FIFA Problem wird Jahre brauchen, um Ordnung da hinein zu bringen. Ich habe schon lange gesagt, es wäre besser, wenn die FIFA nach Washington oder Guantanmo verlegt wird. Die haben dort samt Justiz die nötigen 'Fäden' in der Hand.

Cue bono - wem nützt das alles wirklich, denn hier geht es jetzt bereits auch um den Ruf der Schweiz.

Die USA wollen eine unipolare Welt, in der sie machen können, was sie wollen, bis hin zur New World Order. Die FIFA ist aber zur Zeit noch ein Verein der multipolaren Welt!


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40%
(10 Stimmen)
Gabor Balazs sagte June 2015

Herr Pfister und alle andere, die sich dem linken Politbetrieb verschworen haben: Wenn wir schon beim Kritisieren von Filz und Korruption sind, dann müsste man eigentlich dort anfangen, wo gezahlt wird und das sind Unsummen an Gebührengeldern für FIFA, UEFA und IOC! Diese Gelder ermöglichen überhaupt einen solchen Sumpf und die bezahlen WIR mit UNSEREN Gebührengeldern! Die WM letztes Jahr hat Unsummen verschlungen, die SRG durfte nicht mal unabhängig berichten über die WM in Brasilien. Arbeiter werden ausgebeutet, in Sotchi nicht mal den ganzen Lohn erhalten. Ich höre von Politikern aus dem linken Lager keinen Ton darüber! Wieso? Um bei der Redewendung der Grünen zu bleiben, die möglichen Fehlentwicklungen ihrer eigenen Politik mit einem Satz gleich vorgreifen wollen: Ist das nachhaltig? Übertragungsrechte dürfen erst finanziert werden, wenn das "Label" nachhaltig gewährleistet ist. Ansonsten wird gar nichts bezahlt. Mich hat fast der Schlag getroffen als ich gesehen habe, wie die Menschen in Katar ausgebeutet werden. Wo sind da die politischen Bedenken? Mal schauen, ob ein Blatter oder seine Vasallen noch mit Geld um sich werfen können, falls Sendeanstalten die Übertragungsrechte nicht mehr bezahlen! Ach ja stimmt, andere TV-Anstalten würden nie boykottieren!



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50%
(20 Stimmen)
Stefan Pfister sagte June 2015

Es ist schon erstaunlich, wieviel Verständnis man in SVP-Kreisen für Korruption hat. Die Partei, die gerne härtere Strafen und Ausweisung auch für Bagatell-Delikte fordert, ist bei den Kriminellen mit Anzug und Krawatte auf Kuschelkurs. Sei es in der FIFA (Mörgeli auf telezüri sinngemäss: "Korruption gehört da halt dazu") oder bei der Credit Suissse, die ihre Bussen von der Steuer abziehen dürfen soll,

Manchmal ist es der komplette bürgerliche Block, der beispielsweise die Bekämpfung von Geldwäscherei verweigert
http://ww​w.tagesanz​eiger.ch/s​chweiz/stan​dard/Mehr​-als-100-000​-Franken​-Bargeld-in-d​er-Tasc​he-weiterhin-e​rlaubt​/story/18859942​

o​der bei der Intransparenten Parteienfinanzierung,​​ die ebenfalls in hohem Masse korruptionsanfällig ist. Ok, wundert nicht, bei einer Partei, deren Chef am liebsten bar zahlt

http://www.n​​zz.ch/aktuell/starts​e​ite/die-partei-die-​am​-liebsten-bar-zahl​t-1​.15636010


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38%
(13 Stimmen)
Lars von Lima sagte June 2015

Selbstverständlich hat JB das Recht, sich zu äussern. Im Westschweizer TV oder Radio soll er gesagt haben, die USA hätten diese Rechtsuntertützung bei der CH nur angefordert, weil die USA die Fussballweltmeistersc​​haft nicht bekommen hätten.

Er unterstellt damit dem US Rechtssystem Polit.-Korruption. Das nenne ich eine groteske Polit.-Dummheit. Ob es eine solche 'Verbindung' in den USA gibt, lässt sich aber auch nicht ganz ausschliessen und zwar jenseits des Falles 'FIFA Pfeiffen'.

Schlies​​slich kann man hier nicht einfach vergessen, dass die USA in der ganzen Welt mit 'Koalitionen von Willigen' ohne UNO Mandat herumbomben! Für die gilt das Recht des Stärkeren. Sie streben eine UNI-polare Weltordnung an, unter der Führung der USA, bei gleichzeitiger Ausbeutung sämtlicher eroberter Länder. Der sich in diesem Zusammenhang auftürmende Lügenberg ist nicht mehr nur absorderlich, er stinkt zum Himmel.

Und vergessen wir nicht, dass die USA eine Verhandlung solcher Verbrechen vor dem Haager Menschenrechtstribuna​l nicht akzeptieren, aber gleichzeitig andere korrpute Staatmänner per internationalem Haftbefehl dorthin wünschen. Vollkommen verdrehte Welt.

Warum lässt die 'souveräne' BRD zu, für 70 US Stützpunkte in der BRD den USA jährlich ca. EURO 33 mia. zu bezahlen?

Warum lässt sie es zu, dass von Ramstein Drohenmorde organsiert werden? Das alles hat mit der NATO nichts zu tun, aber nach wie vor mit dem 'besetzten Deuschland' (Obama in einer Rede vor GI's in einen US-BRD Stützpunkt 2009). Kaum auszudenken, was bei einem 'heissen' Krieg mit der BRD geschehen würde!

Blatters FIFA, so wurde das gestern im ARD gesagt, versteht sich aber in einer Multi-polaren Welt. JB ist organisatorisch also KEIN FIFA Diktator, auch wenn er sich zeitweise 'göttlich' verhält.

Gewiss, es kommen immer mehr Machenschaften auf den Tisch des FIFA Hauses, von den man schlicht nicht kaum sagen kann, JB habe davon nichts gewusst.

Jenseits jeglicher juristischer Aufarbeitung des Falles FIFA wird jene nun ein Objekt des neuen 'Kalten Krieges', den die USA/NATO losgetreten haben. Und das ist weit übergeordnet zu sehen und für die BRD von weitreichender Bedeutung in Sachen der möglichen Folgen. Und davon wäre die Schweiz auch betroffen. JB ist leider aber dabei, dem Ruf der Schweiz an sich zu schaden und hier ist ein Punkt erreicht, der nicht wegdiskutiert werden kann.


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69%
(13 Stimmen)
Susanne Rotzetter sagte June 2015

Die mediale Inszenierung durch die Amerikaner ist tatsächlich unschön und widerspricht den schweizerischen Gepflogenheiten. Die Schweizerjustiz hat aber absolut korrekt gehandelt. Das war mitnichten ein "kriecherischer Akt" der Schweiz gegenüber den USA, wie Nationalrat Mörgeli moniert. Ich möchte nicht erleben, dass sich die USA einem begründeten Verhaftungsgesuch der Schweiz widersetzt. Der Aufschrei wäre gewaltig; die Weltwoche würde toben.

Das BJ ist zuständig für die Behandlung von Auslieferungsersuchen​ (Art. 17 des Bundesgesetzes über die internationale Rechtshilfe in Strafsachen IRSG) sowie von US-Rechtshilfeersuche​n (siehe Art. 28 des bilateralen Rechtshilfevertrags mit den USA und Art. 10 des Ausführungsgesetzes).​ Das BJ klärt insbesondere ab, ob der im Ersuchen dargelegte Tatvorwurf auch nach schweizerischem Recht strafbar wäre. Schuld- und Tatfragen werden im Auslieferungs- und Rechtshilfeverfahren hingegen nicht überprüft, d.h. das BJ prüft nicht, ob die gesuchte Person die Tat wirklich begangen hat. Die Entscheide des BJ können beim Bundesstrafgericht, in besonders bedeutenden Fällen beim Bundesgericht angefochten

Auslie​ferungsfähig ist gemäss bilateralem Auslieferungsvertrag (Art. 2) eine Straftat insbesondere dann, wenn sie sowohl nach dem Recht der Schweiz und der USA mit Freiheitsentzug von mehr als einem Jahr bestraft werden kann.

Trifft das formelle Auslieferungsersuchen​ fristgerecht (innert 40 Tagen) beim BJ ein, bleibt die inhaftierte Person grundsätzlich bis zum Abschluss des Auslieferungsverfahre​ns in Haft. Wie lange das Verfahren und damit auch die Haft dauern, hängt nicht nur von der Komplexität des Falles, sondern auch von der inhaftierten Person ab. Wenn sie sämtliche Rechtsmittel ausschöpft, dauert das Auslieferungsverfahre​n erfahrungsgemäss rund sechs Monate.

Die festgenommenen Personen können innerhalb von zehn Tagen beim Bundesstrafgericht gegen den Auslieferungshaftbefe​hl des BJ Beschwerde einlegen. Den Entscheid des Bundesstrafgerichts können sowohl die inhaftierte Person als auch das BJ beim Bundesgericht anfechten. Die inhaftierte Person hat zudem während der ganzen Dauer des Auslieferungs-verfahr​ens die Möglichkeit, beim BJ ein Haftentlassungsbegehr​en zu stellen.


Konkret​ zum Fall FIFA:
Das BJ ist gestützt auf die Darlegung des Sachverhalts in den US-Verhaftungsersuche​n zum Schluss gelangt, dass die Voraussetzungen für eine Auslieferung (namentlich die beidseitige Strafbarkeit) a priori erfüllt sind. Dies genügte für den Erlass der Auslieferungshaftbefe​hle. Die Vergabe von Medien-, Vermarktungs- und Sponsoringrechten im Zusammenhang mit Fussballturnieren in den USA und Lateinamerika sollen gemäss US-Verhaftsersuchen zu Wettbewerbsverzerrung​en geführt haben und wären deshalb auch in der Schweiz gemäss geltendem Recht strafbar (Verletzung namentlich des Bundesgesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb). Das BJ wird die Voraussetzungen für eine Auslieferung gestützt auf die formellen Auslieferungsersuchen​ der USA vertieft prüfen. Im Fall von Beschwerden gegen die Verfügungen des BJ werden das Bundesstrafgericht, allenfalls das Bundesgericht, diese Frage abschliessend beurteilen.


Quel​le: https://www.bj.admin.​ch/bj/de/home/sicherh​eit/kriminalitaet/fus​sball.html (Fragen und Antworten, PDF)



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33%
(15 Stimmen)
Elsi D. Stutz sagte June 2015

Naja, was erwartet man von einer Nation, welche sich für das Verhalten ihrer Polizei, bei einem täubelnden Diktator entschuldigt?! Muss man sich kaum wundern, wird man vom Rest der Welt als Statist behandelt. Sind sie ja auch! Kommen ja lieber zu spät zum Einbruch, als ev. noch Gebrauch von der Schusswaffe machen zu müssen. Für einen US-Beamten, muss das wirklich sehr fragwürdig sein.


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38%
(13 Stimmen)
Lars von Lima sagte June 2015

Sepp Blatter ist nicht der Mann, der meine Sympathien hat. Er ist aber bisher nicht verurteilt worden. Er gibt sich selbst zeitweise als 'Gott', in lächerlichen Auftritten.

Die USA führen aber hier anscheinend Strafverfahren für Vergehen durch, die ausserhalb der USA liegen.

Sie selbst verweigern in Den Haag vor dem dortigen Strafgericht anzutreten, mischen sich aber im Sudan an, dessen Präsidenten sie fest zu stetzen und Unganda und so geht es weiter.

Sie fahren Kriege wie im Iraq mit völlig erlogenen und erstunkenen Gründen, aber hinterlassen Millionen von Kriegsopfern. Die Asylströme aus diesen Gebieten haben, samt Syrien, Tunesien und Libyen auch ihre US Ursache (Einstz von Black-Water usw.). Verantwortung dafür von den USA? Niente.

Verantwort​ung der USA und scheinheilige Anklagen in Sachen FIFA? Abgesehen von möglichen Straftagen könnte der US Schuss nämlich auch nach hinten los gehen. Wri werden sehen.

Wie die FIFA organisiert ist, wurde gestern Abend im ARD bei Günther Jauch dargelegt. Der deutsche Fussballverband hat, siehe Fall wie Ueli Hoenes, selbst genug Dreck am Stecken.

Und wenn man erneut die grüne Claudia Roth hört, könnte man meinen, dass am deutschen Wesen auch noch die Fussballwerlt weltweit alles genesen muss. Gerade sie, aus deren Partei unglaubliche Dinge in Sachen Pädophilie dieser Tage bekannt werden. Das war geradezu triefend...

Sepp Blatter hat, schon wegen seines Alters, den Absprung verpasst. Sein Wahltriumpf war kein wirklicher, denn der zweite Kandidat hat sich zurückgezogen.

Blatter könnte diese Amtszeit um die Ohren fliegen, wenn es zu Verurteilungen von Mitgliedern der FIFA käme. Solange gilt die Unschuldsvermutung.

Dass aber Blatter die politische Mitverantwortung für solche Machenschaften aufgedrückt wird, das kann er nicht verhindern.

Gestern wurde gesagt, die FIFA macht ca. mio. CHF 365.- Gewinn. In der Schweiz laufen schon länger Bestrebungen, die FIFA (ein eingetragener Verein) zu besteuern und gesetzlich besser einzubinden.

Die Bemerkungen von Herrn Kremser sind ebenso absurd, weil es hier um zwei ganz verschiedene Paar Schuhe geht.

Von Sachlichkeit, Herr Kremsner, ist in Ihren Darlegungen keine Spur. Allerdings sehr viel von fehlendem Hintergrundwissen.

Am aller wenigsten hat die SP/GSOA hier Grund, sich aufzuplustern, vor allem wenn man deren Protagonisten in Sachen 'Steuern' und 'Stiftungen' durchleuchtet.


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37%
(19 Stimmen)
Martin Bracher sagte May 2015

Einknicken, Umfallen, Nachgeben
Nach fast 8 Jahren mit einer Mitte-Links-Extremen Mehrheit im Bundesrat, ist diese nun endgültig zu einer Marionettenregierung verkommen.



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33%
(15 Stimmen)
Jürg Wolfensperger sagte May 2015

....wenn die Behörden nun genügend "MUMM" haben,lassen sie diese verhafteten Herren einfach wieder frei,die sollen sie in Zukunft wieder selber suchen gehen.Grund :Nichteinhaltung von Vereinbarungen und der Diskretion.Aus:Punkt:​


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