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Arena über Medien: Wer andern eine Grube gräbt …

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Die Glaub­wür­dig­keit der Main­stre­am­me­dien sinkt. Dies machte auch die Arena des Schwei­zer Fernsehens vom letz­ten Frei­tag zum Thema und lud dazu auch den His­to­ri­ker Da­niele Gan­ser ein, der vor allem die un­kri­ti­sche Ver­brei­tung von Kriegs­lü­gen durch die Mas­sen­me­dien kri­ti­sier­te: Der An­griff auf ein Boot der US-­Ma­rine im Golf von Ton­king, den es nie ge­ge­ben hat, der aber di­rekt in den Vi­et­nam­krieg führ­te; die lü­cken­hafte Auf­klärung der An­schläge vom 11. Sep­tem­ber, die den Krieg gegen den Ter­ro­ris­mus be­grün­de­ten; oder die nicht vor­han­de­nen Mas­sen­ver­nich­tung​s­waf­fen, die den Vor­wand zum Irak­krieg lie­fer­ten. Wegen sei­ner Kri­tik an der of­fi­zi­el­len Dar­stel­lung der An­schläge vom 11. Sep­tem­ber wurde Gan­ser in einer kürz­li­chen Sen­dung des Wis­sen­schafts­ma­ga​­zins «Ein­stein» als Ver­schwörungs­theo­r​e­ti­ker bezeichnet. 

 

Um Gansers Glaubwürdigkeit in Frage zu stellen, hatte die Arena etwas Besonders vorbereitet: Als erstes zeigte Projer dem Publikum einen Tweet von Daniele Ganser, in dem er über die Einstein-Sendung «geschimpft» hätte: «Für das SRF ist kritische Forschung zu WTC 7 = Verschwörungstheorie.​ Diffamierung statt Aufklärung. Schade!» Dabei hätte er doch unmittelbar nach der Sendung eine E-Mail an die Redaktion von Einstein mit folgendem Inhalt geschrieben: «Ich fand den Teil über 9/11 und WTC 7  fair und sachlich. Danke. (…)». Grosser Protest von Ganser: «Aber Sie haben weggeschnitten, was ich nachher geschrieben habe. Das ist eine Riesenfrechheit und jetzt haben Sie es live». Projer insistierte im folgenden Wortgefecht, der weggelassene Text hätte nichts mit WTC 7 zu tun. Ein klein bisschen richtig, aber im Grunde eben doch falsch, konnte man später feststellen, als endlich der fehlende Text eingeblendet werden konnte: «Der Mix ‹Klimalüge› und Protokolle hingegen fand ich schlecht.» Logisch: Ein Pharmakologe hätte auch keine Freude, wenn ein wirksames Medikament von ihm in einer Liste von Quacksalbereien erscheinen würde, selbst wenn es dort korrekt dargestellt würde. 

 

Wenn es eine Falle war, die man Ganser vor laufender Kamera stellen wollte, ist Jonas Projer selber in sie geraten. Jonas Projers Absicht dabei war eindeutig: Gansers Glaubwürdigkeit sollte durch das verkürzte Zitat beschädigt werden, sonst hätte er das zweite Sätzlein mit bloss neun Worten problemlos stehen lassen können. Nach den Kommentaren zu schliessen, haben die Zuschauer die diffamierende Absicht offenbar auch so mitbekommen. Die ersten 40 von 287 Kommentaren fielen zu über 85 Prozent für Projer, die SRG und die Massenmedien negativ aus – mehr Zeit für eine vollständige Zählung wollte ich nicht aufwenden. 

 

Eine solche Sendung muss aus meiner Sicht Folgen haben: Es geht nicht an, dass Moderation, Redaktion und ein Gast selber Partei sind, denn auch die Glaubwürdigkeit der SRG stand zur Debatte. Die Kontrahenten sollen die verbalen Klingen kreuzen, der Moderator soll moderieren. Und wenn es um die Seriosität der Medien geht, braucht es Experten mit mehr Distanz zur Sache als Roger Schawinski. Urs P. Gasche, früher Leiter der Sendung «Kassensturz», Chefredaktor der Berner Zeitung, Herausgeber des K-Tipp bringt auf der alternativen Medienseite infosperber.ch immer wieder faktentreue Kritik an Mediensendungen.  Er wäre ein idealer Kandidat gewesen – erfahren, unabhängig, kameratauglich und hart an den Fakten.

 

Mehr dazu in «Verschwörungspraxis,​ live am Schweizer Fernsehen»

 


Kommentare von Lesern zum Artikel

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40%
(15 Stimmen)
Stefan Pfister sagte March 2017

Herr Pfluger

die Arena-Kommentatoren waren auch mehrheitlich für Ecopop. Und Ecopop wurde mit Dreiviertelsmehr abgelehnt. Arena-Kommentare sind nicht repräsentativ.

Ganser schreibt dem SRF per Mail, er finde die Berichterstattung fair und sachlich, während er denselben Bericht auf Twitter als Diffamierung bezeichnet. Damit schadet der Mann sich selber. Das Ablenkungsmanöver mit dem angeblich verfälschten Zitat ist derart plump, dass kaum jemand darauf hereinfallen wird. Abgesehen von den Leuten, die überall Verschwörungen sehen wollen; auch dort, wo keine sind.


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64%
(14 Stimmen)
Emil Huber sagte February 2017

Passend zum Thema wäre auch dieses, welches der verstorbene Journalist Udo Ulfkotte schrieb:

Der Journalist Udo Ulfkotte schämt sich heute dafür, dass er 17 Jahre für die Frankfurter Allgemeine Zeitung gearbeitet hat. Bevor der Autor die geheimen Netzwerke der Macht enthüllt, übt er konsequent Selbstkritik. Er dokumentiert hier zum ersten Mal, wie er für seine Berichterstattung in der FAZ geschmiert und die Korruption gefördert wurde. Und er enthüllt, warum Meinungsführer tendenziös berichten und wie der verlängerte Arm der NATO-Pressestelle Kriege medial vorbereitet. Wie selbstverständlich wurde auch der Autor in die Netzwerke amerikanischer Eliteorganisationen aufgenommen, erhielt im Gegenzug für positive Berichterstattung in den USA sogar eine Ehrenbürgerurkunde.

Wenn die CIA vorgibt, was geschrieben wird

Können Sie sich vorstellen, dass Geheimdienstmitarbeit​er in Redaktionen Texte verfassen, welche dann im redaktionellen Teil unter den Namen bekannter Journalisten veröffentlicht werden? Wissen Sie, welche Journalisten welcher Medien für ihre Berichterstattung geschmiert wurden? Und haben Sie eine ungefähre Vorstellung davon, wie renommierte »Journalistenpreise« vergeben werden? Da geht es im Hintergrund zu wie bei den einstigen Ehrungen der »Helden der Arbeit« in der früheren DDR - da wird Propagandaarbeit ausgezeichnet. Vom Journalisten zum Propagandisten ist es nicht weit.

https://www.​youtube.com/watch?v=b​m_hWenGJKg


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43%
(14 Stimmen)
Gilbert Hottinger sagte February 2017

Nicht nur an ihren Worten, an ihren Taten werdet Ihr sie erkennen. Vielen Dank für diesen guten Beitrag Herr Christoph Pfluger. Meine Meinung dazu ist folgende:

1. Der Moderator hat immer ausschliesslich neutral zu moderieren und nicht seinen offensichtlich linken Parteisenf noch seine subjektive Meinung zum Durchbruch zu bringen, was dieser junge Mann aber ständig und in zunehmenden Masse macht. So macht es mir und wohl auch vielen anderen keinen Spass mehr die Arena weiter anzuschauen.

2. Offensichtlich stand die SRG ebenso als "Lügenmedie" da am Pranger, weshalb die Redaktion natürlich wieder vorgespurt hatte, auch mit der Auswahl der Gäste. Einen "Shawinsky" - als meiner Meinung nach Extrem-Linker - immer unbotmässig penetrant und nervig auftretend - lädt man sicher nicht für eine objektiv zu gestaltende Sendung ein. Der lädt ja nur Leute ein die er gedenkt öffentlich demütigen zu können, denn er lässt kaum einen Gast ausreden, fällt ihnen auch immer wieder ins Wort. Er merkt ja nicht einmal WARUM immer mehr Menschen eine Einladung zum "Gespräch mit ihm" konsequent ablehnen.

3. Dass die Chef-Redaktorin von "Arena" am Schluss mit einem Blumenstrauss bezeichnender Weise erstmals geehrt worden ist, das geht in Ordnung, zeigt mir aber gleichzeitig auch auf dass dies als ein weiteres "Wischiwaschi" geplant war, um damit die tatsächliche Parteilichkeit insgesamt der SRG zu kompensieren. Indem sich diese Frau für mich sofort als Genderin enttarnte macht auch noch verständlicher, warum diese ARENA leider nie ausgeglichen gestaltet wird, anderseits war dies ganz am Schluss noch ein gutes schönes Eigengool, weil die Arena-Redaktorin gut sichtbar sich nur mit den linken Gästen abgab und nur dort "Händchen schüttelte". Jede materielle Erscheinung zeigt eben immer auch den Inhalt genau an, was sicher die grosse Mehrheit soauch "ablesen" konnte. Für mich jedenfalls hat die Redaktorin der Sendung "Arena" damit noch selber am Schluss eindrücklich bestätigt, nämlich dass die Arena nie ganz objektiv abläuft wie es unbedingt sein sollte, denn alle müssen schliesslich Gebühren zahlen, nicht nur die Linken/Grünen.




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44%
(16 Stimmen)
Hans Knall sagte February 2017



Die Sendung "Arena" des SRF hat sich längst als reine Hetzplattform gegen jegliche dem Mainstream nicht hörigen Exponenten geoutet. Die Ganser-Sendung war nur eine aus einer langen Kette dieser offensichtlich sich als "Volkserzieher" sehenden Zwangsgebühren-Ergüss​e.

Hier eine Liste von Sendungen der letzten Monate welche ich selber gesehen habe:

Am 4.11.16 unter dem Thema „Wer hat das Sagen im Land“, wurde während der ganzen Sendung versucht, Alt BR Blocher als Parteipartner der deutschen AfD darzustellen.

Am 11.11.16 wurde das Thema „Wieso Trump“ dazu missbraucht, SVP-NR Glarner als Rassisten zu diffamieren.

Am 2.12.16 wurden SVP-NR Föhn und SVP-NR Rickli von einer linken Horde niedergeschrien.

A​m 9.12.16 war es das Thema „Das Jahr der Populisten“ welches dafür herhalten musste, SVP-NR Freysinger während der gesamten Sendung als Rassisten zu brandmarken.

Am 20.1.17 benützte SRF das Thema „Einbürgerung dritte Generation“ dafür, SVP-NR Glarner im sogenannten „Prüfstand“ als Lügner zu diffamieren.


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33%
(12 Stimmen)
Georg Bender sagte February 2017

Herr Christoph Pfluger

Ein wunderschönes Eigengoal von SRF Arena!
Anstatt Ergebnisoffen zu diskutieren, wird das entsprechende Orchester zur gewollten Theaterinszenierung zusammengestellt!

​Was meinen Sie zu den Berichterstattungen im Zusammenhang mit dem Geldsystem, in seiner Entstehung, Funktion und Auswirkung in einer arbeitsgeteilten Wirtschaft?


Klar​e Trennung von Geldschöpfer und Spielgestalter, würde den Geist der Menschen durchlüften! Wollen die Ökonomen und Politiker nicht, sonst wären ihre Spiele rund um Steuer- und Soziales und Schuldenregulierungen​ vom Tisch! Die Judikative in tiefer Agonie, weil sie das System auch nicht verstehen dürfen?

Meine Beschwerde an SRF wurde negativ beantwortet! Man sollte nicht die Frösche fragen, wenn man einen Teich trocken legen will!

Im Gegenwert der Arbeit/Leistung sind sämtliche Wirtschaftsfaktoren mit Geld aufgewogen, einkalkuliert! Würden wir den Gegenwert Arbeit in bar erhalten und in den Tresor legen können, die Wirtschaft könnte gar nicht existieren! Die Ersparnisse/Gewinne entstehen aus Schulden und nicht umgekehrt! Ohne Geldmengenerhöhung kein Wohlstand also keine Ersparnisse und Gewinne! Auf diese mathematische gesicherte Aussage wird bewusst nicht eingegangen! Wir geben das Geld einfach weiter, bezahlen verwirrt den Geist!

Jonas Projer:
Tatsächlich vermittelte die ‚Arena‘ den Eindruck, dass die Jungen im Rahmen der AHV für die Alten zahlen, d.h. die berufstätigen Generationen (Arbeitgeber und Arbeitnehmer) für die pensionierte Generation, da dies den Tatsachen entspricht.
Bundesam​t für Sozialversicherungen
Die Leistungen der AHV werden hauptsächlich mit den Beiträgen der Versicherten und der Arbeitgeber finanziert. Daneben steuert der Bund einen Anteil von 19,55 Prozent an die Ausgaben bei. Dieses Geld nimmt er ein aus direkten Bundes- und Mehrwertsteuererträge​n sowie aus den Fiskalabgaben für Tabak, Spirituosen und Spielbanken.

Meine​ Replik:
Diese Tatsache aus dem Geist von Herrn Projer, entspricht im Zusammenhang dem Geld- und Wirtschaftskreislauf,​ wie ich oben geschildert habe (Ursache und Wirkung) nicht der Realität (Henri Ford!)! Darum werden die Menschen in die Irre geleitet!

Warum wird der Gegenwert nicht so bestimmt, dass es weder Existenzkämpfe noch Armut geben würde? Sowohl das Renteneintrittsalter noch Lebenserwartung spielen im Umlageverfahren keine Rolle, weil die Anzahl Beschäftigten, für die Wirtschaftsleistung (Parameter für alle Systeme), nicht massgebend ist! Spätestens der Roboter wird aufzeigen, dass es um Kaufkraft geht! Der Generationsvertrag und Sozialpartnerschaft als monetäre Leistung ist Lug und Betrug zugleich!
Schlussfol​gerung aus der Aussage von Herrn Projer: Wenn der Roboter das Zepter übernimmt, sterben wir alle aus, weil er weder konsumiert noch investiert! Abstraktes Denkvermögen?

Prof​. Baltensperger:

Die​ Meinungen sind nicht klar strukturiert! Das bestehende System funktioniert und die Leistungserbringer zahlen das System!

Meine Replik:
"Wenn die Begriffe falsch sind, so ist das Gesagte nicht das Gemeinte, Konfuzius!"
Die Leistungserbringer decken die Bedürfnisse einer Bevölkerung ab! Der Geldfluss ist von der Entstehung und Weitergabe abhängig! Mit dieser Logik operieren die Ökonomen, m.E. Bildung aus der dämlichsten Denklehre, weil es den Menschen nicht in den Mittelpunkt stellt, sondern es noch zulässt, dass wir Demütigungsanstalten,​ wie Arbeit- und Sozialamt, die Existenzkämpfe und Armut orchestrieren! Absurd! J.M. Keynes hätte diesen Zustand längst beendet!
Ich habe mich mit Herrn U. Ammann, Wirtschaftsprofessor und Bankenspezialist auseinandergesetzt! Er meint, dass die Geldschöpfung von der Eigenkapitalisierung abhängig sei! Aus was besteht jedoch das Eigenkapital? Wahrscheinlich aus Hosenknöpfen? Auch die Liquidität lässt sich leicht manipulieren! Fälligkeit länger als 30 Tagen! Während meiner Praxis entsprechend legal umgesetzt!
Die Liquiditätsreserve besteht aus der Zentralbank - Geldschöpfung mit den Geschäftsbanken und ersetzt somit das Buchgeld, welches die Geschäftsbanken mit ihren Kunden (z.B.) Devisen aus dem Nichts geschöpft haben!
Weil das Geldsystem im Bankensystem eingebettet ist, kann das System die notwendigen (unnötigen) Vorgaben, leicht konstruieren! Die Manöveriermasse auf Bankgirokonten bei den Zentralbanken dient den bankübergreifenden Transaktionen! Desto grösser eine Bank ist, desto weniger wird das Bankgirokonto bewegt!





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38%
(8 Stimmen)
Christoph Pfluger sagte February 2017

Als Autor zum Thema Geld kann ich nur sagen: Das private Geld unserer Banken ist ein kolossaler Irrtum und die Medien tun so wie nichts, diesen Irrtum aufzuklären.


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33%
(3 Stimmen)
Georg Bender sagte February 2017

Herr Christoph Pfluger

Meine eingebrachte Beschwerde bei SRF:
Es wurde darauf eingetreten und die Frösche befragt! "Frage nie die Frösche ob der Teich ausgetrocknet werden sollte?"! Weiterverfolgen abgelehnt!

Stellungnahmen Auszugsweise jedoch nicht zusammengeflickt:

​1. Ernst Baltensperger, emerit. Wirtschaftsprofessor Dr. (“Frosch). der sich in seiner wissenschaftlichen Karriere auf Geldtheorie und Geldpolitik, Makroökonomie, Bankenwesen und Finanzmärkte konzentrierte, ist ein international renommierter Experte im Bereich von Geld und Währungen und in der Schweiz der Spezialist für Geldtheorie schlechthin. Er schrieb:
es ist allgemein anerkannt und wird meines Wissens kaum von jemandem bestritten, dass in unserem heutigen Geldsystem neben dem von der Zentralbank emittierten „Zentralbankgeld“ von den Banken in der Form von Sichteinlagen geschaffenes „Bankengeld“ (Buchgeld, Giralgeld) eine zentrale Rolle spielt. Ebenso ist allgemein bekannt, dass die Sichteinlagen für die Banken eine Verbindlichkeit, d.h. Verschuldung darstellen. (Die zur Abstimmung anstehende Vollgeldinitiative will den Banken ihre heutige Rolle bei der Bereitstellung von Geld verbieten. Die Bedeutung der Banken im heutigen Geldsystem wird offenbar also in der öffentlichen Diskussion durchaus erkannt.

Meine Meinung: Denkfehler: Die Geschäftsbanken schöpfen die Buchgeldmenge mittels Krediten und Bankinvestitionen! Die Sichteinlagen entstehen erst aus diesen Transaktionen und nicht umgekehrt! Die daraus resultierende Verbindlichkeit ist offensichtlich bedeutet jedoch die Kehrseite der Geldmedaille.
Dummhe​it oder Plan? Diese Ökonomen werden befragt und dürfen daher ungestraft die Unwahrheiten verbreiten!


2. Jonas Projer (“Frosch”) Generationsvertrag, Demografie und Sozialpartnerschaft
​Tatsächlich vermittelte die ‚Arena‘ den Eindruck, dass die Jungen im Rahmen der AHV für die Alten zahlen, d.h. die berufstätigen Generationen (Arbeitgeber und Arbeitnehmer) für die pensionierte Generation, da dies den Tatsachen entspricht.
Auf der Website des Bundesamtes für Sozialversicherungen wird das sog. Umlageverfahren wie folgt erklärt:
Die AHV wird nach dem sogenannten Umlageverfahren finanziert. Im Unterschied zur beruflichen Vorsorge (Pensionskasse) oder dem Sparbuch wird bei dieser Finanzierungsart nicht über Jahre gespart und Kapital angehäuft.
Die AHV gibt in etwa aus, was sie jährlich einnimmt, d.h. innerhalb der gleichen Zeitperiode werden die eingenommenen Beiträge für Leistungen an die Rentenberechtigten wieder
ausgegeben, also ‚umgelegt‘. Dank diesem Finanzierungssystem können einmal beschlossene Rentenverbesserungen sofort verwirklicht werden.

Meine Stellungnahme:
Die Ansicht von Herr Projer ist Deckungsgleich mit den eingehämmerten Meinungen der Bevölkerung (nicht alle), entspricht jedoch nicht der Realität (Tatsache)! Das Geld muss ursächlich zuerst ausgegeben, bevor es eingenommen werden kann (aus den Ausgaben entstehen die Einnahmen und nicht umgekehrt = Geldsystem)!


Die​ Quersubventionen für die AHV ist eine politische Entscheidung und hat mit meiner ökonomischen Sichtweise sehr wenig gemein! Warum fehlt eigentlich Geld, resp. der Fonds nimmt ab, wenn doch im Umlageverfahren die Ausgaben über die Beiträge und Quersubventionen wieder zurückfliessen sollte! Der BVG-Rentenabfluss (Abnahme Ersparnis) fliesst in die Wirtschaft! Warum hört man davon im Einklang mit den Deckungslücken und Umlagesatz, kein Wort! Welche Absicht steckt dahinter?

Weder das Renteneintrittsalter noch die Lebenserwartung (Anzahl Beschäftigte) spielen im Umlageverfahren eine Rolle, solange die Bedürfnisse einer Bevölkerung abgedeckt werden können (Wirtschaftsleistung aus Gegenwerten)! Bei zunehmender Automatisation, müssen wohl die Erwerbslosen (ehemalige Aktive, Behinderte) verhungern und früh sterben, so die Schlussfolgerung aus der Aussage von Herr Projer und der Meinung der Bevölkerung? Spätestens mit der Initiative zum Bedingungslosen Grundeinkommen, hätte der geistige Groschen fallen müssen, obwohl auch die Initianten mit der "Finanzierung" ihre liebe Mühe gehabt haben!

Warum werden die Gegenwerte nicht so berechnet, dass die Existenzkämpfe, Armut und einem Nettolohn von dem man nicht leben kann, überwindet würden? J.M. Keynes war der Ansicht, dass spätestens anfangs des 21. JH. die Bedingungen dazu erfüllt sind! Er hat nicht mit der Unverfrorenheit seiner Kollegen und Politik gerechnet?

Meine Meinung auf der Grundlage des Geld- und Wirtschaftssystems: Die Lex Berset 2020 bedient weiterhin die Denkfehler! Von Reform also keine Spur, sondern Schmierentheater besonderer Güte, unter Mitwirkung der Medien!




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