Sozialpolitik, Sozialsysteme > Sonstiges,

Beschäftigung statt Sozialhilfe!

Artikel weiterempfehlen

Stimmen Sie dem Artikel zu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Artikel!

Viele So­zi­al­hil­fe­be­zü​­ger und –­be­zü­ge­rin­nen wären be­reit, Ar­beit im Rah­men von Be­schäf­ti­gungs­pro​­gram­men zu leis­ten. Sinn­volle Ar­beit gibt es genü­gend, zum Bei­spiel im Ge­sund­heits- oder Bil­dungs­we­sen, im Um­welt- oder Na­tur­schutz. Die öf­fent­li­che Hand ist auf­ge­ru­fen, sol­che Ar­beitsplätze in einem se­kun­dären Ar­beits­markt zu schaf­fen, ohne al­ler­dings den primären Ar­beits­markt zu kon­kur­ren­zie­ren.

Wenn Unternehmungen für die Anstellung von Sozialhilfeempfängern​ von der öffentlichen Hand via Lohnzuschüsse unterstützt werden, muss der öffentlichen Hand Einblick in die Unternehmensergebniss​e gewährt werden. Es darf nicht sein, dass Unternehmungen via die Anstellung von Leuten zu Minimallöhnen exorbitante Gewinne machen.

Der Soziallastenausgleich​ unter den Gemeinden darf nicht dazu führen, dass sich die Gemeinden aus der Verantwortung für die Integration der Sozialhilfeempfänger in den Arbeitsmarkt schleichen.


Kommentare von Lesern zum Artikel

[ Neuen Kommentar verfassen ]

75%
(8 Stimmen)
Sägesser Barbara sagte March 2019

Na ja, wo immer möglich, sollte der Job genügend Geld einbringen, damit der Arbeitnehmer sein Leben selbst finanzieren kann. Somit bin ich dafür, dass so viele wie möglich im ersten Arbeitsmarkt verbleiben/integriert​ werden können. Da sollte der Staat nicht zwingend mittels Geldzuschüsse die Firmen «motivieren». Allerdings gibt es da auch Grenzen (Möglichkeiten von Firmen und Ressourcen der Arbeitnehmer). Hier ist ein Hinschauen und abwägen sicher notwendig. Was nicht geht ist zu Lasten der Allgemeinheit den Gewinn maximieren und dann auf der Seite der Sozialhilfe/IV/EL noch Kürzungen machen. Doch gerade darin sind gewisse Parteien offenbar gut. https://www.conviva-p​lus.ch/?page=2857&fbc​lid=IwAR2CxBfl_IN1eG-​lNPSpBVKnBt1ImP5C8Ft7​xDuB4kjegHEmWD3uUzMGB​DY
Haben diese, die Aufgaben des Staates gemäss Bundesverfassung vergessen? BV, Art. 12: Wer in Not gerät und nicht in der Lage ist, für sich zu sorgen, hat Anspruch auf Hilfe und Betreuung und auf die Mittel, die für ein menschenwürdiges Dasein unerlässlich sind; Art. 43., Art. 111 etc. Nun denn, dieses Jahr sind Wahlen.


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!



78%
(9 Stimmen)
Werner Nabulon sagte March 2019

Wenn jemand aus dem Gesundheitswesen heraus geschmissen wurde, nach 30 Jahren, macht es ja Sinn, diese für sog 1 Schweizerfranken Job wieder zu beschäftigen. Unglaublich die Ideen


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

22%
(9 Stimmen)
Rudolf Oberli sagte March 2019

Ein Drittel der Sozialhilfebeziehende​n sind Kinder, die noch nicht einem Erwerb nachgehen dürfen bzw. können, Herr Schneider.

Eine grosse Zahl kann wegen physischer oder psychischer Behinderungen nicht arbeiten.

Dazu kommen Personen aus dem Asylbereich, die NICHT arbeiten dürfen oder wegen mangelnder Sprachkenntnisse keine Stelle bekommen.

Nicht zu vergessen die älteren Ausgesteuerten, welche keine Anstellung mehr erhalten, aber auch keine Rente, weil es eine solche Sozialversicherung nicht gibt.

"278 345 Personen bezogen im Jahr 2017 wirtschaftliche Sozialhilfe. Damit wurden 3,3% der Wohnbevölkerung mindestens einmal im Jahr mit einer Sozialhilfeleistung unterstützt. Die Sozialhilfequote für die Bevölkerung zwischen 50 und 64 Jahren hat in den letzten Jahren überproportional zugenommen, was vor allem auf die geringeren Chancen für eine rasche Ablösung von der Sozialhilfe zurückzuführen ist."

bfs.admin.ch​/bfs/de/home/statisti​ken/soziale-sicherhei​t/sozialhilfe.assetde​tail.6546136.html

​Es bleibt nur ein kleiner Anteil, der wieder ins Erwerbsleben eingegliedert werden kann. Die Gemeinden sollten deshalb durch den Bund von der Langzeithilfe entlastet werden.


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!



30%
(10 Stimmen)
Georg Bender sagte March 2019

Erhalten die Sozialhilfeempfänger,​ Geld aus einem Sekundärkreislauf?
D​ie Kaufkraft fragt nicht nach Erwerb, wann können Sie diese Realität endlich begreifen und das Geld für die Sozialhilfe fehlt nicht.
Mit Ihrer Einschränkung des 1. Arbeitsmarktes haben Sie das Dilemma doch aufgezeigt. Sollen die Sozialhilfeempfänger den verlängerten Rücken der Erwerbstätigen putzen?


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!



64%
(11 Stimmen)
Hans Knall sagte March 2019

Dieser „sekundäre Arbeitsmarkt im Gesundheitswesen“, Herr Schneider, würde sich offensichtlich ohne weiteres anbieten, wenn man sich das Gejammer über die fehlenden Zivilschützler in den Spitalkorridoren anhört, falls die wieder vermehrt Militärdienst leisten müssten…


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

92%
(13 Stimmen)
Alex Müller sagte March 2019

Herr Schneider, ich denke, der von Ihnen beschriebene Zustand besteht schon. Es gibt schon Menschen, die 100% arbeiten und nicht genügend Lohn bekommen, um damit leben zu können. Der Zustand soll ja nach Wunsch der Arbeitgeber noch verstärkt werden. Es wird angestrebt, dass Arbeitnehmer auf Wunsch der Arbeitgeber zu mehr Überzeit pro Jahr und mehr Nachtarbeit verpflichtet werden sollen. Dabei können hierzulande so viele Stellen nicht besetzt werden, wegen Arbeitskräftemangel.

In Deutschland steigt die Zahl derer, welche bei 100% Arbeit, einen Zuschuss vom Staat brauchen, weil sie sonst nicht überleben. Dass Firmenbesitzer überhaupt auf so eine Geschäftsmodell kommen, ist moralisch ganz übel.


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

Seite 1 von 1

Neuen Kommentar verfassen

Sie müssen als User, Newsletter-Abonnent oder Gönner von Vimentis oder bei Facebook registriert sein, um auf diese Seite zugreifen zu können. Bitte loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich kostenlos:

Auf Vimentis direkt einloggen..
 
 ... oder mit Ihrem Facebook-Account
 
E-Mailadresse:
Passwort:

Haben Sie Ihr Passwort vergessen?