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Biedermann, bei der Minder-Initiative kein Brandstifter!

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Transparenz ist eine Vor­aus­set­zung für alle Unternehmenseigentüme​r, um ihre Mit­spra­che­rechte an der Ge­ne­ral­ver­samm­lu​ng auch wahr­zu­neh­men zu können. Diese Trans­pa­renz schafft aber nur der vom Par­la­ment ver­ab­schie­dete Ge­gen­vor­schlag – die In­itia­tive sieht keine Be­stim­mun­gen vor zu einem Vergütungsreglement oder einem Vergütungsbericht.

Durch die Verpflichtung zu einem Vergütungsreglement können die Aktionäre zudem die Vergütungspolitik bereits im Vorherein mitbestimmen. Indem sie die Grundsätze vorgeben, engen sie den Gestaltungsspielraum des Verwaltungsrates präventiv ein. Ein Unterschied zur Initiative, die lediglich rückwirkend die Abstimmung über die Gesamtlohnsumme ermöglicht und nachträglich, quasi als „Strafmassnahme“, die jährliche Abwahlmöglichkeit vorsieht.

Es lohnt sich darum, Initiative und Gegenvoranschlag im Detail zu vergleichen. Wer dies tut, stellt wie Dominique Biedermann, Direktor der glaubwürdigen und in solchen Fragen unbestrittenen Anlagestiftung Ethos fest, dass der Gegenvorschlag massgeschneidert ist, während die Initiative in vielen Punkten am Ziel vorbeischiesst.

Ich werde deshalb aus Überzeugung ein NEIN in die Urne legen und damit den präziseren Gegenvorschlag ermöglichen, der für die notwendige Transparenz sorgt.


Kommentare von Lesern zum Artikel

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50%
(2 Stimmen)
Hermann Scheuber sagte February 2014

Solange die Abzocker noch am Werk sind, kann ja gar nicht über das Ziel (die sofortige Beseitigung eines eingefressenen Übels) hinausgeschossen werden; wahrscheinlich hat Herr Biedermann vor lauter Splitterchen in der Initiative den grossen (unethischen) Balken beim parlamentarischen Gegenvorschlag total übersehen.


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84%
(25 Stimmen)
Peter Keller sagte January 2013

Genau so einen Detailvergleich habe ich gemacht und komme zum gegenteiligen Schluss, nämlich klar für die Initiative. Der Gegenvorschlag lässt einfach zu viele Schlupflöcher offen und wird deshalb in der Praxis rein gar nichts bewirken.

Auch mit der Abzocker-Initiative können Aktionäre in den Statuten festhalten dass alle Saläre offengelegt werden müssen, hierfür braucht es den Gegenvorschlag nicht.


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83%
(58 Stimmen)
Helmut Barner sagte January 2013

http://www.gmx.net/th​emen/schweiz/politik/​28a4hpc-strafe-manage​rgehaelter

Alles klar! Minder JA!!! Alles andere ist Schaumschlägerei!


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82%
(55 Stimmen)
Urs Scheiwiller sagte January 2013

Aber, aber Herr Eder. Ausgerechnet Sie von der FDP, wollen uns die Gegeninitiative nach dem unwürdigen Schauspiel im Parlament schmackhaft machen. Als KMU-ler und bürgerlicher Wähler habe ich damals auch auf die FDP vertraut und der letzten Unternehmenssteuerref​orm zugestimmt und dem Parlament und dem miserablen Bundesrat Merz vertraut.
Was war's? Wir KMU-ler warten noch heute auf Vergünstigungen während dem wir feststellen mussten, das ganz Andere nun via dieser Reform in grossem Stil abzocken dürfen. Und da sollen wir der FDP nochmals vertrauen.
Der Economiesiusse können wir von den KMU ebenfalls überhaupt nicht über den Weg trauen, aber das ist schon länger bekannt. Diese "Wirtschaftsförderer​" arbeiten nur für das Grosskapital, welches uns vor wenigen Jahren beinahe an den Rand der Existenz gebracht hat.

Herr Eder, es werden dieses Mal auch sehr viel KMU-Vertreter gegen den Gegenvorschlag sein und aus reiner Wut für die Minderinitiative stimmen.
Und noch etwas zu Herrn Biedermann: Hat er die Pensionskassenmitglie​der befragt, wie er stimmen soll? Mich und meine Angestellten hat bis heute niemand gefragt, wie „unsere PK“ in dieser Angelegenheit Stellung beziehen soll.


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74%
(69 Stimmen)
Stefan Pfister sagte January 2013

Grüezi Herr Eder,

"die In­itia­tive sieht keine Be­stim­mun­gen vor zu einem Vergütungsreglement oder einem Vergütungsbericht."


Solange die Initiative diese aber nicht kategorisch verbietet, können Sie sie ja auch bei Annahme der Initiative einführen. Immerhin scheinen sie ja im Parlament mehrheitsfähig zu sein, da sie es sonst kaum in den Gegenvorschlag geschafft hätten.

Ich habe einfach das Gefühl, dass solche Argumente nur vorgeschützt sind und es in Wahrheit darum geht, die Abzocker vor der Initiative zu schützen.


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86%
(49 Stimmen)
Sägesser Barbara sagte January 2013

Ja, Transparenz ist wichtig. Auch zur Meinungsbildung. Es soll ja jeder vollständig und korrekt sich seine Meinung bilden können. Da bin ich dran. Vergleiche Initiative und Gegenvorschlag mit Pro/Kontra-Argumenten​ auf verschiedensten Seiten. So auch hier: http://www.abzockerin​itiativeja.ch/argumen​te-der-gegner/ Ob dies die Argumente der Gegner widerlegt? Wie auch immer, ich bleibe noch dran.....


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83%
(60 Stimmen)
Marc Meier sagte January 2013

Nehmen wir mal an ich folge Ihrer Argumentation vollumfänglich. Der Gegenvorschlag ist besser als die Initiative. Okay.
Aber warum sollte man dann am Ende zur Überzeugung kommen das man der Initiative ein NEIN geben soll. Alles was sie hier darlegen betrifft höchstens die Stichfrage.
So entlarvt sie ihre Schlussstatement, Sie wollen lieber alles so lassen wie's ist anstatt das die Iniative anzunehmen.


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88%
(67 Stimmen)
Inge Votava sagte January 2013

Sehr geehrter Herr Eder
Ihre Erläuterungen mögen stimmen oder auch nicht, allein, sie kommen um Jahre zu spät.
- Warum wurde die Initiative nicht zügig zur Abstimmung gebracht?
- Warum hält Economisuisse an der Zusammenarbeit mit der Agentur fest, die gekaufte und getürkte Kommentare in den sozialen Medien schreiben lässt?
Bei dieser Initiative geht es schon lange nicht mehr nur um Finanzpolitik, sondern um Anstand und Mässigung, Eigenschaften, die den Abzockern leider gänzlich abhanden gekommen sind. Und natürlich geht es auch darum, dass die meisten Politiker das Vertrauen des Volkes verloren haben.


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76%
(66 Stimmen)
Manfred Eberling sagte January 2013

Guten Tag Herr Eder
Es ist mir sehr egal, bei welcher Partei Sie Ihre Brötchen verdienen.
Sie rühmen den Gegenvorschlag über alle Massen. Hoffentlich auch, denn Sie haben ja über 6 Jahre Zeit gehabt diesen so zu gestalten, dass er immer noch etwelche Hintertürchen für Abzocker offen lässt.
Der Pöbel kommt sich doch deswegen richtig verschaukelt vor.
Allein diese Tatsache wird den Abzockern bei der Abstimmung das Genick brechen.
In Zukunft müsst Ihr euch etwas intelligentere Massnahmen ausdenken, um das gemeine Volk hinters Licht zu führen.
Wir sind lange genug von Ihrer Kaste betrogen worden.


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85%
(62 Stimmen)
David Mayer sagte January 2013

Mag sein. Leider haben es die Initiativgegner mit Ihrer stillosen Propaganda und Politspielchen verpasst, eine sachliche Diskussion zu führen.

Viele, ich inbegriffen, werden ein JA an die Urne legen - alleine schon aus Solidarität gegenüber den Initianten.


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25%
(53 Stimmen)
Philip C. Brunner sagte January 2013

Sorry, ich habe den Titel dreimal gelesen und erst dann verstanden worum es geht - Dominique Biedermann - habe vermutlich zuviel über Biedermann und die Brandstifter (von Max Frisch, Uraufführung in Zürich 1958) gelesen. Geschätzter Herr Ständerat, lieber Joachim - der Titel des lesenswerten Beitrages muss schon anders lauten - "Mehr Transparenz ist nötig" oder ähnlich. Schönen Gruss aus Zug!


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18%
(50 Stimmen)
Joachim Eder sagte January 2013

Danke, geschätzter Herr Kantonsrat, lieber Philip, für Deine Reaktion, die genau zeigt und mir beweist, dass ich mit dem bewusst gewählten Titel wahrscheinlich doch richtig liege. Er weckt nämlich die Aufmerksamkeit und lenkt auf Dominique Biedermann, der sich dank seiner Glaubwürdigkeit bei vielen Diskussionen um die zu hohen Managerlöhne einen Namen gemacht hat. Dass ein solcher Mann die Minder-Initiative ablehnt, sagt alles und zeigt, dass der vom Parlament - also auch von mir - beschlossene Gegenvorschlag die richtige Antwort darauf ist.


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50%
(42 Stimmen)
Stefan Pfister sagte January 2013

"Ich habe den Eindruck , Herr Eder, dass die Minder INI massiv angenommen wird. "

Ich wäre da nicht so sicher. Economiesuisse hat seit ihrem Bestehen noch jede Initiative gebodigt, auch wenn es am Anfang anders ausgesehen hat.

Ich hoffe, dass die Initianten gut mobilisieren und die Millionenkampagne der Gegner kontraproduktiv ist, ich hoffe es. aber ich juble erst, wenn am Abstimmungssonntag ein JA herausgekommen ist.


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