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Ein ernster Konkurrent des Standortes Schweiz

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Ein erns­ter Kon­kur­rent des Stand­ortes Schweiz – aber nicht dekadent!

 

Es ist interessant festzustellen, dass lange unterworfene Länder, wie China oder Singapur, heute sehr starke Streitkräfte aufrechterhalten. Wie der Verfasser in China immer wieder feststellte, wollen die Chinesen - ob für oder gegen das Regime - nie mehr eine Zeit durchmachen, wie von 1800-1949, als das Land Spielball der europäischen Mächte, Japans und der USA war. Sie unterstützen die massive Aufrüstung und eine starke Armee.

Singapur ist ein hervorragend regierter, sehr gut funktionierender, sehr sauberer Vielvölker-Stadtstaat​. Er ist wirtschaftlich eine führende Macht und ein sehr ernster Konkurrent für den Wirtschaftsstandort Schweiz. Er vertritt selbstbewusst seine Interessen und ist nicht dekadent.

Das Land ist mit 700 Quadratkilometern, davon 200 aufgeschüttet, so gross, wie der Kt.Glarus. Seine Bevölkerung beträgt gegenwärtig rund 5.5 Millionen Menschen. Es kennt sei langem die allgemeine Wehrpflicht vom 18.bis zum 49. Lebensjahr. Die obligatorische Militärdienstpflicht beträgt 24 Monate, wobei weitgehend das ehemals so gut funktionierende Schweizer System übernommen wurde (Rekrutenschule, jährliche WK, Zusatzausbildung für die Kader). Frauen können sich auch zum Dienst melden.

Von den 5.5 Millionen Einwohnern sind 2.1 Millionen Männer in den oben genannten Altersgruppen diensttauglich. Jederzeit sind rund 70'000 Mann unter den Waffen. Die kurzfristig kampfbereite Reserve beträgt 270'000 Mann. Dazu kommen noch 1 Million ausgebildeter Soldaten, deren Mobilisierung etwas länger dauerte.

Seine Bodentruppen verfügen über rund 450 Kampfpanzer (darunter 110 Leopard 2), 520 Kampfschützenpanzer, 1300 gepanzerte Truppentransporter, hunderte von Panzerabwehr-kanonen und- Missiles, Panzer- und motorisierte Raketenartillerie, 134 zur Hälfte mobile, gepanzerte Flabraketenwerfer, 58 35-mm Oerlikon Flabgeschütze.

Seine Flotte umfasst 6 U-Boote, 18 mittlere Kriegsschiffe, zahlreiche Schnellboote, 4 Landungsschiffe, 4 Minensucher, zahlreiche anti-Schiffs-und U-Bootraketen und hunderte von Torpedos. Die Luftwaffe verfügt über 200 Flugzeuge, darunter 127 Kampfflugzeuge (z.B. 60 F-16) mit tausenden von Luft-Luft und Luft-Boden Lenkwaffen und gelenkten Bomben. Dazu kommen zahlreiche grosse Tank-,Transport- und Frühwarnflugzeuge, sowie eine bedeutende Helikopter-flotte mit 17 Kampfhubschraubern, 16 grossen 2-rotorigen und 38 kleineren Transporthelikoptern.​ Seine Luftwaffe verfügt über 4 Basen und eine weitere in Australien.

Das Verteidigungsbudget betrugt 2015 9.5 Milliarden US$, 3.7% des Bruttoinlandproduktes​. Das Land weiss, was Unabhängigkeit und Frieden wert sind

Quellen: https://www.mindef.go​v.sg/ (Verteidigungsministe​rium, Singapur); Sipri,Stockholm; https://en.wikipedia.​org/wiki/Singapore_ Armed_Forces; https://en.wikipedia.​org/wiki/Equipment_of​_the_Republic_of_Sing​apore_Air_Force; https://en.wikipedia.​org/wiki/Republic_of_​Singapore_Navy; https://en.wikipedia.​org/wiki/Equipment_of​_the_ Singaporean_Army


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50%
(12 Stimmen)
RUDOLF OBERLI sagte February 2017

Singapur war ursprünglich eine sozialdemokratische (!) Diktatur. Die "People’s Action Party " (PAP) war anfangs eine sozialdemokratische Partei und Mitglied der Sozialistischen Internationale.

"S​ingapur trauert um seinen Gründungsvater und langjährigen Regierungschef Lee Kuan Yew (1923-2015) und feiert im August den 50. Jahrestag seiner Staatsgründung. Ein Rückblick auf ein halbes Jahrhundert wirtschaftlicher und politischer Entwicklung offenbart Erfolge, unbequeme Schattenseiten werden gern verdrängt. Südostasiens Megametropole vermarktet sich global als Wirtschaftsmodell. Keine Frage: Wirtschaftlich steht der kleine Stadtstaat in Asien glänzend da. Kritischen Beobachtern im Westen bereitet das seit Jahrzehnten autokratisch regierte Singapur allerdings politische Schluckbeschwerden. (...)"

http://www.​eurasischesmagazin.de​/artikel/Singapur-ist​-kein-Vorbild-fuer-di​e-Demokratie/15012


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67%
(12 Stimmen)
Jan Eberhart sagte February 2017

Bevor man Singapor allzu sehr lobt, sollte man die Verhältnisse kennen.

60-h-Arbei​tswoche, kleine Wohnungen die man mit den Eltern teilt bis man heiratet, abseits der Arbeit heisst es erstmal Bildung, Bildung und nochmals Bildung. Dazu dürfte vielen missfallen, dass die Immigration grösser ist als in Europa oder USA.

Also nichts mit dolce vita und dazu ungesteuerte Immigration (für viele Europäer wohl ein No go).




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55%
(11 Stimmen)
Peter Graham Lancashire sagte February 2017

Diesmal absolut einverstanden!
Nachd​em Lee Kuan Yew, vielleicht der groesste asiatische Staatsman des lrtzten Jahrhundert,
nach 1949, zuerst von Japan und spaeter von der Schweiz viel gelernt hat, ist es m.E.an der Zeit dass die Schweiz von Singapur lernt, und Singapur vermehrt als "Benchmark* nimmt, Siehe auch das "Ease of doing Business" Index des Weltbanks, und Avenir Suisse "Ueberleben durch Erfolg"10.8.2014 PGL


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