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Ein Ja, das Konsequenzen hat

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Das Stimm­volk hat Ja zur Mas­sen­ein­wan­de­ru​ngs­i­ni­tia­tive ge­sagt, weil es sich davon auf einen Schlag die Lösung zahl­rei­cher Pro­bleme un­se­res Lan­des er­hofft. Doch das dürfte schwie­rig und un­rea­lis­tisch sein. Die Lösungen der SP hin­ge­gen sind be­kannt und durch­aus rea­lis­tisch. Und sie sind seit dem sonntäglichen Ja ak­tu­el­ler denn je. 

Eine Mehrheit der Stimmenden will, dass wir die Lösungen für Probleme endlich angehen, die das Parlament auf die lange Bank geschoben hat oder haben soll. Sie sind der SVP gefolgt, die diese Lösung allein in der Begrenzung der Zuwanderung sieht.

Die SP ist damit nicht einverstanden. Aus unserer Sicht muss man an anderen Orten ansetzen. So geizt die Schweiz zum Beispiel seit Längerem bei der Ausbildung der Jungen im eigenen Land und holt die Fachkräfte im Ausland. Anstatt nun die Grenzen für diese Fachkräfte zu schliessen, sollten die Ja-Sager vom Sonntag gewillt sein, Ausbildungs- und Weiterbildungs­progra​mme des Bundes und der Kantone bedingungslos zu unter­stü­t­zen, damit wir genügend Pflegepersonal, Ärztinnen und Ingenieure zur Verfügung haben. Das würde bedingen, dass alle Sparprogramme der Kantone im Bereich Bildung überarbeitet würden. Für alle Schulen und Ausbildungs­plätze müsste mehr Geld zur Verfügung stehen und die Wirtschaft soll künftig auch ältere Arbeitskräfte beschäftigen und sie in ihrer Weiterbildung fördern. 

Wir fordern die Ja-Stimmenden auch dazu auf, künftig familienergänzende Strukturen in allen Kantonen selbstverständlich zu unterstützen. Schliesslich sind sie die Voraussetzung, dass gut ausgebildete Berufs­leute, Mütter und Väter Beruf und Familie besser unter einen Hut bringen und der Wirtschaft voll zur Verfügung stehen. Alle werden nun dringend gebraucht. 

Jetzt, da auch der Forschungsplatz Schweiz finanziell unter Druck geraten dürfte, sind die 3 Milliarden, die das VBS für den Gripen ausgeben will, für Forschung und Bildung sicher besser eingesetzt.  

Konsequenterweise müssten Wirtschaft und Politiker zudem alles tun zur Bekämpfung von Lohndumping und Scheinselbständigkeit​. Und in 3 Monaten können die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger ein Ja zur Mindestlohninitiative​ in die Urne legen, weil sie den Hebel am richtigen Ort ansetzt.

Wer die Zuwanderung trotzdem begrenzen will, sollte auch die steuerlichen Privilegien als Anlockungsprogramm für ausländische Firmen und deren Effekte hinterfragen. Zu gravierend zeigten sich die negativen Auswirkungen im Tessin, wo die neuangesiedelten Firmen ihre eigenen billigeren Arbeiter mitbringen und damit das Lohndumping anheizen und so die inländischen Arbeitskräfte in der Schweiz verdrängen.  

Logisc​herweise, und das würde mich freuen, müsste nun selbst die SVP voll hinter diesen Lösun­gen stehen und Hand für viele Projekte bieten, die schon seit langem ein Anlie­gen der SP sind. Für die SP ist klar: Die überfälligen Reformen im Arbeits- und im Wohnungsmarkt, in der Bildung und der Raumplanung müssen angepackt werden. Damit alle und nicht nur wenige von den Früchten der Schweizer Wirtschaft profitieren. 

Mit etwas positivem Denken, kann man zum Schluss kommen, die SVP sollte sich den Lösungen der SP anschliessen, für das Wohl der Arbeiterinnen und Arbeiter, für Familien, Arbeits­plätze, faire Löhne und endlich auch für die Bildung und Qualifizierung der Arbeitskräfte im eigenen Land. Ich hoffe, ich liege mit meinen Er­war­tungen nicht zu hoch. 

Es wird sich bald zeigen, ob die SVP bereit ist, für die ganze Bevölkerung Politik zu machen oder lieber nur aufwiegelt und Sprüche klopft. Falls die Schweiz nun von der EU einen Denkzettel erhält, müssen wir alle gemeinsam die Suppe auslöffeln, die uns eine knappe Mehrheit eingebrockt hat. Das ist der Preis der Abschottungsinitiativ​e. Wir werden sehen, was das Abstimmungsresultat längerfristig für Konsequenzen haben wird. Aber bitte kein Gejammer, liebe Ja-Sager, wenn wir die Rechnung für die­sen Alleingang präsentiert bekommen. Die ersten Reaktionen der EU zeigen nämlich bereits, es könnte ein steiniger Weg werden. 

Kommentare von Lesern zum Artikel

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34%
(29 Stimmen)
Urs Stäbler sagte February 2014

Es kommen durch die Kontingente genau gleichviel Zuwanderer in die Schweiz, wie die Wirtschaft benötigt. Nur haben wir nun zusätzlich einen riesigen Büroapparat aufgebaut und dies genau dank der SVP, die ja an allen Enden sparen will. Ganz abgesehen von den voraussehbaren Blockaden der EU. Der Bundesrat, der jetzt schon nicht mehr über die Arbeit hinaussieht, muss ihr Tagesgeschäft niederlegen und in ganz Europa als Feuerlöscher einspringen. Bevor man eine solche Initiative vors Volk bringt sollte man diese auch zu Ende denken. Aber denken war noch nie die Stärke der SVP. Um ein Desaster bei den nächsten Wahlen zu vermeiden geben sie in Sachen Fremdenfeindlichkeit noch einmal Vollgas. Aber ob's was nützt oder die SVP nun ein Eigentor geschossen hat bleibt abzuwarten.


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59%
(27 Stimmen)
cristiano safado sagte February 2014

Wie ich schon immer gesagt habe, hört auf mit der EU (mit Barroso und Konsorten) zu verhandeln und findet Abkommen mit den einzelnen Staaten http://www.tagesanzei​ger.ch/schweiz/standa​rd/Merkel-setzt-deutl​iche-Gegenakzente-zur​-EU/story/14799777. Wer nicht will, soll uns am A..... ......, deren Staatsangehörigen geben wir auch keine Arbeitsbewilligung mehr.


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31%
(32 Stimmen)
Dieter E.U. Lohmann sagte February 2014

Die EU hat recht!

Herr Barroso verteidigt die Freiheit der Menschen!

http://w​ww.vimentis.ch/d/dial​og/readarticle/die-eu​-hat-recht/

Mensch​enverachtende Vorschläge wie jene der SVP werden von der EU nicht akzeptiert!


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67%
(24 Stimmen)
Hans Arnold sagte February 2014

Frau Heim,

das mit flankierenden Massnahmen bei diesem Einwanderungsdruck, sind doch Tropfen auf den heissen Stein um nicht von faulen Ausreden zu schreiben. Die Linke will einfach - auf Teufel komm raus - EU-Prügel auf unser Land, wen wundert's.
Zudem scheinen Sie die Statistik zu ignorieren, dass der Grossteil der Einwanderung aus Familiennachzug resultiert. Den Massstab dafür bieten zur Zeit die Kopftuch-Streitereien​ mit Somalierinnen in der Ostschweiz: 1 Asylantrag, dann holt sie weitere acht Angehörige. Wer Augen hat, wird in seiner nächsten Umgebung bemerken, dass dies bei sog. Drittstaaten auch bei den Arbeitsimmigranten so funktioniert. Staaten nenne ich nicht, weil ich sonst die Rassismusklage eines roten Winkeladvokaten am Hals habe.

Mit SP-Mentalität hätte unser Dario in Sochi kaum ein Diplom geholt. Mögen Sie jetzt mit all ihren Genossen jammern, verkneifen Sie aber bitte das höhnen und meucheln bei den Verhandlungen wie es ihr oberster Genosse in seinen Voten zum Ausdruck bringt. Machen Sie es ihm nicht nach.

Und wenn Sie mich jetzt zur SVP rechnen, ist das genauso daneben, wie Ihre Vorschläge zur Problemlösung. Bis kurz vor der Abstimmung gehörte ich ins Lager der Unentschlossenen. In einem Leserbrief an meine Zeitung reklamierte ich griffige Massnahmen. Dann kam der Jammerauftritt dreier Bundesräte - sie hätten Bruxellerbedienstete sein können - da kippte meine Haltung definitiv. Ein zweitausendjähriges Sprichwort besagt "lerne dich kennen und du kennst die andern". Und so kam es, wie es kommen musste. Doch wenn die SP keine klugen Vorschläge zu bringen fähig ist, dann soll sie jetzt das Maul halten und nicht Meuchelmorde begehen. Zumuten würde man es ihr allmählich, wenn man beobachtet, wie sich ihre Exponenten zur Zeit auf die Seite der EU schlagen in ihrer Argumentation.

Das​s ich im Kanton Zug zur hauchdünn unterlegenen Minderheit gehöre, hängt vermutlich damit zusammen, dass der Zuger eine sprichwörtliche Krämerseele ist und bleibt. Und Krämer sind die einzigen Profiteure bei dieser Invasion, die es zu stoppen gilt und wäre es über die Knüppelmethode eines Attraktivitäts-Verlus​tes unseres Wirtschaftsstandortes​. Der Asylbereich beweist, dass dies ein taugliches Mittel ist, dort zwar von den Genossen bekämpft in der Zuwanderungsfrage hält man sich diesbezüglich feige bedeckt - nichts Aussergewöhnliches bei sophistischer Linksideologie.


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57%
(23 Stimmen)
Kurt Peter sagte February 2014

Ich gönne ja gewissen Leuten ihren naiven Optimismus, auch wenn er an Naivität grenzt!

Aber wir sollten vielleicht schon mal gewisse europapolitische Fakten zur Kenntnis nehmen!

Die Schweiz ist massiv abhängig von der EU!

Die Schweiz will den Zugang zum Klub "EU-Binnenmarkt". In diesem Klub bestimmen aber die Mitglieder (EU-Mitglieder) die regeln!

Die Schweiz hat sich an diese Regeln zu halten. Alles andere sind realitätsfremde Träumereien!


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88%
(24 Stimmen)
Karl Müller sagte February 2014

Die Arbeitgeber stehen in der Verantwortung:
Wer zu alt ist oder ohne Berufserfahrung oder nicht zu 120% einsatzfähig (eine leichte Behinderung wird schon lange nicht mehr akzeptiert) wird gnadenlos aussortiert und durch gesunde Einwanderer im besten Arbeitsalter ersetzt!
Sie müssen den Alten wieder eine Chance geben und genauso den ganz Jungen sowie den Behinderten!
Sie müssen wieder mehr in die Ausbildung ihrer Angstellten investieren!

In der Schweiz herrscht nicht in allen Berufen Arbeitskräftemangel, denn die versteckte Arbeitslosigkeit ist sehr hoch:
Offiziell sind "nur" 3% arbeitslos.
Aber dazu kommen noch:
Die Unterbeschäftigten (Temporärangestellte,​ die mehr arbeiten möchten).
Die in das Sozialsystem abgedrängten jedoch arbeitsfähigen IV-Rentner und Sozialhilfeempfänger.​
Die Ausgesteuerten, Wiedereinsteigerinnen​ nach der Babypause, Studenten und Schüler auf der Suche nach einem Ferienjob und die anderen Arbeitslosen ohne Anspruch auf Sozialleistungen.

Die Arbeitgeber müssen ihre Anstellungspraxis ändern!


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83%
(24 Stimmen)
Karl Müller sagte February 2014

Die Arbeitgeber sind verantwortlich für das Ja!!

Ein unschönes Beispiel:
Im walliser Baugewerbe werden die Ausländer im Herbst entlassen, "überwintern" bei der Arbeitslosenkasse und werden im Frühling wieder angestellt. Nicht erst seit der Einführung der PFZ, das war schon 2000 der Fall.
http://www.tag​esanzeiger.ch/wirtsch​aft/konjunktur/Ueber-​14-Prozent-arbeitslos​e-Auslaender-im-Walli​s/story/10481654

Die ALV ist eigentlich für den Fall einer Wirtschaftkrise gedacht, doch sie wird mehr und mehr dazu missbraucht nicht mehr erwünschte Arbeitskräfte loszuwerden. Das muss sich ändern!

Gedanken für eine ALV-Revision:
Ein Entlassener wird per Ende des laufenden Monats freigestellt mit dem Ziel, dass er sich voll auf die Stellensuche konzentrieren kann.
Der Entlassene muss sich wie bisher um Arbeit bemühen, kontrolliert vom RAV. Er erhält jedoch kein Taggeld sondern seinen normalen Lohn, bezahlt von seinem früheren Arbeitgeber, jedoch nur wenn er alle Kontrollbedingungen erfüllt. Diese Regelung ist befristet auf einen Monat pro Jahr Betriebszugehörigkeit​, maximal jedoch sechs Monate. Anschliessend erhält der Arbeitslose das normale Taggeld.
Diese Regelung gilt nicht bei einer berechtigten fristlosen Entlassung, der Richter entscheidet. Der Arbeitslose erhält ein gekürztes Taggeld.
Die bisherige Regelung gilt, wenn der Arbeitnehmer selber gekündigt hat. Ausser bei einer berechtigten fristlosen Kündigung, der Richter entscheidet. In diesem Fall gilt die neue Regelung.
Die bisherige Regelung gilt bei einer Entlassung aus wirtschaftlichen Gründen, aber nur wenn das Fortbestehen der Firma gefährdet ist, der Richter entscheidet.

Diese Neuregelung erlaubt es den Arbeitgebern weiterhin Leute zu entlassen, aber das ist nicht mehr gratis wie bisher. Leider ist hier eine verschärfte Regelung nötig. Leider haben die Arbeitgeber die ihnen gegebene Freiheit missbraucht!!

Diese Neuregelung führt zu einer Umverteilung der Kosten von der Allgemeinheit (ALV) zum Verursacher (entlassender Betrieb), es ist damit zu rechnen, dass die Arbeitgeber ihre Praxis ändern und weniger Leute entlassen, nur weil sie zu teuer sind.

Diese Neuregelung steht nicht im Widerspruch zur PFZ, sie kann jedoch dazu führen, dass weniger Leute entlassen und direkt durch Neueinwanderer entlassen werden.


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77%
(22 Stimmen)
Karl Müller sagte February 2014

Ist die Einwanderung gut für die Ausländer und die Herkunftsländer?

Wer wandert aus?
Die jungen und dynamischen Kräfte, die für den (Wieder-)Aufbau der Wirtschaft in der Heimat dringend benötigt würden.

Ein Teil des schweizer Wirtschaftwachstums ist eine direkte Folge der Zuwanderung, mehr Leute bedeutet mehr Konsum, dies mehr Produktion, dies eine grössere Nachfrage nach Arbeitskräften und eine grössere Zuwanderung. Das Ergebnis ist eine Spirale nach oben. Wachstum durch Einwanderung.
In den Heimatländern der Einwanderer geschieht exakt das Umgekehrte: Durch die Auswanderung sinkt die Anzahl der Konsumenten und damit der Konsum, es muss also weniger produziert werden. (Die Ueberweisungen aus der Schweiz können diese negativen Folgen nur teilweise kompensieren.) Die Folge ist eine wirtschaftliche Rezession, die weitere Leute zur Auswanderung verleitet. Das Ergebnis ist eine Spirale nach unten. Schrumpfung durch Auswanderung. Eine Auswanderungskrise!

Die Familien nehmen ihre Kinder mit in die Schweiz. Dadurch werden die Kinder entwurzelt. Sie sitzen zwischen den Stühlen: in der Schweiz sind sie fremde Ausländer und in der Heimat ihrer Eltern fremde "Schweizer".

In den letzten Jahren wurden in der Schweiz einige hunderttausend Arbeitsplätze für Einwanderer geschaffen. Es wäre für alle Beteiligten besser gewesen, dies wäre in den Heimatländern der Einwanderer geschehen!!


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75%
(16 Stimmen)
Karl Müller sagte February 2014

Wer profitiert von der Einwanderung?
Die Arbeitgeber!
Als müssen auch die Arbeitgeber für die negativen Folgen gerade stehen!
Das bedeutet einen Griff in den Geldbeutel!

Hier sind die Linken gefordert!

Wer Ausländer beschäftigt, zahlt eine Lenkungsabgabe. (Z.B. 10% des Bruttolohns für frisch Eingewanderte. Die Abgabe sinkt mit der Aufenthaltsdauer der Ausländer in der Schweiz, um 1/100 pro Aufenthaltsjahr. Die Lenkungsabgabe steigt solange die Arbeitslosenrate höher ist als 0.5% und fällt sobald die Arbeitslosenrate kleiner ist als 0.5%.) (So werden die Ausländer teurer als die Schweizer und die alteingesessenen Ausländer billiger als die Neueinwanderer.)
Wer​ Ausländer als Arbeitskräfte in die Schweiz holt, zahlt eine Einwanderungsgebühr (die ebenfalls von der Höhe der Arbeitslosenrate abhängt.)
Alternativ​e: Die Einwanderungsbewillig​ungen für ausländische Arbeitskräfte werden wöchentlich versteigert.
Doch Achtung: Diese Massnahmen führen zu höheren Kosten für die Wirtschaft und gefährden die Konkurrenzfähigkeit. Die zusätzlichen Einnahmen müssen also in irgendeiner Form an die Wirtschaft zurückfliessen!!

Hier müssen die Linken über ihren eigenen Schatten springen: Denn durch diese Massnahmen werden die Ausländer gegenüber den Schweizern diskriminiert. Aber die Ausländer werden in Zukunft auf jeden Fall diskrimiert werden. Es liegt nun an den Linken zu entscheiden in welcher Form dies geschehen soll.


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64%
(28 Stimmen)
Willy Brauen sagte February 2014

Liebe Frau Heim
Öffnen Sie vorerst mal Augen und Ohren! Glücklicherweise wurde die Initiative angenommen. Hoffentlich hat es Konsequenzen! Somit muss jetzt endlich dringend etwas geschehen. Sie loben die SP in den höchsten Tönen, was sie alles gemacht und vorgeschlagen habe. Dabei ist die Tatsache, dass sich die SP vorerst mal der SVP und deren berechtigtem Einsatz fürs Volk verweigert hat! Es kamen nie irgendwelche verwertbare Lösungsansätze, weder zu Beginn der Diskussion um die übermässige Zuwanderung, noch später! Denken Sie mal an ihre Klientel, ans Volk und deren Ängste und an die Schweiz!

Mit der PFZ haben die Unternehmen Carte blanche. Die ausgebildeten Leute, die sie brauchen, können sie ungehindert im Ausland holen. Sie müssen die Leute nicht aus- und weiter bilden, sie können damit Kosten sparen und die Gewinne optimieren! Dazu kommt, dass viele ältere, teurere MitarbeiterInnen entlassen werden und dafür jüngere, billigere Arbeitskräfte aus der EU holen, ohne Lohndumping. Vor Allem im grenznahen Raum kommen sogenannte (Schein)„Selbständige​“, die zu jedem Preis arbeiten, welche gar nicht kontrolliert werden können! Die flankierenden Massnahmen, welche die SP fordert, ist nur ein Tropfen auf den Heissen Stein bei diesen Mengen, die bisher einwanderten! Sonst hätte man viel mehr Kontrolleure einstellen müssen, was nicht mehr zahlbar gewesen wäre. (Diese Leute arbeiten ja auch nicht für Dumping-Löhne) Es wäre eine viel grössere Bürokratie entstanden, als das mit den Kontingenten jetzt erfolgen wird. Zudem könnte über die Kontingente ebenso gut kontrolliert werden, ob die Löhne unterboten werden, zB mit einem Rückmeldeformular des ausländischen Arbeitnehmers. Wir müssen die Zuwanderung drosseln. Das hat erste Priorität!

Unsere Wirtschaft ist nicht mit den östlichen und südlichen Staaten zu vergleichen. Die Schweiz ist ein Hochlohnland und wenn die Mindestlohn-Initiativ​e angenommen würde, hätte das noch eine viel grössere Zuwanderungswelle zur Folge, was jetzt hoffentlich, nach der Zustimmung zur SVP-Initiative, endlich gebremst wird. Ich bin durchaus für gerechte Löhne, was allerdings mit der Mindestlohn-Initiativ​e nicht gelöst werden kann. Ebenso brauchen wir eine gewisse Zuwanderung von Arbeitskräften, aber niemals in diesem Ausmass, wie es jetzt betrieben wird. Wir bilden die eigenen Leute nicht mehr, oder viel zu wenige aus, haben für Ärzte/Ärztinnen immer noch den Numerus Clausus, für die einheimischen Interessierten für Pflegeberufe, gibt es zu wenig Ausbildungsmöglichkei​ten, weil man so einfach und massenweise ausländisches Personal holen kann!

Haben Sie sich mal überlegt wie viel Personal die eingewanderten Leute benötigen? (pro Jahr 80'000, in 12 Jahren 1 Million!!) Es ist wie ein Schneeballsystem: immer mehr, noch mehr, noch viel mehr... mehr und mehr ohne Ende.... und die Leute wollen auch wohnen, fahren mit Auto oder Zug, brauchen Energie, Kinder benötigen Kindergärten, Schulen, die Leute werden auch krank, brauchen Pflege, usw. die Schweiz ist ein Magnet.......

In vielen Schweizer- und in zugewanderten Unternehmungen sind heute mittlerweile vielfach Ausländer in den Chefetagen, die unser duales Bildungssystem nicht kennen und somit den Fähigkeiten der CH-Bewerber nicht trauen, stattdessen lieber auf ihre Landsleute zurückgreifen und gar nicht erst vorhandenes Personal anstellen. Es ist ja so einfach. Mit der vollen PFZ wurde der Schutz für die im Land befindlichen Arbeitnehmer/Innen abgeschafft. Keine SP, keine Gewerkschaft warnte davor! Wenn nur die versprochenen 8-10'000 Einwanderer gekommen wären, wäre das nicht zum Problem geworden. Die Warner wurden als Phantasten (altBR Frau Calmy) hingestellt! Die Kontingente werden die Chancen der einheimischen Bevölkerung und der Ausländer, die ohnehin schon da sind, erhöhen. Leider werden viel zu viele Unternehmungen mit unhaltbaren Anreizen in die Schweiz gelockt. Die Schweizer Wirtschaft soll vorerst Arbeitsplätze für die hier ansässigen Arbeitnehmer/Innen schaffen und nicht möglichst viele Arbeitsplätze, wofür wir nicht genügend Leute haben und auch nicht genügend Platz!

EU und Euro kranken daran, dass die ökonomischen Differenzen der 27 Volkswirtschaften viel zu gross sind, um sie vereinheitlicht zu behandeln. Den EU-Exponenten, mit einer ganz geringen demokratischen Legitimität, geht es zur Hauptsache um Macht- und Grössen-hunger(wahn)!​ Sie träumen von den Vereinigten Staaten von Europa, müssten eigentlich, dank ihrer Ausbildung und angeblichen Intelligenz, genau wissen, dass das im Besten Fall nur mit einer Diktatur, oder ähnlich solcher Strukturen, möglich ist! Überall auf der Welt versuchen die Völker ihre eigene Identität, Eigenständigkeit und ihre Souveränität zu erhalten und/oder zu erwirken, sind aber zur Zusammenarbeit durchaus bereit! Die Völker, vielfach leider nicht deren Vertreter, lehnen die starre Zentralisierung, wie es die EU anstrebt, ab. Der Euro kann die wirtschaftlichen Differenzen nicht ausgleichen, was mit den alten Währungen möglich war!

Haben Sie sich schon mal Gedanken darüber gemacht, dass die reicheren Staaten – darunter Allen voran Deutschland und die Schweiz – viele der vorhandenen „Intelligenzen“ den ärmeren Staaten entziehen, und so das „Intelligenz-und Fähigkeitsgefälle“ in diesen Staaten verschlechtern!? Diese Staaten, die eigentlich bessere Fortschritte machen müssten, sollten, könnten, werden so noch schwächer! Von den gesprochenen Hilfszahlungen der EU(ESM) an diese Staaten, profitieren in erster Linie die Machthabenden, die reiche Oberschicht, und die korrupten PolitikerInnen. Das ist, weiss Gott, nicht die erstrebenswerte Politik!

Ich weiss, dass die SP nicht verlieren kann. Die „Fehler“ machen immer die Anderen, oder die Gewinner einer SVP-Initiative. Die Linken sind ja ohnehin intelligenter als das wenig intelligente Volk. Darum möchten Linke und Grüne unsere Demokratie auf EU-Niveau bringen, um selber zu bestimmen was Sache ist. Wahrscheinlich würden Sie am liebsten alles im Alleingang entscheiden!? Wie käme das heraus? Warum Sie die SVP-Masseneinwanderun​gsinitiative nicht richtig bezeichnen können, ist mir nicht bekannt, wäre aber nicht so kompliziert! Alle Parteien, Wirtschaft, Gewerkschaften und Verbände haben sich abgeschottet. Ich bin zwar nicht SVP-Mitglied, wie viele andere auch nicht, die sich zu Gunsten der Schweiz entschieden haben, aber für mich war es bisher die einzige, brauchbare Antwort, um das Problem abzudämpfen! Wünschen Sie der Schweiz ein schlechtes Gelingen der Verhandlungen, damit die JA Sager eins aufs Dach kriegen? Haben Sie daran gedacht, dass es Sie auch treffen könnte!?



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85%
(20 Stimmen)
Peter Oberholzer sagte February 2014

Die Diskussion über die Einwanderungs-Abstimm​ung hat unterdessen nachgelassen.

- Ich rechne damit, dass die Bewilligungen auf etwa 60% der Bisherigen zurückgefahren werden.
- Aber … nächstes Jahr gibt es die Abstimmung über die Ecopop-Initiative, die auf 20% reduzieren will.

Die EU-Funktionäre und unsere Mainstream-Politiker befeuern mit ihrem Verhalten die Abstimmenden auch diese weitere Initiative anzunehmen. Sie haben schon einmal geübt, wie sie dann regieren können, wenn auch die Auswirkungen ungleich viel grösser sein werden.

Wer kann denen noch helfen?


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61%
(28 Stimmen)
Roman Adolph sagte February 2014



Levrat und Rechsteiner versuchen Alles....

Habe gerade folgenden, fast unbegreiflichen Bericht gelesen:
http://www.​20min.ch/schweiz/news​/story/Linke-fordern-​eine-zweite-Abstimmun​g-21254285#talkback

Unglaublich, dass es "Volksvertreter" gibt, die das Volksvotum so in Frage stellen.

Was unternimmt man nicht alles, um den wenigen Profiteuren (Wirtschaftsverbände/​Arbeitgeber) der PFZ Hilfestellung zu leisten. Langsam wird es peinlich. Soll man so lange abstimmen lassen, bis das Resultat den Mitte/Links-Ignorante​n passt?

Anstatt an der schmerzende Niederlage herumzuschrauben, sollte diese Leute an die Arbeit gehen und die Verhältnisse im Land wieder in Ordnung bringen.

Es braucht keine Akrobatik, um wieder Sicherheit und Frieden im Land herzustellen - wie das geht? - siehe Zustände und Situation vor der PFZ....



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74%
(23 Stimmen)
Werner Nabulon sagte February 2014

Werte Frau Bea Heim SP,
Die Schweiz würde ein Land von Dienstleistern, was der Mainstream Slogan der in den 1990ger Jahren Herumgeisterte.

Weiter hat es geheissen, mein Kind soll es einmal besser haben wie wir Eltern, also keiner „schmutzigen“ „Einfachen“ Arbeit nachgehen müssen. Also waren alle bemüht, seine Kinder möglichst gut zu Bilden. Mindestens eine KV Lehre sollte das Kind machen, um es einmal besser zu haben.
Fortan wurde das Niveau für Handwerksberufe in die Höhe geschraubt, der einfache Facharbeiter, Automechaniker, Schreiner, Industriefacharbeiter​ musste Sekundarschule haben, eine Krankenschwester die Mathura, und da schreiben sie was von ? Versäumnis in der Fachausbildung?
Eige​ntlich sollte es den „Studierten“ klar sein, dass jemand der das Flair, das Handwerkliche Geschick mitbringt, kreativ, manuell zu arbeiten, oder einen besonderen Zugang und Geduld mit Menschen hat, etwas Defizite in den „Standard“ Schulfächern haben kann, nicht muss.
Auf alle Fälle haben ja Hirnforscher solches bestätigt, dass Menschen sich unterschiedlich entwickeln. P.S. Unsere handwerklichen Fachkräfte sind Top ausgebildet, einfach informativ.
Ebenso in den 1990ger Jahren, je mehr man die Grenzen aufmachte, globalisierte, EU Standards und Normen anpeilte, wurden aus Gewinnsucht und Arbeitsstress, immer mehr ältere Personen regelrecht aus den Firmen gedrängt, gemobbt.
Man meinte, mit guten Sozialsystemen, Leistungen könne man diese ausgeschlossenen abgeschobenen Menschen auffangen, dann sei alles in Butter.
Hier ging die Soziale, Emotionale, Kompetenz flöten, die Erfahrung, was ältere Mitarbeiter nun einmal auszeichnet.
Um wie viele Stellen es sich handelt, kann man bei der Zuwanderung und den Grenzgänger Quoten nachlesen. Das ist geschehen.
Ja, dann noch das Lieblingsthema der SP, eine „normale Hausfrau“ ist nichts, sie muss die Kids in die Krippe bringen und einen Job in einer Firma nachgehen.


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80%
(20 Stimmen)
Alex Schneider sagte February 2014

Diese Vorschläge sind alle gut und recht, nur dauerte es Jahrzehnte bis sie wirksam würden, falls sie überhaupt eine politische Mehrheit fänden. Auch die flankierenden Massnahmen sind im Prinzip o.k.. Um aber von den 80'000 Nettoeinwanderern herunterzukommen, sind sie viel zu wenig wirksam. Auch die SP muss sich jetzt um die vernünftige Umsetzung der Kontingentierung kümmern. Sie darf sich nicht nur mit Alternativvorschlägen​ aus der nun anstehenden Diskussion verabschieden.


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60%
(30 Stimmen)
Paul Rohner sagte February 2014

Richtig erfasst, Frau Nationarätin Bea Heim in Ihrem Titel. Tatsächlich hatte die demokratisch erfolgte Abstimmung bereits Konsequenzen gehabt. Da gab es bereits kurz nach bekannt werden des Resultat bereits Anfeindunge gegen Ja Stimmer, und Pöbeleien sowie Sachbeschädigungen in verschiedenen Städten. Das nennen Sie Lösungen der SP.

So verstehen sich die Verlierer einer Initiative auch schon im Recht uns JA Stimmer ins Unrecht zu setzen. Mir sind die Lösungen der SP seit Jahren bekannt, zusehen wie die Schweiz vor die Hunde geht, darum alles zu bekämpfen was ihnen gegen den Strich geht. Was man da alles für Intelligenz Ansätze von SP, den Grünen Parteien, CVP, FDP BDP usw zu hören bekommt. Vereinfacht gesagt weiterhin nichts machen und der EU zudienen ist keine Lösung.


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