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Eine Anreihung von Lügen, Unwahrheiten und Unterstellungen

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Die SVP hat den Wahl­kampf mit der gros­sen Kelle an­gerührt. Diese Tage er­hiel­ten alle Haus­halte das Ex­trablatt mit dem Titel "Ver­nunft statt Ideo­lo­gie". Da steht: "Auf die schrille Pa­nik­ma­che soll der so­zia­lis­ti­sche Umbau un­se­rer Ge­sell­schaft fol­gen. Das ist das po­li­ti­sche Ziel der links­-­grü­nen Kli­ma-­Ideo­lo­gen..​." Gleich die ers­ten Zei­len las­sen es ver­mu­ten, eine ein­zige het­ze­ri­sche An­rei­hung von Lü­gen, Un­war­hei­ten und Un­ter­stel­lun­gen. ​

"... mit einem wohl einmaligen Verfassungbruch, den Volksentscheid zur Masseneinwanderung-In​itiative in keinem einzigen Punkt umzusetzen". Diese Äusserung von Adrian Amstutz, ist schlicht und einfach falsch, die Intiative wurde umgesetzt, aber das Parlament musste dabei berücksichtigen, was Völkerrecht, internationale Verträge und die Verfassung zuliess. Dass die Initiative nicht im Sinne der SVP umgesetzt werden konnte, hat sie alleine zu verantworten, da die Initiative schlecht vorbereitet war und zu wenig auf die eben erwähnten Punkte Rücksicht nahm. 

"So wollen Linke noch mehr Asylanten in die Schweiz holen" schreibt Nationalrat Andreas Glarner. Er spricht davon, dass auf Kosten der Schweizer Steuerzahler weitere Zehntausende Wirtschaftsmigranten ins Land geholt werden sollen und warnt vor dem Ende des Sozialstaates. Das ist so definitiv nicht korrekt, die aktuellen veröffentlichten Zahlen im Bereich Asylwesen und Migration sprechen eine ganz andere Sprache. Zudem wurde am 1. März 2019 das beschleunigte Asylverfahren eingeführt und gemäss Pressemitteilung des Staatssekretariates für Migration (SEM) werden Gesuche von Migrant*innen aus "sicheren" Ländern welche keine Aussicht auf Erfolg haben, im Asylverfahren vorgezogen. Das betrifft auch diejenigen Migrant*innen welche nicht von der vorläufigen Aufnahme profitieren werden. 

Also Lüge Nummer zwei!

Camille Lohte (Präsidentin JSVP Kanton Zürich) schreibt unter dem Motto Zum Frauenstreiktag: GEWALT gegen Frauen hat einen Namen: NICHTINTEGRIERTE! 

Na​türlich wird auch hier die nicht bestehende Masseneinwanderung verantwortlich gemacht, ein Thema das sich wie ein roter Faden durch das Blatt zieht. Es ist gerade die SVP welche versucht auf allen Ebenen Gelder für die Integration zu streichen. Wenn also jemand die Nichtintegration zu verantworten hat, dann mit Sicherheit die SVP. 

Ein guter Faktencheck zu den Klimathematiken liefert der Tagesanzeiger:  

http​s://www.tagesanzeiger​.ch/schweiz/Das-Klima​Extrablatt-der-SVP-im​-ExpertenCheck/story/​12375561

Insgesamt lässt sich festhalten, dass das Extrablatt der SVP Rechtspopulismus in Reinform betreibt. Quasi ein Musterbeispiel nach dem anderen. Es wird suggeriert, dass wir eine Masseneinwanderung hätten (obwohl die aktuellen Zahlen dagegen sprechen) und es wird behauptet, dass unser Land dadurch in aktuer Gefahr sei. Es wird Angst geschürt vor Problematiken die so nicht existieren. 

Ob die SVP es mit diesem Blatt tatsächlich schafft, die Reihe von massiven Abstimmungs- und Wahlmisserfolgen zu stoppen, wage ich zu bezweifeln. 

 


Kommentare von Lesern zum Artikel

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28%
(25 Stimmen)
RUDOLF OBERLI sagte June 2019

"Insgesamt lässt sich festhalten, dass das Extrablatt der SVP Rechtspopulismus in Reinform betreibt. Quasi ein Musterbeispiel nach dem anderen."

Der INHALT ist rechtsextrem, nur der STIL ist rechtspopulistisch.

Das Verrückte an diesem von Unbekannten finanzierten Blatt ist, dass die SVP mit einem ähnlichen "Programm" die wählerstärkste Partei geworden ist, und sie glaubt, dass sie mit diesem Hau-den-Lukas-Stil im Herbst die wählerstärkste Partei bleiben wird ...


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20%
(15 Stimmen)
Georg Bender sagte June 2019

Ich habe der SVP folgendes Mail zugestellt:
"Vernunf​t" ist kein politischer Begriff, welcher nach der Façon der Parteiinteressen verstanden werden kann.

Nun wäre es doch nicht mehr als vernünftig, kommt von Vernunft, endlich das Phantom Zahler zu entschlüsseln, welche die Obrigkeiten für ihre Betrügereien verwenden!
Der Verfassungsartikel der Beteiligung an den Gemeinwohl- und Soziallasten nach wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit, unterstützt diese Betrügereien! Im 21. Jahrhundert sollte doch der Geist soweit gebildet sein, dass man begreift, dass niemanden Geld vom Himmel zufliegt, auch Herrn Blocher nicht! Der Ärmste wie der Reichste beteiligen sich mit keinem Rappen an den Gemeinwohl- und Sozialausgaben; denn das Geld steckt im Produkt und besteht aus nicht getilgten Bankkrediten und nicht abgeschriebenen Bankinvestitionen. Vernünftig wäre es auch, zu erkennen, dass die Geldschöpfung niemals mit einem Delkredererisiko belastet sein darf; denn es handelt sich um die staatlich verordnete Währung!

Vernunftvorausset​zung: Begreifen, dass wir den uns zugeordneten frei verfügbaren Gegenwert der Leistung oder Rechtsanspruch zur Bedürfnisabdeckung mit gegenseitiger Leistungserbringung tauschen! Es fehlt niemals Geld; denn Geld ist Planwirtschaft! Wer staatliche Einsparungen für notwendige Ausgaben verfügt, hat keinen blassen Schimmer vom Geldsystem, ist jedoch vom Neoliberalismus indoktriniert.

Weltweit wurde der Zahler Virus wie folgt indoktriniert. Die Einnahmen aus den Staats- und Sozialausgaben (in den Preisen einkalkuliert), werden dem Erwerbseinkommen zugeordnet, also addiert und wieder abgezogen resp. zur Pflichtweiterleitung an den Staat verbucht! Wer ein höheres frei verfügbares Einkommen zugeordnet erhält, muss mathematisch auch einen höheren Anteil zur Addition und Subtraktion abwickeln!

Würde diese Vernunft im Denkvermögen vorhanden sein, hätten wir eine andere Gesellschaft und Politiklandschaft. Nur wenige Regierende wären noch notwendig; denn die direkte Umlage - Abwicklung zwischen der Wirtschaft und Staat, der anteiligen Einnahmen aus Staats- und Sozialausgaben über den Umsatz an den Endbenutzer, System WUST, wäre ein Paradigma Wechsel vom Spielort Wohnsitz zur Quelle! Die Steueroasen wären praktisch trockengelegt und die Regierenden hätten keine Spielzeuge mehr und die Medien könnten nichts mehr darüber berichten! Fakultät Ökonomie als Sekte der Elite, müsste sich auch neu erfinden!

Wann darf man mit einem Extrablatt: "Aufklärung zur wahren Identität" rechnen?»




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71%
(17 Stimmen)
Alex Müller sagte June 2019

Nun, es ist ein demokratisches Recht, dass alle Parteien Werbung machen dürfen. Das soll auch so bleiben. Die Leser dieser Werbung können dann selber entscheiden, ob sie sich zu den dargebotenen Parolen hingezogen fühlen oder nicht.
Allerdings ist es so, dass sich nicht jede Partei in der Schweiz ein Extrablatt mit einer Auflage von 3'051'431 Stück leisten kann.
Zum Extrablatt möchte ich bemerken, dass der Titel verkehrt eingesetzt wurde: "Ideologie statt Vernunft".


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