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Erste Corona-Lektionen

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"Das China-Vi­rus führte zur Schen­gen-Pan­de­mie.​ In der Schweiz deu­tet alles dar­auf hin, dass die Seu­che haupt­säch­lich von Grenz­gän­gern ver­brei­tet wur­de.

01.04.2020

Die Corona-Pandemie befindet sich noch immer im Anfangsstadium, vieles bleibt unklar. Bereits klar erkennbar sind indes die Makro-Ursachen dieser weltweiten Seuche.

Der säuselnde Serienlügner im Weissen Haus hat diesmal recht: Covid-19 verdanken wir China und dessen weltweite Verbreitung der EU beziehungsweise Schengen.

Es ist kein Zufall, dass neue Viren und Seuchen seit Jahrhunderten regelmässig in China ihren Ursprung haben. Dies liegt nicht an der Bevölkerungsdichte, die etwa in Indien und Ägypten ebenso gross ist. Schuld ist die chinesische Kultur.

In China isst man alles, was kreucht und fleucht, mit Vorliebe lebend. Auf Märkten werden – wie in einer Zoohandlung – praktisch alle Lebewesen lebendig zum Verzehr angeboten: Meerestiere, Schlangen, Fledermäuse, Insekten, Tausendfüssler, Hunde und Affen, auf engstem Raum zusammengepfercht. Das zweite verheerende kulturelle Element ist der Imperativ der Gesichtswahrung, welcher die Vertuschung unangenehmer Wahrheiten verlangt, und sei es mit faustdicken Lügen. Das totalitäre kommunistische Regime, das weder Meinungs- noch Redefreiheit toleriert, hat die Auswirkungen dieses Phänomens noch potenziert.

Auch wenn China weiterhin mauert, wissen wir inzwischen, dass das Virus schon Anfang Dezember 2019 erkannt wurde. Hongkong warnte bereits in den ersten Januartagen öffentlich davor, und Xi Jinping war nachweislich informiert. China hielt die Information aber unter dem Deckel und machte interne Warner brutal mundtot. Erst am 23. Januar wurden Massnahmen ergriffen und die Welt informiert. Während er ganze Provinzen und Millionenstädte isolierte, übte Xi massiven Druck auf die übrige Welt aus, keine Einschränkungen für Reisende aus China zu verhängen – auch dies eine Konsequenz des Gesichtswahrungs-Impe​rativs. Trotzdem verfügten die asiatischen Nachbarn und die USA Reisebeschränkungen und Quarantänemassnahmen.​

Nicht so die EU. Schliesslich untersagte Italien, wo mehr als 300 000 Chinesen arbeiten, Flüge aus China. Weil die andern Schengen-Staaten keine Einschränkungen verhängten, kamen weiterhin Hunderte Menschen aus dem Reich der Mitte unkontrolliert über die offenen Schengen-Grenzen nach Norditalien – und verbreiteten das Virus. Als dies bereits klar war, erlaubte man – zwei Tage vor der Abriegelung erster Städte – in Mailand noch ein Fussballspiel von Bergamo gegen Valencia mit über 40 000 Zuschauern. Noch verantwortungsloser agierte die spanische Links-Regierung: Trotz Warnung gestattete sie am 8. März Demonstrationen zum Frauentag. Allein in Madrid kamen 120 000. So wurden Madrid und Bergamo zu den Hauptherden des Virus in Europa.

Die offenen Schengen-Grenzen führten zur rasanten Ausbreitung des Virus in Europa. Nach der Flüchtlingskrise entpuppt sich Schengen erneut als Fehlkonstruktion. Wie der Euro beruht es auf kollektiver Verantwortungslosigke​it. Die EU hat Bereiche wie Währung oder Einreisekontrollen vergemeinschaftet, nicht aber die entsprechenden Verantwortlichkeiten.​ So ist jeweils niemand schuld am Desaster. Von Europa verbreitete sich das Virus innert Tagen nach Afrika, Nord- und Südamerika und wurde zur Pandemie. Es ist wahrscheinlich, dass es dort auch Übertragungen aus Asien gab, aber die unkontrollierbare Ausbreitung kam mit Reisenden aus dem Schengen-Raum.

Dassel​be gilt für die Schweiz. Die an Frankreich und Italien grenzenden Kantone waren als Erste betroffen und verzeichnen pro 100 000 Einwohner rund vier Mal mehr Corona-Fälle als die übrige Schweiz. Diese Grenzkantone beschäftigen 80 Prozent der 330 000 Grenzgänger, von denen viele bis heute täglich einreisen (müssen), weil wir uns mit der Personenfreizügigkeit​ von ihnen abhängig gemacht haben. Sollten unsere Nachbarn etwa ihr Gesundheitspersonal zwangsrekrutieren, brächen manche Schweizer Spitäler zusammen. Aufgrund dieser starken Abhängigkeit können wir unsere Grenzen nicht mehr schliessen und unser Land bei Gesundheits- oder Sicherheitsproblemen nicht mehr wirksam schützen. So haben wir nun weltweit am meisten Corona-Fälle pro 100 000 Einwohner und stehen in absoluten Zahlen hinter grösseren Staaten an 8. Stelle, was man in Übersee mit Erstaunen kommentiert.

Die täglich steigenden Fallzahlen lassen befürchten, dass uns bald manche Medikamente ausgehen werden. Steter Preisdruck von Bundesrat Berset hat bewirkt, dass günstige Standardmedikamente statt in Basel nur noch in China hergestellt werden, das nun nicht mehr liefert. Wenn die akute Krise vorüber ist, müssen wir uns fragen, ob es weise war, so weitgehend abhängig zu werden von einem totalitär geführten, notorischen Seuchenherd mit Weltherrschaftsambiti​on wie China und einer dysfunktionalen EU, die bei jeder Krise kümmerlich versagt. Als stark exportorientierter Kleinstaat bleiben wir auf freien Handel angewiesen. Aber in existenziellen Bereichen sollten wir unsere Handlungsfähigkeit zurückerlangen. Covid-19 zeigt uns, dass die Interessen der Schweiz nicht deckungsgleich sind mit denjenigen von Economiesuisse.“ (Herodot in Weltwoche 14/2020,01.04.2020)

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Herodot ist ein der Redaktion bekannter Weltreisender, seit Jahrzehnten wissenschaftlich und politisch tätig, u. a. für die Uno.

 


Kommentare von Lesern zum Artikel

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43%
(7 Stimmen)
Christine Meili sagte April 2020

Ach der Herodot auch so ein unglaublich Dummer einfältiger ungebildeter SVP-Blödkopf. Passt aber gut zum SVP-Verblödungsblatt Weltwoche.

- China hat die WHO am 30. Dezember informiert.
- seit mitte anfang Dezember haben chinesische Ärzte in Medizin-Wissenschaftl​ichen Publikationen, darunter internationale, berichtet
Die Info was kommen könnte war da.

- Die Behauptung der Vireneinwanderung auf die Ausländer - Grenzgänger und Schengen ist typischer SVP-Idiotenmist, diesen Mist behauptet auch der Hitler von Herrliberg.
Fakt ist nun mal dass bekannt ist dass Schweizer im Raum Basel und Schweizer im Tessin Viren einschleppten aus den anliegenden Ländern. Fakt ist nun mal dass sehr viele Schweizer im Ausland grenznah wohnen und als Grenzgänger in die CH kommen. Fakt ist dass viele Schweizer im grenznahen Ausland einkaufen, im billigen Italien und Deutschland. Die Vireneinwandung ist deshalb ohne Ausländer haftbar zu machen.

Fakt ist dass deutsche Autobauer und italienische Autobauer viele Fabriken im Gebiet um Wuhan haben. Es gibt viele Reisen Deutscher und Italiener nach Wuhan und China allgemein.
Tatsache ist dass der erste Deutsche Fall am 28. Januar im Zusammenhang einer Deutschen Autobau-Firma und chinesischer Niederlassung in Wuhan ist https://www.spiegel.d​e/wissenschaft/medizi​n/corona-virus-erster​-fall-in-deutschland-​bestaetigt-a-19843b8d​-8694-451f-baf7-0189d​3356f99

Das Dümmste und grenzt an Debiler Idiotie ist seine Behauptung weil Berset Druck ausübe würden die Pharmafirmen in China statt CH produzieren? Häh? Quatsch. Das auslagern der Produktion aus der Pharmacie nach China und Indien begann in den USA scgon vor 30 Jahren! , später haben die Schweizer Firmen nachgezogen. Ein Medikament besteht meist aus mehreren Substanzen. Davon werden einige oder alle Substanzen eines Medis billig in China/Indien produziert. Auf der Verpackung muss die Herkunft der Substanzen nicht nachgewiesen werden. Das ist der Schwindel.

Tubelisaich vom Herodot der einzig im Verblödungsblatt WW Schreiberlaubnis hat.


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30%
(10 Stimmen)
Simon Matt sagte April 2020

Dieser Blog zitiert ein typischer Weltwoche Artikel.

Dazu möchte ich Kurt Fluri zitieren: "Ich lese die Weltwoche nicht mehr. Sie hat vor etwa einem Jahr trotz klarer Gegenbeweise Lügen über mich verbreitet. Einer Lügenpresse glaube ich nicht mehr und lese sie deshalb auch nicht mehr."

https://www​.aargauerzeitung.ch/s​chweiz/fdp-nationalra​t-kurt-fluri-kontert-​die-svp-kommt-mit-ihr​er-kritik-zu-spaet-13​0557808




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38%
(16 Stimmen)
Georg Bender sagte April 2020

Obrigkeitshörige sind am Werten, demnach ohne eigene Meinung, hier noch zur Ergänzung:
Kopiert aus Deutschland (übertragbar in jedes Land)
So hätten die verkündeten Zahlen der gemeldeten Infektionen “nur eine geringe Aussagekraft”, da man nicht wisse, wie viele unentdeckte Infizierte es in Deutschland gebe. Die britischen Epidemiologen um Neil Ferguson vom Imperial College gehen in einem vor einer Woche veröffentlichten Report aufgrund von Schätzungen davon aus, dass Ende März in Deutschland bereits 600.000 Menschen mit dem Corona-Virus infiziert waren. In Italien seien es zu diesem Zeitpunkt bereits sechs Millionen Menschen gewesen, in Spanien sieben Millionen.
Die von RKI übermittelten Zahlen zur Sterberate (Case Fatality Rate) “überschätzen derzeit das Problem und können nicht valide interpretiert werden”, schreiben die Autoren.

Fazit: Keine gesicherten Daten, aber Virologen, welche die Welt stilllegen können. Mehr Profilierung geht nicht!



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33%
(15 Stimmen)
Georg Bender sagte April 2020

Unsere Exekutive ist eine Meisterin des guten Verkaufs schlechter, weil engstirniger politischer Entscheidungen. Das galt für ihre einfältige, weil völlig unnötige Spar-Politik und es gilt jetzt für den Umgang mit dem Corona Virus. Sie haben im März Entscheidungen getroffen, die (zu Recht) die Warnungen von Virologen (lieben die Viren mehr als die Menschen) und Intensivmedizinern vor Zuständen wie in Italien in die Entscheidung einbezogen haben. Aber sie haben andere Folgen ihres Tuns nicht einbezogen, weil sie davon nichts wussten oder nichts wissen wollten. Bewusst werden die einen Experten gehört, die anderen eben nicht. Die interdisziplinäre Betrachtung (Demokratie) ist jedoch wichtig, wenn man sachgerechte Entscheidungen fällen will. Zur Steigerung der Popularität reicht den einfältigen Medien und Bevölkerung allerdings die einseitige Betrachtung, wie man jetzt an der steigenden Popularität gut beobachten kann.


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29%
(17 Stimmen)
Georg Bender sagte April 2020

Herr Alex Schneider

Was für ein Schwachsinn! Schuldige suchen ist nun die einfältigste oder gar infamste Idee, welches ein Denkvermögen, hervorbringen kann! Aber reine Charaktersache!

Di​e Demokratie (Pluralmeinungen = Grundsatzbegründungen​) wird gerade zu Grabe getragen, denn ich kann mir nicht vorstellen, dass die Virologen Menschen mehr lieben als die Viren!


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38%
(16 Stimmen)
willi mosimann sagte April 2020

Der Bundesrat wurde an seiner Sitzung vom 25. März 2020 durch das EJPD informiert, dass die Einreisebeschränkunge​​n auf alle Schengen-Staaten ausgedehnt worden sind. Diese Massnahme verstärkt den Schutz der Bevölkerung vor dem Coronavirus weiter.

Bereits in der vergangenen Woche hat der Bundesrat Beschränkungen für die Einreise auf dem Landweg und für den Luftreiseverkehr aus Italien, Frankreich, Deutschland, Österreich und Spanien und alle Nicht-Schengen-Staate​​n beschlossen. Seit Mitternacht werden die verschärften Einreisevoraussetzung​​en auch gegenüber Flügen aus sämtlichen verbleibenden Schengen-Staaten mit Ausnahme des Fürstentums Liechtenstein angewendet. Die zuständigen Organe der EU wurden darüber ins Bild gesetzt.

Mit der Ausdehnung der verschärften Einreisevoraussetzung​​en auf Flüge aus sämtlichen Schengen-Staaten und der Kontrolle dieser Einreisevoraussetzung​​en im Rahmen von Grenzkontrollen an den Flughäfen unterliegen neu alle Flüge aus dem Ausland denselben Einreisekontrollen.
​​
Die Einreise ist Bürgerinnen und Bürgern aus der Schweiz und dem Fürstentum Liechtenstein, Personen mit einem Aufenthaltstitel in der Schweiz sowie Personen, die aus beruflichen Gründen in die Schweiz reisen müssen oder sich in einer Situation absoluter Notwendigkeit befinden, weiterhin erlaubt. Auch der Transit- und der Warenverkehr sind weiterhin zugelassen.
Diese Massnahmen dienen dazu, die Schweizer Bevölkerung noch wirksamer vor Ansteckungen mit dem Coronavirus zu schützen sowie die Kapazitäten im Schweizer Gesundheitswesen aufrechtzuerhalten.
​​
Gemäss Freizügigkeitsabkomme​​n sind die assoziierten Staaten berechtigt, die Personenfreizügigkeit​​ aus Gründen der öffentlichen Ordnung, Sicherheit und Gesundheit einzuschränken. Die Ausdehnung der Einreisebeschränkunge​​n auf alle EU/EFTA-Mitgliedstaat​​en trägt dem Prinzip der Gleichbehandlung Rechnung und entspricht der COVID-19-Verordnung.



Herr Schneider, alles korrekt abgelaufen, wo liegt das Problem?


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40%
(15 Stimmen)
Simon Matt sagte April 2020

7. April 2020

Luxembourg hat mit 4542 COVID-19 Fällen pro Million Einwohner deutlich mehr als die Schweiz mit 2531 Fällen pro Million Einwohner.

Somit ist die Aussage "So haben wir nun weltweit am meisten Corona-Fälle pro 100 000 Einwohner und stehen in absoluten Zahlen hinter grösseren Staaten an 8. Stelle" schlichtweg falsch.

Mittlerwei​​le steht die Schweiz nur noch an 11. Stelle. Das UK, die Türkei und Belgien haben die Schweiz - was die Anzahl Corona-Fälle betrifft - überholt.

Quelle: https://www.worldomet​ers.info/coronavirus/​


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23%
(22 Stimmen)
Frank Wagner sagte April 2020

Inwiefern deutet alles darauf hin, das hauptsächlich Grenzgänger den Virus in die Schweiz getragen hätten?

Apropos: auch vor Schengen gab es bereits Grenzgänger, Herr Schneider. Und Touristen aus allen möglichen Ländern inklusive China.


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71%
(14 Stimmen)
Peter Aebersold sagte April 2020

Von der Corona-Epidemie wurden alle überrascht. Alle haben zuerst eine gewöhnliche Grippe vermutet. Das exponentielle Wachstum wurde unterschätzt. Weil es selber noch nicht Bescheid wusste, konnte China auch nicht besser informieren. Das ständige China-Bashing hat bei uns verhindert, dass wir von China gelernt haben. Wir hätten eine Chance gehabt, aus den ersten Erfahrungen von China zu lernen, statt uns als grosse Demokraten aufzuspielen, die keine rigorose Grenzschliessungen und andere einschneidende Massnahmen durchführen könnten. Schuldzuweisungen sind bei einer Pandemie fehl am Platz, weil alle im gleichen Boot sitzen. Pandemien können nur gemeinsam angegangen werden. China, Russland und Kuba leisten dem kranken Westen vorbildliche Hilfe, ohne ideologische Scheuklappen. Der Westen dasgegen hält weiterhin menschenrechtswidrige​ Sanktionen gegen schwer betroffene Länder aufrecht.


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