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Sonstige,

GEERT UND ICH

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Schon das Flug­zeug auf dem Zürcher Flug­ha­fen war blau ge­we­sen. KLM. Auch die Uni­form der Ste­war­des­sen hatte diese Farbe ge­habt. Vom Him­mel ganz zu schwei­gen. Geert Wil­ders Kra­watte hing dann eben­falls hell­blau über sei­ner Brust. Doch blauer noch waren seine Au­gen. Meine Reise nach Den Haag stand also farb­lich ge­se­hen im Zei­chen der Hoffnung.

Und diese wurde nicht enttäuscht.

Als ich Geert nach akribischen Eingangskontrollen und einer längeren argwöhnischen Begutachtung durch seine Leibwächter endlich Auge in Auge gegenüberstand war ich zuerst von seiner Länge beeindruckt. Hundertneunzig Zentimeter Eleganz und Zuvorkommenheit glitten auf mich zu und schüttelten mir herzlich die Hand.

„Hi, Oskar, it’s a pleasure and a honor to meet you”. Ganz meinerseits, Geert. Das Duzen ergab sich wie von selbst.

Ohne Verzug betraten wir gemeinsam den Konferenzraum, wo die Journalisten schon sehnsüchtig auf das ausgefallene Paar warteten. Der hagere, längliche und blonde Holländer neben dem stämmigen, braungebrannten Rossschwanzträger aus den Alpen.

Geert sagte zuerst einige einleitende Worte und erteilte dem Gast aus „Switzerland“ das Wort.

Ich bedauerte zuerst das unverständliche und feige Verhalten des Gemeindepräsidenten von Savièse, der in vollem Wissen um den Redner den Mietvertrag der Festhalle unterschrieben hatte und mich dann durch seinen plötzlichen Vertragsbruch zwang, Geert auszuladen. Dies nur, weil er sich vor denjenigen des „islamischen Zentralrates“ aus Biel fürchtete. Dann einige Worte zur Islamisierung allgemein und einem zukünftigen Europa der souveränen Staaten.

Darauf ergriff Geert das Wort. Auf Englisch. Mir fielen seine ruhige, besonnene Sprechweise auf, die Wärme seiner Stimme und sein Humor.

Selbst die Journalisten konnten sich seinem Charme nicht entziehen. Alle lachten mit, als er uns als Paar bei seinem „first date“ vorstellte und im Herbst in Berlin die Flitterwochen versprach.

Nachdem die Fragen der Reporter beantwortet waren, zogen wir uns in sein Büro im oberen Stockwerk zurück. Eine elektronisch verriegelte Stahltür strahlte Fort-Knox-Kälte aus, aber im Vorraum dahinter sorgten drei charmante und lächelnde Sekretärinnen für menschliche Wärme. Das Arbeitszimmer selbst war gemütlich, mit vollen Bücherregalen und einladenden Ledersesseln ausgestattet.

Geert beschaffte mir ein Bier und fragte, ob es mich störe, wenn er eine Zigarette rauche. Selbstverständlich nicht. Er bot mir eine an. Danke. Bin Nichtraucher.

Auf der Couch an der Wand nahmen die jüngste Senatorin der Niederlande und Geerts Pressesprecher Platz, der vor Jahren einmal mit Diana West Vom Washington Post bei mir in Savièse sein erstes Raclette verspeist hatte.

Das Gespräch zwischen den zwei „islamophoben Rechtspopulisten“ konnte beginnen und verlief, wie ich es insgeheim erhofft hatte: herzlich, entspannt und doch faktisch.

Wir waren in unserer Kritik einhellig: Personenfreizügigkeit​ als Fleischwolf der Mittelklassen, Demokratie-Defizit der EU, schweigende Duldung der fortschreitenden Islamisierung, Beschränkung der Redefreiheit. Er fragte mich bis ins Detail über die direkte Demokratie in der Schweiz aus. Wie viele Unterschriften braucht es? Innert welcher Frist? Wie oft wird jährlich abgestimmt? Was ist die Rolle von Parlament und Regierung? Und so weiter. Ich erklärte alles ausführlich. Bewunderung in seinen Augen: „So etwas müssen wir bei uns auch einführen“. Dann die Frage nach etwaigen Verbündeten. Auch hier waren wir deckungsgleich. Vorbehalte gegenüber Marine Le Pen, Strache und De Winter. „Aber die Dänen sind in Ordnung. Und Stadtkewitz ist grosse Klasse. Dem müssen wir bei den Wahlen in Berlin im September helfen“. Kopfnicken meinerseits.

Dann wagte ich persönlichere Fragen: Immer diese sechs Leibwächter, rund um die Uhr. Wie lebt man damit? Man gewöhne sich an alles, war die Antwort. Warum er sich das antue. Weil es ja einer machen müsse. Man könne doch nicht einfach dabei stehen und zuschauen, wenn Pim Fortuyns und Theo Van Goghs im Namen des religiösen Fanatismus auf offener Strasse abgeschlachtet würden. Man müsse reden, wenn alle schweigen.

Hier sass ich nun dem Mann gegenüber, der von allen Medien Europas als hasserfüllter, intoleranter Extremist dargestellt wird. Dieses Bild hielt vor dem Original keineswegs stand. Im Menschen vor mir war keine Spur von Hass oder Intoleranz zu finden. Da wurden Fakten dargelegt, auf kühle, sachliche Art. Da kam Besorgnis um den Zustand Europas zum Ausdruck, Sorge um die Zukunft. Dahinter verbarg sich eine warmherzige Persönlichkeit, die eine ungeheure Ruhe ausstrahlte. Nichts Fahriges, Hektisches in der Gestik. Viel Besonnenheit bei bedächtiger Wortwahl. Und immer wieder dieses Lächeln, vor dem jede Hassbezeugung nur  wegschmelzen konnte. Ich verstand, warum man diesen Menschen nicht zu Wort kommen lassen durfte. Er hätte spielend ganze Säle überzeugt, strahlte zugleich diese ungeheure Leichtigkeit des Seins aus und doch wieder eine gewisse Melancholie, die manchmal einen Schatten über seine Augen warf. Den Schatten der Fatwa, die über ihn verhängt wurde.

 

Oskar Freysinger

Nationalr​at

 

 


Kommentare von Lesern zum Artikel

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33%
(12 Stimmen)
Helmut Barner sagte November 2011

Hitler soll ja auch so sanft und überzeugend gewesen sein, so blaue Augen. Aber was diese Typen dann losreissen, welche Bluthunde, welche Uwes, Breiviks und Beates man dadurch von der Leine lässt, das will man dann wieder nicht sehen. Die gehören dann nicht zu einem.... Wölfe im Schafspelz!


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74%
(35 Stimmen)
Franziska Keller sagte August 2011

Herr Pfister,
Ihre Argumente gegen die SVP und ihre Propagandamaschine hat man hier schon 'rauf und 'runter gelesen. Aber noch nie hat einer von denen die sie ins Spiel werfen so etwas wie Einsicht darüber bekundet, WARUM die Initiativen der SVP vom Stimmvolk befürwortet worden sind.
WARUM wurde die Ausschaffung von überführten Straftätern angenommen?
WARUM wurde das "Türmliverbot" angenommen?

Einfac​h so? Ohne Grund? Weil die Schweizer halt grad so drauf waren?

Oder weil die Schweizer Stimmbürger allesamt Rassisten sind?

Oder weil sie einfach nicht genug Hirn haben, um Resistent gegen "ungerechtfertigte Hetze" der SVP zu sein?

Was Sie der SVP vorwerfen tun Sie selbst: Sie hetzen auf populistischem Niveau gegen die SVP - UND VOR ALLEM:
Gegen die Stimmbürger die die erwähnten Initiativen angenommen haben - und das mit Gründen die Ihnen gewichtig genug für eine Annahme erschienen sind.

Daran ist nicht eine Partei schuld. Die hat nur ein dringendes Anliegen im Volk, welches andere Parteien ignoriert haben, aufgegriffen und, wenn man so will, vermarktet! Wie das übrigens alle Parteien tun!
Oder wurde zb. Fukushima nicht vermarktet?

Die Parteien greifen die Stimmung in der Bevölkerung auf und vermarkten sie mehr oder weniger geschickt zu ihrem Vorteil. Das war zum Donnerwetter noch mal schon immer so.
Also können wir daraus schliessen, dass zumindest die abstimmende Bevölkerung von gewissen Entwicklungen in unserem Land genug hat und nachdem sie schon seit einiger Zeit auf Korrekturen dieser Entwicklungen zu ihren Gunsten gewartet hat und diese Erwartungen nicht Ernst genommen worden sind, hat die Bevölkerung eben die entsprechenden Initiativen der SVP angenommen!

Die Reaktionen des BR und gewisser Vordenker der SP dazu waren sehr informativ.
(Überras​chte, entsetzte Gesichter vor laufenden Kameras und hinterher moralinsaures Gezeter und Jammern nach den Menschenrechten und dem EU-Gerichtshof = Keine Ahnung davon was im Volk vorgeht & Durchzug im Elfenbeinturm. Es war wunderschön peinlich)

Man hört den Leuten nicht zu - man belächelt sie - man macht sie 'runter, hebt den Zeigefinger, spricht moralisches Recht und fühlt sich über die Masse erhaben - bis es knallt.
Und das war leider eben auch schon immer so! Beispiele dafür gibt's grad aktuell genug und es werden noch mehr.

Ach noch was, Leute die so argumentieren wie Sie es tun, hinterlassen bei mir immer den Eindruck, als würden sie es sich gern in einer Dimension bequem machen. Urteilen ist immer einfacher als hinter die Dinge zu sehen, um die Zusammenhänge zu erkennen. Ich betone noch einmal hier wie schon an anderer Stelle: Eine Partei hat nur so viel Macht wie das Volk ihr gibt - jedenfalls in unserem Land schon (noch).
Also rechnen Sie - wenn Sie die SVP so recht eigentlich als Nazi's darstellen wie in Ihrem Beitrag hier, dann unterstellen Sie den berühmten 30 % (!) von Schweizer Bürgern dieses abscheuliche braune Gedankengut - ist das nicht ziemlich unüberlegt und vor allem undifferenziert, eben eindimensional?
Frie​de sei mit Ihnen, geschätzter Herr!


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31%
(55 Stimmen)
Stefan Pfister sagte August 2011

Experiment:

Man nehme die Anti-Islam-Propaganda​ von SVP und anderen Rechtspopulisten und ersetze die Worte "Islam", "Muslime" und "Islamisierung" durch "Judentum", "Juden" und "Verjudung".

Woran erinnert uns das?


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28%
(54 Stimmen)
Stefan Pfister sagte August 2011

Wenn man lang genug hetzt, findet sich einer, der zur Tat schreitet.

Mit diesem Satz bringt es ein österreichischer Politologe auf den Punkt.

Freysinger und seine Gefolgsleute spielen sich als die Retter des freiheitlichen Abendlandes auf. Was unterscheidet aber unsere Demokratie von einem totalitären Willkürsystem? Es sind unsere Grundrechte.

Grund​rechte wie Rechtsgleichheit (jeder ist vor dem Gesetz gleich), Schutz vor WIllkür, Verhältnismässigkeits​prinzip usw.

Schauen wir uns die SVP Initiativen der letzten Jahre an.

Willkürliche Einbürgerungen
Willk​ürliche Ausschaffungen
Willk​ürliches Türmliverbot

Immer​ wieder greift die SVP den Rechtsstaat an und versucht, Minderheiten ihre Grundrechte abzusprechen. Demokratie ohne Grundrechte ist willkürlich, totalitär.

Die SVP, an ihrer Spitze Gestalten wie Schlüer und Freysinger zerstören genau das, was sie angeblich verteidigen!


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79%
(43 Stimmen)
Peter Frei sagte August 2011

Während Blogs wie SOS Verschwörungstheorien​ unterstellt werden, sprechen Muslimbrüder offen ihre Pläne und Ziele aus:

“’It should be us, with our understanding of Islam, our principles, colonizing the United States of America.’

Der angeblich liberale schweizerische Islamwissenschafter und Publizist Tariq Ramadan bei einem Vortrag in Dallas/Texas am 27.Juli 2011.

http://www.youtube.co​m/watch?v=1WDEfVdsr3M​

Quelle: SOS Oesterreich


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32%
(60 Stimmen)
Paul Emmenegger sagte July 2011

Geert, blond, blaue Augen. Ein Kreuzritter?
Die Zeit des Verniedlichens ist vorbei.
http://de.qantara.d​e/Isoliert-die-geisti​gen-Brandstifter/1660​6c16862i1p8/index.htm​l

Herr Freysinger, an Ihrer Stelle würde ich Ihren Blog jetzt vom Netz nehmen.



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34%
(58 Stimmen)
St. Wagner sagte July 2011

Dieser Beitrag zeigt in extremer Form, wo die SVP ihre "Werte" und "Einstellungen" herholt. In Deutschland gab es mal so eine ähnliche Partei, wie hiess sie doch gleich...die mit den 6 Millionen toten Juden da...
Anders gesagt, Herr Freysinger, in Deutschland wären Sie wohl bei der NPD.
Sie meinen wohl immer noch das alle Probleme vom Islam kommen, nicht wahr? Ich frage Sie ganz direkt, und bitte Sie darüber nachzudenken, wie schön fänden Sie es in Hoffnung auf eine bessere Zukunft in die Schweiz zu kommen, und danach nur auf Ausländerhass und Diskriminierung zu stossen? Würde Sie das zur Integration antreiben?
Sie machen das was nur die eine Partei aus Deutschland gemacht hat, und was das gefährlichste, weil nicht kontrollierbare ist: Hass auf eine bestimmte Gruppe Menschen zu lenken und sie in Klassen einzuteilen.


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26%
(50 Stimmen)
Paul Emmenegger sagte July 2011

Ich war diese Woche in der SAC-Cristallinahütte.​ Da war ein junger Mann in der Küche, wo ich sofort dachte: der ist kein Einheimischer, der die Gäste mit einem gewinnenden Lächeln begrüsst.

Es war ein Ausländer!


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83%
(65 Stimmen)
Kurt Nünlist sagte July 2011

Guten Tag Herr Freysinger,

bleibe​n sie so wie sie sind und lassen sie sich nicht in- und extern das Maul verbieten.

Es tut mir leid, aber im Augenblick kommt mir nur eines in den Sinn. Geert Wilders wird gerne in eine braune Ecke gestellt und zwar von denen, die auf Inseraten verkünden, israelische Produkte? Kaufe ich nie!!

NSDAP, national sozialistische deutsche Arbeiter Partei. Es wäre mal nützlich dies zu deuten. Dem Staat (national) gegenüber sozial zu sein. Also der Mensch dient dem Staat und nicht der Staat dem Menschen. Das ergibt hohe Steuern, alle Macht dem Staat, gegen das Bankgeheimnis, der Staat vor das Individuum, usw. das wäre national sozial. Der Begriff und seine Deutung, NSDAP, ist eindeutig links zu deuten. Aus diesem Grund ist braun, dem roten sehr verwandt. Eine Partei die rechts steht, ist eindeutig judenfreundlicher, als eine linke. Dies beweisen auch schon die Köpfe, die für einen Boykott für israelische Produkte einstehen.

Das sind Leute die nur in Gegensätzen leben. Wegen einem Plakat mit einem schwarzen Schäfchen, eine Aufruhr (rassistisch), selber aber eine solche Anzeige aufschalten, die alte Erinnerungen weckt. Das Minarettverbot als religiös feindlich bezeichnen und gleichzeitig ein ganzes Volk verteufeln. Sie sind für die Gleichberechtigung, aber unterstützen das tragen der Burka. Sind für Tierschutz (wie Hitler), aber gegen Menschenschutz. Kriminelle Ausländer schützen und ihnen Urlaub auf unbestimmte Zeit in der Schweiz gewähren, aber rechtschafende Israelis am besten auf den Mond vertreiben.

Komisc​herweise hegen diese "Schweizer", auf die Schweiz und ihre Kultur etwa den gleichen Hass, wie gegen Israel.

Ich bin sicherlich dafür, dass Israel die Menschenrechte einhält. Zum Unterschied dieser einseitig eingestellten Personen auf dem Plakat, aber dafür, dass man gegenüber Israel die Menschenrechte auch einhält. Es gibt andere Länder, die Menschenrechte weniger einhalten als Israel. Wie sieht es aus mit Libyen, China, Kolumbien…. Nur weil Republik noch angehängt ist, betreiben diese Länder keine Menschenrechtsverletz​ungen mehr? Rote und linke Logik.

Leute wie ihnen, Herr Freisinn, verdanken wir, dass noch ein vernünftiges Wort gehört wird, trotz linkem Staatsfernsehen und Presse.

Liebe Grüsse Kurt Nünlist


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69%
(59 Stimmen)
Franziska Keller sagte July 2011

Den ständigen, immer gleichen giftigen Schimpftiraden derer die sich selbst für über der Sache stehend halten, die in Wahrheit aber nur die sich ständig verschlimmernden Realitäten nicht wahrhaben wollen, sollte man mit Gleichmut begegnen.
Für diese ideologibesessenen "Berufsignoranten" muss es schlimm sein, zu erleben wie tagtäglich ihre Visionen einer besseren multikulturellen Welt den Bach 'runtergehen.
Das in der Union vereinigte Europa, die offenen Grenzen, das hochgelobte Vermischen der Kulturen zeigt sich als verantwortungsloses Spiel von Politik, Wirtschaft und Banken auf dem Rücken von allen europäischen Bürgern, ebenso wie auf den Rücken derer, die aus anderen Kulturen mit völlig falschen Vorstellungen hier eingewandert sind.

Die elitäre Überzeugung der Linken, man könne zb. den Einheimischen ein Zusammenleben mit etwas für sie nicht Nachvollziehbarem wie dem Islamismus inkl. Scharia zumuten und die Reaktionen auf den Unwillen des Volkes auf die Arroganz und Agressivität des nicht-integrationswil​ligen Islam, entlarvt die Linken als sture, realitätsferne und absolut lernresistente Ideologen.

Früher lautete die linke Parole: "Alle Macht dem Volk"! In den letzten 40/50 Jahren hat sich diese zu etwas entwickelt, das eher so tönt: "Alle Macht der linksintellektuellen Elite, denn Volk ist zu blöde, nur wir wissen wo's lang geht!"

Selbst in der jetzigen Situation kann man von linker Seite her nicht über seinen Schatten springen und zugeben, dass die eigenen "völkerverbindenen Experimente" nicht geklappt haben.
Nein - man zündelt noch länger und heftiger gleich neben dem Pulverfass herum, anstatt endlich zu akzeptieren, dass ohne Akzeptanz im Volk nichts zu machen ist und man jetzt am besten die Klappe hält und nach Hause geht!

Jüngstes Beispiel: Man öffnet die Grenzen - und wenn die Menschen dann kommen, ist man erstmal rettungslos überfordert, staunt blauäugig darüber, dass Schengen nicht funktioniert, dass die Rückführung nicht klappt und wirft dann treue, brave, zahlende Schweizer Mieter aus ihren Wohnungen um darin Asylanten einzuquartieren!
Den​ Stimmen die in Europa je länger je lauter werden und die eine Rückkehr zum Nationalismus fordern, begegnet man mit den altgedienten Schlagworten die noch aus den sechzigern stammen, als die SP, die PDA etc. schleichend von Mittelschülern und Studenten übernommen wurden.
Die studierende Jugend aus der Oberschicht, die keine Ahnung vom Leben eines Arbeiters hatte und seither unsere Linksparteien dominiert.
Eigentlich ist das nur noch lächerlich und wird auch nicht mehr lange Bestand haben, denn aufgrund der Tatsachen wird wohl bald der letzte Arbeiter in diesem Lande gemerkt haben, dass diese Linke nie aus ihrer intellektuellen, realitätsfremden, ideologischen Pubertät herausgekommen ist und ihn (den Arbeiter) nur als geistig minderbemittelte Manipulationsmasse
b​etrachtet.
Also regen wir uns nicht mehr darüber auf, dass diesen Leuten halt einfach nichts anderes einfällt, als bei jeder Gelegenheit mit der Nazi- und Rechtsextremen-Keule herumzufuchteln - sie haben einfach keine anderen stichhaltigen Argumente mehr - angesichts der fatalen Lage für die sie zu grossen Teilen die Verantwortung übernehmen müssten!



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86%
(35 Stimmen)
Max Braunschweiger sagte July 2011

...interessant ist am Thema per se, dass sich kein Politiker zum Thema als solches äussert ausser Oskar Freysinger, der den Besucher selber empfing. An dieser Stelle Chapeau! Wenn ich Geert Wilders aus Distanz betrachte kommt mir Christoph Blocher in den Sinn.

Ja doch, die Beiden haben für mich einiges gemeinsam. Sie werden als polarisierende Persönlichkeiten in der breiten Öffenlichkeit "geächtet". Beide haben sehr viel Mut und tragen ihre Meinung aber genau in diese breite Öffentlichkeit. Beide haben ein Flair, die Medien für sich zu gewinnen und Beide sind sogenannte "rechte" Politiker. Vielleicht sind alles Zufälle, wie auch der Vorwurf der Rechtsradikalität in der Beurteilung von Ausländerfragen. Doch logischerweise ist dies ja nur eine subjektive Betrachtung. Denn alles was ja nicht dem linken heimatmüden Gerede passt, wird einfach mal als rechtsradikal abgestempelt. Aber eben, nobody's perfect.

Was mich an Geert Wilders schon erstaunt ist der Durchhaltewille und vor allem die Toleranz der Niederländer. Während unser Christoph National vom Parlament wortwörtlich zum Teufel gejagt wurde, hält sich Geert Wilders stramm im harten Gegenwind. Gut, die Intrigen in Bern zeigen ja momentan wieder die schönsten Blüten. Inkompentenz wurde ja auf vielerlei Arten bereits zur Schau getragen werden. Das leicht irritierbare Volk wird's dann schon kaufen, je nachdem wie man es verkauft (siehe Affäre Beyeler). Doch wehe Euch der Wahlen im Herbst. Eines bin ich sicher, ein Potentat eines Christoph Blochers, wie eckig und kantig er auch sein mag, tut jedem Parlament gut. Genau wie ein Geert Wilders. Oskar Freysinger ist der Steigbügelhalter, was an dieser Stelle überhaupt nicht negativ gewertet werden soll. Ich finde das toll, dass einer den Mut hat, sich zu positionieren und sich zu differenzieren. Im Marketing spricht man dann von adäquater Wahrnehmung. Im Gegensatz zum Rest der bernerischen "Hinten rechts" Orientierung, wo es nur darum geht, entweder möglichst schnell in der untergehenden EU auch noch dabei gewesen zu sein, oder viele VR Mandate gesammelt zu haben. Wenn Sie, Herr Freysinger, im Kanton Solothurn wohnen würden, meine Stimme hätten Sie.


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78%
(37 Stimmen)
Rolli Anderegg sagte July 2011

Alles wie gehabt

Es ist immer das gleiche: Wenn man etwas am multi-kulti der Linken kritisiert, dann ist man sehr schnell ein Rassist, ein Rechtsextremer, ein Fremdenhasser usw. Bei meiner Polit-Kampagne auf facebook und netlog hat heute jemand den selben Unsinn wieder erzählt. Weil es in vielen Ländern keine richtigen bürgerlich-konservati​ven Parteien mehr gibt, ist gleich alles rechts von der Mitte, oder rechts von den Linken, so gleich wieder rechtsextrem! Vor allem in Deutschland, wo alles rechts von den Linken schon viel zu rechts ist, während die CDU immer weiter nach links rückt. Auf der anderen Seite ist es dann gar kein Problem, wenn die deutsche Linkspartei vom Verfassungsschutz beobachtet wird und die Nachfolgerin der SED ist!

Wilders ist dann so gleich wieder ein Rechtsextremer, wenn er berechtige Islam- und Ausländerkritik äußert? Sind Wilders, Freysinger oder meine Person nun auch Rechtsextreme, wenn man schlicht und einfach nur Ross und Reiter benennt? Es ist nun mal so, dass sich viele Muslime in den Niederlanden nicht integrieren möchten, wenn diese Sonderrechte einfordern und möglichst viel von zu Hause beibehalten möchten, an Kultur und Umgangsformen, aber in der Fremde sich der Integration verweigern! Und es ist kein Märchen, dass in den Niederlanden die Kriminalität von Menschen mit islamischen Hintergrund, halt auch nicht die kleinste ist! Und der Islam kennt nun einmal keine saubere Trennung zwischen Religion und Staat. Wenn Muslime dann in den Niederlanden( oder auch anderswo in Europa) voll nach dem Islam und der Scharia leben möchten, dann führt das unweigerlich zum Konflikt mit unserem Rechtstaat, der Menschenwürde, dem Selbstbestimmungsrech​t der Frauen, wie von Minderheiten!

Die Juden in den Niederlanden bekommen schon zu spüren, was es heisst, von vielen Muslimen als Bürger zweiter Klasse angesehen zu werden! Und zwar deshalb, weil immer mehr radikale Muslime in ihren Wohnquartieren ihre scharianischen Islamvorstellungen durchsetzen möchten, gegen alles was ungläubig ist. Die kleinste Minderheit ist dann wieder das erste Opfer!

Die oben genannten Punkte sind nun mal eine Realität in Holland und nicht nir dort! Das zu benennen entspricht einfach der Wahrheit und hat nichts mit Rassismus und Fremdenfeindlichkeit zu tun. Natürlich fallen nicht alle Muslime in Holland und Europa in diese Kategorie. Aber es muss schon erlaubt sein, diese negativen Dinge beim Namen nennen zu dürfen, ohne das man dafür wieder in die braune Ecke gestellt wird! Vor allem dann wenn die Probleme immer grösser werden! Es bringt ja nichts das man diese Dinge wieder verharmlost und verleugnet, bis wieder ein Sarrazin ( SPD!) wachrütteln muss!

Generell sollte die EU endlich die Probleme mit dem Islam, der Masseneinwanderung, der Ausländerkriminalität​ und dem EU-Euro Kollaps ernst nehmen, nicht aussitzen, weil immer mehr Länder, Parteien und Politiker wie Wilders&Co unbequeme Dinge den etablierten Parteien und linken Gutmenschen aufzeigen, die Probleme sich anhäufen. Ansonsten haben die Linken und die EU halb Europa gegen sich, aber können dieses auf die Dauer nicht länger bekämpfen und diffamieren: Geerd Wilders, Jimmie Åkesson
Timo Soini, Thilo Sarrazin, Udo Ulfkotte, Rene Stadtkewitz, Jaroslaw Kacyski,
Viktor Orban, Vaclav Klaus, Marie Le Pen, Die wahren Finnen, Fremskrittspartiet, Vlaams Belang, die Schwedendemokraten, die FPÖ, Lega Nord, FN, FIDEZ, die Politik der Dänen, das Burka Verbot von Sarkozy, das Minarettverbot der Schweizer, das nein der Franzosen und Holländer zur neuen EU-Verfassung; stärker werdende Separatisten in Schottland, Katalonien, der Lombardei und Flandern, ungelöste Probleme auf Zypern, Nordirland, dem Baskenland, Korsika, Südtirol, Woiwodina usw. Ganz zu schweigen von Polit-und Finanzdesaster der EU!


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80%
(30 Stimmen)
Franziska Keller sagte July 2011

Empfehlung: die letze Weltwoche-Ausgabe Artikel von Christian Huber:
"Respekt für einen Ünbeugsamen", ein Abriss über den Werdegang von G. Wilders.

Ich war überrascht, rechtsextrem ist Wilders demnach sicher nicht. Extrem vielleicht! Und Nerven aus Stahl hat er sicher.

(Um die Ww. online zu lesen muss man Abonennt sein - oder Häcker. Falls beides nicht zutrifft kann man sie am Kiosk kaufen.)


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85%
(40 Stimmen)
Bjoern Luescher sagte July 2011

...Geert Wilders ist meiner Meinung nach das Spiegelbild vieler Machteliten in Europa. Man ist sich vollkommen bewusst, dass er in den meisten Aussagen Recht hat, man darf ihm das aber aufgrund der Schwächung des europäischen Masterplans nicht zugestehen und probiert mit medialer perversität, ihn in ein doch eher seltsames schiefes Licht zu rücken.
Diesem konnte er sich nicht wiedersetzen, aber er hat es trotzdem geschafft, einigen Medien wieder reinen Wein einzuschenken.

Som​it ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis auch andere Politiker, Medienschaffende, Autoren etc. den Drang haben, endlich Klartext zu reden, die Probleme zu lösen und Europa im wahrsten Sinne zu reorganisieren, damit wir uns wirklich nicht selbst abschaffen..




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