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Hilfswerke 2 Solidarität in der Schweiz

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Die neue Stif­tung : solidaritesuisse.ch​​​​ sucht im Mo­ment Spen­den. Das Geld bleibt in der Schweiz und wird für Ein­woh­ne­rIn­nen in der Schweiz verwendet.

 

Sonja Dinner:

„Corona stellt alles auf den Kopf – auch in der Schweiz: Wir müssen solidarisch sein – auch mit den eigenen Landsleuten –, gerade weil Armut in der Schweiz ein Tabuthema ist und sich viele Bedürftige schämen, Hilfe zu beantragen."

 

Die Pandemie hat diese Realität aber sichtbar gemacht: Menschen, die um ihre Existenz bangen, jeden Franken zweimal umdrehen müssen.

 

„Ich bin durch und durch Unternehmerin und weiss, dass die Nachfrage das Angebot bestimmt. Da plötzlich tausende von Menschen oder KMU in manchen Branchen keine Chance mehr haben zu überleben, wollen wir ihnen helfen, auf zukunftsträchtige Berufe und Branchen zu setzen. Immer nach dem Grundsatz: Es gibt keine unwürdige Arbeit – für niemanden!“

 

„Wir haben ganz klare Auflagen, wann und bei wem wir Unterstützung leisten. Es kann nicht sein, dass jemand mit zwei Millionen Franken Vermögen den Job verliert und dann von uns Geld verlangt. Wir fragen nach den Vermögensverhältnisse​​​​n – und danach, ob eine Firma die staatlichen Unterstützungsgelder bezogen hat. Wenn wir einem Unternehmen helfen, ist dies an die Bedingung geknüpft, dass keine Boni und Tantiemen ausbezahlt werden. Und wenn wir Unter- nehmen helfen, müssen dort auch die Löhne der Geschäftsleitung reduziert werden. Ich nenne Ihnen ein Beispiel: Eine Firma mit 200 Mitarbeitern und einer Geschäftsleitung von fünf Personen, die Gesamtlohnkosten von 1,2 Millionen Franken ausweist, muss die Löhne der Führungsequipe um 25 Prozent reduzieren – sonst gibts von uns keine Unterstützung.“

 

 

S​​​​onja Dinner wurde gefragt: Wie unterscheiden sich Entwicklungshilfe in der Schweiz und im Ausland ?

„Dadurch, dass wir in der Schweiz Sozialwerke haben, die es im Ausland nicht gibt. Und dass wir viel besser kontrollieren können, was mit den Geldern geschieht. Wenn wir in der Lage sind, Mikrokredite auf den Philippinen oder in einem afrikanischen Land auszubezahlen, sind wir fast selbstverständlich in der Lage, in der Schweiz Menschen zur Arbeit zurückzubringen – wenn sie arbeiten wollen. Wenn jemand partout nicht arbeiten und die Sozialwerke ausnutzen will, sind auch wir am Ende. Aber solche Menschen unterstützen wir nicht.“

 

«Solidaritä​​​​t» ist wohl das Wort des Jahres. Spüren Sie diese Solidarität wirklich?

 

„Ja. Die Leute, die sich auf ein Gespräch einlassen, und solche, die sich über Zeitungen und die Medien informieren, zeigen diese Solidarität. Aber es gibt auch eine Klasse von Menschen, die davon nichts wissen will."

Wen meinen Sie?

"Es geht dabei nicht um eine Einkommensklasse. Viel mehr sind es jene Menschen, die irgend- wie abgehoben sind, in ihrer Plüschwelt leben und auf keinen Fall mit der Realität konfrontiert werden wollen.“

 

Sonja Dinner

Als Kind wollte sie Pilotin werden, absolvierte dann aber das KV. Kaum zwanzigjährig ging sie in die USA, wo sie bald darauf erste Kontakte ins Silicon Valley knüpfte. Sonja Dinner packte daraufhin die Chance, eine Ausbildung bei IBM zu durchlaufen. Später gründete die gebürtige Baslerin ihr eigenes IT-Unternehmen. Heute realisiert Sonja Dinner mit ihrer Stiftung «The DEAR Foundation» Entwicklungsprojekte in aller Welt. Mit der weltweit lancierten «Dear- Mamma»-App im Rahmen der «DearMamma»- Kampagne werden Frauen – insbesondere auch in armen Ländern – in der Früherkennung von Brustkrebs und der regelmässigen Selbstabtastung unterstützt. Die Stiftung DEAR Foundation – Solidarité Suisse wurde im Sommer 2020 ausschliesslich für Hilfsbedürftige in der Schweiz gegründet, die durch die Pandemie in Not geraten sind, und sammelt dafür Spenden unter www.solidaritesuisse.​​​​ch. Die 57-Jährige lebt im Aargau auf ihrem Bauernhof mit Pferden.

 

Erklärung:​​​

In einem Artikel schreibt R. Oberli, dass die solidaritesuisse.ch von ZEWO  nicht  nicht zertifiziert werden wird. Solidaritesuisse.ch will auch nicht von ZEWO zertifiziert werden, da die Stiftung die Gelder vollumfänglich den SchweizerInnen zukommen lassen will. Solidaritesuisse.ch hat auch keine Verwaltungskost​​​en (Löhne und Anderes), die der Stiftung verrechnet werden. Die Kosten werden durch die anderen Stiftungen (The dear foundation)aus dem Ertrag des Vermögens überwiesen. Die Schweizer Spenden kommen zu 100% bei den Bedürftigen in der Schweiz an. Die solidariteuisse.ch unterstützt Projekte auch von anderen Institutionen, wenn sie den Bedingungen von solidaritesuisse.ch gerecht werden, der Solidaritätsgedanken angemessen berücksichtigt wird und das Geld vollumfänglich in der Schweiz bleibt.

 


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