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Hymne über das Zigarrenrauchen

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Da Ge­sund­heits­fa­na­t​i­ker vor lau­tem Nach­den­ken über Ge­sund­heit ver­ges­sen zu leben kön­nen sie wei­ter­blät­tern, denn sie sind mit den  fol­gen­den Zei­len eh nicht ein­ver­stan­den.

Das Zi­gar­ren­rau­chen braucht Muse und Zeit. Man sitzt auf dem Gar­ten­sitz­platz und nimmt ab und zu einen Zug (K­ei­nen Lun­gen­zug, den das ist den  Süch­te­ler vor­be­hal­te, die Zi­ga­ret­ten ver­nich­ten und glau­ben, dies sei ein Ge­nuss). Man liest viel­leicht in einem Buch, schaut aber vor allem nach jeden Zug den Rauch an oder wun­dert sich immer wie­der über die Struk­tur der Asche. Oft raucht man die Zi­garre mit einem guten Freund
oder, was ich schon des Öf­te­ren er­le­ben durf­te, mit einer guten Freun­din oder gar Part­ne­rin. Wich­tig ist die Lang­sam­keit! Einem Zi­gar­ren­rau­cher kommt es nicht in den Sinn nach ein­minüti­ger Bus­fahrt für den zwei­minüti­gen Weg zum Büro eine Zi­garre an zu zün­den und dann sie halb ge­raucht weg zu wer­fen. Er be­han­delt die Zi­garre mit Re­spekt, wohl wis­send, das es über hun­dert Hand­griffe braucht, um sie zu er­stel­len. Sie ist ein Na­tur­pro­dukt, dem man sich voll wid­met. Zi­gar­ren sind Kul­tur mit Ge­schich­te. Zi­gar­ren zu rau­chen ist aber auch ein po­li­ti­sches State­ment. Ein Auf­schrei und eine Re­bel­lion gegen den Ter­ror der Ge­sund­heits­ta­li­b​an und der Hek­tik un­se­rer Ge­sell­schaft, gegen die In­to­le­ranz den­je­ni­gen ge­genü­ber, die fest ü­ber­zeugt sind sel­ber über ihr Leben be­stim­men zu kön­nen. Zudem ist es Nost­al­gie, wenn man sich mit so vie­len berühm­ten, ver­stor­be­nen Zi­gar­ren­ge­nies­se​r, wel­che die Welt ver­än­der­ten einig fühlen darf. Viele mei­ner Vor­bil­der waren Zi­gar­ren­rau­cher für mich hat Zi­gar­ren­rau­chen viel mit Li­be­ra­lis­mus und Frei­geist zu tun


Kommentare von Lesern zum Artikel

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100%
(1 Stimme)
J. Wolf sagte March 2018

Hallo Herr Knall

Sie werfen hier durchaus interessante Fragen auf:

Ist der, der selbstverantwortlich für sich und seine Gesundheit schaut ein Querschläger oder derjenige, der "selbstverantwortlich​" mit seinen "Pläsierchen" die Lebensqualität Anderer einschränkt?

Ist es ein "übler Auswuchs des marodierenden Zeitgeistes", wenn jemand (aus welchem Grund auch immer) nicht mit erwiesenermassen schädlichem Tabakqualm in Kontakt kommen möchte - oder ist es ein "übler Auswuchs des marodierenden Zeitgeistes", wenn Menschen Andere bewusst mit Giftstoffen verseuchen?

Ist die selbstverantwortliche​ Entscheidung, Tabakqualm nicht zu wollen gleichzusetzen mit der Erniedrigung von Frauen?

Ist der Anspruch auf einigermassen saubere Luft weniger Wert als ein wie auch immer herkonstruiertes "Recht auf Luftverpestung"?



Darum ist Tabakkonsum durchaus ein politisches Statement.
Es ist aber auch ein Gradmesser des Charakters.

Ich freue mich auf Ihre Antworten zu meinen Fragen



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33%
(6 Stimmen)
Hans Knall sagte March 2018

Der vom von oben gelenkte Zwangs-Gesundheitssch​​utz ist nur ein Vorwand um die Menschen auf Teufel komm raus auf ein einheitliches Formenregulativ zu zwingen. Daraus leiten dann die „Gutmenschen“ ihre überheblichen Forderungen an die Gesellschaft ab.

Es ist inzwischen ein übler Auswuchs des marodierenden Zeitgeistes, dass nun jeder Besserwessi glaubt ein Recht darauf zu haben, in keiner Weise mit Dingen konfrontiert zu werden die er selber nicht mag oder halt Scheisse findet. Sei dies nun der Rauch vom Rauchen, vom Grillen oder vom 1.Augustfeuer.

Und​ beim eingebildeten Recht auf „nicht mit Rauch in Kontakt kommen zu müssen“ fängt das ja erst an. Es gilt auch beim „nicht die Hand geben“ falls Muslim, „nichts Tierisches im Essen“ vorzufinden falls Vegan oder „nicht von Männern als gutaussehend bezeichnet zu werden“ falls Feministin.
Genau das gleiche Muster sieht man im gesamten Bereich der Gender-Korrektheit, wo inzwischen Wörter nicht mehr gebraucht oder gar Gedanken nicht mehr gedacht werden dürfen.

Das Raucherthema ist beispielhaft für das totalitäre Tagesgeschäft.


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50%
(6 Stimmen)
Werner Nabulon sagte March 2018

Beim Zigarren aber auch beim Zigaretten rauchen geht es um das Gift, Nicotin. Der Zigarettenraucher zieht es per Lunge rein, beim Zigarren und Pfeifen Raucher geht es über den Speichel.

So hat mir das die Urologin erklärt. So wird die Gefahr von Prostata Krebs erhöht.


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43%
(7 Stimmen)
Inge Votava sagte March 2018

Für die Gesundheitsfanatiker:​ Eine meiner Freundinnen ist vor einiger Zeit an Lungenkrebs gestorben. Sie hat nie geraucht, auch passiv nicht über Gebühr. Aber sie war, wie wir alle, den Abgasen, Feinstaub und dergleichen ausgesetzt.


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50%
(6 Stimmen)
J. Wolf sagte March 2018

Was Sie in Ihren vier Wänden tun und lassen ist Ihre eigene Sache. Da können Sie "hymnisieren" und "freigeistern" so viel Sie wollen.

Aber in dem Moment, wo andere Menschen (z.T. sogar gegen ihren Willen!) in dieses "Loblied" einbezogen werden zeigt sich der wahre Charakter des Qualmers:
Zeigt der liberale Zigarrenraucher so viel Charakter, dass er auch den Liberalismus und Freigeist von Andersdenkenden respektiert, die Selbstbestimmung über das eigene Leben und die eigene Gesundheit Anderer respektiert - dann wird er selbstverständlich in der Öffentlichkeit auf seinen Stinkknebel verzichten.
Macht er das nicht, dann ist er einfach ein Egomane mehr, der seine eigene Freiheit als das Oberste Gut der gesamten Welt sieht dem sich ALLE Anderen zu unterordnen haben. Solches pubertäres Verhalten hat dann weder etwas mit "Freigeist" noch mit "Liberalismus" in seiner wirklichen Bedeutung zu tun. Und schon gar nichts mit einem Selbstbestimmten Leben. Ein solcher Mensch steht der in Europa ungeliebten Militärgruppe wahrscheinlich sogar wesentlich näher als die von Ihnen so genannten "Ge­sund­heits­ta­li­​b​an".

Somit kann ich Ihr Statement, dass "Zigarrenrauchen ein politisches Statement" sei sogar unterstützen - möglicherweise aber nicht ganz in der Richtung, die Sie uns mitteilen wollten.


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