Sprache: F
Abstimmungen, Initiativen > National,

JA zur Atomausstiegs- Inititative

Artikel weiterempfehlen

Stimmen Sie dem Artikel zu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Artikel!

Nach in­ten­si­ver Aus­ein­an­der­set­zu​​ng und reif­li­chem Ab­wä­gen der Pro's und Con­tra's bin ich zum Schluss ge­kom­men, mich gegen die Par­tei­pa­role und für den ge­ord­ne­ten Aus­stieg aus der Atom­ener­gie aus­zu­spre­chen.

Ber​eits bei der Inbetriebnahme des ersten Kernkraftwerkes in der Schweiz war klar, dass die Produktion von Atomstrom zwar vergleichsweise günstig, dafür aber mit zusätzlichen Sicherheitsrisiken und einem kaum lösbaren Abfallproblem verbunden ist. Fortlaufend werden neue Standorte für die Entsorgung des hoch radioaktiven Atommülls gesucht - eine echte Lösung scheint das Vergraben des Mülls unter der Erdoberfläche nicht wirklich zu sein.

Ob all diesem Wissen hat man jahrzehntelang günstigen Atomstrom produziert und steht nun vor der Tatsache, dass die Reaktoren unseres Landes "in die Jahre gekommen" sind. Immense Investitionen wären nötig, um die maroden Bauwerke in Stand und die Sicherheit weiterhin sicher zu stellen. Doch offensichtlich fehlt es am notwendigen Kapital, um diese Sanierungen vorzunehmen. Deshalb baut man lapidar darauf, dass die Atombunker schon halten werden, bis weitere Jahrzehnte ins Land gezogen sind und wir dann vielleicht endlich die Energiewende geschafft haben. Wenn die Reaktoren dieses Zeitfenster wirklich überdauern!

Die Energiestrategie 2050 des Bundesrates wurde an der parlamentarischen Schlussabstimmung zwar bestätigt, jedoch ohne Fristen für eine Abschaltung der Atomkraftwerke. Vielmehr sollen diese ohne zeitlichen Rahmen weiter betrieben werden, bis die Energieversorgung vollumfänglich über Alternativen gesichert ist.

Ich priorisiere die Sicherheit für mich und meine Nachkommen über den wirtschaftlichen Herausforderungen, welche ein frühzeitiger Ausstieg mit sich bringt. Lieber frühzeitig als zu spät. Deshalb sage ich JA zum geordneten Ausstieg aus der Atomenergie.


Kommentare von Lesern zum Artikel

Information zur Abschaltung der Kommentarfunktion

Der Verein Vimentis hat sich entschieden, die Kommentarspalte zu den Blogs zu schliessen. In der folgenden Erläuterung erfahren Sie den Grund für diesen Entscheid.

Der Blog, und dazu gehört auch die Kommentarspalte, sind ein wichtiger Teil der Diskussionsplattform von Vimentis. Gleichzeitig sind Werte wie Respekt, Anstand und Akzeptanz für den Verein von grösster Wichtigkeit. Vimentis versucht diese Werte selbst einzuhalten, sowie auch auf der Website zu garantieren.

In der Vergangenheit wurden diese Werte in der Kommentarspalte jedoch regelmässig missachtet, es kam immer wieder zu nicht tolerierbaren Aussagen in den Kommentaren. Das Löschen dieser Kommentare ist heikel und zudem mit grossem Aufwand verbunden, welcher der Verein nicht stemmen kann. Zusätzlich können die Kommentare praktisch anonym verfasst werden, weswegen eine Blockierung der jeweiligen Personen unmöglich wird.

Folglich hat der Verein Vimentis entschlossen, die Kommentarfunktion abzuschalten und nur den Blog stehen zu lassen. Der Blog erlaubt es Personen weiterhin, sich Gehör zu verschaffen, ohne sich hinter einem Pseudonym zu verstecken. Die Änderung sollte die Blog-Plattform qualitative verbessern und all jenen Personen ins Zentrum rücken, welche Interessen an einer sachlichen Diskussion haben, sowie die oben erwähnten Werte respektieren.




20%
(5 Stimmen)
Franz Krähenbühl parteifrei sagte November 2016

Ganz klar Nein!
Der Punkt ist doch, dass die Erzeugung von Strom einen Energieträger oder -Lieferanten braucht.
Sonne und Wind reichen nicht aus.
Da können die Befürworter der Initiative schreiben was Ihr wollt! AKWs abstellen braucht Ersatz - weltweit!
Ersatz bedeutet mehr fossile Energieträger!
Mehr fossile Energieträger erzeugen mehr schlechte Luft.
Mehr schlechte Luft ist schlecht für die Natur.
Mehr schlechte Luft erwärmt das Klima und fördert Naturkatastrophen.
S​trom braucht es zum Leben wie es Wasser braucht.
Ohne Strom und Wasser gibt es kein Leben auf der Erde.
8 Milliarden Erdbevölkerung kann nicht verpflegt werden.



Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!



17%
(12 Stimmen)
Gilbert Hottinger sagte November 2016

Die Ausmasse eines Unfalles in Atom-Reaktoren sind und werden immer möglich sein, die Auswirkungen sind überhaupt nicht fassbar, sind immer fern unserer Vorstellungswelt was die Folgeschäden an Mensch, Tier und Umwelt nach sich bringen.

Wir sind von daher verpflichtet, unseren materiellen Eigennutz endlich jetzt zurück zu stellen, in dem wir auch unseren Nachkommen eine lebenswerte Umwelt hinterlassen. Not macht bekanntlich erst erfinderisch, man muss allen Erfindergeist jetzt voll für Alternative Energiegewinnung einsetzen. Die dicht besiedelte Schweiz, unsere Heimat ist ja mit Wasserkraft schon einmal aussergewöhnlich gesegnet. Die neuste Turbine bringt inzwischen ja 4-7 mehr Leistung, also kann man schon einmal hier zu 100 % endlich überall nachrüsten, was um einiges günstiger kommt als weitere Atommeiler, deren Versicherung - was mit Sicherheit nicht von ungefähr kommt - übernehmen. Sagt dies denn noch nicht alles ?. Wir müssen selbständig denken, nicht diesbezügliche Propaganda der enorm Profitierenden (XXX-Milliarden CHF) einfach ungeprüft übernehmen und nachplappern. Der Mensch konnte sich ja (angeblich) auch auf dem Mond absetzen, dann wird ihm dies wohl auch gelingen. Atomare Verseuchung auf 100'000-tausende von Jahren, auch wenn die Chancen dazu als gering eingesetzt werden, sind von daher absolut nicht weiter zu verantworten.

Oder wurde die völlig nutzlose Mondlandung deshalb vorgenommen, damit man sich bei atomarem Fallout noch schnell auf den Mond absetzten könnte ? Ja gut, dann wäre doch wenigstens der "Mann" im Mond perfekt doch noch Wirklichkeit geworden, Satire ENDE.

Vielleicht lebte sich in Gemeinschaften früher, ganz früher viel besser, wer weiss ?


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!



35%
(17 Stimmen)
Hans Knall sagte November 2016

Von den, Herr Holzer, tatsächlich funktionierenden Varianten der Energiegewinnung hat sich die Atomkraft als die sicherste von allen erwiesen.

Schauen Sie sich zum Vergleich mal die Resultate der "Katastrophen" an. (Dammbrüche, Minenexplosionen, Verschüttungen, Anschläge auf Gaspipelines, Anzünden von Ölquellen usw.) Die Anzahl der Toten geht in die Hunderttusende, während bei der Atomkraft (ausser Tschernobyl vor dreissig Jahren) praktisch keine Verletzten und null Tote zu beklagen sind.

Wenn Ihnen die Sicherheit am Herzen liegt, sollten Sie sich für Atomkraftwerke mit der neueseten Technik und den heute noch massiv gesteigerten Sicherheitsgadgets einsetzen.

Mit dem "Atomausstieg" aus ideologischen Gründen wird aber sämtliche diesbezügliche Forschung und Entwicklung verhindert und die "alten" AKW werden nur noch notdürftig repariert und gewartet, weil sich Investitionen nicht mehr lohnen.


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

Seite 1 von 1