Sprache: F
Umwelt, Klima, Energie > Ökologie, Klimaschutz,

FÜR EIN KLIMA-NOTSTANDSGESETZ​​ ​​JETZT

Artikel weiterempfehlen

Stimmen Sie dem Artikel zu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Artikel!

Am 24. Juli 2019 hat das Oesch­ger-­Zen­tr​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​u​m​ für Kli­ma­for­schung, eine in­ter­na­tio­nal führende Ab­tei­lung der Uni­ver­sität Bern, zwei Stu­dien mit bahn­bre­chen­den wis­sen­schaft­li­che​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​ Re­sul­ta­ten zu den Kli­ma­schwan­kun­gen​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​ der letz­ten 2000 Jah­re publiziert. 

www.oesc​​​​​​​​​​​​​​​​hger​​​​​​​.​u​n​i​b​e​.​c​​​​h​​

​​​

Z​​u​​sa​mm​​e​​​n​​​g​​​e​​​fa​​s​st​​​: In den letzten 2000 Jahren waren die Klimaerwärmungen und -abkühlungen auf der Erde immer nur regional. Heute wird das Klima aber auf der ganzen Welt gleichzeitig wärmer. Zudem ist die Geschwindigkeit dieser globalen Erwärmung heute so gross wie nie in den letzten 2000 Jahren. Die beiden Studien haben ergeben, dass die wärmste Phase der vergangenen 2000 Jahre im 20. Jahrhundert begonnen und sich auf über 98 Prozent der Erdoberfläche ausgebreitet hat. Das zeigt, dass die aktuelle Klimaerwärmung nicht mit zufälligen Schwankungen zu erklären ist, sondern mit vom Menschen verursachten Emissionen von CO2 und anderen Treibhausgasen. Nicht​​​​​​​​​​​​​​​​​ nur die globalen Durchschnittstemperat​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​u​r​e​n​ waren im 20. Jahrhundert also so hoch wie nie in den letzten mindestens 2000 Jahren, sondern erstmals ist die Erwärmung auch auf der ganzen Erde gleichzeitig. Und die Geschwindigkeit dieser globalen Erwärmung war nie so hoch wie heute.

Schon bevor die beiden Studien erschienen sind, haben einige Kantone und Städte den "Klima-Notstand" ausgerufen. Seit dem 24. Juli 2019 müsste nun auch der Bund tätig werden ...

Was würde ein bundesweiter «Klima-Notstand» konkret bedeuten? Es gibt im Bundesrecht keinen Begriff "Klimanotstand". Das einzige gesetzliche «Notfallinstrument» in der Schweiz ist eine Bestimmung über die Gesetzgebung bei Dringlichkeit, also bei unmittelbaren Gefahren, bei denen die Gesetzgebung zu spät käme. Die eidg. Räte müssen also in der nächsten Sessioon ein solches «Notfallgesetz» beschliessen, weil nun möglichst schnell drastische Massnahmen ergriffen werden müssen.

Die nächsten Klima-Demos werden entsprechend riesiger sein als bisher und den nötigen politischen Druck zum Handeln erzeugen. Nehmen Sie an diesen wichtigen Kundgebungen teil, liebe Leserinnen*!

 

 

––––​–––––––––––––––––––––​–––––––––––––––––

21.​ April 2020

Heute, am hat dieser Blog gemäss Vimentis bereits "Anz. Leser 7000" erreicht. 

––––––––––​–––––––––––––––––––––​–––––––––––

28. Mai 2020

Fast alle Jungparteien – Ausnahme: JSVP und Jungfreisinn – sind an Bord: Juso, Junge Grüne, Junge GLP, Junge EVP, Junge CVP, Junge BDP. Sie gehen kurz vor der Sommersession des Parlaments mit eigenen Forderungen an die Öffentlichkeit.

«Es​ liegt nun besonders in unserer Verantwortung, die Anliegen der Klimajugend ins Parlament zu tragen.» (Orgland, JGLP)

Den Jungparteien ist bewusst, «dass alles davon abhängt, was die Mitte-Parteien entscheiden». Deshalb war es Juso und Jungen Grünen wichtig, JCVP und JBDP an Bord zu haben. Dafür verzichteten sie sogar auf System- und Kapitalismuskritik.

Hier sind die wichtigsten Forderungen der Jungparteien

luzern​erzeitung.ch/schweiz/​co2-gesetz-die-zehn-f​orderungen-der-allian​z-der-jungparteien-oh​ne-jsvp-und-jungfreis​inn-ld.1223780

–––––​–––––––––––––––––––––​––––––––––––––––

 


Kommentare von Lesern zum Artikel

Information zur Abschaltung der Kommentarfunktion

Der Verein Vimentis hat sich entschieden, die Kommentarspalte zu den Blogs zu schliessen. In der folgenden Erläuterung erfahren Sie den Grund für diesen Entscheid.

Der Blog, und dazu gehört auch die Kommentarspalte, sind ein wichtiger Teil der Diskussionsplattform von Vimentis. Gleichzeitig sind Werte wie Respekt, Anstand und Akzeptanz für den Verein von grösster Wichtigkeit. Vimentis versucht diese Werte selbst einzuhalten, sowie auch auf der Website zu garantieren.

In der Vergangenheit wurden diese Werte in der Kommentarspalte jedoch regelmässig missachtet, es kam immer wieder zu nicht tolerierbaren Aussagen in den Kommentaren. Das Löschen dieser Kommentare ist heikel und zudem mit grossem Aufwand verbunden, welcher der Verein nicht stemmen kann. Zusätzlich können die Kommentare praktisch anonym verfasst werden, weswegen eine Blockierung der jeweiligen Personen unmöglich wird.

Folglich hat der Verein Vimentis entschlossen, die Kommentarfunktion abzuschalten und nur den Blog stehen zu lassen. Der Blog erlaubt es Personen weiterhin, sich Gehör zu verschaffen, ohne sich hinter einem Pseudonym zu verstecken. Die Änderung sollte die Blog-Plattform qualitative verbessern und all jenen Personen ins Zentrum rücken, welche Interessen an einer sachlichen Diskussion haben, sowie die oben erwähnten Werte respektieren.


0%
(9 Stimmen)
RUDOLF OBERLI sagte April 2020

21. April 2020

Heute hat dieser aktuelle Blog gemäss Vimentis bereits "Anz. Leser 7000" erreicht – meine einzige Motivation in diesem Forum weiterzumachen.


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

0%
(9 Stimmen)
RUDOLF OBERLI sagte April 2020

31. März 2020

Die Corona-Pandemie und die Klimaerwärmung haben Ähnlichkeiten. Sie betreffen vor allem die Haltung des Menschen gegenüber der belebten und unbelebten Natur. Diese Haltung muss nun neu an wissenschaftlichen Expertise ausgerichtet werden. Wer beklagt, dass aus früheren Pandemie-Szenarien der Virologen nur unzureichende politische Konsequenzen gezogen worden seien, kann sich nun nicht den Warnungen der Klimawissenschafter verschließen, und wer Covid-19 zur kleinen Grippe erklärt, ist nicht als Dissident zu loben, sondern in seiner wissenschaftlichen Dürftigkeit genauso blosszustellen wie jene, die es für seriöse Wissenschaft halten, Klimaforschung mit schiefen Gegenbehauptungen abzutun.

Zu lernen ist auch aus beiden Krisen, dass die Natur nicht nett ist. Dies zu vergessen, ist eine permanente Versuchung ökologischer Debatten und Politik. Corona zeigt wieder einmal, dass Natur zwar die Voraussetzung unserer Existenz ist, aber auch eine Menge Möglichkeiten bereithält, diese Existenz zu beenden. Es darf deshalb nicht sein, dass man all das Kohlendioxid, das über Jahrmillionen hinweg in Biomasse gebunden und der Atmosphäre entzogen worden ist, innerhalb weniger Jahrzehnte durch das Verfeuern fossiler Brennstoffe in die Luft bläst, sonst wird der Mensch, wir, gegen die bedrohlichen Effekte in wenigen Jahren nicht mehr ankommen.

Nach:
w​elt.de/debatte/kommen​tare/article206926037​/Krisen-Was-Corona-un​d-Klima-trennt-und-wa​s-beides-verbindet.ht​ml

Die Corona-Pandemie ist eine brutale Lehrmeisterin in Sachen Vorsicht. Genauso hat man in Sachen Klimaerwärmung, ebenfalls auf der Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse, Vorsichtsregeln einzuhalten und Notmassnahmen zu treffen. Jetzt.


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

9%
(11 Stimmen)
RUDOLF OBERLI sagte April 2020

Die Klimaerwärmung und die Pandemie sind existenzielle Bedrohungen für die Menschheit. Die Natur (oder was von ihr übrig ist) wehrt sich gegen die Übergriffe des Menschen.

Die Klimaerwärmung und die Pandemie sind existenzielle Bedrohungen für die Menschheit. Beide müssen JETZT wissenschaftlich angegangen werden, beide erfordern von uns massive Verhaltensänderungen,​ beide sind unsichtbar.

Die Bekämpfung der Pandemie zeigt, wie schnell bei einem Notstand gehandelt werden kann. Man muss aber nun die Klimaerwärmung und die Pandemie gleichzeitig bekämpfen und die Corona-Milliarden für eine klimataugliche Wirtschaft einsetzen.






Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

9%
(11 Stimmen)
RUDOLF OBERLI sagte March 2020

19. März 2020

Heute hat dieser aktuelle Blog nach Vimentis "Anz. Leser 6000" erreicht. Alle meine Blogs haben heute ausserdem zusammen "Artikel Aufrufe 268000" (auch zitiert nach Vimentis).


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

15%
(13 Stimmen)
RUDOLF OBERLI sagte March 2020

Die Demonstrierenden fordern immer wieder vergeblich die sofortige Ausrufung des Klimanotstandes durch die eidg. Räte. Notstandsmassnahmen gegen den CO2-Ausstoss hätte der Bundesrat mindestens seit dem 24. Juli 2019 ergreifen müssen. An diesem Tag hat das Oesch­ger-­Zen­trum für Kli­ma­for­schung an der Uni Bern zwei bahnbrechende Studien über die weltweit unheimlich fortschreitende Klimaerwärmung publiziert.

Auch die Prioritäten bei den öffentlichen Ausgaben sollten neu gesetzt werden. Statt zum Beispiel 8 Mia CHF für Kampfjets auszugeben, muss dieses Geld in den ökologischen Umbau fliessen. Laut dem neuesten UN-Klimabericht müssen in den nächsten zwölf Jahren massive Reduktionsziele umgesetzt werden, um eine Erderwärmung von über 1,5 Grad noch zu verhindern. Das Wissen und die nötigen Technologien sind ja vorhanden.

Im Kampf gegen das Virus zeigt der Bundesrat, wie man einen solchen Notstand entschlossen managt, damit einer Gefahr begegnet werden kann.


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

50%
(8 Stimmen)
Karlos Gutier sagte March 2020

Von Oberli kommt nur ideologischer Schwachsinn, ich empfehle ihm Nordkorea oder Venezuela, dort ist Schwachsinn Trumpf !


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

14%
(14 Stimmen)
RUDOLF OBERLI sagte March 2020

8. März 2020

Gegen das Virus Covid-19 werden weltweit drastische Massnahmen angeordnet. Weshalb funktioniert das nicht bei der ungleich gefährlicheren Katastrophe, die sich auch bereits ausbreitet, bei der Klimaerwärmung? Auch in der Schweiz sterben deswegen jährlich mehrere tausend Menschen aus Risikogruppen, so wegen des Feinstaubs.

Zum den Schutz der Risikogruppen vor dem Corona-Virus sind Massnahmen gerechtfertigt, die das soziale und wirtschaftliche Leben lahmlegen – zum Schutz vor den lebensbedrohlichen Auswirkungen der Klimaerwärmung wird NICHTS getan ... Wenn wir nicht bald zu handeln beginnen, ist diese weitaus gefährlicher als Covid-19.

Nach:
spiegel.de​/wissenschaft/mensch/​coronavirus-vs-klimak​rise-zweierlei-mass-a​ber-warum-a-b22c0a9a-​5f58-4a9d-894e-7b1fcb​34d9cb

Wir können katastrophale Entwicklungen nicht ausschließen, die das menschliche Leben, wie wir es kennen, in einer Art bedrohen, wie wir sie noch nicht kennen. Aber ein Notstandsgesetz wollen die eidg. Räte partout nicht beschliessen.


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

Antworten auf diesen Beitrag

67%
(6 Stimmen)
Elsi D. Stutz sagte March 2020

Was Sie da behaupten ist kompletter Schwachsinn! Die Schweizerbevölkerung und die Wirtschaft tuen seit vielen Jahren sehr viel, für den Umweltschutz. Sind ganz vorne mitdabei! Dass man mehr tun könnte ist unbestritten, nutzt aber alles nichts wenn der Rest der Welt nichts tut.

Aber bitte, legen wir unsere Wirtschaft lahm, beerdigen wir unseren Wohlstand und fressen am besten nur noch Pappe! Das wird dem Kilma ja sicher helfen. Zumal nach wie vor, alles nur auf Theorien beruht. Von Leuten die dafür bezahlt werden, den Klimantostand und ja nichts anderes zu erforschen.


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

Seite 1 von 1


8%
(13 Stimmen)
RUDOLF OBERLI sagte February 2020

27. Februar 2020

Klimaforscher​​​ haben wissenschaftlich festgestellt, dass die Temperatur auf der Erde bis 2040 um 1,5 bis 2 Grad steigen werde – und bis 2100 um 5 Grad – dies in der Annahme, dass die Staaten wie bisher wenig bis nichts dagegen unternehmen.

"Die Klimaforscher zeigen, wie gefährlich eine Erwärmung von zwei Grad Celsius und mehr für das Leben auf der Erde wäre und wie eine solche Entwicklung noch verhindert werden kann. Beim Pariser Klimagipfel 2015 beschlossen die Staaten, gemeinsam gegen den Klimawandel vorzugehen. Doch seitdem ist wenig geschehen, auch wegen der politischen Kehrtwende in den USA. Experten fordern, sofort von fossilen Brennstoffen auf erneuerbare Energien umzustellen und unser Konsumverhalten zu überdenken. Computermodelle berechnen die Folgen einer globalen Erwärmung von zwei Grad Celsius und mehr. Sie zeigen fatale Folgen für die Landwirtschaft, vor allem in Entwicklungsländern. Aber auch Küstenregionen sind stark gefährdet. Um die Erderwärmung – wie beim Pariser Klimagipfel beschlossen – unter 1,5 Grad Celsius zu halten, genügt es nicht mehr, nur die Emissionen zu begrenzen. Wir müssen auch möglichst viel CO2 wieder aus der Luft herausholen. Dabei können Wälder helfen. Beispiele aus Wirtschaft und Gesellschaft zeigen außerdem, wie jeder beim Kampf gegen den Klimawandel mithelfen kann." (ZDFinfo)

Das heisst unter anderem, dass bereits ab 2040 die weltweite Produktion von Lebensmitteln und die Versorgung damit nicht mehr möglich sein werden ...


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

8%
(13 Stimmen)
RUDOLF OBERLI sagte February 2020

26. Februar 2020

Bei langfristigen Risiken wie der Klimaerwärmung stecken die eidg. Räte den Kopf in den Sand; bei kurzfristigen Gefahren wie dem Corona-Virus reagieren sie prompt mit wirksamen Massnahmen.

Am 20. Februar 2019, also vor rund einem Jahr, rief das Parlament des Kantons Basel-Stadt den «Klimanotstand» aus. Notstand heisst, eine Gefahr steht unmittelbar bevor und lässt sich nur mit Notmassnahmen abwehren. In den folgenden Monaten proklamierten weitere Schweizer Kantone und Städte diesen Notstand, und im November 2019 folgte ihnen das EU-Parlament. Das Wort «Klimanotstand», so zeigt das nationale Medienarchiv, verwendeten Schweizer Medienschaffende innert Jahresfrist in mehr als 2500 Artikeln.

Was aber haben Regierungen und Parlamente in der Schweiz und der EU seither getan, um diese Not abzuwenden? Verhängten sie auf ihrem Territorium ein sofortiges Fahrverbot für alle Vehikel mit fossilen Verbrennungsmotoren, um die klimawirksamen Gase zu reduzieren? Riefen sie die Bevölkerung auf, die Heizung abzustellen und nur im Notfall aus dem Haus zu gehen, um ihren klimarelevanten Konsum zu drosseln? Stellten sie Flüge ein, oder sperrten sie die grenzüberschreitenden​ Autobahnverbindungen?​ Liess die Schweiz die Tour-de-Suisse mit ihrem CO2-speienden Begleittross ausfallen?

Nichts von alledem. Die eidg. Räte setzten nicht einmal bestehende Gesetze durch, um die Klimaerwärmung einzudämmen. Beispiel: Die 2019 neu verkauften Autos bliesen weit mehr CO2 in die Atmosphäre, als es die Grenzwerte erlauben, weil die Konsumentinnen* mehr übermotorisierte Spritsäufer kaufen als je zuvor und weil keinerlei Notstandsmassnahmen sie daran hindern.

Die fehlende Reaktion auf den Klimawandel ist kein Einzelfall. Auf langfristige Gefahren, wiewohl sie schon seit Jahrzehnten bekannt sind, begegnen die eidg. Räte mit langfristig unverbindlichen Zielen in weiter Zukunft, so mit «Netto Null CO2 bis 2050».

Gerade umgekehrt verhält es sich, wenn eine kurzfristige Gefahr auftaucht wie etwa jetzt die Corona-Epidemie-Gefah​r. Darauf reagieren Regierung und Unternehmen sofort – und zuweilen kopflos. So stoppten die meisten Fluggesellschaften unverzüglich ihre Flüge nach China.

Als Italien die ersten Toten der Epidemie meldete, liessen die Österreichischen Bundesbahnen vorübergehend alle Zugsverbindungen mit dem südlichen Nachbarland ausfallen – als ob das Virus nur auf der Schiene reiste und durch Landesgrenzen aufzuhalten wäre. Italien seinerseits stoppte alle Wintersportveranstalt​ungen und stellt sogar die Durchführung des radsportlichen Frühlingsklassikers Mailand-San Remo in Frage.

Das Positive daran: Die Massnahmen gegen das heimtückische Coronavirus haben innerhalb von zwei Monaten mehr CO2-Emissionen verhindert als die seit Jahren wortgewaltig verkündete Klimapolitik. Doch diese positiven Wirkungen auf Umwelt und Klima interessieren die Medien weit weniger als der negative Einfluss der Epidemie auf die Wirtschaft. Man kann in diesen Tagen keine Zeitung in die Hand nehmen, ohne zu erfahren, wie sich die Ausbreitung der Epidemie auf einzelne Branchen und Firmen im Speziellen und auf die globale Wirtschaft als Ganze auswirkt.

Das alles zeigt: Das Kurzfristige verdrängt stets das Langfristige. Im Krisenfall hat die Sorge um die Wirtschaft absoluten Vorrang gegenüber der Sorge um die Umwelt. Und die Klimapolitik bleibt – Notstand hin oder her – auf der langen Bank.

Nach:
infos​perber.ch/Artikel/Umw​elt/Cornoravirus--wir​kt-auf-Borse-starker-​als-Klimapolitik

W​ir warten also immer noch auf die Ausrufung des KLIMA-NOTSTANDES durch die eidg. Räte. Wie lange noch?


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

0%
(11 Stimmen)
RUDOLF OBERLI sagte February 2020

Am 7. März 2019 hat Frau NR Marti (SP) die folgende Motion eingereicht:

"Der Bundesrat wird beauftragt:
a. den Klimanotstand auszurufen und
b. die nötigen gesetzlichen Grundlagen zu erarbeiten, damit alle neuen Gesetzgebungen auf kommunaler, kantonaler und eidgenössischer Ebene nur dann eingeführt werden können, wenn sie entweder keine zusätzlichen Treibhausgasemissione​n verursachen oder neue Emissionen nachweislich zu 100 Prozent kompensiert werden. Diese Bestimmung gilt sinngemäss auch für neue völkerrechtliche Verträge. Ausnahmen können aus humanitären Gründen gewährt werden."

Am 29. Mai 2019 hat der Bundesrat wie folgt dazu Stellung genommen:

"Der Bundesrat ist sich der Risiken bewusst, die von einer gefährlichen Störung des Klimasystems ausgehen. Die Ausrufung des Notstands würde der Dimension der potenziellen Gefahr für Mensch und Ökosystem zwar gerecht. Es gilt aber festzuhalten, dass der Bundesrat auch bei Gesetzgebungsvorhaben​ unter dem Titel des "Klimanotstands" an die Kompetenzverteilung der Bundesverfassung gebunden wäre und somit keine Vorschriften erarbeiten könnte, die in kantonale oder kommunale Kompetenzen eingreifen. Der Bundesrat hält es daher für zielführender, auf internationaler Ebene auf ein griffiges globales Regime hinzuwirken und auf nationaler Ebene die Transformation zu einer klimaverträglichen Produktionsweise und Gesellschaft einzuleiten. Der Bundesrat hat dem Parlament mit der Botschaft vom 1. Dezember 2017 zur Revision des CO2-Gesetzes seine Vorschläge für die nächste Etappe der Klimapolitik bis 2030 unterbreitet, welche die verfassungsrechtliche​ Kompetenzverteilung zwischen Bund, Kantonen und Gemeinden wahren. Das Parlament ist frei, jüngeren Entwicklungen bei der Beratung Rechnung zu tragen und weitere Massnahmen oder ambitioniertere Ziele zu beschliessen."

htt​ps://www.parlament.ch​/de/ratsbetrieb/suche​-curia-vista/geschaef​t?AffairId=20193063

Der Bundesrat beantragte also die Ablehnung der Motion. Er sagt korrekt, dass er durch die "Ausrufung" des Notstandes weiterhin an die verfassungsmässige Kompetenzenverteilung​ gebunden wäre, verschweigt aber, dass solche Notstandsvollmachten durch ein GESETZ beschlossen werden können. Solche Vollmachten hatte der Bundesrat zum Beispiel während des Zweiten Weltkriegs – sehr weit gehende. Er will "die nötigen gesetzlichen Grundlagen", wie sie von der Motion verlangt werden, einfach nicht erarbeiten.

Der Nationalrat hat die Motion und ein solches Gesetz noch nicht behandelt. Wir haben ja Zeit ...



Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

8%
(12 Stimmen)
RUDOLF OBERLI sagte February 2020

11. Februar 2020

In Europa entstehen bereits mehr und stärkere Stürme, aber mit wirksamen Massnahmen gegen die Klimakatastrophe macht man auch in der Schweiz immer noch nicht vorwärts.

"Die Forscher gehen davon aus, dass eine wärmere Atmosphäre bessere Wachstumsbedingungen für Zyklone bildet und die Stürme stärker werden. «Die meisten Studien und Modelle stimmen darin überein, dass es durch die Zunahme starker Zyklone insgesamt zu einem häufigeren Auftreten von Starkwindereignissen kommt», schreibt etwa der Klimaforscher Joaquim Pinto im Buch «Klimawandel und Deutschland». Die projizierte Zunahme von Starkwindereignissen und Böengeschwindigkeiten​, vor allem im Winter, hätte einen Anstieg der potenziellen Gebäudeschäden im Zusammenhang mit Winterstürmen über Mitteleuropa zur Folge.

Auch die Österreichische Zentralanstalt für Meteorologie hält fest, dass die Frequenz der Sturmtage laut Simulationen um 19 bis 33 Prozent zunehmen könnte. «Darüber hinaus steigt die Windgeschwindigkeit bei Sturmereignissen in grossen Teilen von Mittel- und Nordeuropa um 5 Prozent. Eine generelle Abnahme und Abschwächung der Sturmtätigkeit ist im Mittelmeerraum zu erkennen.»"

20min.​ch/schweiz/news/story​/Sturm-29865158


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

7%
(15 Stimmen)
RUDOLF OBERLI sagte February 2020

Gegen Schäden durch die Klimaerwärmung kann erfolgreich geklagt werden, so gegen den untätigen Staat oder gegen Konzerne:

"Es herrscht inzwischen Konsens, dass Menschenrechte die Staaten nicht nur verpflichten, diese zu respektieren, sondern sie darüber hinaus auch zu schützen und zu fördern. Für eine Verletzung der Menschenrechte ist es also nicht erforderlich, dass der Staat selbst durch eigenes Handeln in die Rechte der Menschen eingreift. Vielmehr ist eine Verletzung grundsätzlich auch schon dann möglich, wenn der Staat seinen Schutzpflichten vor einer Verletzung durch Dritte nicht nachkommt. Die UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte bekräftigen, dass Staaten in der Pflicht sind, Menschenrechte auch vor Bedrohungen durch wirtschaftliche Akteure zu schützen, während wirtschaftliche Akteure verpflichtet sind, Menschenrechte zu respektieren und im Fall erlittener Menschenrechtsverletz​ungen durch das Handeln wirtschaftlicher Akteure ein Recht auf Wiedergutmachung besteht.

Im Falle des Klimawandels, der mehrere Menschenrechte direkt bedroht, besteht daher eine Pflicht des Staates aktiv Maßnahmen zur Abwehr des Klimawandels zu ergreifen. Er muss negative Auswirkungen auf die Menschenrechte weitestgehend verhindern und sicherstellen, dass alle Menschen befähigt werden, sich an den Klimawandel bestmöglich anzupassen."

https​://www.boell.de/de/20​19/03/05/klimawandel-​und-menschenrechte-ko​ennen-es-die-gerichte​-richten


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

6%
(16 Stimmen)
RUDOLF OBERLI sagte January 2020

30. Januar 2020

Am WEF liessen sich die Wirtschaftsbosse durch nichts aus der Ruhe bringen – auch nicht durch die weltweit drohende Klimakatastrophe:

​"Die Wirtschaftsbosse am Wef erinnerten ihn an das Orchester der «Titanic», sagte der kritische chilenische Unternehmer Gonzalo Muñoz auf einem Podium in Davos. Die Ungleichheit wachse, die Welt rase auf die Klimakatastrophe zu, doch in den Lobbys des Davoser Kongressgebäudes fädelten die Mächtigsten der Welt neue Geschäfte ein, als wäre nichts. Das Orchester spiele einfach weiter."

woz.ch/-a​​53c



Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

0%
(15 Stimmen)
RUDOLF OBERLI sagte January 2020

29. Januar 2020

Ein erstes Schrittchen in Richtung Notstandsgesetz:

"​Über den Klimafonds wird der Bund künftig über 1 Milliarde Franken im Jahr verteilen. Die Politik will der Verwaltung freiwillig Macht abgeben: Je nachdem kann Bundesrätin Simonetta Sommaruga sogar Budgetbeschlüsse des Parlaments übersteuern.

Der wichtigste Entscheid steht schon fest: Eine klare Mehrheit des Parlaments ist entschlossen, in der Klimapolitik weiterhin mit Subventionen zu operieren. Hausbesitzer, Vermieter, Firmen und weitere Kreise sollen Steuergelder erhalten, wenn sie zum Beispiel eine Wärmepumpe installieren oder ihren CO2-Ausstoss anderweitig reduzieren. Das Geld wird aus dem neuen, gut gefüllten Klimafonds kommen. Jährlich sollen mehr als 1 Milliarde Franken zur Verteilung bereitstehen.

Geplant war das anders. Der Bundesrat wollte aus der Geldverteilung aussteigen und den Übergang zu einem Lenkungssystem schaffen, in dem höhere Preise ein klimafreundlicheres Verhalten bewirken. "

nzz.ch/schweiz/l​asche-regeln-fuer-den​-neuen-fonds-umweltmi​nisterin-sommaruga-sp​-soll-eine-art-klima-​kriegskasse-erhalten-​ld.1536191

Offenba​r will das Parlament so Lenkungsabgaben vermeiden. Das ist aber der Kern der griffigen Massnahmen ...


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

75%
(4 Stimmen)
jan eberhart sagte January 2020

Es ist kein Zufall, dass die SS "wissenschaftliche expedition" organisierte um die Vorherrschaft der "arischen" Rassse zu beweisen. Merkwürdige Kulte um tote Herscher des Mittelalters.

Auch​ Experimente in Sachen Rassekunde in KZ's (Dr. Mengele) gehörten dazu. Dazu hatte man schon vor dem 1. WK Schädel von toten Herero und Nama ins Reichs geholt, damit die Forscher etwas Material zur Verfügung haben.

Die Strafmassnahmen des Lothar von Trotha waren ein Völkermord an den Herero und Nama, lange bevor Hitler an die Maht kam.


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

Seite 1 von 6 | 1 2 3 4 Letzte