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Kuh oder Kalb ?

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Die Milchkuh-Initiative fordert, dass alle Erträge aus der Mineralölsteuer für den Ausbau, Unterhalt und Betrieb der Strasseninfrastruktur​​​ verwendet werden. Da heute rund 1.5 Mia. der Mineralölsteuer dem allgemeinen Bundeshaushalt zugeführt werden, sei der Strassenverkehr die Milchkuh der Nation. Klingt einleuchtend und überzeugend.

Doch sind Ausbau, Unterhalt und Betrieb der Infrastruktur die einzigen Kosten, welche zulasten der Allgemeinheit anfallen? Was ist mit Unfallkosten, welche über Krankenkassen und Unfallversicherung auf die Allgemeinheit abgewälzt werden? Wie hoch sind Umwelt- und Gesundheitsschäden? Als Laie diese Kosten zu beziffern, ist alles andere als einfach. Eines ist aber sicher, wer die durch den Strassenverkehr verursachten Kosten auf die Infrastruktur reduziert, macht sich die Sache zu einfach.

Fragen wir also die Experten des Bundesamtes für Statistik. Diese haben 2015 eine entsprechende Studie veröffentlicht. Diese kommt zum Schluss, dass der Schwerverkehr die durch ihn verursachten Kosten beinahe zu tragen vermag. Der private motorisierte Personenverkehr hingegen verursacht rund 5.5 Mia an ungedeckten Kosten zu lasten der Allgemeinheit. Die Transferleistungen wie die Mineralölsteuer zuhanden des Bundeshaushaltes sind also keineswegs eine willkürliche Steuer. Vielmehr sind sie ein Beitrag an die nicht gedeckten Kosten des Strassenverkehrs und sind im Betrag von 5.5 Mia übrigens bereits abgezogen.

Meiner Meinung nach könnten die Inititanten eine Nachhilfestunde in Biologie vertragen. Eine Milchkuh gibt Milch. Das Geschöpf, das die Milch literweise säuft, nennt man Kalb. Und zu Milchkalb-Initiativen​​​ sage ich Nein.

 

 

 


Kommentare von Lesern zum Artikel

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67%
(3 Stimmen)
Hanspeter Heeb sagte May 2016

Gut geschrieben. Für alle die sich benachteiligt fühlenden Autofahrer: werft doch mal einen Blick in die Budget- oder Rechnungsbotschaft eurer Gemeinde. Die Position Strassenunterhalt, ist wahrscheinlich auch bei Ihnen einen der grössten Postitionen. Für den Langsamverkehr würden ein paar Trampelpfade reichen.


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45%
(11 Stimmen)
Dany Schweizer sagte April 2016

Unfall- und Krankenkasse wird ebenso grösstenteils vom Bürger bezahlt. Dieser ist zum grössten Teil auch Autofahrer oder Nutzer der Infrastruktur. Argument ist somit falsch.

Umweltschu​tz wird auch von ALLEN Bürgern bezahlt, da ALLE in irgend einer Weise am Umweltschutz teilnehmen müssen oder sollen. Dies hat NICHTS mit Autofahren zu tun.

Es ist aber richtig, dass die bezahlten Mineralölsteuern, welche von Benzin, Diesel, Gas usw über die Nutzung vom FZ bezahlt werden, auch dieser Rechnung gutgeschrieben werden müssen.

Aber selbstverständlich können wir weiterhin eine Gummifinanzierung mit Quer-Quer-Querfinanzi​erung in der Bundeskasse belassen. Denn IHRE Argumentation wir NIE ein Ende haben, somit hätte man NIE einen Finöv bewilligen dürfen. Ich als Nicht-Bahnfahrer muss heute in einen solchen bezahlen, ertrage aber Lärm, Feinstaub von Bremsen, Stink-Kakke aus alten Bahnwagen am Bahnbord usw. Wie möchten Sie das mir zurückgutschreiben?

Ihre Meinung in Ehren, aber entweder wir spalten endlich mal auf, was welche Kosten finanziert (in der Grundlage) oder wir dümpeln weiterhin vor uns hin und schauen zu wie im Bundeshaus um Mio gerungen wird, was nun wo finanzieren soll.


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33%
(9 Stimmen)
Willi Frischknecht sagte April 2016

Zum Glück ist Ihre Meinung nicht entscheidend.


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