Sprache: F
Gesellschaft > Gleichstellung, Diskriminierung, Minderheiten,

14. JUNI: MITMACHEN BEIM FRAUENSTREIK

Artikel weiterempfehlen

Stimmen Sie dem Artikel zu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Artikel!
Am Freitag, dem 8. März 2019, feiern Frauen und Männer weltweit den jährlichen "Internationalen Tag der Frau". Er entstand vor dem Ersten Weltkrieg beim politischen Kampf der Frauen um die Gleichberechtigung und das Wahlrecht für Frauen.

Clara Zetkin-Essner schlug auf der Zweiten Internationalen Sozialistischen Frauenkonferenz am 27. August 1910 in Kopenhagen gegen den Willen ihrer männlichen Parteikollegen die Einführung eines internationalen Frauentages vor, ohne jedoch ein bestimmtes Datum zu favorisieren. Die Idee dazu war aus den USA gekommen. Dort hatten Frauen der "Sozialistischen Partei Amerikas" (sozialdemokratisch) 1908 ein Nationales Frauenkomitee gegründet, welches einen nationalen Kampftag für das Frauenstimmrecht initiierte. Der erste Frauentag wurde dann am 19. März 1911 in Dänemark, Deutschland, Österreich-Ungarn und der Schweiz gefeiert. Seit 1921 findet der internationale Frauentag am 8. März statt. Heute ist der 8. März in vielen Ländern ein gesetzlicher Feiertag.
 
kleiner-k​​​​​​​​​​​​​​​​​​alen​d​e​r​.​d​e​/​e​v​e​n​​t​​/​​f​​r​​a​​u​​e​​nt​​ag​​/9​​00​​38​​.​h​​t​m​​l​
 ​
Ma​​​ch​​e​n Sie am "Internationalen Tag der Frau" auch mit? Welche wichtigen Themen stehen heute im Vordergrund? Ist es vor allem die Gleichberechtigung der Frauen beim Lohn?
 
Gemäss Vimentis hat dieser Blog heute, am 11. Januar 2020 bereits "Anz. Leser 7000". Da werden auch viele Frauen dabei sein.
 
 


Kommentare von Lesern zum Artikel

[ Neuen Kommentar verfassen ]



58%
(12 Stimmen)
Hans Knall sagte June 2019

Trendaffine Unternehmen führen jetzt, aus Solidaritätsgründen mit den Frauen, neue, bislang inexistente Lohndiskriminierungsm​odelle für weibliche Angestellte ein, damit sich diese beim Frauenstreik nicht wegen mangelnder Fakten allzusehr lächerlich machen müssen.

Schliessli​ch wollen sich die Unternehmensstrategen​ ihre Chancen nicht zunichtemachen. Denn jeder weiss: Da, wo Frauen arbeiten ist das „Klima“ viel harmonischer…


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

56%
(9 Stimmen)
Dany Schweizer sagte June 2019

Nun - Grundsätzlich bin ich auch für die Gleichbehandlung in Lohn-Arbeitsgleichhei​t. Jedoch sind einige Faktoren, die in der sog. Gleichstellung beim Lohn beachtet werden sollten.

Das sind z.B.

- Frauen verursachen grössere Krankheitskosten (wie auch bei der KK)
https://www.bag.​admin.ch/bag/de/home/​zahlen-und-statistike​n/statistiken-zur-kra​nkenversicherung/stat​istik-der-obligatoris​chen-krankenversicher​ung.html

- Bei Geburt dürfen Sie eine vordefinierte Zeit zu Hause bleiben

- Frauen haben nun mal die höhere Ausfallsrisiken durch Geburt, usw.

- Frauen dürfen (müssen nicht) Militärdienst leisten, tun sie es nicht, bezahlen sie keinen Pflichtersatz

- Frauen werden früher Pensioniert

- Frauen bekommen vor Pensionierung Witwenrenten


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

0%
(10 Stimmen)
RUDOLF OBERLI sagte June 2019

Ein "Umfrage" ergibt, was alle bereits wissen: In den Pflegeberufen (mehrheitlich Frauen) seien 58 Prozent der Befragten mit der Bezahlung unzufrieden:

«Schon heute können Stellen wegen des Fachkräftemangels nicht mehr besetzt werden, der Druck steigt», sagt Yvonne Ribi (43), Geschäftsführerin des Schweizer Branchenverbands Pflegefachpersonen SBK. «Da stimmt der Lohn nicht mehr mit dem überein, was die Pflegenden tagtäglich leisten.»

blick.ch/news/wir​tschaft/neue-blick-lo​hnumfrage-zeigt-wer-s​chon-besser-verdient-​verhandelt-auch-besse​r-frauen-leiden-maenn​er-fordern-id15354493​.html

Die Institutionen behaupten, dass das Geld nicht reiche, um der gesetzlichen Lohngleichheit nachzukommen. Unter anderem darauf zielt die sogenannte Pflege-Initiative ab, die 2017 eingereicht wurde. Im Moment ist ein indirekter Gegenvorschlag der Gesundheitskommission​ des Nationalrats in der Vernehmlassung.

Weitere Branchen, in denen vor allem Frauen tätig sind, etwa die Gastronomie oder der Verkauf sind Tiefstlohnbereiche: Der Spielraum für mehr Lohn sei eingeschränkt. Kurz: Das Überleben solcher Betriebe bezahlen vor allem Frauen.


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

10%
(10 Stimmen)
RUDOLF OBERLI sagte May 2019

Den Schweizer Frauen werden jedes Jahr 110 Milliarden Franken Lohn vorenthalten! (Mit diesem Betrag könnte die Schweiz jedes Jahr 30 Kampfflugzeuge anschaffen ...)

Die Zahl beruht auf den neusten Daten des Statistischen Amts der EU, das seit kurzem für die einzelnen Länder einen sogenannten "Gender Overall Earnings Gap" (= geschlechtsspezifisch​er Gesamteinkommensunter​schied) eruiert. In der Schweiz beträgt dieser Gap 44,5%, was für das Jahr 2014 rund 110 Milliarden Franken entspricht. Von den 110 Milliarden sind rund 25% die eigentliche Lohnlücke, der sogenannte "Gender Pay Gap", also das, was Frauen, wenn sie Lohnarbeit leisten, weniger verdienen als Männer. Rund 40% dieser 110 Mia gehen auf statistisch nicht erklärbare Lohnunterschiede zurück. Die restlichen rund 35% resultieren aus der ungleichen Verteilung unbezahlter Arbeit: Frauen leisten viel mehr unbezahlte Arbeit als Männer. (Das Bundesamt für Statistik berechnet regelmässig den Wert der unbezahlten Arbeit in der Schweiz; der Teil, den Frauen MEHR leisten als Männer, entsprach im Jahr 2016 rund 85 Mia CHF.)

Mit 44,5 Prozent gehört die Schweiz zu den westeuropäischen Ländern mit den grössten geschlechtsspezifisch​en Gesamteinkommensunter​schieden. Dabei sind erstaunlicherweise auch die Niederlande, die mit 47 Prozent an erster Stelle liegen, Grossbritannien, Deutschland und Österreich. Die Schweiz ist an fünfter Stelle. Aber auch Frankreich und Schweden haben mit 31 respektive 26 Prozent noch bemerkenswert grosse Unterschiede.

Mehr​ hier:
woz.ch/1922/fe​ministische-oekonomie​/wie-die-frauen-um-10​0-milliarden-betrogen​-werden


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

10%
(10 Stimmen)
RUDOLF OBERLI sagte May 2019

Am 14. Juni 1991 fand der grösste Streik der Schweizer Geschichte statt: Eine halbe Million Frauen legte die Arbeit nieder. Die Idee zu diesem Streik hatte die damalige Präsidentin des Schweizerischen Metall- und Uhrenarbeiterverbande​​s (Smuv), Christiane Brunner, entwickelt – gemeinsam mit einer Gruppe von Uhrmacherinnen aus dem Jura. Zehn Jahre nach der Aufnahme des Gleichstellungsartike​​ls in die Verfassung war noch fast nichts geschehen. Es gab immer noch kein Anwendungsgesetz für diesen Artikel. Die Gewerkschfterin zog 1991 sechs Monate lang durchs Land und mobilisierten bis ins hinterste Kaff die Frauen zum Streiken.

Zwei Jahre nach dem Streik wurde statt der von der SP-Fraktion nominierten Frau NR Christiane Brunner Herr NR Matthey in den Bundesrat gewählt, was in der ganzen Schweiz gewaltige Proteste auslöste; tausende Frauen demonstrierten vor dem Bundeshaus. Herr Matthey verzichtete auf den Sitz. Schliesslich wurde mit der Gewerkschafterin Ruth Dreifuss eine Kollegin Brunners die zweite Bundesrätin der Geschichte.

Mehr hier:
woz.ch/1921/fr​​auenstreik/bis-zum-a​b​end-vor-dem-streik-​ha​tte-ich-keine-ahnu​ng-​ob-der-plan-hinha​ut


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

9%
(11 Stimmen)
RUDOLF OBERLI sagte May 2019

Mit der Lohngleichheit geht es in der Schweiz nicht voran: Frauen verdienen gemäss der letzten Lohnstrukturerhebung 7,7 Prozent weniger als Männer mit den haargenau gleichen Voraussetzungen. Das hat sich in den vergangenen zwanzig Jahren nicht gebessert.


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

9%
(11 Stimmen)
RUDOLF OBERLI sagte May 2019

Auch in der Schweiz sind wir von der Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern meilenweit entfernt, obwohl diese im Gesetz verankert ist. Deshalb ist dreissig Jahre nach dem ersten Frauenstreik in der Schweiz von 1991 ein zweiter umfassender Streik bitter nötig.

Der Frauenkongress des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes (SGB) ruft deshalb auf den 14. Juni 2019 zum Frauenstreik auf. Dass es zu einem grossen Streik kommen wird, haben auch die 20’000 Menschen klargemacht, die bereits am 22. September 2018 an der Demo für Lohngleichheit in Bern auf die Strasse gegangen sind.

Mittlerweile wurden in zahlreichen Schweizer Städten Frauenkomitees gegründet, um den Streik schweizweit vorzubereiten:

fra​uenstreik2019.ch/de/s​tartseite-2/kollektiv​e/


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

9%
(11 Stimmen)
RUDOLF OBERLI sagte May 2019

Der VPOD ruft dazu auf, am 14. Juni Schürzen, Fahnen, Besen und Transparente aus den Fenstern zu hängen. An die Männer appelliert er, sich mit dem Frauen zu solidarisieren.


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

0%
(10 Stimmen)
RUDOLF OBERLI sagte May 2019

"Wer am Frauenstreik teilnimmt, riskiert den Job"

Wiederholte Artikel mit dieser Drohung und Angstmacherei sind der Beitrag der meisten Medien zum Thema Frauenstreiktag. Dass nach dem Frauenstreik vom 14. Juni 1919, nach HUNDERT Jahren, gegen dieselben (!) krassen Benachteiligungen der Frauen demonstriert und angekämpft werden muss, wird NICHT thematisiert.

Auch​ in Foren wie diesen geht es nur um die Frage der Rechtmässigkeit solcher Streiks, nicht um die Rechtmässigkeit der Benachteiligung, und speziell hier mangelt es weitgehend am minimsten Respekt.

"Verschiedene Gewerkschaften und Frauenorganisationen riefen Ende 2018 zu einem zweiten Schweizer Frauenstreik am 14. Juni 2019[9] unter dem Motto „Gleichberechtigung. Punkt. Schluss!“ auf. Die Forderungen, die der Schweizerische Gewerkschaftsbund formulierte, tragen die Überschrift «Lohn. Zeit. Respekt.» Dabei geht es u. a. um eine finanzielle Aufwertung und höhere gesellschaftliche Anerkennung von Frauenarbeit, mehr Zeit und Geld für Betreuungsarbeit (Care-Arbeit), Bekämpfung von Sexismus und sexueller Belästigung.[10]" (Wiikipedia)

Minde​stens einen Ausblick auf den 14. Juni 2119 hätte ich von den Medien erwartet ...


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

0%
(11 Stimmen)
RUDOLF OBERLI sagte May 2019

Unglaublich: 60 von 160 Börsenunternehmen, darunter Zalando, aber auch XING und Fielmann, nennen in ihren Geschäftsberichten als Ziel für den Frauenanteil im Vorstand ganz unverblümt: null Prozent!

allbright​​-stiftung.de/allbrig​h​t-berichte
xing.co​m/​news/klartext/null​-fr​auen-im-vorstand-​als-​firmenziel-ist-d​as-ei​n-witz-2963

​Da hilft nur eines: Die Beschäftigten in solchen Firmen müssen am Frauenstreiktag in einen unbefristeten Streik treten. Die Kundinnen und Kunden müssen diese Firmen meiden.


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

9%
(11 Stimmen)
RUDOLF OBERLI sagte May 2019

In der Schweiz führen die Frauen am Freitag, dem 14. Juni 2019, u. a. zwei offizielle Kurzstreiks durch:

11:00: Arbeitsniederlegung bis um 12 Uhr (?); Aktionen am Arbeitsplatz
15:24: Arbeitsbeendigung, weil die Frauen wegen der Lohnungleichheit gezwungen werden, ab 15.24 gratis zu arbeiten

Wenden Sie sich bitte an Ihre Branchengewerkschaft,​ wenn Sie weitere Streiks organisieren wollen!




Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

8%
(12 Stimmen)
RUDOLF OBERLI sagte May 2019

"Kirchlich engagierte Frauen schliessen sich dem Frauenstreik am Freitag, dem 14. Juni, an. Sie weiten den Protest aber auch auf das folgende Wochenende aus, dies unter dem Motto «Gleichberechtigung. Punkt. Amen.». Die feministisch gesinnten Katholikinnen wollen pinkfarbene Mitren – die bischöfliche Kopfbedeckung – tragen. Und Stiefel, um auf den «Sumpf» der Amtskirche hinzuweisen. Manche Frauen planen, sich während der Sonntagsmesse vor den Kirchen zu versammeln, also wörtlich «aussen vor» zu bleiben. Auch ein «Widerstandstext» von Jacqueline Keune soll vor, nach oder anstelle der Predigt verlesen werden. «Wir wollen nicht mehr alles schlucken, nicht mehr alles machen, was sie uns sagen, und uns endlich für einiges und einige auch zu gut sein!», schreibt Keune." (NZZ, 4. Mai 2019)




Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

8%
(13 Stimmen)
RUDOLF OBERLI sagte May 2019

Was tun 26% der erwerbstätigen Mütter am Muttertag? Sie müssen arbeiten gehen. Die meisten haben minderjährige Kinder.


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

71%
(14 Stimmen)
Willi Frischknecht sagte April 2019

Der Herr Oberli als Identitätswandler wird als Frau Oberli daran teilnehmen. Bei Trollen weiss man ja nie so genau ob Mann oder Frau oder doch nur ein Spinner? Wer weiss es, aber sicherlich jemand mit einer Persönlichkeitsstörun​g​.


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

14%
(14 Stimmen)
RUDOLF OBERLI sagte April 2019

Hunderttausende Frauen streikten 1991 schweizweit wegen ihrer Diskriminierung. Zehntausende blieben der Arbeit fern. Die Renaissance des Streiks, die in den neunziger Jahren einsetzte, hat ihre Wurzeln im Erfolg dieses Frauenstreiks. Er war die grösste Schweizer Protestveranstaltung seit dem Generalstreik von 1918, und er setzte einiges in Gang: Die grösste Errungenschaft war das Bundesgesetz über die Gleichstellung von Mann und Frau, das 1996 in Kraft trat.

Der Streit, ob da wieder zu einem Streik aufgerufen wird, der sich eher gegen die diskriminierende POLITIK oder eher gegen die Diskriminierung durch die ARBEITGEBER richtet, ist lächerlich. Falls streikende Gewerkschafterinnen Lohneinbussen hinnehmen müssten, was unwahrscheinlich ist, erhielten sie von Ihrer Gewerkschaft ein Streikgeld.

Wer für ein Streikverbot aufgrund des geltenden Streikrechts eintrete, liefere den Beweis, dass auch das Streikrecht die Frauen diskriminiere, weshalb dieses geändert werden müsse, sagen die Organisatorinnen.



Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

Seite 4 von 6 1 2 3 4 5 6

Neuen Kommentar verfassen

Sie müssen als User, Newsletter-Abonnent oder Gönner von Vimentis oder bei Facebook registriert sein, um auf diese Seite zugreifen zu können. Bitte loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich kostenlos:

Auf Vimentis direkt einloggen..
 
 ... oder mit Ihrem Facebook-Account
 
E-Mailadresse:
Passwort:

Haben Sie Ihr Passwort vergessen?