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Ausländer-, Migrationspolitik > Asylwesen, Flüchtlinge,

Offener Brief an unsere Bundespräsidentin

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Persönlich

Frau Bundespräsidentin
Simo​netta Sommaruga
Eidg. Justiz- und Polizeidepartement
Bun​deshaus West
CH-3003 Bern

5. September 2015

Sehr geehrte Frau Bundespräsidentin Sommaruga

Darf ich mir die Frage erlauben, wo Sie sich jetzt und heute aufhalten? Zurzeit erlebt Europa, also Teile davon, die grösste Einwanderungswelle aller Zeiten und diese Ströme von Menschen, die nach einem besseren Leben nachsuchen, scheinen nicht abzureissen. Von unserer Landesregierung höre und lese ich seit Wochen nichts Griffiges und auch sonst bemüht sich kein einziger Volksvertreter vor eine Kamera um dem Volk seine Konzeption anzukündigen.

Sie sind doch gewählt um zu regieren und vor allem um zu agieren? 1956 kam mein Vater als 16-jähriger Junge von Budapest in die Schweiz – auch als Flüchtling. Damals bereitete der Bundesrat sein Volk sehr gekonnt darauf vor. Unterkünfte wurden bereitgestellt, warme Kleider und Decken organisiert, in BUCHS SG warteten Delegationen auf die heranfahrenden Züge um die Kinder im ganzen Land zu verteilen. Mein Vater wurde von einer Pflegefamilie aufgenommen und durfte Deutsch lernen, machte eine Ausbildung und wurde bestens integriert. Die Zuneigung, Liebe und aber auch die Gastfreundschaft der Schweizerinnen und Schweizern waren ihm Gewiss.

Heute fegt ein kalter, eisiger Wind durch unser Land und die Bevölkerung fürchtet um ihren Wohlstand, den inneren Frieden und aber auch die Enge macht einer Mehrheit Mühe wie wir aus der Volksabstimmung vom 9. Februar 2014 längst wissen. Andere Kulturen mit ihren Bräuchen und Sitten verlangen uns viel ab und fordern unser Verständnis und auch unsere Geduld. Sie Frau Bundespräsidentin spüren doch auch diese Kälte und der eisige Wind, verloren Sie bekanntlich sämtliche Volksabstimmungen zusammen mit Ihren sechs Kollegen/Innen als es um Einwanderung, Asylfragen und Rechtssicherheit ging. Hat das nicht auch etwas damit zu tun, wie Sie sich als Bundesrat gegenüber der Bevölkerung geben? Wie darf ich Ihr Schweigen interpretieren? Wahlkampf? Damit im Herbst keine der einen oder anderen Parteien Stimmen generiert oder verliert? - das auf Kosten der Flüchtlinge aber auch der Schweizer Bevölkerung? Wie ist ihr Schweigen zu werten?

Gerade überqueren 1000 Kilometer von der Schweiz zig Tausende Flüchtlinge die Grenzen nach Europa und immer noch hört man vom Bundesrat nichts. Wie wäre es mal, wenn Sie sich den Medien bedienen würden und das Volk in einer TV-Ansprache auf das ansprechen, was eigentlich alle von einer Landesregierung erwarten! Ein Konzept? Wie weiter? Was tut der Bundesrat? Was erwartet er von seinem Volk? Wie soll das alles weitergehen? Wie viele Flüchtlinge ist der Schweizer Bundesrat bereit aufzunehmen? 30‘000? 80‘000? 100‘000? Wo sind die Unterkünfte? Wie geht das logistisch? Wer bezahlt das? Wird es uns allen schlechter gehen oder wird es so bleiben? Wie bringen wir unsere Kultur mit fremden Kulturen einher? Prallen hier nicht Welten aufeinander die nicht unbedingt einfach zu akzeptieren sind? Wie wollen wir das alles bewältigen? Wie erklären Sie einem Arbeiter seine klägliche Rente und die immer höheren Kosten überall auch im öffentlichen Sektor, während Sie sich nicht blicken lassen in dieser für alle nicht ganz einfachen Zeit?

Es nützt nichts ängstliche Menschen als Rassisten zu beschimpfen oder ein Volk das anders abstimmt als das man es selber gerne hätte, einfach zu übergehen. Ich verlange und mit mir sicher auch viele andere, endlich ein Konzept, ein Bekenntnis und eine Stellungnahme einer Regierung, die sich selbst als gut funktionierend betitelt. Auf was also müssen wir uns gefasst machen? Auf noch radikalere Vorlagen irgendwelcher politischen Kräfte, die dann zur allgemeinen Verwunderung auch noch angenommen werden? Sie sich dann darüber beschweren, warum sich unsere ausländischen Partner vor den Kopf gestossen fühlen?

Diese Anliegen muss ein Bundesrat dringend beantworten können, sonst muss er anderen seinen Platz anbieten. Sie sind Regierende, Sie wollten das, - ich bin nur der Gewärtigende, ich wollte das auch.

Hochachtungsvo​ll


Kommentare von Lesern zum Artikel

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75%
(4 Stimmen)
Stefan Pfister sagte September 2015

Herr Balazs
Sie wollen aus Angst vor Terrorismus keine Flüchtlinge aufnehmen. Ich weise Sie darauf hin, dass die OPFER der Terroristen zu uns flüchten und möchte Ihnen einen Kommentar von Daniel Binswanger ans Herz legen:

"Der Westen befindet sich im Krieg mit dem islamistischen Fundamentalismus. Wenn wir diesen Krieg gewinnen wollen, müssen wir uns mit den Opfern des Islamismus solidarisch zeigen."

http://bl​​og.dasmagazin.ch/201​5​/09/09/eine-chance-​fu​er-europa/?goslide​=0


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67%
(6 Stimmen)
Johanna Arnold sagte September 2015

Verschiedene Leute haben an verschiedenen Stellen geschrieben, man müsse unsere Kultur und unsere Werte schützen (und deshalb den Flüchtlingen den Zutritt verwehren), Wahlweise war von schweizerischen, europäischen, abendländischen oder christlichen Werten und Kultur die Rede. Leider hat mir keineR dieser Leute bisher präzisiert, was für Werte das genau sein sollen. Ich möchte sie darum bitte mir zu sagen, was für Werte und was für eine Kultur Sie damit meinen.


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40%
(10 Stimmen)
Gilbert Hottinger sagte September 2015

Herr Gabor Balazs,

Ich habe beim FC Basel früher Jahre Fussball gespielt, auch mit einem Gabor, der und sicher auch Sie lieben die Schweiz, das kann man leicht spüren. Vielleicht noch um einiges intennsiver als viele Schweizer, die gar nicht mehr ermessen können, was unabhängigkeit, Souverenität und FREIHEIT eigentlich bedeuten. Bekanntlich schätzt der Mensch ja erst etwas, wenn er es nicht mehr hat, dem gilt es vorzubeugen. Sie hätten ihr auch dies noch schreiben können;

Die SCHWEIZ, unser Land, wird immer noch zu oft als "Rosenpicker" verschrien, aber i.S. Flüchtlingen haben wir mehr aufgenommen, bis & mit heute, als Deutschland im Verhältnis pro 1000 Einwohner, als jedes andere LAND IN EUROPA, ausser Schweden, das an 1 Stelle steht.

Frau BR-Sommaruga, bitte stellen Sie diese Beleidigung jeder Schweizerin und jeden Schweizers doch einfach einmal mit Nachdruck richtig bitte, oder was gibt es für einen Grund, dass Sie es bis heute nicht getan haben ?

Frau BK-Merkel war beim Griechenland-Drame mit einem Hitler-Schnauz auch beleidigt & verunglimpft worden, jetzt weiss sie sich i.S. des Flüchtlingstromes über die Balkanrute, Ungarn umso mehr aber sehr schnell wieder "ins beste Bild" zu rücken, weltweit;

Auszug aus FAZ.de;

"Was Merkel sagt, wird überall gehört

Aber Merkel weiß auch, dass nicht wir unsere Aufgaben wählen, sondern die Aufgaben uns. Und dass die Aufgaben, wenn wir sie nicht bewältigen, dann eben uns bewältigen. Das war es wohl, was sie vor Jahren mal mit „alternativlos“ meinte. Und trotzdem kann natürlich eine Bundeskanzlerin nicht nur nach innen sprechen. Was sie sagt, wird auch anderswo gehört. Deshalb haben diese Worte, „Wir schaffen das!“, Deutschland ein freundliches Gesicht gegeben, wieder. Auch das soll es bitte behalten.

Quelle;


http://www.faz.ne​t/n​ewsletter/fruehau​fste​her/die-beliebte​sten-​artikel-gestern​/fluec​htlingskrise-d​eutschl​and-schafft-s​ich-ab-k​ommentar-137​87352.htm​l



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67%
(12 Stimmen)
Johanna Arnold sagte September 2015

Guten Tag Herr Balazs,

Auch wenn Sie sehr allgemein eine Stimmung beschreiben, gehe ich stark davon aus, dass es Ihre eigene ist. Wenn ich Ihren Beitrag richtig deute, sind Sie der Schweiz dankbar, dass Ihre Familie aufgenommen wurde, aber Sie selber wollen niemanden aufnehmen, weil Sie Angst vor fremden Kulturen haben Ungarn, wo Sie herkommen, liegt übrigens auch nicht grade vor der Haustür, und die Sprache ist mit keiner unserer Landessprachen verwandt. Auch Ihre Eltern waren ziemlich fremd hier. Sie wurden trotzdem aufgenommen, weil die Hilfsbereitschaft grösser war als die Angst vor dem Fremden. Ich verstehe nicht, warum ausgerechnet Sie diese Hilfsbereitschaft nicht aufbringen wollen, wo Sie doch selber davon profitiert haben.


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18%
(11 Stimmen)
Gilbert Hottinger sagte September 2015

@ Herr Orban, Präsident von Ungarn wird im Moment viel, sehr viel gescholten, die Frage ist aber, zu Recht oder zu Unrecht ?

Jedenfalls ist er im Dublin- Schengen Raum bald der Einzige, der sich noch an diese Verträge hält. BK-Merkel hat diese ja vor 2 Tagen erst (eigenmächtig) als ausser Kraft gesetzt erklärt. Ist sie da wohl in Bern von BK-Sommaruga gedrängt resp. überzeugt worden, wie die Schweiz ALLE aufzunehmen, ohne Unterscheidung von Flüchtling & Wirtschaft-Flüchtling​ ? Das ist doch die Frage. Undd hat Frau Merkel jetz in der EU sich schon die alleinige gesetzesbestimmende Funktion unter die Nägel gerissen ?

3. Denn jetzt kommt noch ein gravierender, insbesondere für Deutschland, die Schweiz und andere Länder Gesichtspunkt hinzu, den die IS ja schon vor Wochen angekündigt hatte, aber anscheinend alle unsere Politiker, sie schlafen den "Schlaf der Gerechten" * w e i t e r h i n *, bis es ein böses Erwachen gibt.
Ich prognosdiziere mal, die 1. Bombe wird wohl in Deutschland von der IS leider so bald hochgehen.

Mindest​ens 5 (fünf) Millionen werden bald kommen, so wie sich BK-Merkel verhält, prognozieren in Deutschland selbst Linkspolitiker, wie z.B. auch Herr Buschkowsky.

Nachw​​eis;
https://www.yo​u​tube.com/watch?v=0Q​4S​aUJ7KYI

Lösungs​vorschlag;

A) Strikte Konntrollen der Dublin- Schengen AUSSENGRENZEN, somit SCHUTZ vor unkontrollierter Zuwanderung,

B) Verstärkte HILFE VOR ORT.

C) Militärische Beendigung des unmenschlichen Dauermassakers von Zivilisten in Syrien & Irak, mittels Friedensverhandlungen​ & Waffenstillsltand.


D) Eine Heuchelei sondergleichen seit Jahrzehnten prangere ich hier auch die Tatsache an, dass die UNO & die Staatengemeinschaft es bis heute es nicht fertig gebracht hat, i.d. Region Türkei, Syrien & Irak dem kurdischen VOLK endlich einen eigenen Staat, auch ein Menschenrecht, zuzugestehen.

Quel​le;
http://de.europe​news.dk/3000-Dschihad​isten-auf-dem-Weg-nac​h-Europa-als-Refugees​-getarnt-121456.html


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50%
(8 Stimmen)
Urs Scheiwiller sagte September 2015

Herr Balazs,
Ich wäre hocherfreut, wenn Sie sich mit gleichem Elan an Ihren ehemaligen Mitbürger Orban wenden würden, um ihn zur Raison zu bringen.


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46%
(13 Stimmen)
Dany Schweizer sagte September 2015

Frau Bundespräsidentin Sommaruga hat sich ja noch nicht mal öffentlich entschieden, ob Sie sich erneut wählen lassen möchte oder nicht. Wie soll man von Menschen die nicht zu eigenen Enscheidungen stehen möchten oder können, erwarten, dass eine Entscheidung gefällt werden kann?


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50%
(12 Stimmen)
Gilbert Hottinger sagte September 2015

Sehr geehrter Herr Gabor Balazs,

1. Vielen Dank für Ihr sehr gutes Schreiben was ich zu 100 % unterstütze und befürworte, aber erwarten Sie keine konkreten Antworten. Ich habe Frau Sommaruga auch schon mehrere, berechtigte Fragen sachlich so schriftlich vorgelegt, aber nur eine nichts sagende Antwort erhalten.

Hätten Sie dies Schreiben im Internet veröffentlicht zum unterschreiben, ich und sicher Tausende Bürger & Bürgerinnen hätten ihren Brief mit unterzeichnet, weil sie den Nagel mit dem Hammer genau auf den Kopf treffen. Danke.


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56%
(16 Stimmen)
Stefan Pfister sagte September 2015

Manche Einwanderer wollen hinter sich die Türe zumachen und keine weiteren Leute mehr reinlassen. Herr Balazs ist ein Beispiel dafür. Ich nenne das Egoismus, und das ist noch diplomatisch formuliert.


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38%
(8 Stimmen)
Georg Bender sagte September 2015

Herr Balazs
Der Aufstand in Ungarn scheinen Ihre "Landsleute" auch verdrängt haben! Oder wie erklären Sie sich die Haltung der Rechtspopulistischen Regierung als Volksvertreter?
Die Schuldengeldfinanzier​ung spielt dabei eine völlig untergeordnete Rolle! Würden die Menschen die Funktion und Auswirkung des Schuldengeld-Schneeba​llsystems verstehen, würden wir die richtigen Antworten haben! Weil immer die Kosten (Erträge im Geldkreislauf) in den Vordergrund gerückt werden, versteckt sich die Politik (sie versteht den Schuldengeldkreislauf​ auch nicht), weil sie das "Feld" der SVP überlassen wollen!
Die mit Schuldengeld definierten Tauschwerte (Tauschhandel = Wirtschaft) generieren die Schuldengeldzirkulati​on!



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