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Pokerturniere legalisieren!

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Gemäss der Rechts­spre­chung des Bun­des­ge­richts sind seit Frühling 2010 Po­ker­tur­niere aus­ser­halb der Ca­si­nos ver­bo­ten. Dies weil Poker vom Bun­des­ge­richt fälschlicherweise als Glücks- und nicht als Ge­schick­lich­keitss​­piel be­ur­teilt wird.

Die­ser Ent­scheid ist schwer nach­voll­zieh­bar: Das dem Po­kern ähnliche Jas­sen wird als Ge­schick­lich­keit­s​piel be­ur­teilt. Beide Kar­ten­spiele sind vom Spie­lauf­bau mehr oder we­ni­ger ähnlich und bei bei­den Kar­ten­spie­len kann es um kleine oder grosse Beträge ge­hen. Jas­sen ist immer le­gal, Po­kern immer il­le­gal, unabhängig von der Höhe des Ein­sat­zes.

 

Der Gesetzgeber muss dringend diesem unverständlichen Missstand durch eine Gesetzesrevision Abhilfe schaffen. Während im privaten Rahmen um geringe Geldbeträge gespielt wird, sind in Casinos schnell einmal Hunderter Noten im Spiel. Im Sinne der Spielsucht-Prävention​ ist der aktuelle Zustand also keinesfalls vernünftig. Pokern unter Freunden hat im Vergleich zum Casino eine soziale Komponente und auch die möglichen Spielverluste sind limitiert. Eine Verlagerung von jugendlichen Poker-Spielern ins Casino erhöht deren Spielsuchtgefahr und ermöglicht dort ein unlimitiertes Pokern ohne soziale Kontrolle.

 

Im Rahmen der gestern vom Nationalrat debattierten Volksinitiative „für Geldspiele im Dienste des Gemeinwohls“ (bzw. dem Gegenvorschlag) kam diese Diskrepanz wieder einmal zur Sprache. Anstatt dieses Problem auf gesetzlicher Ebene zu lösen, wurde vorgeschlagen, auf Verfassungsebene eine de facto Erlaubnis (Bewilligungshoheit der Kantone) für Pokerturniere mit einem einmaligen Einsatz von maximal 100 Franken zu verankern. Der Nationalrat hat diesen Vorschlag abgelehnt. Diese Regelung gehöre nicht in die Verfassung, war eines der Argumente.

 

Ich unterstütze das Anliegen, Pokern im privaten Rahmen zu legalisieren. Als Nationalrat werde ich mich für eine Gesetzesänderung stark machen.



Kommentare von Lesern zum Artikel

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78%
(9 Stimmen)
walter ottiger sagte September 2011

"Ich freue mich, für die Gesellschaft im Nationalrat meinen Beitrag zu leisten" schhreibst du auf deiner Homepahge. Ja hat denn die CVP, auch die junge CVP keine andere Probleme ? Kaum zu glauben ! Ein NR-Kandidat, für den das Verbot von Pokerspiel ein echtes Anliegen ist, kann nicht ernst genommen werden. Auch eine Partei, die solche Kandidaten auf ihrer Liste hat, ist irgendwie nicht glaubwürdig / schon gar nicht mit einem "C").


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78%
(9 Stimmen)
Kurt Nünlist sagte September 2011

Guten Tag Herr Oberbeck,

bei der CVP frage ich mich immer, wo jetzt das C eingebracht wird. Ja wo denn?

Dient Pockern, oder Kasino der Volkswirtschaft? Wer ist verantwortlich und muss für die gescheiterten Existenzen schauen, wenn sie im Kasino ihr Geld und das ihrer Familie verspielt haben und tiev in den Schulden stecken? Geld wird als Götzenbild angebetet.

Es geht um Geld, Macht, Glückspiel, Sex, Gewalt, Kriminalität, Armut......

Da frage ich mich schon, wie sehen sie das C und wieso kommen sie zu so einer Haltung.

Liebe Grüsse und Gottes Segen, Kurt Nünlist


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46%
(13 Stimmen)
Rosmarie Wälti sagte September 2011

Herr Oberbeck
Nein, man sollte sämtliche Glücksspiele verbieten.
Nein, das hat mit dem C in Ihrer Partei nichts zu tun. Nie und nimmer hätte Jesus oder ein Prophet aus dem Alten Testament eine solche Wegleitung gegeben.


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47%
(17 Stimmen)
Willi Utzinger sagte September 2011

Ist das Ihr ganzes Programm?


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