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Sicherheit - Unser höchstes Gut!

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Laut einer Stu­die der ETH Zürich „­Si­cher­heit 2016“ sehen 74% der Schwei­zer Bür­ger die welt­po­li­ti­sche Lage pes­si­mis­tisch. Das Sam­meln von Daten über ver­däch­tige Per­so­nen und der Ein­satz der Armee zur Si­che­rung von Ruhe und Ord­nung, be­für­wor­ten 87%. Eben­falls 87% sind der An­sicht, dass es für un­sere Si­cher­heit wich­tig sei, den Ter­ro­ris­mus mit allen Mit­teln zu bekämp­fen, auch wenn dabei un­sere per­sön­li­che Frei­heit ein­ge­schränkt wer­de. 84% be­ja­hen die Not­wen­dig­keit einer Armee und 82% wür­den eine per­so­nelle Auf­sto­ckung der Po­li­zei be­grüs­sen.

 

Das sind deutliche Zeichen in Richtung Sicherheit! Aber wie sieht es in der Realität aus?

 

Viele Menschen wurden hier in der Schweiz schon in Freiheit und Sicherheit geboren. Für sie sind diese Werte selbstverständlich. Ich weiss aber aus eigener Erfahrung, dass diese dauernd erkämpft werden müssen. Deshalb sollte man sie hegen und pflegen, denn sie können schnell wieder verschwinden! Ich frage mich oft, wenn vom Abbau der Armee gesprochen wird: Verhält es sich damit etwa ähnlich wie mit der Gesundheit, deren Wert man leider auch erst erkennt, wenn man sie verloren hat?

 

Die prioritäre Aufgabe eines Staates, der Armee und der Polizei besteht letztlich darin, für die Sicherheit der Bevölkerung zu sorgen. Aber leider setzt die Politik genau dort den Rotstift an. Das ist falsch, denn es gilt immer noch die Regel: Jedes Land hat eine Armee – eine eigene oder eine fremde! Wir sollten nicht Bewährtes abbauen und Fehler anderer Staaten wiederholen. Aber offenbar haben viele Menschen aus der Vergangenheit nichts gelernt!

 

Im Rahmen der „Armee 95“ wurde seinerzeit der Bestand an Soldaten halbiert, auf 400'000 Mann. In einer Volksabstimmung 2003 sagten dann 76% JA zur „Armee XXI“. Das heisst, der Armeebestand wurde nochmals reduziert, auf 140’000 Aktivisten und 80'000 Reservisten. Das entspricht einem sukzessiven Abbau unserer Armee!

 

Es gibt aber Bereiche im Bundeshaushalt, die kosten jedes Jahr mehr und trotzdem spricht das Parlament die entsprechenden finanziellen Mittel. Z.B. beschloss das Parlament die Erhöhung der Entwicklungshilfe auf sagenhafte 11,3 Milliarden Schweizer Franken (elftausenddreihunder​t Millionen!). Wenn wir dann aber die Ausgaben von 0,8% des BIP für Verteidigung ansehen, sind wir in der Welt-Tabelle am Schluss, zusammen mit Paraguay! Die Schweiz belegt nämlich den 130. Platz von 171 untersuchten Staaten! (BR UELI MAURER / 2010). So wichtig ist uns offenbar unsere eigene Sicherheit. Die USA geben dafür pro Jahr über 640 Milliarden Dollar aus!

 

Bei der gegenwärtigen Behandlung der Vorlage: „Weiterentwicklung der Armee“, geht es wieder um diese Fragen. Im Wesentlichen beschloss das Parlament, die Armee nochmals auf 100'000 Mann zu verkleinern, sie dafür aber besser auszurüsten und schneller mobilisierbar zu machen. Und die Armee soll höchstens fünf Milliarden Franken pro Jahr kosten. Sie soll der Verteidigung und dem Schutz der Bevölkerung dienen. „GSoA“ und die „Gruppe Giardino“ haben dagegen das Referendum ergriffen...

 

Die neuesten Entwicklungen betreffend unserer Armee und damit unserer Sicherheit sind nach meiner Ansicht bedenklich. Es tauchen Fragen auf wie: „Kann eine derart reduzierte Armee die Sicherheit unseres Landes noch garantieren?“ Für den „Normalfall“, mag die Zahl der Wehrmänner genügen. Doch wie sieht es mit der Sicherheit aus bei einer echten Bedrohung? Frankreich plant für die Fussball-EM den Einsatz von fast 90'000 Polizisten...

 

Die Sicherheitslage in Europa hat sich massiv verändert. Unverhofft kann auch die Schweiz in einen Konflikt hineingezogen werden, denn unsere Aussenpolitik macht immer die gleichen Fehler: Konfliktparteien werden wie im Ukrainekrieg im Voraus in „Gut und Böse“ eingeteilt und es werden sogar einseitig Sanktionen ergriffen. Das ist gefährlich und pures Gift für die Neutralität der Schweiz, welche laut der Studie 95% der Bevölkerung befürworten!

 

Und eine letzte Frage: Freund oder Feind - Wer ist eigentlich gefährlicher? Russland, das seit weit über 20 Jahren keine „kriegerischen Aktivitäten“ mehr entwickelte oder die USA, welche sich überall in der Welt militärisch einmischen und den „Weltpolizisten“ spielen. Die Ergebnisse ihrer Einsätze sieht man in Afghanistan, im Irak, in Libyen, Ägypten, Syrien und anderswo. Hunderte Milliarden Dollar werden durch Kriege verheizt, tausende Menschen kommen ums Leben. Unsagbares Elend und gewaltige Flüchtlingsströme sind die Folgen. Und die Situation in den betreffenden Ländern ist schlimmer als je zuvor: Zerstörung, verbrannte Erde und politisches Chaos!

 

Glauben wir nicht, dass wir nur von Freunden umgeben sind! Bei einer kriegerischen Auseinandersetzung können wir weder auf „EU-Armeen“, die NATO oder die USA hoffen. Diese vertreten ausschliesslich ihre eigenen Interessen. Wir sollten aufhören, uns in falscher Sicherheit zu wiegen oder dass im Ernstfall alles gut geht. Wie heisst das Sprichwort: „Weise ist, wer nicht nur hofft, sondern auch entsprechend vorsorgt!“


Kommentare von Lesern zum Artikel

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88%
(8 Stimmen)
Carolus Magnus sagte July 2016

In den Haager Abkommen vom 18. Oktober 1907 ist festgehalten, daß ein neutraler Staat zu einer Verteidigungsarmee verpflichtet ist, um den daraus erwachsenen Rechten und Pflichten nachkommen zu können, die da hauptsächlich sind:

• Nichtteilnahme an Kriegen
• Selbstverteidigung
•​ Gleichbehandlung der Kriegführenden
(betrifft Kriegsmaterial-Export​)
• Keine Söldner für die Kriegsparteien
• Keine Zurverfügungstellung des Territo-
riums für die Kriegsparteien

Bed​eutendstes Recht ist das Recht auf Unverletzlichkeit des eigenen Territoriums.

Bei einer Abschaffung der Armee (GSoA) verlöre die Schweiz seinen internationalen neutralen Status - mit all den daraus folgenden Konsequenzen. Ob die GSoA das wirklich so will?

Carolus Magnus



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64%
(11 Stimmen)
Carolus Magnus sagte July 2016

Falsch, Frau Estermann,

Freiheit kommt vor Sicherheit.

Wozu sonst im Militär das Todeshandwerk erlernen? Eine mündige, nicht bevormundende Balance zwischen Sicherheit und Freiheit wäre ideal. Vorzuziehen ist im Zweifelsfall aber immer die Freiheit.

Unser Sicherheitsdenken hat inzwischen lächerliche Ausmaße angenommen. Nur EIN Negativ-Beispiel aus den mit 39'000 Seiten aus den Nähten platzenden Schweizer Gesetzessammlung:

Das Straßenverkehrsgesetz​ SVG war vor dem Frauenstimmrecht noch überblickbar und von gesundem Menschenverstand geprägt. Seitdem es nicht mehr dem ordentlichen Gesetzgebungsweg unterstellt ist, sondern halbjährlich über Parlamentsverordnunge​n geändert wird, weiß kaum noch einer, was er da auf Schweizer Straßen überhaupt noch tut und wie nahe er im Straßenverkehr mit einem Fuß im Gefängnis steht.

Nichtwissen​ schützt vor dem Gesetze nicht, heißt es. Kennen Sie oder irgend jemand andres den Inhalt dieser 39'000 Gesetzesseiten? Wohl kaum. Auf diese Art ist jeder Bürger längst der staatlichen Erpressung ausgesetzt: mit Schutzgeldzahlungen, mit Gängelung von Bürgern mit unbequemen Ansichten, usw. bis zum FFE (FU).

Für jedes neue Gesetz sollten mindestens drei abgeschafft werden müssen, per Gesetz!

Carolus Magnus



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60%
(10 Stimmen)
Stefan Kirchgraber sagte July 2016

Wie wäre es, endlich mal die Finanzströme der Schweizer Banken an die IS-finanzierenden Unternehmen und deren Banken zu kappen, statt gebetsmühlenartig wie US-Falken die Boshaftigkeit von Putin und Assad zu beschwören? Oder zählt sich unsere politische und wirtschaftliche Elite bereits zum IS? Sind diese bereits derart vom Terrorismusgeschäft abhängig? Was zwar kein Grund dagegen sein müsste... Oder sind sie bereits derart depressivdevotverherr​​lichend wie damals das untergehende Römische Reich? Die Arena-Statements von Schneider-Ammann zur Spekulationsstopp-Ini​​tiative zum Beispiel sind ein trauriges Beispiel dieses Auswuchses.
Ich frage mich, ob die päpstliche Predigung des Erbarmens unsere erbärmlichen Eliten meint. Die dürften gleich selber damit beginnen.
http://deu​tsche-wirtschafts-nac​hrichten.de/2016/07/1​0/assad-wir-wollen-da​ss-die-fluechtlinge-n​ach-syrien-zurueckkom​men/

Der Grund für das Problem: Der ungezügelte Finanzkapitalismus. Statt 2008 wie Island die Banken zu verstaatlichen und zu entschulden, wurden ihnen noch mehr Freiheiten zugestanden. In der Erziehung ist das Laissez-faire, 'Verziehung', Narzismuszucht. Besser wird es so bestimmt nicht. Im Gegenteil.
Mit dem Vollgeld hätte man eine erste richtungsweisende Leitplanke, um aus der Finanzversklavung herauszukommen. Gerade für die Vermögensverwalterin Nr. 1, Helvetia, wäre es ein Survivalinstrument, um wieder souverän zu sein.
http://deutsch​e-wirtschafts-nachric​hten.de/2016/07/10/re​nzi-fuerchtet-volksau​fstand-wenn-die-spare​r-ihr-geld-verlieren/​

Aus: Hausgemachte illegale Migration https://www.vimentis.​ch/dialog/readarticle​/hausgemachte-illegal​e-migration/?


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58%
(12 Stimmen)
Helmut Barner sagte July 2016

Aber schon beim Versuch, die Geldströme des Terrorismusin den Griff zu bekommen und trocken zu legen, machen die bürgerlichen Parteien nicht mehr mit. Stichwort Bankgeheimnis.... Terrorismus ohne genügend finanzielle Mittel funktioniert nicht! Auf, Frau Estermann, tun Sie mal was, nicht nur schnorren!


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45%
(11 Stimmen)
Bruno Zoller sagte June 2016

"Bei der gegenwärtigen Behandlung der Vorlage: „Weiterentwicklung der Armee“, geht es wieder um diese Fragen. Im Wesentlichen beschloss das Parlament, die Armee nochmals auf 100'000 Mann zu verkleinern, sie dafür aber besser auszurüsten und schneller mobilisierbar zu machen. Und die Armee soll höchstens fünf Milliarden Franken pro Jahr kosten. Sie soll der Verteidigung und dem Schutz der Bevölkerung dienen."

Dies tönt nach einer tollen Vorlage und einer guten Entwicklung unserer Armee.


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71%
(14 Stimmen)
Felix Kneubühl sagte June 2016

Zuerst müssen wir, und vor allem die SVP, die Nachbarländer wie auch die EU nicht als schlecht oder als Feind betrachten. Das bedeutet: Keine Provokation nach aussen, Konfliktverhinderung.​ Gleichzeitig brauchen wir in erster Linie die Armee zur Sicherung vor Cyberkriminalität oder elektronischer Kriegsführung, für Einsätze bei Umweltkatastrophen, zum Schutz von Bauwerken nationaler Bedeutung, Unterstützung von Polizeikräften, Unterstützung bei Grossanlässen, zum luftpolizeilichen Dienst und zur Wahrung unserer Sicherheit von nationalem Interesse im Inland. Das Verhältnis zu unseren Nachbarländern ist stabil genug, dass wir keine Truppenstärken brauchen wie zu Zeiten des kalten Krieges. Eine gute erstklassige Ausrüstung ist wichtig, aber keine überzähligen Soldaten. Ausserdem liegt der Vorteil darin, dass bei einer kleineren Anzahl Armeeangehörigen schon bei der Aushebung zur Dienstpflicht eine bessere Auswahl an gut geeigneten Soldaten getroffen werden kann. Ausserdem finde ich es begrüssenswert, dass sich vermehrt auch Frauen für den Militärdienst melden.


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