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Umwelt, Klima, Energie > Atomenergie,

Tiefenendlager sind eine Fehlplanung

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Den Tie­fe­nend­la­gern zu­grun­de­lie­gende Ideen und Kon­zepte stam­men aus der Mitte des letz­ten Jahr­hun­derts. In die­ser Zeit war es üblich, dass jeg­li­cher Müll ir­gendwo de­po­niert wur­de. Für Sondermüll gab es spe­zi­elle De­po­ni­en. Im Laufe der Jahr­zehnte wurde klar, dass sich weder Un­ter­grund, noch ge­la­ger­ter Sondermüll so ver­hiel­ten wie er­war­tet. Land­auf, landab muss­ten Sondermülldeponien teuer sa­niert wer­den.

Nun gaukeln uns NAGRA und Atomindustrie weiterhin vor, dass Tiefenlager die sicherste Variante zur Entsorgung von Atommüll währen. Obwohl kein Mensch weiss, wie sich der Untergrund in 100‘000 Jahren verhalten, verändern und verschieben wird. In 100‘000 Jahren können Berge entstehen oder verschwinden. Erdbeben können über das Land gehen. Veränderungen von Geografie und Geologie sind über diesen Zeitraum zu erwarten. Deren Vorhersage dagegen ist nicht möglich!

Vor dem Zeithorizont von 100‘000 Jahren müsste das Konzept «Tiefenlagerung» endlich grundsätzlich in Frage gestellt werden. Bei einer seriösen Abwägung der Risiken käme man zum Schluss, dass der radioaktive Abfall so entsorgt werden muss, dass er zugänglich bleibt. Nur so kann später auf neu auftretende Risiken und Veränderungen reagiert werden. Dies lässt nur den Schluss zu, dass die Lagerung oberirdisch geschehen muss. Abgesehen vom ungelösten Problem der Endlagerung muss der Ausstieg aus dem Atomstrom jetzt erfolgen! Jeder Tag an dem diese Anlagen weiterlaufen ist ein Tag zu viel!


Kommentare von Lesern zum Artikel

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67%
(3 Stimmen)
Jürg Ledermann sagte July 2015

Hallo Herr Geering
Das mit den Sondermülllagern stimmt schon. Allerdings sind stark strahlende Atomabfälle eine ganz andere Kategorie, darum ist es richtig, dass man sie, einstweilen sicher in zugänglichen Tiefen lagert.
Physikalisch​ und technisch können radioaktive Abfälle dermassen behandelt werden, dass Halbwertszeiten und Restrahlung nur noch sehr gering sind. Solche "Entstrahlungsanlagen​" kosten natürlich eine Menge, könnten aber an internationalen Zentren realisiert und betrieben werden.


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(3 Stimmen)
Werner Nabulon sagte March 2015

Ich weiss schon warum ich keine CVP wähle.


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(9 Stimmen)
Lars von Lima sagte February 2015

Da viele CVP Leute in Vorständen bzw. Verwaltungsräten der Energieunternehmen hocken, müsste doch die Frage gestellt werden, ob nicht zur Risikoverteilung deren Vorgärten zur Lagerung von 'Strahlefässern' angebohrt werden könnten?

Bei der Frage der Bezahlung von AKW Folgeschäden tun sich genau jene 'Verantwortlichen' mehr als schwer.

Darum erachte ich Ihren Eintrag kaum als CVP konform oder?


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