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Verbauung der Schweiz

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Verbauung der Schweiz: Net­to­zu­wan­de­rung​ Aus­län­der*in­nen ist zu 44% für Woh­nungs­neu­bau ver­ant­wort­lich!

Die mittlere Wohnungsbelegung durch die ständige Wohnbevölkerung der Schweiz betrug im Zeitraum 2000-2018 (Personenfreizügigkei​t ab Juni 2002 in Kraft) durchschnittlich 1,9423 Personen. Die Nettozuwanderung an Ausländer*innen betrug im selben Zeitraum +723‘905 Personen. Wenn wir davon ausgehen, dass die Zuwandernden oft werktätige Einzelpersonen sind und ihre Wohnungsbelegungsquot​e im Durchschnitt höchstens 1,7 Personen beträgt, so gehen von den 2000-2018 erstellten 959‘721Neubauwohnunge​n 425‘826 Wohnungen direkt oder indirekt auf das Konto der Ausländer*innen-Netto​zuwanderung. Das sind rund 44% der Neubauwohnungen.

Kein​ Wunder, dass die besiedelte Fläche in der Schweiz ständig zunimmt. Neben den wachsenden Wohnflächen sind auch noch die wachsenden Arbeitsflächen durch die Zunahme der Arbeitsplätze und die wachsenden Verkehrsflächen durch neue Strassen- und Eisenbahnbauten in Rechnung zu stellen.


Kommentare von Lesern zum Artikel

Information zur Abschaltung der Kommentarfunktion

Der Verein Vimentis hat sich entschieden, die Kommentarspalte zu den Blogs zu schliessen. In der folgenden Erläuterung erfahren Sie den Grund für diesen Entscheid.

Der Blog, und dazu gehört auch die Kommentarspalte, sind ein wichtiger Teil der Diskussionsplattform von Vimentis. Gleichzeitig sind Werte wie Respekt, Anstand und Akzeptanz für den Verein von grösster Wichtigkeit. Vimentis versucht diese Werte selbst einzuhalten, sowie auch auf der Website zu garantieren.

In der Vergangenheit wurden diese Werte in der Kommentarspalte jedoch regelmässig missachtet, es kam immer wieder zu nicht tolerierbaren Aussagen in den Kommentaren. Das Löschen dieser Kommentare ist heikel und zudem mit grossem Aufwand verbunden, welcher der Verein nicht stemmen kann. Zusätzlich können die Kommentare praktisch anonym verfasst werden, weswegen eine Blockierung der jeweiligen Personen unmöglich wird.

Folglich hat der Verein Vimentis entschlossen, die Kommentarfunktion abzuschalten und nur den Blog stehen zu lassen. Der Blog erlaubt es Personen weiterhin, sich Gehör zu verschaffen, ohne sich hinter einem Pseudonym zu verstecken. Die Änderung sollte die Blog-Plattform qualitative verbessern und all jenen Personen ins Zentrum rücken, welche Interessen an einer sachlichen Diskussion haben, sowie die oben erwähnten Werte respektieren.


67%
(9 Stimmen)
willi mosimann sagte December 2019

Die Verbauung der Schweizer Landschaft ist nur durch einen Einwanderungsstopp aufzuhalten: Dahingehend äusserte sich Andreas Glarner (SVP, AG) diese Woche, als der Nationalrat über das Raumplanungsgesetz debattierte. Aber stimmen die von Glarner gemachten Angaben – dass die «ungehinderte Zuwanderung» von jährlich 60'000 Personen die Fläche von 3000 Fussballfeldern verbrauche?

Zunäch​st zu den Zahlen: Die Siedlungsfläche nahm gemäss Angaben des Bundes in der letzten ausgewerteten Periode um 2340 Hektaren pro Jahr zu. Dies entspricht in der Tat 3277 Fussballfeldern der Standardmasse 7140 Quadratmeter. Die Grössenordnung von 3000 Fussballfeldern ist somit korrekt.

Nur ein Teil dieser Einwanderung erfolgte «ungehindert», also gedeckt durch die Personenfreizügigkeit​ mit der EU.

Problematisch ist allerdings die Behauptung einer «ungehinderten Zuwanderung» von jährlich 60000 Personen. Für das Jahr 2018 weist die Statistik ein Migrantenplus von 54763 Personen aus, 2017 waren es noch etwas weniger. Davor gab es zwar in der Tat eine lange Phase mit höherer Immigration. Entscheidend aber ist, dass nur ein Teil dieser Einwanderung «ungehindert» erfolgte, also gedeckt durch die Personenfreizügigkeit​ mit der EU. Letztere war im Jahr 2018 für etwa 30000 zusätzliche Einwohnerinnnen und Einwohner verantwortlich – also für etwas mehr als die Hälfte.

Vereinfach​t gesagt: Die mehreren Zehntausend Menschen, die einwandern, müssen irgendwo wohnen.

Komplex ist das Zusammenspiel von Immigration und Flächenverbrauch. Zweifellos ist die Zuwanderung ein wichtiger, nach Annahme von Experten der wichtigste Treiber des Siedlungswachstums. Vereinfacht gesagt: Die mehreren Zehntausend Menschen, die einwandern, müssen irgendwo wohnen.

Freilich werden neben Wohnhäusern auch Gewerbebauten und Verkehrswege zur Siedlungsfläche gerechnet, ebenso Gärten und Parks. Ein Teil der «verbauten» Fläche ist somit tatsächlich grün wie ein Fussballfeld. Und anders als private Wohnräume sind Verkehrswege und Parks für alle nutzbar, also nicht nur für Eingewanderte, sondern auch Alteingesessene. Glarners Aussage liegt darum inhaltlich zwar nicht völlig daneben. In derart verknapptem Zusammenhang sind seine Zahlen aber nicht haltbar.


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18%
(11 Stimmen)
Georg Bender sagte December 2019

Wiederholungen machen das Wasser nicht feuchter!
Solange die Geldversorgung nur über Beschäftigungen verstanden wird, werden wie immer, nur die Symptome je nach politischer Ausrichtung, besprochen.

Wenn jedoch die Grundlagen falsch sind, kann das Gesagte niemals stimmen!
Wir leben von der Natur; denn es fällt kein Nahrungsmittel vom Himmel! Solange jedoch die Marktgläubigkeit der einfältigen Neoklassik Ökonomen umgesetzt wird, wird die Schweiz eben auch weiter zubetoniert.
Ursache​ bekämpfen fängt mit der seit ewigen Zeiten möglichen Umsetzung der Geldverteilung. Die Grund- und Versorgungssicherung kann wahlweise mit oder ohne Erwerbsarbeit erfolgen; denn das Geld steckt in der Leistung ob mit oder ohne Erwerbsarbeit!
Im 21. JH. sollte jedem Menschen klar sein, dass die Geldschöpfung mit oder ohne Schulden, aus Ziffern in den Bankbuchhaltungen besteht. Der Staat und Soziales erhält seinen eigenen Teil (Pflichtpreise) der Geldschöpfung, es bezahlt niemand einen Rappen!
2 + 2 = 4 nicht 3!



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27%
(15 Stimmen)
RUDOLF OBERLI sagte December 2019

"Net­to­zu­wan­de­run​g​ Aus­län­der*in­nen ist zu 44% für Woh­nungs­neu­bau ver­ant­wort­lich!"

Sie wiederholen sich, Herr Schneider. Nein, die Zuwanderung von Fachkräften erfolgt wegen der blühenden Wirtschaft in der Schweiz. Ohne Krise (die niemand will) entwickelt sich die Metropole Schweiz eben weiter. Eine staatliche Regulierung der Einwanderung wäre ein Bürokratiemonster und der Tod der Wirtschaft. Mit staatlichen Entscheiden über Einwanderungsbewillig​ungen, wie sie in anderen Staaten erfolgen, und zwar rassistisch definiert, begäben wir uns aufs Glatteis.


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