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Vollgeld-Initiative: Die Phalanx der Banken bröckelt

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Als erste Bank hat sich die Freie Ge­mein­schafts­bank für die Voll­geld-I­ni­tia­ti​ve ausgesprochen. In der neus­ten Aus­gabe ihrer Kun­den­zeit­schrift «Trans­pa­renz» schreibt Ge­schäfts­lei­tungs­​mit­glied Jean-­Marc Decressonnière,«der ver­fas­sungs­recht­l​i­che Grund­satz, dass das Geld­we­sen Sache des Bun­des sei, werde durch die Geld­schöp­fung der pri­va­ten Ban­ken «­mas­siv aus­gehöhl­t».

Es sei fraglich, «warum Bargeld und Buchgeld – zwei ihrer Zahlungsmittelfunktio​n nach äquivalente Geldformen, die sich nur in ihrer stofflichen Ausprägung unterscheiden – nicht denselben verfassungsrechtliche​n bzw. gesetzlichen Massstäben unterliegen». Angesichts des gewaltigen Marktversagens der Bankenbranche, erscheine es konsequent, «das Geld- und Währungswesen einschliesslich des Buchgeldes dem profitgetriebenen Geschäftsbankensystem​ gänzlich zu entziehen und auf ein Organ zu übertragen, das dem ‹Gesamtinteresse des Landes› verpflichtet» sei.

 

Dem Vorstoss der «Freien Gemeinschaftsbank» werden mit Sicherheit andere folgen. Zum Einen informierten nach der ersten Veröffentlichung der Gemeinschaftsbank vom August 2016 andere ihre Kunden über die Geldschöpfung aus dem Nichts, zum Beispiel die Aargauer Kantonalbank mit der Broschüre «Wie Banken Geld schaffen» von Prof. Mathias Binswanger. 

 

Zum Andern ist die Interessenlage der Banken in der Vollgeld-Frage gespalten. Während bei den Grossbanken 90 Prozent des aus dem Nichts geschaffenen Neugeldes in die Finanzwirtschaft fliessen und der Spekulation dienen, liegt dieser Anteil bei kleineren Banken wesentlich tiefer. Sie finanzieren die Realwirtschaft, die unter dem Druck der synthetischen Hochprofitabilität der Finanzanlagen steht und die Produktion zunehmend in Billiglohnländer auslagern muss. Es kann nicht im Interesse der kleineren und mittleren Banken sein, ihre Kunden aus der Realwirtschaft einer immer grösseren Bedrängnis auszusetzen.

 

Und schliesslich wird sich früher oder später die Wahrheit durchsetzen. Die Bankiervereinigung musste infolge der Vollgeld-Initiative stillschweigend zugeben, dass die Banken Geld aus dem Nichts schöpfen. Vorläufig versucht sie noch, diese für das spekulative Geschäft zentrale Bedrohung mit eigentlichen Kampfbegriffen zu entschärfen. So behauptet sie zum Beispiel in einer Information zu Handen aller Bankmitarbeiter der Schweiz vom 31. Januar 2018, «die Geschäftsbanken könnten als Folge [der Vollgeld-Initiative] keine Kredite mehr gewähren, die wie heute durch Sichteinlagen finanziert werden». Durch Sichteinlagen finanzieren – das tönt nach Aufwand im Gegenwert der Kreditsumme. In Tat und Wahrheit geht es aber um Geldschöpfung aus dem (Quasi-)Nichts, wofür die Banken 2,5 Prozent Mindestreserve und etwas Eigenkapital brauchen. Solche Kunstgriffe wirken nicht mehr, sobald die Kunden es genauer wissen wollen, z.B. wie teuer denn eine solche Finanzierung durch Sichteinlagen tatsächlich ist. Allein diese einfache Frage wird viele Bankmitarbeiter überfordern. 

 

Die Allianz für Vollgeld und Gerechtigkeit setzt sich dafür ein, dass in der Vollgeld-Debatte auch über die entscheidenden Rechts- und Umverteilungsfragen diskutiert wird. 

 

Mehr dazu: Sie wird nicht die Einzige bleiben: Die Freie Gemeinschaftsbank ist für die Vollgeld-Initiative


Kommentare von Lesern zum Artikel

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100%
(2 Stimmen)
Georg Bender sagte March 2018

Korrektes modernes Geldsystem (KMG/CMM) Keine Flickschusterei Vollgeld

1. Intere​ssenkonflikt vermeiden
1.1. Klare​ transparente Trennung zwischen Geldschöpfung und Geldverwaltung

2. ​Geldschöpfung aus dem Nichts Landeswährung und Devisen
2.1. Umsetzu​ng
2.1.1. Zentralban​k (Rechtsnatur = keine Kapitalgesellschaft)

2.1.1.1. Kreditverga​ben an Leistungsnachfrager
​2.1.1.1.1. Kontoführu​ng und Sicherheiten - Administration
2.1.1​.1.1.1. Guthaben an Leistungserbringer via Geschäftsbanken
2.1.1.2. Eigengesch​äfte sind prinzipiell verboten

3. Geldsc​höpfung aus dem Nichts Regional- und Lokalwährungen (keine Devisen)
3.1. Umsetz​ung
3.1.1. Staatlich​e- oder Private Unternehmungen (Rechtsnatur = frei)
3.1.1.1. Kredi​tvergaben an Leistungsnachfrager
​3.1.1.1.1. Kontoführu​ng und Sicherheiten – Administration
3.1.1​.1.1.1. Guthaben an Leistungserbringer via Geschäftsbanken
3.1.​1.2. Eigengeschäfte sind strikte untersagt

4. Geldv​erwaltung alle Währungen inkl. Devisen = Intermediäre
4.1. Um​setzung
4.1.1. Geschäftsban​ken (Rechtsnatur = frei)
4.1.1.1. Admin​istration Leistungserbringer
4​.1.1.1.1. Kontoführun​g Guthaben zinsfrei
4.1.1.1.2. ​Treuhandgeschäfte (Privatkredite vermitteln)
4.1.1.1.​3. Kapitalmarktgeschä​fte

5. Kommentar
​5.1. Geld ist Mittel zum Zweck (ohne Geld kein Markt)
5.2. Geld braucht kein Wettbewerb (aus dem Nichts schöpfbar)
5.2.1. Qu​alität statt Sklaverei (Lohndumping)
5.3. A​ussenhandel
5.3.1. P​reise dürfen die Volkswirtschaften im Importland nicht unterwandern
5.3.1.1​. Protektionismus Global
5.3.1.1.1. Zö​lle
5.3.1.1.2. Subve​ntionen









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14%
(7 Stimmen)
Karlos Gutier sagte March 2018

Im August kommen die neuen 200er Nötli.

Damit nicht zu viel Geld geschöpft wird sind die alten 200er Nötli, von jedem Bürger, definitiv zu entsorgen.


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50%
(6 Stimmen)
Hans Knall sagte March 2018

Sie fragen weiter unten, Herr Huber, was Geld überhaupt sei. Hier die Erklärung.

Geld ist ein Tauschmittel, das nur solange existiert, wie es Waren gibt und Menschen, die sie produzieren können. Geld ist die materielle Form des Grundsatzes, dass Menschen, die miteinander handeln wollen, einen Wert für einen Gegenwert eintauschen müssen. Geld ist eben nicht das Werkzeug der Schmarotzer, die Anspruch auf Ihre Produkte erheben oder das der Plünderer, die es Ihnen mit Gewalt entreissen. Geld wird ausschliesslich durch die Menschen ermöglicht, die etwas produzieren.

Wenn Sie Geld als Bezahlung für Ihre Leistungen annehmen, tun Sie das nur in der Überzeugung, dass Sie es für das Produkt der Leistungen anderer eintauschen können. Nicht die Schmarotzer und Plünderer sind es, die dem Geld Wert verleihen. Weder Tränen noch alle Gewehre der Welt können diese Stücke Papier in Ihrem Portemonnaie in das Brot verwandeln, das Sie morgen zum Leben brauchen. Diese Stücke Papier, die das Gold ersetzen, stellen ein Versprechen dar – Ihren Anspruch auf die Tatkraft der produktiven Menschen.

Geld beruht auf dem Grundsatz, dass jeder Mensch der Besitzer seines Verstandes und seiner Leistung ist. Geld erlaubt keiner Macht ausser der freiwilligen Entscheidung des Menschen, der bereit ist, seine eigenen Leistungen dagegen einzutauschen, den Wert Ihrer Leistung zu bestimmen. Geld erlaubt keine Geschäfte ausser jenen, von denen nach Ihrer eigenen Einschätzung beide Seiten profitieren. Geld fordert von Ihnen die Erkenntnis, dass die Menschen zu ihrem eigenen Vorteil arbeiten müssen, nicht zu ihrem Nachteil, für ihren Gewinn, nicht ihren Verlust; dass das gemeinsame Band zwischen den Menschen nicht der Austausch von Leiden ist, sondern der Austausch von Waren.

Man laufe vor jedem Menschen davon, der sagt, Geld sei böse. An dieser Aussage erkennt man dass sich ein Plünderer nähert. Solange die Menschen auf der Erde leben und ein Tauschmittel brauchen, ist der einzige Ersatz für Geld die Mündung einer Feuerwaffe.

Was wir heute erleben ist der Aufstieg der Menschen mit Doppelmoral, die vom Plündern leben, aber auf jene zählen, die vom Handel leben und die den Gegenwert für das von den Plünderern erbeutete Geld schaffen. In einer moralischen Gesellschaft wären sie die Verbrecher und die Gesetze würden Sie vor ihnen schützen. Aber wenn eine Gesellschaft Verbrechen und Plünderung – dass Menschen Gewalt anwenden, um das Vermögen unbewaffneter Opfer an sich zu reissen – für rechtmässig erklärt, dann wird das Geld zum Rächer seines Schöpfers. Diese Plünderer halten es für sicher, wehrlose Menschen auszurauben, sobald sie ein Gesetz verabschiedet haben, das sie entwaffnet. Wenn Gewalt der Massstab ist, siegt der Mörder über den Taschendieb. Und dann versinkt diese Gesellschaft in Trümmern und Gemetzel.

Wenn Sie sehen, dass Handelsgeschäfte nicht mehr durch gegenseitiges Einverständnis, sondern durch Zwang zustande kommen; wenn Sie sehen, dass Sie um etwas produzieren zu können, die Erlaubnis jener einholen müssen, die nichts produzieren; wenn Sie sehen, dass Menschen durch Betrug und Beziehungen anstatt durch Arbeit reich werden und die Gesetze Sie nicht vor ihnen schützen, sondern umgekehrt – dann wissen Sie, dass Ihre Gesellschaft verloren ist.


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50%
(6 Stimmen)
Christoph Pfluger sagte March 2018

@ Hans Knall: die Nationalbank schöpft das Geld nicht als zinstragende Schuld, sondern zins- und schuldfrei. Das ist ein entscheidender Unterschied. 2 Prozent mehr Wertschöpfung -> 2 Prozent mehr Geld. Dann bleiben die Preise stabil. Die Geldschöpfung der Nationalbank in einer Vollgeld-Ordnung ist ökonomisch gesehen nicht Geldschöpfung aus dem Nichts, sondern im Gleichgewicht mit der Wertschöpfung. Aber da wird der Gesetzgeber das letzte Wort haben.



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75%
(8 Stimmen)
Emil Huber sagte March 2018

"Während bei den Grossbanken 90 Prozent des aus dem Nichts geschaffenen Neugeldes in die Finanzwirtschaft fliessen und der Spekulation dienen"

Mir ist nicht klar, wieso das mit Vollgeld nicht weiterhin der Fall sein wird?
Warum hatte Amerika einst den Glass-Steagall Act? Das Gesetz sah für Banken eine strikte Trennung des Kreditgeschäfts mit Privatkunden vom Investmentbanking vor.

Die Geldschöpfung ist ja nicht das Problem, sondern dass zu viel von dem neuen Geld in die Finanzindustrie fliesst statt in die Wirtschaft und den Staat (Sozialwerke), wo es auch nicht gross gehortet wird und wieder in den Geldkreislauf kommt. Mir ist nicht klar, wie und ob Vollgeld dieses Problem lösen will oder kann, da es sich nur auf die Geldschöpfung konzentriert und keine Trennung von Geldschöpfer und Kapitalmarkt vorsieht?


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50%
(4 Stimmen)
Georg Bender sagte March 2018

Geld sind Zahlen in den Bankbuchhaltungen:


Buchungsvorgänge nur Resultat: Widerlegt die Ansicht der Vollgeldinitianten (Guthaben = Vorgabe für Kredite) klar und eindeutig! Verkürzte Darstellung:

1. Umstellung auf Vollgeld
a) Geschäftsbanken = Kundenguthaben an Darlehen Nationalbank (übernimmt Delkredererisiko)
b)​ Zentralbank = Darlehen Geschäftsbanken an Geldkonti Kunden (kann treuhänderisch von den GB verwaltet werden)

2. Kreditvergaben nach Umstellung = 2 Möglichkeiten:

a) Geldschöpfung Darlehen der Zentralbank = Geldmengenerhöhung
a​a) Zentralbank = Darlehen Geschäftsbanken an Giralgeld Konto Geschäftsbanken
ab) Geschäftsbank = Giralgeld Konto Zentralbank an Darlehen Zentralbank
ac) Geschäftsbank = Kreditnehmer an Giralgeld Konto Zentralbank (GU Geldkonto Kreditnehmer)
ad) Zentralbank = Geschäftsbank Giralgeld Konto an Geldkonto Kreditnehmer GB
ae) Zentralbank = Geldkonto Kreditnehmer GB an Geldkonto Leistungserbringer


b) Umlage Geldkonto auf Anlagekonto = keine Geldmengenerhöhung nach Spielart Vollgeld (vorgängig Geldschöpfung Zentralbank). Identische Vorgänge, wie heute Liquidität über Kundenakquisition beschaffen. Wird als Kundenguthaben für Kredite verstanden (Idiotie sondergleichen!)

ba) Zentralbank = Geldkonti an Giralgeld Konto Geschäftsbanken (Umlage auf Anlagekonto)
bb) Geschäftsbank = Giralgeld Konto Zentralbank an Anlageguthaben (Delkredererisiko)
b​c) Geschäftsbank = Kreditnehmer an Giralgeld Konto Zentralbank (GU Geldkonto Kreditnehmer)
bd) Zentralbank = Giralgeld Konto Geschäftsbanken an Geldkonto Kreditnehmer
be) Zentralbank = Geldkonto Kreditnehmer (Leistungsnachfrager)​ an Geldkonto Leistungserbringer)

Dieses komplizierte Konstrukt (Spielform) liesse sich mit der Konzentration auf die Zentralbank, als einzige Bank, sehr vereinfachen und dient der Sicherung des Geldes und Transparenz! Beim Vollgeld wird aus taktischen Gründen, aus der Bankbilanz nur das Bankgiralgeldkonto und Bargeld als Geldmenge M berechnet! Komisch!





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67%
(6 Stimmen)
Georg Bender sagte March 2018

Die Geldmengenerhöhung ist zur Realisierung von Ersparnissen und Gewinne (Zinsen) zwingend notwendig!
Die Geldschöpfung ist für die Verwerfungen nicht verantwortlich! Die einseitige Verteilung der Geldmengenerhöhung (Schere zwischen Arm und Reich) haben einzig die Wirtschaft und ihre Marionetten aus Regierung und Medien zu verantworten! Das Geld steckt im Preis des Endproduktes (Real- und Finanzwirtschaft) und wird von Konsumenten und Nutzern mit ihrer zugeordneten Kaufkraft, umgesetzt! Die Abwicklung über die Lohnsumme dient dem Verknappungsspiel! Bei zunehmender Automatisierung und gleichzeitig abnehmender Erwerbsarbeit müssen wir wieder zum Tauschhandel zurückkehren!

Zita​t von Henri Ford 1863-1947 abgewandelt: "Würden die Menschen das Geldsystem verstehen, wir hätten die Existenzkämpfe, Armut und den Steuer- und Sozialzahlermythos als Spielformen, längst überwunden!"


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60%
(5 Stimmen)
Georg Bender sagte March 2018

Herr C. Pfluger

"Die Banken dürfen nur noch Kundenguthaben für Kreditvergaben und Investitionen verwenden"!

Erklär​en Sie mir Ihren Anachronismus aus der gegebenen Realität: Die Geldschöpfung (Kundenguthaben) entsteht jedoch aus Bankkrediten und Bankinvestitionen? Zeugung = Kreditvertrag, Geburt = Schöpfung, Leben = Guthaben.



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67%
(6 Stimmen)
Georg Bender sagte March 2018



Schuld und Besitz sind die zwei Seiten der gleichen Geldmedaille und besteht als Zahl in den Bankbuchhaltungen. Mit der Geldschöpfung aus dem Nichts, wie denn sonst, werden Investitionen (eigentliche Verbriefung) getätigt, welche als ökonomische Deckung der Kreditvergabe dient. Diese Investition wird von der Ökonomie mit Marktpreisen bewertet, damit das Spiel von Gewinnern und Verlierern funktioniert. Bei Sachwerten ein völliger Unfug, weil nur bei Realisierung eine Marktdifferenz spürbar wird!

Alle Krisen sind die Auswirkung der von den Ökonomen kreierten Spielformen. Dazu gehört natürlich auch das Geldsystem.
Weil die Geldschöpfung einem Treuhandderivat gleichkommt, das Bankensystem administrieren einzig die Zahlen, können die Banken intern die Umlage von Kunden zu Kunden garantieren. Im bankübergreifenden Zahlungsverkehr, braucht es in diesem Geschäftsbankensystem​ eine entsprechende Organisation. Entweder schöpft die Nationalbank das gesetzlich vorgeschriebene Liquiditätsvolumen (Reserve = Manöveriermasse) mit den Geschäftsbanken, oder über bankübergreifende Korrespondenzkonten (Interbankkredite).

Weil die SNB nicht mit allen Banken, die Liquidität schöpft, müssen die anderen Banken, die notwendige Reserve durch Kundenakquisition von diesen Banken, bewerkstelligen. Dieser Vorgang hat die gleiche Qualität wie beim Vollgeld von Geldkonto zu Anlagekonto. Auch hier wird Kundenguthaben vorgegaukelt, eine verdammte Lüge resp. Betrug! Judikative in tiefster Agonie?

Es gibt nur eine wirksame Geld- und Bankensystemreform, würden die Judikative das System verstehen dürfen:
Die Geldschöpfung und Administration wird gesetzlich der Zentralbank als einzige Bank übertragen. Es versteht sich im Sinne des Geldes von selbst, dass die AG Form (schöpft das Aktienkapital selber und füttert private Renditeparasiten = Diebstahl von Volkseinkommen), die Eigengeschäfte und Kreditgewährung an sog. Investmentfirmen (definieren) verboten sind! Alle anderen Personen sind Nichtbanken und Kunden bei der Zentralbank. Damit erhält die ZB die vollständige Kontrolle! Sog. Schatteninvestmentfir​men sind die Folge der riesigen Geldschwemme!
Die einfältige Eigenmittel und Liquiditätsspiele der Ökonomen und Regierende wären beendet! Die Krisen auf Knopfdruck, wie 2007, sind nicht mehr möglich! Es wäre so einfach, würde man das Geld sichern wollen.
Nebenbei: Die Geldschöpfung sorgt nicht für die Verwerfungen (die Schere zwischen Arm und Reich), dafür ist die Wirtschaft zuständig!

Zusammen mit der Vollgeldinitiative wird das bestehende System durchleuchtet! Leider herrscht immer noch zu viel Dunkel, weil die Ökonomen und Initianten das System, wahrscheinlich aus Interessen Gründen nicht verstehen dürfen? Die Wahrheit wäre fatal für die Regierenden, welche den Steuer- und Sozialzahlermythos hochleben lassen. Dieser würde wie ein Kartenhaus zusammenbrechen, weil auch der Bevölkerung klar würde, dass die Existenzkämpfe und Armut als zu tiefe Quote in den Endpreisen der Produkte zugeordnet werden. Die Geldmengenerhöhung muss eben auch anteilig dem Volk als Kaufkraft weitergegeben werden.
Seit jeher wird das Geld aus dem Nichts geschöpft, nicht erst seit dem 17.JH. Aus Ersparnissen der Kunden können keine Kreditvergaben oder Eigengeschäfte getätigt werden, weil aus Kreditvergaben und Eigengeschäfte erst Guthaben erwachsen. Es sind einfach Volumenparameter, nicht mehr und nicht weniger!

Im Sinne der Geldschöpfung übernimmt per Gesetz das Bankensystem ein Treuhandderivat. Aus der Geldschöpfung heraus kann keine Verbindlichkeit seitens der Geldschöpfer entstehen. Erst wenn das Geld vom Geldbesitzer (Guthaben) wieder zum Bankschuldner umgelegt werden kann, wird die Schuld getilgt und das Geld vernichtet. Die Bank hat keine Möglichkeit diesen ursächlichen Prozess zu beeinflussen!

Denkfehler der Vollgeldinitianten (Betrug?) "Die Geschäftsbanken könnten, dann nur noch Kredite in dem Ausmass vergeben als Ihnen Giralgeld in Form von Ersparnissen von den Kunden zur Verfügung gestellt wird"!
Woher sind nun die Ersparnisse entstanden? Vom Himmel? Nein natürlich nicht! Aus dem Nichts, mittels vorgängigen Kreditvergaben oder Eigengeschäfte. Die Banken können seit jeher keine Kundenguthaben (Ersparnisse) für Kredite oder Eigengeschäfte verwenden. Mit dem Vollgeld -Abwicklungssystem bleibt die Geldmenge nach Berechnung Vollgeld unverändert, weil die Geldschöpfung als solche nicht als Geldmenge angerechnet wird. Was passiert, wenn die Anlagekunden, ihr Guthaben auf Geldkonten umlegen wollen. Wer deckt die Bilanz ab? Natürlich die Zentralbank! Erst dann wird die Geldmenge nach Vollgeld erhöht! Komisch? Veränderung zu heute = praktisch NULL, NADA! Das gleiche gilt für Eigengeschäfte!

Di​e Ersparnisse bleiben bestehen und werden nicht reduziert (beim ordentlichen Treuhandverhältnis = Intermediäre = Passivgeldumlage). Die Ersparnisse auf den Geldkonten haben die gleiche Auswirkung wie heute beim bankübergreifenden Kundenwechsel! Was sich ändert ist die Abhängigkeit von Ersparnissen als Umlage von Geldkonten (kein Delkredererisiko Ausserbilanz) auf Anlagekonten (GB bilanzwirksam = Delkredererisiko). Dieser Vorgang ist gleichzusetzen mit dem heutigen Zustand bei bankübergreifenden Zahlungen! Was sich ändert ist einzig: Die Banken können nicht wie heute, bankintern Kredite gewähren (Kundenbeziehungen bei gleicher Bank). Die Ersparnisse sind ein Parameter für neue Kredite, nicht mehr und nicht wenige!

Weil die ZB einzig die Liquidität (Reserven für GB) mit den GB mittels Geld- und Offenmarktgeschäfte schöpft, und sie die Eigengeschäfte völlig unnötig ausgeweitet hat (es wären auch Prämien im Devisenhandel möglich gewesen), ist das Volumen für den bankübergreifenden Zahlungsverkehr erhöht worden. Damit hat sie die Transportfähigkeit erhöht aber niemals per se die Kreditvergaben angeheizt!
Die Geschäftsbanken welche für die Eigengeschäfte nicht ausgewählt wurden, müssen Kundenakquisitionen bei diesen Banken vornehmen, um ihre Reserven (Liquidität) zu erhöhen! Diese Vorgaben ist den Ökonomen scheinbar nicht bekannt, weil sie das gleiche Muster beinhaltet, wie das Vollgeld (Geldkonto an Anlagekonto)?

Nebe​nbei: Auch beim Vollgeld, hätte die ZB mit Eigengeschäfte gleichermassen die Reserven für Kreditvergaben und GB-Eigengeschäfte erhöht. Wo liegt der Unterschied = keiner! Nicht erwähnt! Absichtlich zur Manipulationsabsicht?​

Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit und würde mich auf eine Stellungnahme freuen! Vor allem der Denkfehler von Kundengeld zugunsten Kreditvergaben, wenn doch seit jeher das Geld aus dem Nichts genau umgekehrt erfolgt!





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25%
(8 Stimmen)
Hans Knall sagte March 2018

Es fällt auf, dass kein Befürworter der Vollgeldinitiative auf die entscheidende Frage zu antworten vermag. Ich stelle sie jedesmal wenn das Thema aufgelistet wird. Sie lautet:

Dass die Geschäftsbanken Geld aus dem Nichts schöpfen ist widersinnig und gehört verunmöglicht. Einverstanden.
Aber warum soll jetzt einfach die Nationalbank ein Monopol dafür erhalten, genau diese widersinnige Geldschöpfung weiterzuführen und erst noch in ungeahnte Sphären auszudehnen, weil ja dann das ganze Geld, welches nicht mehr von den Geschäftsbanken kreiert wird, ganz einfach durch die SNB aus der Retorte gezogen werden muss?

Warum wird nicht versucht, dem eigentlichen Übel, nämlich dem Fiat-Money an und für sich entgegenzutreten, statt nur die Problematik an einer einzigen monopolartig manipulierbaren Schöpfstelle zu konzentrieren?


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40%
(5 Stimmen)
jürg wolfensperger sagte March 2018

Nun frage ich mich schon,und bin ein bisschen schockiert,wie den sowas funktionieren soll,Geld aus dem "Nichts" zu schöpfen.Wo nichts ist,sollten man meinen kann man auch nichts "schöpfen"!Wenn ich jemandem einen Kredit gewähre,will derjenige damit wohl irgendwas erstehen,eine Investition tätigen, damit er mehr produzieren kann,alos wiederum mehr Ertrag erwirtschaften kann.Mit diesem "Mehr" an Ertrag wiederum kann er dann seinen Kredit zurückzahlen, mit einem Verdienst der Bank, in Form eines Zinses,nach einer vereinbarten Laufzeit.So habe ich es noch in der Handelsschule gelerntNun vernimmt man über diese "Vollgeld-Initiative"​ dass Banken sozusagen Kredite vergeben,ohne auch das Geld dazu überhaupt zu haben.Also eine Bank stellt einem Kreditnehmer einen Kredit zur Verfügung,der so nur einfach von einem Vermögenskonto der Bank auf ein Privatkonto des Kreditnehmers übertragen wird,ohne dass real Vermögen in Form von realem "Cash" überhaupt vorhanden ist!Ich frage mich nun,wie denn das Ende Jahr aussieht,wenn die Revisoren bei einer solchen Bank darauf kommen,dass eine Bank über fiktive Konten verfügt.Es können ja nur fiktive Konten sein,über welche dann solche Kreditvergaben laufen täten.Und das wäre ja wiederum total illegal und liefe gesetzlich auf Betrügereien hinaus.Sind denn nun unsere Banken Betrüger mitsamt den Kontrollorganen von Finma usw.??
Gerne erfahre ich vielleicht noch etwas mehr zu dieser INI..!


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