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Wer soll Zentrumsleistungen der Kernstädte finanzieren?

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Wer for­dert, Zen­trums­leis­tun­ge​n der Kernstädte müss­ten auch von den Ag­glo­me­ra­ti­ons­g​e­mein­den mit­fi­nan­ziert wer­den, da sie diese heute zum Teil kos­ten­los in An­spruch näh­men, muss auch Fol­gen­des be­den­ken: 1. Die Be­woh­ner der Kernstädte haben einen Stand­ort­vor­teil bei der Nut­zung von Zen­trums­leis­tun­ge​n. Sie be­stim­men meist selbstän­dig über Art und Um­fang die­ser Leis­tun­gen. Wer sagt denn, dass die Leute aus der Ag­glo­me­ra­tion all diese Zen­trums­leis­tun­ge​n auch wol­len? Zum Teil er­fül­len sie den Wunsch­be­darf einer klei­nen Elite in den Kernstäd­ten. 2. Wegen der höhe­ren Ein­nah­men aus Steu­ern von ju­ris­ti­schen Per­so­nen – zu denen Ag­glo­pend­le­rIn­ne​n mit ihrer Ar­beits­kraft und ihrer Kauf­kraft We­sent­li­ches bei­tra­gen – sind die Kernstädte fi­nan­zi­ell bes­ser in der Lage, Zen­trums­leis­tun­ge​n zu fi­nan­zie­ren. 3. So­lange der Steu­er­fuss der Kern­stadt nicht höher liegt als jener der Ag­glo­me­ra­ti­ons­g​e­mein­den drängt sich eine Dis­kus­sion um höhere Bei­träge der Ag­glo­me­ra­ti­ons­g​e­mein­den nicht auf­. 


Kommentare von Lesern zum Artikel

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50%
(8 Stimmen)
Stefan Pfister sagte Vor 24 Tagen

"Wer sagt denn, dass die Leute aus der Ag­glo­me­ra­tion all diese Zen­trums­leis­tun­ge​​n auch wol­len?"

Sie meinen, wer beispielsweise in Glarus oder Uri wohnt oder bei Ihnen im Aargau, der braucht keine Zürcher ETH und Universität und auch keine dort ausgebildeten Ärzte und Ingenieure. Das haben Sie wohl nicht zu Ende gedacht.

Und was die Elitendiskussion angeht: gerade DAMIT in den Städten auch Normalverdiener leben können, ist es wichtig, dass die Zentrumslasten, die der ganzen Schweiz nützen, nicht von den Zentren allein bezahlt werden.


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50%
(4 Stimmen)
Alex Schneider sagte Vor 24 Tagen

Die Hochschulbildung wird meines Wissens nicht von den Kernstädten finanziert.
Es geht mir vor allem um die Wunschbedarfsleistung​en der Kernstädte, also um Kultur und Sportanlagen und -betrieb inkl. Sicherheitsleistungen​, die dafür nötig sind.


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33%
(3 Stimmen)
Karlos Gutier sagte Vor 23 Tagen

Wenn ein Studius nicht weiss, dass die ETH vom Bund und die Uni vom Kanton finanziert wird, da frag ich mich schon, was lernen die denn da ?

Noch kann er es lernen.

Anderersei​ts ist es wichtig, dass mit den kantonalen Steuern der arbeitenden Bevölkerung das Opernhaus für die High-Class subventioniert wird.


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57%
(7 Stimmen)
Jakob Speiser sagte Vor 24 Tagen

Herr Schneider hat recht. Seht nur mal was in Baselstadt abgeht ! Derselbe Grössenwahn und die Arroganz herrschen, wie seit eh und je (1833 rief das "Problem" erstmals zu einer Korrektur).
Herr A. Müller verwedelt, wie es die Politker gerne machen, die im Hauptblogg gestellte Frage und dehnt sie aus, was aber nicht die Antwort auf das angesprochene Problem ist : Denn der Steuerwettbewerb muss beibehalten werden. Das Motto "wer bezahlt befiehlt" ist jahrtausende alt und bewährt. Und in allen Kantonen haben wir doch den bewährten Finanzausgleich zwischen den Gemeinden, das sollte reichen. Bei der leider im internationalen Mainstream momentan gängige Vorantreibung der Vergemeinschaftung von allem und jedem, was auch die völlige Anonymität sät und die Transparenz vernichten will, ist demokratie- und gesellschaftstötend ! Die Zentren ziehen auch dank der von ihnen gewollte Anonymität die Heere der Migranten und anderen Sozialhilfe- "spezialistinnen und -spezialisten" wie Fliegen an. Die lokalen Politikerinnen und Linksparteien wollen ihnen auch noch ohne den CH Pass zu haben alle Rechte (Stimm/Wahl) zuschanzen, nebst dem Ansinnen das Stimmrecht auf 16 Jährige zu senken. Weil die Regierungen in solchen Kantonen resp. Zentren überall tief rot sind (siehe Bern, Basel, Zürich !!) wird nichts getan und das Larifari dehnt sich immer weiter aus. Nur eine wehtuende Krise (wie sie evtl. bereits absehbar ist, auch im Ausland), könnte evtl., die Menschheit "resetten" und beim "Wiederaufbau" wieder bodenhaftende Vernunft einführen.


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83%
(6 Stimmen)
Alex Müller sagte Vor 24 Tagen

Im Kanton Zürich gibt es das schon lange.
Die Stadt Zürich bekommt mehr Beiträge vom Kanton für ihre Zentrumsleistungen. Das sind Leistungen, welche über das hinausgehen, was die Bevölkerung der Stadt alleine brauchen würde:
- Mehr Infrastruktur für Pendlerverkehr (Kantonsschulen, Gewerbeschulen, Stadtspitäler, Kantonsspitäler, Uni, ETH, Zürichseeschifffahrt,​ Limmatschifffahrt, Flughafenverkehr, Kunsthaus, Oper, Schauspielhäuser, Landesmuseum . Der täglichen Arbeitsverkehr nach Zürich (Industrie, Handel, Banken,Versicherungen​ Börse etc. wird auf 150 000 Personen geschätzt).. Nicht vergessen den Tourismus. Pendler kommen auch von Zug und Glarus Aargau, Bern, Basel, St.Gallen ,Luzern, Schaffhausen. Der "Durchlauf im HB Zürich beträgt 500 000 Personen täglich.
Wenn man jetzt die Steuerfüsse im Kanton Zürich betrachtet, so sieht das so aus:
Höchste Gemeinde 135%
tiefste Gemeinde 76%
Stadt Zürich 119% ,
Winterthur 124%
Gemeinden am Zürichsee fast alle unter 100%.
In meiner Gemeinde sind wir von 84 auf 88 % gestiegen, weil es mehr Infrastrukturbraucht (Aufstockung Schulhaus, Neu angelegte Quartierstrasse , Abwassernetz und Bachsanierung). Dazu müssen wir Überschüsse in den Ausgleichsfond an das Kantonale Steueramt überweisen.








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70%
(10 Stimmen)
Werner Nabulon sagte Vor 24 Tagen

Für mich sind solche Gedanken auch Maut solche, die wir im Mittelalter hatten. Da gab es Stadttore, Mauern, Wächter, man musste bezahlen, wollte man hinein oder in der Stadt am Markt Handel betreiben.
Gleichzeitig zogen die Städter mit Ihren Schärgen raus aufs Land und plünderten Bauernhöfe.

Wir aus der Agglomeration der Städte können ebenso mit den Argumenten daher kommen, dass wir Mehrleistungen erbringen müssen für die Verkehrswege usw, ....

Bei dem was Städte abzocken dafür, dass ich sie einmal besuche um zu konsumieren, ..mir ist diese Lust am Stadtbesuch schon lange vergangen.


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