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Wie ist die Schweizer Armee ohne Erdölimport einsatzfähig?

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Wie ein kon­kre­tes Kriegs­sze­na­rio aus­se­hen wür­de, ist dif­fus und un­klar; klar ist hin­ge­gen, dass in der Ver­gan­gen­heit der Zu­gang zu Erdöl kriegs­ent­schei­dend​​ war. Japan hat Pear­l-Har­bor an­ge­grif­fen, nach­dem die US-­Kon­zerne kein Öl mehr lie­fer­ten – um der Ge­gen­wehr der Ame­ri­ka­ner beim Vor­stoss auf die sü­do­stasia­ti­schen​​ Öl­quel­len zuvor zu kom­men. Letzt­lich wur­den die Welt­kriege von den führen­den Erdöl­na­tio­nen USA und Russ­land ge­won­nen, während Deutsch­land auf­wän­dig Al­ter­na­ti­ven suchte und Japan auf­grund von Treib­stoff­man­gel zu Ka­mi­kaze ü­ber­ging.

Krieg ist sehr energieintensiv – wie würde die Schweiz im Kriegsfall die Energieversorgung sicherstellen? Wie viele Tonnen fossile Treibstoffe konsumiert die Schweizer Armee jährlich alleine in Friedenszeiten? Nach wie vielen Tagen müssten Kampfflugzeuge am Boden und Lastwagen und Panzer nutzlos stehen bleiben, wenn die Erdölpipeline am Grossen St.Bernhard sabotiert ist und die Erdölzufuhr über den Rhein und die Bahn blockiert ist?

Als Alternative zur Beschaffung von neuen Kampfflugzeugen sei die Prüfung folgender Punkte empfohlen:

a) Ausschreibung innovativer Fluggeräte für militärische Zwecke, welche ohne importierte Brennstoffe funktionieren, z.B. Drohnen mit Solar/Elektro- oder Wasserstoffantrieb. Anstelle von konventionellen schweren Waffensystemen mag der Einsatz von Laser oder Wasserstoff als Kampfmittel geprüft werden. Militärische Überlegenheit wird kaum durch das Pflegen alter Rüstungs-Standards erzielt, sondern durch unerwartete Innovationen. Der militärisch finanzierte Anstoss innovativer Technik aus der Schweiz kann und soll später auch zivil Früchte tragen.

b) Umrüstung der Armee-Fahrzeuge auf Wasserstoffantrieb, insbesondere Lastwagen und Truppentransporter. Durch den Aufbau von Erfahrung und Wasserstoff-Tankstell​​en wird dem Durchbruch fossil-freier Mobilität auch im Zivilen Vorschub geleistet. Umrüstung von Helikoptern auf Wasserstoff prüfen.

c) Erstellung einer (oder mehrerer) Power-to-Gas Anlagen, die durch Umwandlung von Solar- und Wasserstrom mindestens 50% der Armee-Fahrzeuge mit Wasserstoff beliefern kann. Zudem sind für eine unterbrechungsfreie sichere Versorgung alle Waffenplätze mit Photovoltaik- oder Windkraftanlagen auszustatten.

Die aktuelle Situation erlaubt es, 5 bis 10 Jahre in die Erforschung und Entwicklung zukunftsfähiger Technologien in der Schweiz zu investieren, anstatt für Milliarden Kampfflugzeuge zu beschaffen, deren Energieversorgung nicht sichergestellt ist.


Kommentare von Lesern zum Artikel

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14%
(7 Stimmen)
RUDOLF OBERLI sagte March 2020

Kriege können natürlich, wegen des zu hohen CO2-Ausstosses nicht mehr geführt werden, Herr Lüthi. Die UNO muss deshalb Kriege bis auf weiteres untersagen.


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63%
(8 Stimmen)
Werner Nabulon sagte March 2020

Nach diesem Artikel habe ich etwas gerechnet.
Ich musste leider feststellen, dass die von Herr Heini Lüthi GLP aufgeführten Ideen a) b) c) d) absolut Illusorisch sind. Wir schaffen es nicht einmal, dezentrale Notstrom Gruppen für Luft oder Bodenüberwachung mit Wasserstoff zu betreiben.
Geschweige LKW bis Panzer, oder Luftabwehr, die in der Stunde von 40Liter bis zu 300Liter Verbrauchen.
Ein paar kleine Drohnen (Spielzeug) gesteuert via I Pad kriegen sie noch in die Luft. Fahrräder aber bitte ohne EL Unterstützung, Strom wird fehlen, diese Nachzuladen.
Leute wie Heini Lüthi GLP und Co darf man nie in die Regierung rein wählen, sie haben keinen „Verstand“ und ruinieren das Land.



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71%
(7 Stimmen)
Emil Huber sagte June 2019

Man könnte auch fragen, wie ist die Schweizer Armee und die Schweiz selbst ohne Strom und Computernetze noch einsatzfähig?

Die sensible Elektronik und Digitalisierung bietet genügend Angriffsflächen. Ein Angreifer braucht nur das Strom- und oder Computernetz lahmzulegen und die Schweiz ist "down". Nichts mehr geht.
Kann z.B mit einem EMP (elektromagnetischen Impulswaffe) ausgelöst werden, wobei so weit ich weiss es dazu nicht mal mehr Atombomben braucht. So soll dies lokal begrenzt auch mit Hochleistungsmikrowel​len möglich sein.

Und die teuren Kampfflieger bleiben dann am Boden...

https://w​ww.heise.de/tp/featur​es/USA-Kommission-war​nt-vor-einem-EMP-Krie​g-4310998.html

htt​ps://www.heise.de/tp/​features/Wer-wird-zue​rst-eine-EMP-Waffe-ei​nsetzen-3929061.html


Und dann will man noch Bargeld abschaffen. Gestern wieder erlebt: Keine Zahlungen mit EC Karten möglich, stand an der Kasse von einem Drogeriemarkt.
Die Kassiererin bot den Kunden an, die Einkäufe bei der Kasse zu deponieren, sie könne nicht sagen, wie lange es dauert bis EC wieder funktionert.


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75%
(8 Stimmen)
Jan Eberhart sagte June 2019

Natürlich ist Krieg auch immer eine Sache der Resourcen, die man hat.

Ob das nun fossile Energieträger sind oder irgendetwas anderes, spielt da keine Rolle.

Erdölkriege​ gibt es erst seit dem 20. Jahrhundert, vorher spielte Erdöl keine Rolle In Kriegen.

Bis zum 1. WK spielten noch Pferde eine wichtige Rolle im Krieg, als edles Reittier oder Nutztier um Kanonen zum Einsatzort zu ziehen.

Automobile​ setzten sowieso erst 1945 richtg durch, auch bei der Masse. Flugzeuge sind auch erst ab 1945 in Mode gekommen als Transportmittel für die Massen.

Die heutigen Autobahnen enstanden erst mit dem Massenverkehr in den 60-Jahren, als auch HInz und Kunz sich ein Auto kauften.

Wie sagte jemand: Nach dem 3. WK kämpft man wieder mit Keulen und Lanzen.


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8%
(12 Stimmen)
RUDOLF OBERLI sagte June 2019

"Japan hat Pear­l-Har­bor an­ge­grif­fen, nach­dem die US-­Kon­zerne kein Öl mehr lie­fer­ten – um der Ge­gen­wehr der Ame­ri­ka­ner beim Vor­stoss auf die sü­do­stasia­ti­schen​​​​ Öl­quel­len zuvor zu kom­men."

In Südostasien gibt es keine Ölquellen, Herr Lüthi, sondern nur den Pazifik mit einigen Inselchen. Das lässt sich anhand der Längen- und Breitengrade Asiens leicht feststellen. Sie verwenden, wie leider viele, den überholten kolonialistischen Begriff "Südostasien".

Mit Ihren Vorschlägen bin ich aber einverstanden.


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88%
(8 Stimmen)
jürg wolfensperger sagte June 2019

Es gab mal eine Zeit 1960 er bis 1980 ziger.Da war es eine Armee ,die notfalls 700 000 Mann aufbieten konnte.Und es wurden auch ungeheure Mengen an Sprit gelagert.Ueber das ganze Land vertstreut hat man riesige Zisternen gebaut,zumeist gut gelagert im Erdinnern.Und an bestimmten Orten hat man ganze Tankzüge in den Berg rollen können.Man hat uns mal erklärt,dass es für ein knappes Jahr gereicht hätte,ohne weiteren Nachschub zu erhalten.Das Gleiche fand mit Lebensmitteln statt,die für die Armee in riesigen Fels-Depots eingelagert wurden,oft auch mit Gleis-Anschluss.Was heute davon noch übrig geblieben ist entzieht sich meiner Kenntnis.ch weiss nur,dass es diese Müller-Bäcker-und Metzger-Kompanien heutzutage nicht mehr gibt.


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50%
(16 Stimmen)
ueli hofer sagte June 2019

Alle Ihre Aufzählungen an alternative Energie sind ok.
Doch sie reichen nicht aus.
Es gibt, wie Sie richtig sagen Herr Lüthi, ein Problem bei der Abhängigkeit und damit Verletzlichkeit.

E​s gibt zurzeit nur eine einzige Alternative die genügt.
Diese Alternative heisst AKW - mit oder ohne Armee.
Richtig, als Brennstoff für ein AKW braucht es Uran.
Schafft zwar auch eine gewisse Abhängigkeit.
Immerh​in sind moderne AKWs effizienter, zumal gleichzeitig auch an Wiederverwertung des Materials intensiv geforscht wird.

AKWs helfen der Umwelt.
China und Indien treiben Planung und Bau neuer AKWs voran.
Gezwungen durch Smog in den Grossstädten.




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