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Wie unterscheiden sich Grünliberale von den Grünen?

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Grüne und Grünliberale ste­hen sich ökologisch nahe. Natürlich haben wir Grünliberalen in ei­ni­gen Punk­ten etwas an­dere An­sich­ten, oder wie es der Po­li­to­loge Mi­chael Herr­mann (Uni Zürich) sag­te: Glei­ches Ziel – an­de­rer Weg. Die Grünen sind eher „Fundis“, die Grünliberalen eher „Realos“.

Dies zeigt sich auch klar in häufig aufgeworfenen Fragen. Die Grünliberalen sind eine Mittepartei und betreiben eine bürgerliche Sozial- und Finanzpolitik. Die Grünen stehen klar links. Was oft als „Schmusepolitik mit Links und Rechts“ bezeichnet wird, ist die lösungsorientierte Sachpolitik, welche losgelöst von dem herkömmlichen Links-Rechts Schema, guten Ideen zum Durchbruch verhelfen soll.

Dies zeigt sich auch bei der „Bodensee-Thurtalstra​sse“. Die glp Politik will die Umwelt mit der Wirtschaft verbinden, weil wir beides brauchen. Wenn das Thurgauer Stimmvolk sich entscheiden sollte eine neue Strasse zu bauen, sollte es die Gelegenheit erhalten, eine Variante zu wählen, welche so umweltschonend und effizient wie möglich ist. Daher haben die Grünliberalen mit der Variante „Ottenbergtunnel Nord“ die Möglichkeit aufgezeigt, aus zwei geplanten Strassen eine zu machen. Dies wäre eine klassische „Win-Win“ Situation für die Umwelt und die Wirtschaft. 

Beim „Atomausstieg“ mussten wir Grünliberalen, auch nach Fukushima, unsere Position nicht ändern, da wir uns seit Jahren für einen geordneten, wirtschaftlich verträglichen Atomausstieg, gemäss dem Szenario 4 des Bundes, stark gemacht haben. Es ist erfreulich zu sehen, dass man in Bern nun auch auf diesen Kurs einschwenkt. Ein ultimativer Sofort-Ausstieg, wie dies die Grünen fordern, ist unrealistisch. Dies würde wirtschaftlich und somit auch sozial, zu enormen Problemen führen. Wir müssen die erneuerbaren Energien konsequent aufbauen und neue Wege gehen. Vertrauen wir auf die Innovationskraft unserer Schweizer Firmen!

Wir Grünliberale wollen den Aufwind der grünliberalen Partei nutzen und in der Thurgauer- und Schweizerpolitik für frischen Wind sorgen.


Kommentare von Lesern zum Artikel

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13%
(8 Stimmen)
RUDOLF OBERLI sagte June 2019

"Die Grünliberalen sind eine Mittepartei (...)"

Parteien, die sich selbst als "Mitte" bezeichnen, glauben, sie befänden sich als einzige Artisten und Clowns in der Arena und die "andern" wirkten ausserhalb – als Claqueure.


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43%
(7 Stimmen)
Daniel Gerber sagte September 2011

Die gestern in der Tagespresse (NZZ und Tagi) veröffentlichte Analyse aller 4300 Abstimmungen in der grossen Kammer zeigen, dass es doch deutliche Unterschiede zwischen den Grünen und den Grünliberalen gibt.

Ich politisiere gerne für die Grünliberalen, weil mir ein freiheitliches, liberales Staatsgefüge sehr wichtig ist. Mit einer liberalen Politik, davon bin ich überzeugt, haben wir die Chance die grossen Aufgaben, die wir zu lösen haben, auch zu bewältigen.


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75%
(8 Stimmen)
Alex Schneider sagte September 2011

Ist eine bürgerliche Sozial- und Finanzpolitik eine nachhaltige Politik? Geht da nicht die soziale Dimension der Nachhaltigkeit verloren? Kann mit einer bürgerlichen Finanzpolitik eine glaubwürdige Umweltpolitik betrieben werden? Die Partei der eierlegenden Wollmilchsau gibt es nicht. Die WählerInnen werden nach den Wahlen "auf die Welt kommen", wenn sie sehen, in wieviele Widersprüche sich die GLP-Abgeordneten verstricken werden. Der Landesring der Unabhängigen und sein Schicksal lassen grüssen.


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Antworten auf diesen Beitrag



43%
(7 Stimmen)
Daniel Gerber sagte September 2011

Nachhaltige Politik, wie die Grünliberalen sie zu leisten versuchen, berücksichtig eben alle drei Nachhaltigkeitsaspekt​e: ökologische Verantwortung, soziale Solidarität und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit.
​Das heisst für mich, ganz konkret:
- Ökologisch mit hoher Konsequenz agieren, denn die Umweltschäden haben in manchen Bereichen eine beängstigende Dimension angenommen
- Der Wirtschaft Rahmenbedingungen schaffen, in welchen sie agieren kann, aber welche auch Schranken gegen extreme Auswüchse bietet. Stärkung der Realwirtschaft zu Lasten der Finanzwirtschaft.
- Soziale Solidarität nicht nur im Inland, sondern auch mit all den Menschen, die für uns Produkte erzeugen, die wir derart billig kaufen können. Im Minimum, die konsequente Einhaltung der Menschenrechte anstreben.


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14%
(7 Stimmen)
RUDOLF OBERLI sagte June 2019

"Soziale Solidarität" ???

Die GLP hat seit ihrem Bestehen noch keiner einzigen "sozialen" Vorlage zugestimmt; Herr Gerber. Sie sind weder die besseren Grünen noch die besseren Sozialdemokraten – eher verkappte Freisinnige.


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100%
(1 Stimme)
Alex Schneider sagte June 2019

Umweltschutz und Natur- und Heimatschutz verlieren regelmässig bei Nachhaltigkeitsprüfun​g!

Die Überprüfung von Projekten an ihrer Nachhaltigkeit (Wirtschaft, Gesellschaft, Ökologie) ist fatal für den Umweltschutz und den Natur- und Heimatschutz. Regelmässig werden ökologische Nachteile eines Projektes durch seine wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Vorteile übertroffen. Die ökologischen Nachteile von wachstumsfördernden Projekten können damit elegant unter den Tisch gewischt werden.



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69%
(13 Stimmen)
Christian Schmid sagte August 2011

Lieber Jürg Wiesli
Sachpolitik betreiben losgelöst vom links-rechts Schema ist auch meine Meinung, nur sollte man sich dann nicht im gleichen Abschnitt als 'bürgerliche Mitte' definieren, sonst tönt es einfach unglaubwürdig. Echte grüne Sachpolitik geht den Dingen auf den Grund und handelt konsequent: Darum wollen wir Grüne bis 2029 aus der Atomenergie aussteigen und haben dazu eine Volksinitiative lanciert (kein Sofortausstieg wie Sie behaupten).
Bei der Bodensee-Thurtalstras​se fragen wir Grüne nach dem Kosten-Nutzen Verhältnis. Wir sehen keinen substantiellen Nutzen für die Wirtschaft mit einer 6 Minuten schnelleren Verbindung. Auch werden die Ortschaften entlang des Thurtals kaum entlastet, da es sich vorwiegend um Binnen- und Ziel-/Quellverkehr handelt, der die neue Strasse nicht benützen wird. Darum unterstützen wir die Variante der Umweltverbände, die einen modularen Umbau/Ausbau der bestehenden Strasse vorsieht, wo nötig und sinnvoll.



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46%
(13 Stimmen)
Werner Nabulon sagte August 2011

Herr Jürg Wiesli, GLP

Tunnel ist ein gutes Wort. Was nicht sein darf, oder man nicht sehen möchte, vergräbt man unter der Erde.
Ein Tunnel ist meines Erachtens eine Recht gefährliche Sache und zwar aus einem Grund, es brennen heutzutage zu viele Fahrzeuge. Und ausgerechnet in den Tunnels und Strassenüberdeckungen​.
Ich finde es aber nett, dass die GLP sich in Zukunft nun auch für einen sicheren, Wirtschaftsorientiert​en 2ten St Gotthard Strassentunnel einsetzen wird.




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50%
(12 Stimmen)
J. Nyffeler sagte August 2011

Vertrauen? Ich mag mich an Jahren erinnern was zum Beispiel Wasserkraftenergie anbelangt waren einige Politiker dagegen. Heute scheinen genau diese förmlich danach zu schreien.
Auch was unsere Ausschaffungen anbelangt, will man diese ja lieber noch unterstützen und unser Geld zum Fenster hinauswerfen. Ja, es gibt leider noch viel mehr Probleme die ich hiehr nicht erwähnen möchte.
Ich denke, dass dem Volk mal endlich Taten umgesetzt werden, wofür die direkte Demokratie eigentlich stehen sollte, schliesslich haben wir ja schon X mal dagegen Abgestimmt.
Wenn dieser Tag X irgendwann mal kommen sollte, können wir gerne wieder einmal über das Wort VERTRAUEN sprechen.


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